Coronavirus (COVID-19)

Ich glaub ehrlich gesagt auch, dass sie da viele Steine in den Weg bekommen hat und halt dann auch die Wut der Kunst abbekommen hat. Aber ich versteh halt auch die Wut - nachdem man seit WOCHEN davon redet, hier Lösungen zu bringen, Hilfen zu ermöglichen, tut sich außer einer Ankündigung, dass 700 Millionen Euro für alle Non-Profits (also nicht nur Kultur) zu kommen, halt nichts. Und Anschober redet davon, dass man gewisse Veranstaltungen ermöglichen will - sagt aber nicht wie. Mitte Mai ist aber halt auch eine Deadline für viele Dinge im Sommer - unter anderem auch Open Air, wo ja eigentlich einiges möglich sein sollte nach Aussagen der Politik. Es kommt nur nichts. Andere sperren schon wieder auf, für Kultur gibt’s nicht mal einen Fahrplan mit Vorbehalt. Und ich mein, Vorbehalte sind wir gewohnt mittlerweile. Wir alle. Aber irgendwas mal sagen wärs halt gewesen. Und ich fürchte, der Rückschritt wird hier zum RÜckschlag.

EDIT: Scheinbar kommt doch noch heute eine PK, auf der Kogler und Anschober über Kunst und Kultur reden. Mal sehen. EDIT ENDE.

Apropros Strache, gerade offiziell gemacht:

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Die Caritas würde sich z.B. freuen:

„Abgabe gerne in der www.gruft.at und in den anderen Obdachlosenhäusern in ganz Wien. Du kannst sie uns aber gerne auch per Post schicken an:
Caritas Betreuungszentrum Gruft - Tageszentrum, Barnabitengasse 12a, 1060 Wien.“

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In Südkorea hat ein Mann vergangene Woche beim Feiern in einem Club binnen weniger Stunden 25 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Im typischen Setting von Clubs - geschlossener Raum, dichte Menschenmenge, Alkohol - kann jeder Besucher, der unwissentlich infiziert ist, zum Superspreader werden.

Es ist nicht sehr wahrscheinlich, dass Clubs unter diesen Bedingungen wieder öffnen können, bevor es einen Impfstoff gibt. Das jedoch könnte noch ein Jahr dauern - und bis dahin sind wohl die allermeisten Läden pleite. Für die Kulturszene könnte das eine echte Zäsur werden.

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Ich hör mir gerade die PK von Kogler und Anschober an - da gibts jetzt einen recht konkreten Öffnungsplan über den Sommer. Nicht 100%ig finalisiert, aber eine Perspektive für die Öffnung. Immerhin was. Was das konkret bedeutet, wird man halt noch rausfinden müssen.

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wieso machen die künstler, denke da zb an kabarettisten, keine online veranstaltungen?? gibts da keine plattform dafür? ich würde mir sowas schon anschauen und natürlich auch meine karte zahlen. wäre ja fast besser als mit der grindigen u6 zur stadthalle zu fahren :wink:

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Es gibt schon Plattformen dafür - aber die wurden natürlich auch erst jetzt aufgebaut. Z.B.: https://4gamechangers.io/en/roomservice/ .

Geht natürlich nur in begrenztem Rahmen (für die Künstler - da gibt’s ja noch Einschränkungen) und die Frage ist, ob das der Markt annimmt. Ich hab aber einen Freund, der am technischen Rundherum beteiligt ist, ich werd ihn dann mal fragen, wie es wirklich funktioniert von den Einnahmen her. Ich seh aber als darstellender Künstler zwei Probleme - du spielst halt wirklich ins Leere (als Kabarettist sicher komisch, wenn du keine lacher mehr bekommst, nicht mitbekommst, ob das Publikum klatscht) bzw. entsteht einfach kein „Feedback-Loop“ und ich weiß von mir selbst, dass ich oft in Gesellschaft mehr Lachen kann als zuhause. Und zweitens kämpft man dann natürlich gegen die ganzen Gratis-Angebote an, die es schon so gibt. Ich würd mich aber freuen, wenn sowas zumindest manchen durch die Krise hilft - gut, dass es sowas zumindest als Alternative gibt…

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Reine Vermutung: Die Künstler die das profitabel betreiben könnten nagen nicht unbedingt am Hungertuch. Hader stellt seine Programme sogar gratis zur Verfügung (https://player.hader.at/), ebenso der Niavarani und einige weitere (https://player.globe.wien).

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ja wird schon seine gründe haben. aber vielleicht noch immer besser als nix tun.

oder die verfallenen stadthallen veranstaltungen, dann eben ohne publikum als livestream? nicht so geil, ich weiß, aber für manche künstler könnte das schon funktionieren

Ist da so viel verfallen, oder wird verschoben? Für die Ticketingindustrie (und ich sag jetzt bewusst nicht unbedingt Kulturszene) ein ganz wichtiger Unterschied…

Übrigens, falls es jemanden genauer interessiert, das ist der Fahrplan:

  1. Mai: Veranstaltungen bis 100 Personen Indoor & Outdoor.
  2. Juli: Veranstaltungen bis 250 Personen, Indoor & Outdoor. Kinos öffnen wieder.
  3. August: 500 Personen, theoretisch auch 1.000. Für letzteres braucht man aber ein spezielles Sicherheitskonzept

Grundsätzlich gilt aber: Man muss gewisse Verhaltensregeln befolgen (inklusive Mindestabstand, deshalb wird kein Saal wohl wirklich voll sein, sondern Plätze leer bleiben müssen), und man kann mit eigenen Konzepten kommen, dann sind auch Ausnahmen möglich. All das gilt momentan auch nur für Veranstaltungen im Sitzen. Und man braucht eine Risikoanalyse und die Beteiligten müssen sich an Sicherheitsstandards halten.

In eine Verordnung gegossen wird es aber erst am 25. Mai, nachdem man mit Menschen aus der Kultur gesprochen hat. Und dann heißts wie immer: Abwarten und schauen, ob die Zahlen steigen. Oder sinken und man schneller sein kann.

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na die stadthalle ist ja schon mind. 2 monate zu - sie versuchen zwar neue termine zu ermöglichen, aber das wird halt schwer, da es wenig löcher gibt die nächsten monate.

und das wird bei sämtlichen veranstaltungshallen so sein

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Es ist sicher vor allem für die internationalen Events nicht leicht. Und man braucht halt auch Vorläufe. Jetzt hilfts natürlich auch nicht, dass sie recht flott waren - es hieß ja, alles bis 30. Juni abgesagt und Großevents (ohne die genau zu definieren) bis Ende August.

Derzeit is gor nix leicht - auch in anderen Berufen kämpft man mit Umstellungen und neuartigen Problemen.

In diesem Sinne, schön wenn man noch einen Beruf hat und ein Einkommen generiert.

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Da bin ich wirklich froh das egal was kommen mag mein Job ist krisensicher. Das bietet schon eine Sicherheit die in der aktuellen Lage unbezahlbar ist.

Wenn ich da an die vielen Leute denke die wegen Corona ums überleben zittern müssen. :expressionless:

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ich finde es interessant, dass indoor mit outdoor gleichgesetzt wird. hätte mir zb erwartet dass indoor 250 erlaubt sind und outdoor 500. immerhin ist es outdoor auch einfacher abstand zu halten…

Naja, der Abstand gilt ja so oder so. Insofern ist es quasi egal - Indoor 100 brauchen genausoviel Platz wie Outdoor (und deshalb ist ja auch nur sitzen erlaubt - im Stehen wären die Abstände schwerer zu kontrollieren bzw. könnte man sich während der Veranstaltung umstellen.

Ich hätte eher aus anderen Gründen erwartet, dass Outdoor mehr erlaubt wird - einfach weil es zuletzt ja öfter hieß, dass man Outdoor wesentlich sicherer ist. Ich hätte - ehrlich gesagt - fast erwartet, dass man Outdoor erlaubt und Indoor noch verbietet. Oder Outdoor immer eine Größenördnung größer erlaubt. Wäre wohl auch für die Outdoor-Sommertheater leichter gewesen. Da müssen sich jetzt einige gut überlegen, was sie tun (wie aber eigentlich eh alle).

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das mein ich ja… outdoor ist halt einfacher eine location zu finden für 500 personen als indoor. besonders jetzt

Wie gesagt, ich dachte mir auch, Outdoor darf mehr, aus mehreren Gründen. Allerdings würd ich nicht sagen, dass die Frage "kann ich eine Indoor-Location für meine Größenordnung überhaupt finden) sonderlich in die Entscheidung der Regierung eingeflossen ist. Wobei ich mir schon denke, für 1.000 Leute ab Ende Juli wären (so der Sicherheitsabstand gleich bleibt) nur wenige Indoor-Locations geeignet. Aber das ist ein Problem der Veranstalter. ich denke mir da eher, dass die Regierung auch wegen der Frage „was passiert, wenn alle gleichzeitig rein/raus wollen?“ bzw. „was passiert in der Pause?“ lieber langsam aufmacht. Auch wenn auch das Outdoor in vielen Fällen mit mehr Möglichkeiten einfacher ist.

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Junge junge. Ich weiss es gibt im Forum Lehrer und ich weiss es gibt wie überall solche und solche - daher bitte nicht falsch verstehen:

Grad nen Leserbrief in der Kleinen Zeitung gelesen. Ne Lehrerin lässt sich über die schulautonmen freien Tage aus, an denen jetz freiwillig gearbeitet werden soll. Im Grossen und Ganzen ein langer Monolog, wie arm Lehrer, bzw sie, doch sind/ist.

Seit März muss sie arbeiten (!!!) Muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Und jetz soll sie auch noch auf die freien Tage verzichten. Zudem wie schwer sie es derzeit hat. Daher will sie das finanziell abgegolten haben durch Sonderzuschläge.

Das die Situation keine leichte ist bezweifle ich nicht. Angesichts der Tatsache, dass viele gar keinen Job mehr haben ist dieses Gejammere einfach nur ein Hohn. Und dann noch die Aussage das sie ohne Urlaub seit März arbeitet zeigt mir nur wie wenig Ahnung die gute Frau vom echte Leben hat. Den Luxus der Ferien haben andere nicht - sie geht auch gleich drauf ein, und fordert mehr Respekt, den sie imo nach diesen Aussagen verspielt hat.

Da wundert es mich nicht, wenn dieser wichtige Berufsstand immer wiwder an den Pranger gestellt und belechelt wird. Schuld daran sind solche Leute, die ständig jammern - was in Zeiten wo viele den Luxus eines Arbeitsplatzes und fixen Einkommens ohne Kurzarbeit nicht haben.

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Ich find Kurzarbeit nicht so schlimm. Aktuell.

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In meinem Umfeld von Eltern schulpflichtiger Kinder gibt es momentan zwei Lager.

Diejenigen mit Volksschulkindern sehen das genauso wie du. Die Lehrerschaft schickt jede Woche ein Packerl Hausübungen und korrigiert diese anschließend. Dazwischen Funkstille. Der eigentliche Job bleibt an den Eltern hängen, bei denen der Unmut mittlerweile wirklich groß ist. Immerhin mussten sie nicht selten einen Großteil ihres Jahresurlaubs investieren. Wenn dann so eine Meldung von einer Lehrerin kommt…

Und dann gibt’s die Eltern der Unterstufler. Die sind momentan ziemlich happy und erzählen, wie engagiert die Lehrer ihren interaktiven Unterricht über die diversen Plattform gestalten und dass die Lehrer jederzeit erreichbar wären. Manche meinen sogar, ihre Kinder fühlen sich individueller betreut und lernen seither mehr.

Es gibt eben solche und solche. Immer wird es Menschen geben, die Situationen zum eigenen Vorteil ausnutzen - und ein paar von ihnen schreiben halt Leserbriefe. Die Kleine Zeitung dankts.

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