Ich habe den Film auch heute gesehen und schließe mich in großen Teilen @k3nny_gat an. Auch mir hat der Teil um einiges weniger gut gefallen als der erste Film.
Ja, also das Frauenbild in diesem Film ist so absurd, dass ich oft laut auflachen musste.
Das Intro mit der befransten Oberweite, die hinter „007“ rumwedelt. Oder dass alle Frauen in dem Film ständig nur Sex wollen, und die Männer sich erbarmen müssen. Besonders (und da immerhin gewollt lustig) die Audioaufnahme mit „James, will you make love to me all the time in England?“ - „Day and night. Now, go on …“ 
Die russische Agentin ist generell sehr lächerlich. Und diese Nachthemden! Soll das sexy sein? 
No. 3 ist zwar ernstzunehmender, aber dafür älter, nicht hübsch gemacht, und … lesbisch? Zumindest hab ich die Szene in der sie das Bond-Girl einweist so verstanden, so viel wie sie die angetatscht hat, nachdem sie davor einem Mann den Körperkontakt verweigert hatte.
Der Kampf mit ihr sah dann leider etwas peinlich aus.
Ja, der Film will anscheinend mit derselben Formel punkten, wie der letzte. Es gibt wieder eine Verfolgung vom Flughafen aus, wieder überlebt der freundschaftliche Local nicht, es gibt mehr explodierende Fahrzeuge als letztes Mal, mehr Bösewichte, mehr Action-Szenen. Die am Wagenplatz fand ich übrigens sehr unpassend für James Bond. Das wirkte wie eine Western-Szene.
Aber mit all dem übertreibt der Film es irgendwie. Mich konnte er nicht wirklich bei der Stange halten.
Mir sind auch zwei Szenen aufgefallen, in denen unpassende Schnitte waren. Das eine während der Szene vorm „Bob Hope“-Plakat, als Bond die Waffe lädt. Und während dem Kampf im Zug, als die beiden in der Tür stehen.
Die Schachszene und das Szenenbild dazu fand ich noch sehr cool. Auch wie die Nachricht überbracht wurde.
Später gibts noch ein sehr hübsches Bild, als Tatjana am Weg zu No. 3 im dunklen Durchgang stehen bleibt, und man hinter ihr das helle Gebäude sieht.
Und sehen wir hier das Original des Klischees vom Bösewicht, der die weiße Langhaarkatze streichelt?
Das fand ich schon toll. Weil das wird ja ur oft zitiert. Dass man über den Ring schon einen Hinweis bekommt, hat mir gefallen. Mir war früher nie so bewusst, dass sich eine zusammenhängende Geschichte durch die Bond-Filme zieht.
Auch den Hinweis am Ende „James Bond will return in Goldfinger“ fand ich interessant. Weil auch da hab ich mich gefragt, ob sowas damals schon üblich war, oder es quasi die Vorlage für das ist, was z.B. Marvel mit den Endcredits-Ankündigungen heute auch macht.
Und dann gabs noch eine Szene, bei der ich ur lachen musste: nämlich beim Anblick dieser beiden Statist*innen hier bei 0:03! 