Music(al) Filme

Bin grad über diesen Trailer gestolpert und hab kein wirklich passendes Topic gefunden. Also eröffne ich hier ein neues, in dem man über Musik-Filme und Musical-Filme plaudern kann. :slight_smile:

Sia hat wohl einen eigenen Film inklusive Album gemacht. Ziemlich prominent besetzt mit Kate Hudson und „Hamilton“-Star Leslie Odom Jr. :heart_eyes: Der Filme dürfte sich aufgrund von Corona ins Frühjahr 2021 verschoben haben, aber den schau ich mir definitiv an, wenn er da ist.

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Nett - mir aber sicherlich definitiv zu pink, was ich so sehe. Aber es gibt da natürlich echte Granaten in dem Genre - unvergessen für mich:

  • Moulin Rouge (am Ende wollte ich im Kino aufstehen und einfach nur applaudieren)
  • Greatest Showman (super Soundtrack)
  • La La Land

die mir adhoc so einfallen. Solche Filme müssen auch im Kino genossen werden!

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Hmmm… meine Favoriten, die mir jetzt ad hoc einfallen:

The Great Ziegfeld (1936)
Broadway Melody of 1940 (1940)
Meet Me In St. Louis (1944)
Show Boat (1951)
Singin’ In The Rain (1952)
Ein neuer Stern am Himmel (1954)
Gigi (1958)
Chitty Chitty Bang Bang (1968)
Jesus Christ Superstar (1973)
Grease (1978)
Victor/Victoria (1982)
Evita (1997)
La La Land (2016)

Ich liebe Musicals :smiling_face_with_three_hearts:

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Musical-Filmen kann ich leider wenig abgewinnen. Mit einer Ausnahme und die hab ich geradezu obsessiv gefeiert: The Rocky Horror Picture Show.

Damit hab ich als Kind englisch gelernt, in meiner Adoleszenz den pelvic thrust studiert, war unsterblich in die junge Susan Sarandon verliebt und hab‘s mir in Kinos in Chicago und London mehrfach angesehen. In den späten 90ern konnte ich Musical und Film praktisch mitsprechen.

Hach.

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Die Regenschirme von Cherbourg mit einer großartigen Catherine Deneuve und Fame - Der Weg zum Ruhm von Alan Parker! :heart_eyes:

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Ich hab das Topic absichtlich nicht nur Musicalfilmen gewidmet, sondern auch Musikfilmen. Auch „Baby Driver“ passt somit für mich in dieses Topic, oder verschiedene Biographien. :slight_smile:

Und „The Rocky Horror Picture Show“ hatten wir auch nur auf Englisch daheim, als ich ein Kind war. :smiley: Wir haben es trotzdem gern geschaut, denn die Bilder sind eh recht selbsterklärend.

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Ich glaub, von der Rocky Horror Picture Show (übrigens heißt nur der Film so - das Musical, auf dem es basiert, heißt nur Rocky Horror Show und ich korrigiere solche Leute öfter, als es mir lieb ist :wink: ) gibt’s gar keine deutsche Synchro. Aber ja, echter Kult. Leider sind sowohl das Sequel Shock Treatment als auch die Neuverfilmung von vor ein paar Jahren absoluter Schrott. Das Original bleibt einfach unerreicht.

Ich bin ja lustigerweise kein riesiger Fan von Musicalfilmen, weil ich meistens die Vorlagen zu gut kenne und dann nur noch die Abstriche bemerke. Ausnahmen bestätigen aber natürlich die Regel.

Gute (in dem Fall wirklich nur Musical-)Filme, die noch nicht genannt wurden:

Die Verfilmung von Les Miserables (kommt auch nicht ans Stück ran, aber trotzdem eines meiner absoluten Lieblingsstücke kompetent umgesetzt)
Little Shop of Horrors mit Rick Moranis als Seymour (Warnung: Wer danach das Musical sieht, wird sich über den Schluss des Stücks wundern, der völlig anders ist. Mich hat das als Kind dann echt traumatisiert)
Man of LaMancha
Dr. Dolittle (den aus den 60ern) hab ich als Kind geliebt
Anatevka/Fiddler on the Roof
Sweeney Todd — da bin ich aber geteilter Meinung. Der Sondheim-Soundtrack ist genial, aber furchtbar verstümmelt. Und natürlich wünscht man sich manchmal bessere Sänger.
Und gleich nochmal Sondheim: Into the Woods. Musikalisch ist Sondheim NIE einfach und viele haben sich für einen Märchenfilm unter dem Disney-Label etwas ganz anderes erwartet, weil Sondheim einfach nicht nach Disney klingt, aber es ist ein grandioses Werk (leider fehlt auch hier musikalisch so manches, und einer meiner Lieblingssongs wurde gestrichen).
Viele, viele Disney-Filme der Disney-Renaissance, von den animierten Klassikern bis heute. Und natürlich auch etliche Realverfilmungen aus dem Haus der Maus.

Leider komplett daneben gegangen: Die Verfilmung von Rent. Traum-Cast, auch ein absoluter Liebling von mir als Bühnenwerk, aber Chris Columbus hat das Stück ähnlich ruiniert wie Milos Forman die Verfilmung von Hair (Tipp: Von Rent gibt’s sowohl eine Fernsehfassung aus dem amerikanischen Fernsehen und eine Aufzeichnung der letzten Broadway-Aufführung - viel besser!). Und auch bei der Verfilmung von Phantom leide ich immer - Gerard Butler klingt fast so schlimm wie Pierce Brosnan in Mamma Mia, der aber dort wenigstens kaum singen musste. Wie man Butler casten konnte, verstehe ich nicht. Und die deutsche Synchro-Fassung wird von Uwe Kröger so schwülstig gesungen, dass ich ihn auch nicht aushalte (und der komische Mix aus deutscher und wiener Übersetzung hilft nicht).

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Ich mag auch die Neuverfilmung (2007) von „Hairspray“. Ich kannte das Musical nicht, als mich eine Gruppe damals mit ins Kino geschleppt hat, und wusste gar nicht, was mich erwartet. Wir haben so viel gelacht, weil alles so selbstironisch war. Trotzdem ein paar ernste Themen, die mit viel guter Laune vermittelt werden. :slight_smile:

Ich kannte es auch nicht, aber der Film hat mir so gut gefallen, dass wir uns dann ein knapp darauf das Musical in London angesehen haben - und noch ein paar Jahre später war ich an der österreichischen Erstaufführung in mehreren Funktionen beteiligt. Ah, the memories … :slight_smile:

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Wie cool! :astonished: :star_struck:

Ja, war eine total coole Sache, wobei wir das heute so wie damals gar nicht mehr machen dürften. Ich hab mir damals in London schon gedacht: Echt tolles Stück, das Klamauk mit Message verknüpft, aber mit meinem Ensemble bekomme ich diesen Mix aus weißen und schwarzen Darstellern nicht zusammen - wir sind zwar offen für alle, die das Talent mitbringen, aber in meiner Gegend bekommt man doch eher wenige schwarze Schauspieler. Dann wurde uns das Stück vom Verlag angeboten und es gab eine Ausnahme für Amateure, dass man in diesem Stück - wenn es aufgrund des Ensembles nicht anders möglich ist - keine schwarzen Schauspieler braucht, sondern auch anders ausdrücken darf, dass diese Schauspieler „schwarz“ sind (den Text darf man natürlich nicht ändern, also nicht z.B. aus den Schwarzen eine andere Ethnie machen); ausdrücklich verboten war nur Blackfacing (deshalb kenn ich mich mit dem Thema auch ganz gut aus).

Wir haben damals zwar passende Darsteller gesucht, aber nur einen einzigen gefunden. Deshalb waren unsere „Schwarzen“ auch fast durchgehend weiß, aber per schwarzem Armband markiert, was auch eine Message gegen Ausgrenzung ist, aber natürlich nicht ganz so klar wie im Original. Heute ginge das nicht mehr - im Zuge von Black Lives Matter wurde diese Ausnahme auf Wunsch der Autoren gestrichen. Zurecht, muss ich ehrlich sagen.

Trotzdem gehört Nicest Kids in Town noch immer zu meinen Standardsongs bei Konzert-Auftritten - den Corny bin ich nie wieder ganz losgeworden :wink: