Politik: Reaktionen zur aktuellen Rassismus-Thematik

es gibt ja sachen die ich verstehe, wie dass die neue flagge für louisiana da sie die konföderierten flagge enthält, aber das l’oreal jetzt auf die wörter wie bleichen oder aufhellen verzichten will aufgrund der rassismus debatte aktuell verstehe ich wieder nicht. da verstehen anscheinend manche nicht worum es geht, anders kann ich mit das nicht erklären. :face_with_raised_eyebrow:

edit: es war die flagge von mississippi und nich louisiana.

3 Like

Die Sprache hat sich schon immer verändert. Vor 100 Jahren nutzte man andere Worte als vor 200 Jahren. Was ist so falsch daran auf gewisse Ausdrücke zu verzichten, die Andere verletzen könnten? Was ist daran nicht zu verstehen? Rassismus verschwindet nicht deswegen, leider. Aber es ist ein Zeichen gegen Rassismus.

ja aber was hat aufhellen und leichen jetzt damit zu tun? außer bleichgesicht würde mir nichts einfallen und das ist uns allen denk ich herzlich egal.

Ich finde es auch total übertrieben. Bin ich jetzt ein unverbesserlicher Sprach-Rassist?

Gibt es dann bei den Farben bald kein schwarz/weiß mehr und werden auch neue Ausdrücke dafür verwendet?

Ich verstehe vollkommen die Anpassung von Logos oder auch unangebrachte Namen etc. Auch das entfernen von diversen Folgen älteren Serien kann noch gebilligt werden.
Aber irgendwann sollte es auch wieder gut sein und nicht alles das komplett aus den Kontext gerissen ist zwangsweise geändert werden nur weil irgendwo irgendwer sich davon angepisst fühlen könnte. Political correctness wird dadurch zum Unwort und die ganze Sache dahinter nur noch ins Lächerliche gezogen.

1 Like

Stimme ich dir, siehe oben 100% zu, L’Oreal machts aber genauso, wie man es nicht machen sollte. Kein Kontext, keine Erklärung, einfach nicht mehr verwenden, weil…

Das ist sinnlos. Sprache anpassen ist dann sinnvoll, wenn man erklärt, von wo die Begriffe ursprünglich kommen und zeigt, dass der Kontext nicht ok ist. Master/Slave zB, wegen Sklaverei. Blackfacing wegen Vaudeville etc. pp.

Wenn L’Oreal zB sagen würde: (frei erfunden) Bleaching ist ein abwertender Slangbegriff, der in gewissen Kreisen dazu verwendet wird, um an die herrschende Verhältnisse angepasste Afro-Amerikaner in den Südstaaten hinzuweisen (frei erfunden), dann würde das Sinn machen. So verwendet man einen Begriff nicht mehr und niemand weiß, warum außer vielleicht einer ganz kleine Gruppe und dann wirkt die Aktion mehr verwirrend, als sinnvoll.

4 Like

In dem Fall ist es aber auch ein wenig Lost in Translation - da geht’s u.a. Um Produkte, die „Whitening“ versprechen. Das macht gleich mehr Sinn. Aber ja, auch andere, wo es schon Statements gibt, dass man nicht mehr suggerieren will, dass nur helle Haut schöne Haut ist.

4 Like

Bin gespannt wann nun Bräunungscremen verboten werden…

2 Like

das wird dem trump aber gar nicht gefallen.

2 Like

Solange die Bräunungscreme nicht zu Blackfacing führt …

Aber es ist schon interessant, wie vorsichtig man damit jetzt ist. Jetzt wurden ja schon ganze Serienfolgen entfernt (u.a. aus den Golden Girls oder Scrubs). Whitefacing ist dagegen okay, zumindest in Scrubs (ich hab da gestern ein Interview dazu gelesen, dass sie das drin lassen wollen). Das ist aber halt auch historisch nicht so belastet.

Man merkt halt einfach das jetzt endlich ein Umschwung kommt.

Die rechten Zecken von Fox News haben ja Jahrelang einen Aufstand simuliert damit sowas ja nicht passiert und es wirkte immer so als wäre ein Großteil der Bevölkerung dagegen. Durch die lang anhaltenden Dauerproteste quer durch alle Gesellschaftsschichten, die jetzt halt auch von sehr vielen nicht schwarzen Unterstützt wird, kann sich da endlich was tun. Fällig wäre es ja schon lang gewesen.

Ob da jetzt alle Maßnahmen wirklich sinnvoll sind ist halt die andere Frage.

Aber jetzt zB diese Master/Slave Diskussion in der IT, ich weiß das es „immer schon so war“, aber das ist definitiv sehr problematisch.
Das jetzt auch Marken wie Uncle Bens etc überarbeitet werden sollen find ich auch sehr gut und angebracht.

Ob man jetzt überall schwarz/weiß austauschen muss find ich aber dann auch fraglich, weil es sich oft eher auf die Farben bezieht. Aber wie @Holzauge eben sagt, wenn man das mit Kontext verbindet und erklärt warum man gewisse Begriffe nicht mehr benutzt oder abändert, wäre das sicher die beste Lösung und würde auf Dauer sicher noch mehr bringen.

Und das manche Social Media Plattformen endlich gegen Trump vorgehen ist super, aber eigentlich schon Jahre überfällig.

2 Like

Was für ein verbohrter Rassist muss man sein um in „Uncle Bens“ einen Sklaven zu sehen? Wird der jetzt gegen einen weißen ausgetauscht?

Am Eingang unserer Kantine hängt ein Plakat von einer Frau die sich eine Wassermelone als übergroßes Lachen vors Gesicht hält. Vom Wassermelonen Klischee hab ich erst im Zuge der Proteste gehört. Wäre die Frau schwarz, ich hätte mir nichts dabei gedacht, warum auch? Jetzt weiß ich hätte die Webefirma ein schwarzes Modell gebucht, ein Fettnäpfchen in Ozean größe wärs gewesen aber warum? Keine Sau hier kennt das Klischee.

Den Opferstatus zu zementieren und kultivieren halte ich für die größte Sünde der links-identitären Politik und ich befürchte das dies nicht zu mehr Gleichheit führen wird.

2 Like

Das Problem ist in dem Fall vermutlich die Globalisierung, durch die lokalere Fragestellungen plötzlich zu globaler Kritik führen. Sieht man ja auch schön an unserern Sternsingern. Blackface für die heiligen drei Könige war nie ein Problem. Dann wurde Blackface ein Problem, weil es in den USA aufgrund ziemlich starker historischer Vorbelastung eines ist. Bei uns war Blackface hingegen (glaub ich) nie ein so großes Thema.

Bezüglich Uncle Ben’S: Ich bin kein Experte, aber ich hab mich ein wenig eingelesen. Das Problem ist, dass „Uncle“, „Boy“ oder „Old Man“ in der Jim Crow-Ära (was auch eine historische Periode der Minstrel Shows und des Blackface ist) abwertend für Schwarze benutzt wurde. Dazu kommt die Uniform von Uncle Ben, der an die schwarzen Diener weißer Herren erinnert (was ja auch oft ehemalige Sklaven waren). Wenn man aus der amerikanischen Kultur kommt, ist da also durchaus Material drinnen, das man eventuell als anstößig interpretieren kann, was bei uns völlig vorbei geht. Bei uns kommt nur an „haben die ein Problem mit einem schwarzen Mann am Logo? Wieso?“ Auch hier, wie schon vorher von @Holzauge gesagt: Hintergründe helfen zu verstehen, was da abgeht.

4 Like

bisl, um das vielleicht besser zu verstehen.

was wenn überall wo schwarze drauf sind, juden gezeichnet werden?? das würde bei uns auch weniger gut ankommen.

mit dem schwarzen thema sind wir halt weniger in berührung, weil die sklaverei hier eine andere war als in den usa.

2 Like

Nur weil wir das in Österreich nicht verstehen, weil wir die Problematik in dem Bereich nicht haben, heißt das nicht das es nicht problematisch ist und nicht überarbeitet gehört.

Natürlich hörst bei uns nix davon, weil der Anteil schwarzer bei uns in der Bevölkerung halt sehr minimal ist und wir auch nicht solche Sklavenhalter waren wie die USA.

Aber bitte das zB Uncle Bens ziemlich eindeutig einen Sklaven Abbildet ist doch auch bei uns sehr eindeutig. Da hab ich mir selbst schon als Kind gedacht dass das Bild etwas fragwürdig ist.

Das hat auch nichts mit links-identitärer Politik zu tun. Stell dir vor du bist schwarz und in den USA, wirst permanent bei allem im Leben nur benachteiligt, von vielen nichtmal als Mensch angesehen, musst bei jeder Tätigkeit im freien aufpassen was du machst, weil dich irgendein irrer gleich einer Tat beschuldigen kann und dich die Polizei dann übern haufen knallt.

Aber die selben - sorry - Arschgeigen kaufen dann fröhlich den Reis mit dem Sklavenbild drauf. Das geht einfach nicht und ja, sowas gehört überarbeitet.
Das hat auch nichts mit Opferrolle zu tun, sondern damit das es nach wie vor Opfer der Sklaverei gibt, und zwar fast alle schwarzen in den USA und das sich das endlich ändern muss.

Und es kann sich halt nicht ändern, wenn wir diese Klischees einfach nach wie vor permanent jeden Tag vors Auge geführt bekommen.

Mag für uns in Europa evtl wirklich egal sein, aber für die schwarze Bevölkerung in den USA ist es das eben definitiv nicht.

1 Like

Wenn man einen Juden so zeichnet das man ihn VERMEINTLICH als solchen erkennt, dann ist es in jedem Fall rassistisch.

@Jokus
Das Outfit wurde ja schon angepasst. Eine Diener Gewand wäre tatsächlich unpassend.
Es ist sich aber zu fragen ob das etwas bringt. Meine Tochter wird wie ich nie einen rassistischen Gedanken haben wenn wir diesen Reis kaufen würden (was wir aus anderen Gründen nicht tun).

Herablassende und stereotype Darstellungen gehen natürlich nicht aber Moment sie gehen nur nicht bei Gruppen die mal Opfer weißer waren und darin sehe ich ein Problem und zwar eben das die Verfestigung des Opfer und Täterstatus.

Führt dann auch zu so lächerlichen und fadenscheinigen Vergleichen die man z.B. auf 9gag sieht. https://9gag.com/gag/aBm0X4N :face_vomiting:

@G-Virus
Was stimmt ist das die Botschaft in den USA schon anders ankommt, bei meiner Aussage bezüglich des zementieren vom Status bleibe ich auch weil man nicht automatisch gut ist oder recht hat weil man eine andere Hautfarbe hat oder unter dem systemischen Rassismus leidet der gerade in den USA haarsträubend ist (Stichwort Finanzierung von Schulen).
Immer wenn ich statt schwarz weiß einsetzen kann und aufgrund von akutem Rassismus Bauchschmerzen bekomme gebe ich auf die jeweilige Aktivistin nichts. Ich finde Identitätspolitik kacke, egal ob sie Defend Europe schreien oder sagen ein schwarzes Adoptivkind braucht ein schwarzes Role Model.

also ich sehe bei uncle bens einen schwarzen mann und keinen sklaven.
wenn ein schwarzer mann mit alter löchriger kleidung am feld steht und arbeitet, oder mit einem arbeitsgerät am feld stehend.
was siehst du da? ist das ein problematisches bild?

1 Like

Nicht jeder sklave hat alte, löchrige Kleidung getragen.

2 Like

Für mich sah er immer aus wie ein Kellner. Bei Wikipedia steht:

„Since 1946, Uncle Ben’s products have carried the image of an elderly African-American man dressed in a bow tie, which is said to have been based on a Chicago maître d’hôtel named Frank Brown.[11][12] According to Mars, Uncle Ben was an African-American rice grower known for the quality of his rice. Gordon L. Harwell, an entrepreneur who had supplied rice to the armed forces in World War II, chose the name Uncle Ben’s as a means to expand his marketing efforts to the general public.[13]“

2 Like

danke für die antwort, ich habe einen schwarzen mann am feld beschrieben. es gibt leute die sehen genau das, andere sehen einen schwarz bauern, du siehst sofort wieder einen sklaven.
ich hoffe du verstehst was ich meine.
ich kenne viele bauern und da fährt kaum jemand mit einem anzug aufs feld. meistens sind es alte löchrige klamotten. ich nehme aber an die würdest du nicht als sklaven bezeichnen. :wink:

Ich meinte, dass sklaven uU Hausangestellte waren und daher durchaus gut gekleidet waren.