Wie kann man KI nutzen? Wie sind eure Erfahrungen?

Ich glaube, nachdem die Blase geplatzt ist, werden nur spezifische Anwendungsmöglichkeiten für die KI übrig bleiben und das meist in Bereichen wo sie etwas erweitert und keine Menschen ersetzt. Alles andere wird nicht lukrativ sein.

Dazu ist KI viel zu wertvoll. Alleine die Möglichkeit einen großen Teil der Personalkosten zu minimieren überwiegt als Vorteil. Ich hoffe aber, dass du Recht hast.

Das ist die große Einbildung bzw. die große Wette. Mehr ist es ja nicht. Mittlerweile reden wir von einer Investition in Billionenhöhe und wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange. Das muss man früher als später wieder reinholen. Das heißt aber dann halt auch, dass die derzeitigen Preise nicht haltbar sind und dann relativiert sich die Reduktion der Personalkosten aber gewaltig.

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Naja, wenn die Wirtschaft so breit auf KI wettet, vor allem Milliardenunternehmen, dann ist da was dran. Die Frage ist nur die wirtschaftliche Bewertung, der Trend ist aber vorhanden. Gerade die Position von Geoffrey Hinton gefällt mir sehr. Ich hoffe ihn kommendes Jahr in Cambridge zu treffen.

Naja, das Reinholen ist jetzt nicht das Thema. Wenn eine Firma pleite geht, übernimmt die neue die Assets um einen Spotpreis. Die Überbewertung zahlen die Banken und die Investoren.

Um das geht es nicht. GPT-5 zeigt eigentlich recht deutlich, dass das exponentielle Wachstum, dass so ziemlich jeder erhofft bzw. erwarten nicht so eintritt. Dh das das skalieren nicht so leicht ist, wie erwartet, was mehr Geld von Investoren benötigt. Das gabs genauso schon in den 70ern und 80ern vor dem KI Winter. Nur halt ohne dem netten Zusatzfaktor, dass KI derzeit die größte Volkswirtschaft der Welt trägt.

Schau ma mal, ob wie das Geld fließt, wenn alle nur gepisst sind, weil die Mag7 die größte Rezession seit 2008 im Alleingang produziert haben.

Zweifelsohne ein intelligenter Mensch. Zweifelsohne aber auch an OpenAI beteiligt und bläst daher in dessen Horn.

Und nicht falsch verstehen, ich denke auch, dass KI in den nächsten Jahren und Jahrzehnten eine wichtige Rolle im Berufsleben spielen wird. Aber bei weitem nicht in dem Ansatz, der derzeit gerne posaunt wird.

Naja, in dem Interview hat er nicht über OpenAi gesprochen. Er sieht auch AI deutlich schwieriger als Sam Altman. ChatGPT-5 ist weit besser als da 4er. Der Mensch schätzt oftmals das, was man in einem Jahr und in 10 Jahren erreichen kann, falsch ein. AI ist schon in aller Munde, jeder nutzt es auf täglicher Basis. Es ist nicht mehr wegzudenken. Dass morgen alles viel besser ist, glaube ich nicht, aber in fünf bis zehn Jahren wird AI alles rasieren.

Gerade 14:45 ist spannend. Das Reasoning hinter „Mein Job wird nie von der KI übernommen“

Gerade die Geschichte der Technologie zeigt, dass wir langfristige Auswirkungen oft überschätzen, nicht unterschätzen – insbesondere, wenn der Hype groß ist. Viele Innovationen, die “alles verändern” sollten (z.B. Second Life, Google Glass, Krypto/Blockchain für den Alltag), sind an gesellschaftlichen, rechtlichen oder ökonomischen Grenzen hängen geblieben. Dass jetzt “jeder” AI täglich nutzt, stimmt zudem nur für bestimmte Gruppen; große Teile der Bevölkerung und viele Unternehmen sind noch weit davon entfernt, ihre Prozesse wirklich tiefgreifend umzustellen. In 5–10 Jahren wird AI sehr wahrscheinlich viel verbreiteter, aber sie wird nicht “alles rasieren”, sondern sich in ein komplexes Gefüge aus Regulierung, Haftungsfragen, Datenschutz, menschlichen Gewohnheiten, Machtstrukturen und bestehenden Geschäftsmodellen einordnen müssen. Statt eine totale Disruption zu erwarten, ist es realistischer, von einer Reihe schrittweiser, teils mühsamer Anpassungen auszugehen, in denen alte und neue Systeme lange parallel existieren.

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Tut mir leid, aber dass AI nur von bestimmten Gruppen genutzt wird, ist absoluter Blödsinn: Trading, Banking, Infrastruktur (Ampeln, Spitäler, Kraftwerke…) nützen AI. Jeder nützt es. Oma geht über die Straße, Oma hebt 500 Euro ab. Es ist nicht ChatGPT, auf das ich anspiele.

In der EU hast du natürlich Recht: Das Geflecht aus Haftungsthematiken, Rechten und Regulierungen ist hier viel stärker als in den meisten Industrienationen wie bspw. in den USA oder China. Auch bei der Co-Existenz gebe ich dir Recht, aber die Transformation ist unaufhaltsam. In 5 bis 10 Jahren wird eine Massenarbeitslosigkeit auf uns zurollen. Die größten sieben Unternehmen der USA investieren extrem in AI, was sich ja auch in den stark aufgeblähten Aktienkursen widerspiegelt.

Hier gilt: Wir wollen die ersten sein. Es ist egal, wir wollen die Monopolstellung haben, koste es was es wolle und zwar wörtlich. Deren Wette ist: Wir können AI einsetzen, um größte Teile der white collar Jobs ersetzen, die 100.000+ pro Mitarbeiter kosten und kostengünstig ersetzen. Sam Altman’s Tikun Olam Blödsinn nehme ich ihm nicht ab.

Kommen dann die Maschinesteuern auf Unternehmen zu?
Wird die Steuerquote erhöht?

Der Regulierungswahn der EU geht schon zu Lasten der Wettbewerbsfähigkeit. Das Schützen von Bürger sollte als Europäer immer die oberste Prämisse sein, aber den daraus folgenden Dipol unter einen Hut zu bekommen, ist wesentlich interessanter.

Schlussendlich: Niemand will ersetzt werden. Fragt man jemanden, ob er durch AI ersetzt werden könnte (Vertragsanwalt, Taxifahrer) kommt ein: „Natürlich nicht!“ Sich damit kritisch auseinanderzusetzen, hieße u.a. an sich selbst zu zweifeln, seinen Lebensentwurf in Frage zu stellen. Die meisten gehen ja schon nicht gerne zur Vorsorgeuntersuchung. Der Mensch will nicht kritisch über sich selbst denken.

Man stelle sich vor, jemand bewirbt sich um einen Job. Der Bewerber ist fleißig, schnell im Denken, effizient und arbeitet für lau.
Aber: er hat psychische Probleme, lügt, halluziniert, ist unkreativ, und, und das ist das schlimmste von allem, übernimmt keinerlei Verantwortung.

Red flags galore für jedes Unternehmen.

Aus volkswirtschaftlicher Sicht leistet der Bewerber auch genau gar nix. Er kauft nicht ein, beteiligt sich nicht am Sozialsystem, eigentlich liegt er uns nur auf der Tasche. Er ruiniert das fundamentale Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Hier greift Selbstregulation ein. Es wird keine Massenarbeitslosigkeit auf uns zurollen - jedenfalls nicht, weil Unternehmen zigtausende Jobs durch KI ersetzen.
Die KI ersetzt maximal ohnehin unnötige Jobs - aber bestimmt keinen mit Verantwortung. Die KI wird weiterhin so eingesetzt, wie sie es heute schon wird. Als Tool. Mächtig, aber dennoch nicht mehr als Tool.

Transformative Technologien hat es übrigens immer schon gegeben. Wir Menschen arbeiten zwar hart an unserem eigenen Untergang, aber an technologische Veränderungen haben wir uns bisher immer angepasst - oft unbeholfen, aber stets funktional.

Die KI birgt Risiken, eine mögliche Rekordarbeitslosigkeit gehört aber zu den leicht vermeidbaren. Schlimmer finde ich die irre globale Desinformation die sie generiert.

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Ich gebe dir zum Teil Recht. Es gibt einen Haufen Bullshit Jobs, den AI teils schon abdeckt.

Die Gefahr sind in der HR die ATS, die Bewerber, ohne dass Menschen überhaupt Bewerbungen sichten, schon vorselektioniert werden, teils auf diskriminierenden Parametern. Wenn ich heute 100 Bewerber habe, kann ich deren Daten auch verkaufen. Klar DSVGO usw. aber beweise das mal. Hier leistet der Bewerber schon einiges. Zusätzlich nutzen Firmen teils das Know-How: Warum soll ich einen teuren Unternehmensberater für 1000 netto pro Tag buchen, wenn ich mir einen hochqualifizierten Bewerber ins Haus holen kann, der mir alles gratis verrät? (Wir sind momentan in einer Phase, wo wir dies und jenes benötigen… Wie würden Sie das lösen?) Das übernimmt aber mittlerweile auch die AI. Ich habe unlängst ChatGPT gefragt, wie ich den Immobiliendeal am besten strukturiere: Perfekte Antwort.

Wie würdest du die Rekordarbeitslosihekit vermeiden?

Mir geht es ja auch nicht, euch zu überzeugen. Ich möchte meine Meinung einfach mit euren abgleichen. Jeder soll das aus der Diskussion mitnehmen, was er für richtig hält. Im Grunde genommen ist alles Kaffeesudleserei. Ob sich jene oder diese Aussage wirklich bewahrheitet, weiß nur die Zukunft.

Das verstehe ich jetzt nicht.
Am Bankomat konnte man schon lange vor AI Geld abheben. Was hat das mit dem aktuellen AI-Boom zu tun?

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Tatsächlich kann ich mir vorstellen, dass sich das von selbst einstellen wird. Es wird bad practice Beispiele geben. Die KI wird schlimme Entscheidungen treffen, die Unternehmen im schlimmsten Fall in mehr oder wenige tiefe Krisen stürzt und sie werden niemanden haben, der dafür die Verantwortung übernimmt. Man wird lernen, dass die KI Grenzen hat und wo sie liegen.

Im Äußersten muss man die Nutzung eben regulieren - was eh teilweise schon passiert.

Wir haben sowas schon in Medizin, Kernernergie, Elektrizitätswirtschaft, Luftfahrt, Verkehr… geschafft. Die Nutzung von KI wird sich hier einreihen.

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Das Problem mit Ai und den 7 größten Firmen, die erwähnt werden ist das gegenseitige investieren und niemand weiß ob das auch gerechtfertigt ist.

Ich sehe manchen Sachen sehr kritisch was AI anbelangt. Das größte Problem ist doch, dass wir eigentlich jedes Ergebnis überprüfen müssen. Die Versprechen Altman und Co kann ich eigentlich nicht mehr hören, es wird uns mit jedem neuen Modell erzählt, dass das jetzt viel besser ist. Die Realität sieht aber leider ganz anders aus. Die Halluzinationen werden schlimmer und die Antworten werden auch nicht besser.

Ich glaube, du wirfst da ein paar Sachen zusammen, die man trennen sollte.

Ja, AI steckt heute schon überall drin – in Handelssystemen, im Banking, in der Verkehrssteuerung, in Spitälern usw. Aber das ist etwas anderes als die Vorstellung, dass in ein paar Jahren ganze Heerscharen von Angestellten auf einen Schlag ersetzt werden. Dass Oma bei Grün über die Straße geht oder 500 Euro abhebt, heißt vor allem: Automatisierung ist seit Jahrzehnten da, sie schleicht sich Schritt für Schritt ein. Das ist nichts grundsätzlich Neues.

Wenn man sich frühere Wellen anschaut – Industrialisierung, Computer, Internet – dann gab es immer Verschiebungen, auch harte Brüche für einzelne Berufsgruppen, aber keine dauerhafte Massenarbeitslosigkeit. Es sind parallel neue Jobs, Branchen und Geschäftsmodelle entstanden. Und Unternehmen sind in der Realität träge: Legacy-IT, interne Politik, Betriebsräte, Haftungsfragen, Change-Management – das alles sorgt dafür, dass selbst hochrentable Automatisierung oft nur langsam umgesetzt wird. „Die ersetzen jetzt einfach alle 100k-White-Collar-Jobs“ klingt auf dem Papier schlüssig, prallt aber in der Praxis auf jede Menge Widerstand.

Dass die großen US-Konzerne massiv in AI investieren und die Kurse hochgehen, zeigt vor allem Erwartungen. Ob sich diese Wette so klar auszahlt, ist offen. Ein Teil dieser Investitionen kann sich auch als überzogen herausstellen, Margen werden vom Wettbewerb gefressen, Regulierungen ziehen Grenzen – das ist alles andere als ausgeschlossen.

Zur EU: Klar ist da viel Regulierung, manchmal zu viel. Aber es ist nicht nur ein Bremsklotz. Verlässliche Regeln, Datenschutz, Haftungsrahmen schaffen auch Vertrauen – gerade in sensiblen Bereichen wie Gesundheit oder Finanzen. Das kann langfristig sogar ein Standortvorteil sein. „Weniger Regeln = automatisch mehr Wettbewerbsfähigkeit“ ist zu einfach gedacht.

Dein Punkt zur Psychologie stimmt: Die meisten Menschen wollen nicht hören, dass ihr Job ersetzbar sein könnte. Gleichzeitig gibt es aber auch das andere Extrem: Die Erzählung, dass „alles rasieren“ wird, ist auch eine Form von Übertreibung – Tech-Messianismus sozusagen. Die Realität liegt wahrscheinlich dazwischen: AI wird vieles verändern, vielleicht auch schmerzhaft. Aber dass in 5–10 Jahren eine riesige Massenarbeitslosigkeit über uns hereinbricht, halte ich für eine sehr steile Prognose, die die soziale und politische Reibung in der echten Welt unterschätzt.

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Aktuell mache ich mit NotebookLM Einschulungsunterlagen. Meine alten Powerpoint Präsentationen habe ich umgewandelt und nun baut mir NotebookLM daraus was neues.

Das ist genial, weil man jeden Lerntyp erfassen kann und wirklich tolle Unterlagen bekommt. Ich muss aber wirklich ALLES prüfen, muss bei den Podcasts oft noch 5-6 Feedbackschleifen einbauen bis ich das passende Ergebnis habe.

Das ist nichts genuin Neues, sondern eine Erleichterung im Prozess, davor haben wir mangels Ressourcen das nicht so handhaben können. So kann ich jetzt im Grunde in wenigen Stunden Einschulungen deutlich lebendiger handhaben und das ist genial.

Aber das ist halt ein Tool, wie ein Taschenrechner. Der erleichtert Arbeit, die man selber machen kann, aber anstrengend ist, Trotzdem muss ich den Rechenweg verstehen, sonst werde ich anstehen. Jemand ohne Ausbildung wird durch eine LLM kein Fachexperte. In Wahrheit geht die Schere nur noch weiter auseinander, weil der Fachexperte mit LLM noch weiter vom Menschen ohne Ausbildung entfernt ist.

Die Vorstellung, dass die Automatisierung alles macht und man selbst nur noch blöd in die Gegend starrt ist halt nur solange haltbar, bis man wirklich damit intensiv arbeitet. Dann sieht man, dass die Grenzen (und die sind LLMs intrinsisch qua ihres Aufbaus vorgeben) viel enger sind und das die llms alle schnell sehr viel Bullshit reden.

Ist ganz normal, dass ich „A“ sage und die LLM mir sagt: „„A“ ist fantastisch“, dann sage ich „¬A“ und die LLM sagt: „„¬A“ ist nicht nur fantastisch, es lässt sich ideal mit „A“ verbinden“. Und spätestens da ist der Tab schon wieder geschlossen.

Ja, nach einer Woche 5er habe ich mir schon gedacht, dass Altmans Job sehr sinnlos sein muss, wenn GPT-5 ihn nun übernehmen kann.

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Das Buchungssystem, das Monitoring, Kreditenscheidungen sind stark AI gestützt.

Chat GPT wegen Musiknutzung verurteilt

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Nichts davon hat mit dem aktuellen AI-Boom zu tun. Das gab es schon lange davor.

Eine weitere Person die KI nicht so in den Himmel loben möchte.

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