Politik


#845

Lottosechser :blush: OHNE geht es ned. :wink:
Ich brauch in Wien öffentlich für die Strecke 23ter - 16ter und retour MINDESTENS 2 Stunden, mit dem Auto knapp die Hälfte, und wie voll die U4 oder U6 so oft sind, weiß eh jeder Wiener. Daher - außer bei Extremwinterwetter - keine Öffis mehr (außer vielleicht wenn ich über die Donau müsste).
Mir gfallts halt in den genannten Städten einfach besser, das ist alles. Grazer Innenstadt, Schlossberg, Mariatrost, drüben bei St. Martin, Innsbruck generell, Linz Magdalena, Pöstling, Innenstadt, Maribor generell, Bregenz, Dornbirn, Lustenau, taugt mir alles mehr als Wien, in Wien gfallt mir nur a Teil von Hietzing, Mauer, Teile vom 17ten/18ten, der Rest gibt mir nix (mehr). Salzburg zB taugt mir a ned, zu dicht gedrängt für mich zwischen den Hügeln, nur das Viertel hinter der Festung gfallt ma.


#846

Also, rassistisch motivierte Zuwanderungspolitik habe ich nie für gut empfunden. Ich mag Menschen, die uns bereichern und sich zu einer Leistungsgesellschaft bekennen und Österreich nicht als Ziel, sondern als Start für eine neue Chance sehen. Wien war als Hauptstadt des Habsburgerreiches schon immer ein Melting Pot of Nations. Ohne Zuwanderer stünden wir heute deppat da.


#847

Nun mir gefällts in Graz ja auch, sonst tät ich nicht hier wohnen. Trotzdem ist die Verkehrslage und im spez. die Öffis unter aller Sau. Unhöflich, unpünktlich, übervoll (und damit mein ich, dass du nicht mehr rein kommst, da hilft kein Schieben od sonst was).

Da seid ihr in Wien mit nem 3min (!!!) Intervall der Ubahn ein Land der seeligen!!! In Graz kannst froh sein, wenn dein Bus alle 15min kommt (selbiges für Bim). Und mei, hin und wieder fällt halt einer aus ohne dass man ne Mitteilung erhält. Stehst halt 30min blöd herum - in der Zeit bist zu Fuss vermutlich schon am Ziel. Und dei Stundenkarte gibts ab 2.30€ - mehr Geld für weniger Leistung als in Wien.

Das einzige Glück in diesem Fall ist, dass Graz eine Größe hat bei der man fast alles gut mit dem Rad erreichen kann. Das Problem dabei wiederum ist, dass viele Radler wie Vollidioten unterwegs sind (zb ohne Licht im Dunkeln, überholen links und rechts usw)…aber das artet hier aus :smiley:


#848

Bin mal im Winter bei Glatteis von einer Endstation zur anderen gegangen. Hat eine Stunde gedauert :smiley:


#849

Bin auch Wiener und sudere nicht. Wenn das jemand in meinem Freundeskreis macht, werfe ich ihm vor sein Leben nicht mehr unter Kontrolle zu haben und fordere ihn postwendend dazu auf, sich nicht wie ein Kätzchen zu verhalten.


#850

Da bin ich als Oberösterreicher ja gesegnet. Ich fahre nie mit öffis, mit dem Auto geht alles viel schneller und gemütlicher. Ich hab ne shopping city direkt vor der Nase und wüsste echt nicht was mir hier fehlt. Ich bin zwar kein landei aber halt ein kleinstadt kind und das Reicht mir vollkommen. Ab und zu mal in die Pluscity mit dem Auto und alles ist gut :slight_smile: mir ist Linz schon zu groß, da brauch ich nicht noch nach Wien :wink: Außer mal in den tiergarten oder sowas in der Art.


#851

Der 3 min Intervall ist der Idealfall, Realität ist, wie oft habe ich gg. 19 h auf eine U3 gewartet, oft 6-8 min, das gleiche dann am Westbhf auf die U6 und danach 15 min auf die Badner Bahn, und ich muss erst mal zur U-Bahn kommen, der Bus, der hier in den 10ten Bez. fährt, der fahrt alle 20 min(!), es ist ein Irrglaube, dass jeder in Wien gleich ums Eck die U hat. Ich bin fast 30 Jahre nur Öffi gefahren, aber irgendwann hatte ich es satt, an der Triester Str. hier hat es 30(!) Jahre gedauert, bis es ein ordentliches Wartehäuschen und eine Ampel(!) gab, und das bei einer 5spurigen Straße …
Ohne Auto am Stadtrand ist es einfach ööööde, ich hab keine Lust mehr, mit kl. Besorgungen des Alltags 1-2 h zu verbringen, wenn ich mit dem Auto das in 30 min erledigen kann.

Und wie gesagt, es ging mir um die Größe und auch andere Dinge, steht eh oben.


#852

Das mit der Grösse hab ich eh verstanden. Und da geb i dir eh recht - die is bei Graz perfekt. Die Zeiten die du erwähnst schrecken mich leider nicht. Verbring mal ne Zeit in Graz - dann weisst was ich mein.


#853

Hab ich schon erwähnt das ich in 5 minuten zig geschäfte habe und trotzdem in einer extrem ruhigen gegend wohne? Nicht ok… sorry…

Boah 1-2 stunden für nen einkauf finde ich schon extrem anstrengend.


#854

Deswegen hat man ja das Internet und Food Retailer nimmt man die nächst gelegenen oder fährt einmal die Woche oder lässt liefern :wink:


#855

Dinge des Alltags, Fahrzeit Öffi zum Wohnpark Alterlaa mit Trafik, Bank, Post, Gourmetspar, Mann etc. locker 30 min EINE Richtung, mit dem Auto 7 min. Ich geh auch öfter zu Fuß, aber Triester entlang ist auch grindig, weil so viel Verkehr und Lärm, und zum Merkur sind es 4 km zu Fuß hin und her, aber im Winter oder bei brütender Hitze auch kein Vergnügen und mit vollen Einkaufstaschen ist das echt ätzend. Deswegen regen mich dann zb Trottelpostings im Standardforum so auf, wo Gscheiterl meinen, in Wien bräuchte eh keiner ein Auto. Da geht ma des G’impfte auf. Postfilialen nahe Sterngasse und Perfektastraße geschlossen. Superleiwand gerade für ältere Leute. Usw. usf.


#856

Ich wohne im Zentrum von Wien - und ja dort brauche ich wirklich kein Auto. Brauche so gut wie überall hin nicht länger als 30 Minuten mit den Öffis. Hab mir daher erst vor ein paar Jahren ein Auto zugelegt, da ich mittlerweile öfters zu Kunden in Nierderösterreich fahre. Sobald man Wien verlässt wird es dann halt wirklich mühsam ohne Auto.

Zu meinem Büro fahr ich allerdings so gut wie nur öffentlich - denn sonst müsste ich über die Tangente. Dann brauch ich statt maximal 30 Minuten (Öffis) mindestens eine Stunde (Auto). Da ist die Entscheidung nicht schwer …


#857

naja, am stadtrand ists halt recht dünn mit den öffis. klar. das kann man ja nicht mit den bevölkerungsintensiven teilen vergleichen.
dort wo du wohnst ist ja bebauungstechnisch noch weniger als bei mir ein paar hundert meter weiter westlich.
da ist die versorgung mit öffis und restlicher infrastruktur halt leider suboptimal, darunter leide ich auch. aber mit rad oder 15minütigen spaziergängen zu S und U schafft mans auch halbwegs. einkaufen für den täglichen bedarf gelingt meist am heimweg von der U oder S, aber am WE gibts in der regel nen größeren einkauf mit dem auto. ohne gehts schwerer, das stimmt definitiv. (hab ich aber auch über ein halbes jahr lang geschafft) aber es gibt in den „schönen“ lagen in mauer, ottakring, grinzing auch noch schlechter versorgte standorte - aber das ist halt einfach so: einfamilienhausgebiete haben eine zu geringe dichte um eine kritische masse für ein dichtes netz an infrastruktur zu erzeugen. deswegen kann man aber nicht behaupten dass wien ein schlechtes verkehrskonzept hätte.


#858

Doch, hat es, weil zB niemand die U5 braucht, eine Ringbahn wäre besser oder dichtere Intervalle, brauch mich nur erinnern, wie oft ich mind. 10 min auf 10er, 40er usw. gewartet habe. Und wennst bei der Haltestelle neben der Badner geröstet oder eingeschneit wirst, sch**** halt irgendwann drauf. Die U3 sollte am Westbhf vorbeiführen, die Badner wollten sie auf die U6-Trasse verlegen und damit tausende Leute von der Verbindung abschneiden, den 8er einstellen war eine Idiotenidee, Praterstern mit 1 Toilette für 100.000 Fahrägste pro Tag, Südtirolerplatz nur 1 Rolltreppenanlage, zugesperrte Klos in den Stationen, unüberdachte Stationen (gehört auch dazu) usw. Hat schon lange vor Grün angefangen.
Und ich hab einfach ka Lust mehr, über die grausliche Perfekta oder 4 km über die Altmannsdorfer zur U zu hatschen, das nervt wie nur was, und auch ehrlich keine Lust mehr, Einkaufssackerl mitzuschleppen wie ein Packpferd. Vor 20 Jahren gab es noch Trafik, Kaffeehaus, Fleischer, usw. Heute fast nix mehr. Und die Post in der Perfekta oder Sobotka war leichter zu erreichen als die im Industriegebiet Inzersdorf, wo alle 30 min(!) mal ein Bus hinfährt und das afoch am Orsch der Welt liegt.
Auch die Biotonnen hier bei uns hams schon vor Jahren eingespart, dazu fallt den Liesinger Grünen nix ein, aber zu Radwegen …


#859

Ich bin total begeistert von den Öffis. Lebe am Stadtrand (22ster Bezirk) wohne aber in einer Gegend mit perfekter Öffis Infrastruktur. In der Innenstadt innerhalb von 30 Minuten, im Donauzentrum in 15 Minuten. Alle paar Minuten eine Straßenbahn oder U-Bahn.
Die Jahreskarte zu diesen Preis ist einfach ein Traum. :heart_eyes:
Bei mir ist auch alles notwendigste zum Einkaufen nur wenige Gehminuten entfernt. Schwere Sachen lass ich mir einfach liefern.

Bin gesegnet mit meiner Wohngegend. :kissing_heart:


#860

Ja, eh, nur manche Leute glauben, es sei überall so, dazu führe ich meine Mutter, die auf die 80 zugeht, öfters zu Untersuchungen etc., das kann und will ihr mit den Öffis einfach nicht mehr zumuten.
Und ich halte die Masse ungewaschener, fressender, in den Smarttrottel blökender, grölender Idioten in den Öffis auch einfach nicht mehr aus.

Noch Beispiele: 71er fuhr früher bis Schwechat, 360er nach Richtung Mödling, wurden eingestellt, weil man damals glaubte, Busse seien ja sooo viel besser.


#861

also die u5 macht schon sinn zur entlastung von 13a, 43, u6. dein wunsch mit der ringlinie ist zwar prinzipiell nachvollziehbar, aber da gibts zu wenig fahrgastpotenzial.
spannend würde ich schnellbuslinien finden!

aber warum regst du dich eigentlich so auf wenn du eh gar nicht mit den öffis fahren willst? bzw weil halt ein paar glauben man müsse überhaupt aufs auto verzichten? für die bezirke innerhalb des s-bahn-rings, also wahrscheinlich 80% der wiener, stimmt das ja auch. es zwing aber niemand jemanden aufs auto zu verzichten oder mit dem rad zu fahren.


#862

Busse stecken genau so im Stau, weil ja nicht überall Platz ist für Buslinien.
Ich reg mich auf, weil ich immer noch hier wohne, ganz einfach. Und weil mir die Selbstbeweihräucherung der Stadt am Nerv geht. Weil Autos und Radler teils bewusst aufeinander gehetzt werden, weil sauteure Prestigeprojekte hingeklotzt werden, anstatt Sinnvolles zu machen.
Und weil mir alles hochkommt, wenn ich daran denke, wie es immer wieder in Öffis ausschaut, aber Freßverbot geht ja nicht. na gar ned. Mehr Lifte an großen Stationen - brauch ma ned. Usw.


#863

Haha das könnte so genauso auf Graz zutreffen.

Und statt echter Lösungen kommt der Bürgermeister mit Ideen wie neue Tiefgarage im Zentrum, oder eine Stadtgondel… hawidere. Es is eh überall gleich und doch anders wie es scheint.


#864

Stimmt.
Oder Meidling - da hat keiner daran gedacht, wie sie umgebaut haben damals, ein ordentliches und nicht grindiges und v.a. großes Klo einzubauen, die Station ist unfassbar zugig und orschkalt, die Bahnsteige sind nichtmal ganz überdacht, auf den Steigen sprießt Unkraut, und im Zuge des Baus des Hauptbahnhofes hat man natürlich ned dran gedacht, auch Meidling in Sachen Kapazität zu überarbeiten, weil natürlich sehr viele Leute erst in Meidling einsteigen und ned erst zum deppaten Hpbhf “zurückfahren”, die Wartehäuschen auf den Bahnsteigen haben dazu nen Spalt bei den Türen, sprich auch drinnen gfriert man sich winters den Orsch ob. Ganz toll. Aber das passt dazu wie das KH Nord, wo 8.000(!) Baufehler für den KVA eh ganz normal sind …

Die Regierung installiert in den Ministerien GenSekr, die nicht ausgeschrieben wurden, aber den ausgeschriebenen Sektionsleitern gg. weisungsbefugt sind und auf eigenen (!) Wunsch Beamte werden können.
DAS soll Sparen sein?? Wo seid’s’n es angrennt???
Und warum können Regierung und auch SPÖ ihre Klausuren ned in W machen? Ham die keine Sitzungszimmer in den Ministerien/im Rathaus?? Da gehn’s wieder auf Steuerzahlerkosten in die Bundesländer.