Politik: Reaktionen zur aktuellen Rassismus-Thematik

Packe ich mal hier rein, denn die Verschwörungen und Lügen basieren ja auch teilweise auf Rassismus:

Ganz interessierter Artikel des Präsidenten von PEN America, Ayad Akhtar.

Ein Beispiel: Während ich Ende November an meinem Schreibtisch sitze und diese Rede schreibe, wird in Kreisen mir bekannter Lektoren und Literaturagenten über ein Buchprojekt diskutiert, das allen größeren Verlagen angeboten worden ist. Es handelt sich um die erste umfassende wissenschaftliche Biographie von Medgar Evers – einer der wichtigsten Protagonisten der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung der Sechzigerjahre. Der Autor gilt als führender Evers-Fachmann. Doch sein Buchprojekt findet keinen Verlag. Niemand will es machen. Nicht jetzt, nicht in diesem Klima: Denn Medgar Evers war ein Schwarzer, und der Autor des Buches ist weiß.

Ich erwähne die Geschichte nicht, weil sie einzigartig wäre – das ist sie nicht. Nicht in der gegenwärtigen Umgebung, in der Wissenschaftler immer wieder entmutigt werden, falls sie sich für Themen interessieren, die nicht „ihre“ sind; in einer Umgebung, in der man jungen Schriftstellern sagt, sie könnten nicht aus fremden Perspektiven schreiben; einer Umgebung, in der sich ein wachsender Widerwille gegen Gefühle oder Ansichten breitmacht, die als verletzend für die eine oder andere Gruppe empfunden werden könnten.

Der in Harvard lehrende Gates kommentiert hier eine Entwicklung, die nicht nur im Verlagswesen stattfindet, sondern im höheren Bildungssystem allgemein. Eine Verengung der intellektuellen Neugier, eine Fokussierung auf „Rasse“ und „Identität“ als conditio sine qua non für die Legitimation eines Autors, ein intellektueller Tribalismus, der einen „Ausverkauf der menschlichen Phantasie“ darstellt. Seine eloquente Verteidigung der Freiheit des Denkens war umso überzeugender, als sie von ihm, einem Afroamerikaner, kam – so dachten und sagten es viele nach ihren standing ovations. Viele hofften, dass manche endlich zugehört hätten, weil er ein Schwarzer sei und weil niemand auf ähnliche Reden hören würde, wenn sie von weißen Autoren kämen.

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Tiroler Weltbild?
„Bisch a Tiroler, bisch a Mensch. Bisch koaner, bisch koaner.“

Als hätte man diesen Begriff noch nie gehört …
:woman_facepalming:

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Wozu sie sich schwarz anmalen kann ich nicht nachvollziehen. Die Geschichte der globalen Sklaverei kennt eh keine Hautfarben.
Das vor allem durch die US Geschichte das anmalen verpönt ist und auch ganz echt Betroffene irritieren kann sollte sich herumgesprochen haben.

lass mich raten - alle im dunstkreis der fpö

Ich verlinke das mal hier. Hörenswerte 6 Minuten.

Studie zur rechtextremen Partei in Deutschland.

Endlich msl ein sinnvoller Aufkleber für den Briefkasten. :+1:

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Die Polizei den Freund und Helfer. Was aber wenn der Freund und Helfer ein Menschenfeind ist?

Die erste Magazin Royale Ausgabe bei der ich nie gelacht habe und nächste Woche gibt es noch Teil 2.

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Hab die Folge jetzt noch nicht gesehen. Aber ich hab eine Freundin, die mit einem geflüchteten Schwarzen verheiratet ist. Und was die so erzählt hat, was der bisher in Österreich schon mitmachen musste (und sie auch) … da wird einem schlecht.

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Gerade das Statement am Ende ist ziemlich gut.

Immer wieder Hessen. :see_no_evil:

Ja, beschämend. :unamused:

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Man kann über den künstlerischen Gehalt von einfacher Elektromusik gerne anderer Meinung sein, aber nach den Vorfällen in Sylt vor einer Woche jetzt hysterisch ein Lied verbieten, das seit fast 23 Jahren Menschen in allen Ländern dieser Welt Freude gebracht hat, ist ein moralischer Schuss ins Knie.

Jetzt wird der ÖFB das Lied nicht mehr als Torhymne verwenden :man_facepalming: und der SCR Altach muss sich auch dafür rechtfertigen, es weiter zu verwenden. :man_facepalming:

Noch einmal zum Mitschreiben: die Unschuldigen müssen sich öffentlich rechtfertigen nichts Unrechtes gemacht zu haben. Der eigentliche Grundsatz, die Schuld muss bewiesen werden und bis dahin ist jede Person unschuldig, spielt in dieser Debatte keine Rolle.

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der öfb hat eigentlich scooter-maria als torhymne, scheinbar wollten sie bei em ein anderes lied nehmen - die eufa hats aber verboten - soweit ich das mitbekommen hab

aber ja, du hast voll recht. was genau bringen jetzt die verbote, außer noch mehr aufmerksamkeit auf das ganze thema. eigentlich komplett ein schuss ins eigene knie.

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Mit ein bissl Fantasie und Rythmusgefühl mach ich aus jedem Kinderlied ein Lied zu jedem Thema. Ist mal wieder extrem kurzsichtig.

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Die Krone hat in der heutigen Ausgabe ein Interview mit Gigi zu dem Thema.



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dass ich einmal d’accord mit einem artikel in der krone sein werde – bald friert wirklich die hölle zu.

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Es gibt doch schon genug rassistische Kinderlieder. :sweat_smile:

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