Gaming (Branche, Journalismus, Literatur, Studien, Blog)


#223

Die Schokoladenverordnung sieht das anders… :wink:

https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=20003127


#224

In einer Schachtel Pralinen sind Pralinen drinnen. Somit weiß man was man bekommt. :wink:

Lootboxen fallen für mich unter Glücksspiel und sollten deshalb auch so behandelt werden. Außerdem zerstören sie in einigen Spielen die Spielbalance oder sind einfach nur unnötig.
Und am Beispiel Fifa sieht man wie das zur reinen Abzocke dient, ähnlich den Panini-Stickern.


#225

Also müsste man nicht auch gleich panini sticker unter Glücksspiel gleichsetzen? Ich glaube panini hat argumentiert dass man ja 5 oder 6 Sticker für nen 1 EUR bekommt und die Wahrscheinlichkeit gleich ist.

Von mir aus sollen sie es ab 18 machen. Keine Ahnung wie das in Belgien ablief, aber da wurde die Funktion ja gleich entfernt. Nachteil für online Spielern, scheinbar ist da FUT doch ein wichtiger Modus.

Ich bin kein Fan von verboten. Nicht falsch verstehen: lootboxen sind kacke und ea tut mir auch nicht leid, aber an sich wird niemand gezwungen etwas zu kaufen.

Aber evt entscheiden so die Publisher ja auch auch durch snes Druck etwas transparenter vorzugehen.


#226

Gezwungen wird niemand, aber der Spieler wird in vielen Fällen schon “hergerichtet”, dass ihm lootboxen als essenziell erscheinen und er sie kaufen sollte um das volle spielgefühl zu erfahren.


#227

schönes thema… zuvällig gestern mit einem freund gesprochen ob er noch fifa zockt und natürlich spaßhalber gefragt wieviel er schon in fut von fifa 19 gesteckt hat. seine lächelnde antwort: “nicht viel!” nach einer kurzen atempause kam dann: “na ok, 1500,–” also wenn das kein problem ist. dann hat er noch lächelnd gemeint: "ja jedes jahr sag ich, ich steck kein geld mehr rein, aber dann kommt ein neuer teil, ein anderer freund ruft an und fragt ob man in der ersten woche schon was reingesteckt hat, und das einzige was er darauf antworten konnte war ein “ja, 300,–”. sein habschi hat aber auch schon 300,-- in der ersten woche investiert.
das spiel hab ich jetzt nicht mitgerechnet und ganz ehrlich… wenn du nur mehr die hälfte der gamer mit dem system erreichst, die aber das hausnummer 10 fache reinstecken, können dir alle anderen egal sein. wie weit e-sport dann auch noch einfluss darauf hat ist dann natürlich auch interessant.

edit:
wer zufällig mit “v” schreibt sollte eigentlich wieder schlaVen gehen! sorry für alle rechtschreibVehler die ich in der eile immer begehe :man_facepalming::sweat_smile:


#228

Außerdem wird bei vielen Lootboxen mit den selben manipulativen Mechanismen wie im Glücksspiel gearbeitet.


#229

Bei den Summen sollte klar sein das mit Suchtmechanismen gespielt wird und man daher schon im Sinne des Konsumentenschutzes etwas machen sollte. Es hat aber tatsächlich 2 Seiten, weil einfach Verbote auch nicht grad sexy sind.


#230

Ich bin nicht für Verbote - Glücksspiel ist auch nicht verboten - aber für Regulierungen. Die Anbieter werden halt auch damit wenig Freude haben, und wahrscheinlich eher auf Lootboxen verzichten.

Wenn man sich vorstellt welche Manipulationen und psychologische Tricks durch die Hersteller möglich sind sehe ich keinen Weg an Regulierungen vorbei. ZB könnte man die (sowieso geheimen) Wahrscheinlichkeiten, bestimmte Items zu bekommen, individuell an den Kunden anpassen, um so aus jedem das Maximum herauszuholen. Oder die Patentanmeldung, die bekannt geworden ist: Man lässt einen Spieler gegen besonders starke Gegner antreten, und wenn er Geld ausgibt belohnt man ihn mit leichteren Partien.


#231

Das ist kompletter Irrsinn und hat nichts mit Fairplay zu tun. Wenn beide Spieler die gleiche Grundbasis haben (sprich Spieler) aber der einfach besser ist, ist das etwas anderes, als wenn der bessere Spieler auch die bessere Grundvoraussetzung (spich Spieler) hat.


#232

So langsam geht die Diskussion in Richtung Paranoia und Verschwörungstheorien. :rofl:


#233

Findest? Ich halte es eher für unwahrscheinlich dass bestimmte Publisher auf mögliche Einnahmen verzichten. Deshalb werden die meisten Wahrscheinlichkeiten auch nicht veröffentlicht, weil das könnte Spieler ja davon abhalten Geld reinzuwerfen.
Das Patent (war von Activision) ist ja öffentlich und kann gegooglet werden (betrifft aber nicht nur Lootboxen, sondern jede Art von Mikrotransaktionen).


#234

Es ist bekannt, das die großen Publisher extra Leute dafür eingesetzt haben, die sich nur mit der Animation der Lootbox-Öffnungen auseinandersetzen. Die sollen das so gestalten, dass die Leute angefixt werden das Gribbeln beim Öffnen immer wieder verspüren zu wollen.


#235

Nope. Keine Verschwörung oder Lügenpresse.


#236

Ich gebe kein Geld für solch einen Müll aus aber ein Freund von mir hat für irgendein Handyspiel bestimmt schon 500+€ ausgegeben. Er erzählt mir immer das er auch schon glaubt das der Hersteller gezielt meist andere Ressource in die Lootboxen reingibt und nicht die, die für seine Gruppe notwendig wären.
Verschwörungstheorie hin oder her aber ich denke für die Hersteller ist es ein leichtes einen bestimmten Algorithmus zu machen um möglichst viel Geld zu lukrieren.


#237

In Videospielen ist dies auch leicht möglich im Gegensatz zu Panini-Sticker. Wer weiß denn schon, wie das Zufallsprinzip bei den Lootboxen wirklich funktioniert außer den Entwicklern? Überprüft ja keiner, dass es dort mit rechten Dingen zugeht.


#238

Ich finde der Vergleich Lootboxen/Sticker hinkt etwas. Sticker kauft man und die doppelten tauscht man bei den zig Möglichkeiten die es im Netz gibt einfach um. Den Müll von Lootboxen kann meines Wissens nicht mit anderen getauscht werden.
Bei Stickern weiß man zusätzlich noch das das Sammeln ein Ende hat wenn das Album voll ist. Spiele mit Lootboxen sind darauf ausgelegt den Kunden so lange wie möglich zu fesseln.


#239

Hab gerade nicht mehr Zeit, aber der Artikel deckt mal die Basics ab:


#240

Solche Dinge wie Lootboxen gesetzlich zu regeln ist unnötig. Wir sind alle alt genug um selber entscheiden zu können wie wir unser Geld ausgeben und jene die noch nicht alt genug sind haben einen Erziehungsberechtigten dafür, wenn der seinen Job nicht macht - selber Schuld.
Es braucht für sowas doch nicht Vater Staat, sondern Selbstversantwortung.


#241

Ich finde es notwendig, niedere geschäftspraxen zu unterbinden. Mit deiner “Argumentation” könnte ich jede gesetzliche Regelung abschießen. - Mord? Brauchen wir nicht im StGB regeln. Entweder man ist alt genug um zu wissen, dass man es nicht macht, die andere haben Erziehungsberechtigte. Wenn die ihren Job nicht machen: sskm.


#242

Ich wäre sofort bei der Selbstverantwortung, auch bei niederen Geschäftspraxen, weil Selbstbereinigung des Marktes blabla. Blöderweise herrscht keine Waffengleichheit zwischen den Anbietern und dem Konsumenten, angefangen bei Werbung, die, auch wenn es viele gerne nicht hätten, sehr wohl einen Einfluss aufs Kaufverhalten haben, bis hin zu genauen Daten über das Kaufverhalten.

Damit ist man als Konsument schon vor der Kaufentscheidung der Depp. Ohne große Verschwörungstheorie.

Von daher brauchts halt Konsumentenschutz, Wettbewerbs- und Lauterkeitsrecht, damit halt von der Seite her wieder Waffengleichheit herrscht und dann tritt auch die Marktbereinigung in Kraft, wenns wahr ist.