2. James Bond Filmrunde – Liebesgrüße aus Moskau / From Russia With Love

Ab morgen gehts weiter mit der 2. James Bond Filmrunde!
Allgemeine Infos und Zeitplan finden sich im Überblickstopic dazu.

Wir schauen
„Liebesgrüße aus Moskau / From Russia With Love“

Zeitraum
6.2.-20.2.

Man kann aber danach auch noch kommentieren. :wink:

Film: Liebesgrüße aus Moskau / From Russia With Love
Erschienen: 1963
Bond Darsteller: Sean Connery
Regie: Terence Young
Romanvorlage: „From Russia With Love“, 1957, 5. James Bond Roman von Ian Fleming

Viel Spaß!

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Ich finde es interessant, dass sie für den ersten Bondfilm den damals aktuellesten (und bereits 6.) Roman verfilmt haben. Und mit dem zweiten hier dann den direkten Vorgänger angehen, statt chronologisch vorzugehen.

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Der zweite Film ist noch etwas mehr aus der Zeit gefallen als der Erste aber Roma/Sinti Frauen die um einen Mann kämpfen außen vor gelassen war er schon gut unterhaltend.
Dennoch erstaunlich wie skrupellos Bond ist, hab das echt nicht so in Erinnerung. Hatte ihn als den Guten in Erinnerung aber er ist nur der Bessere :rofl:

Zwei Anschlussfehler, einer gleich am Anfang, einer am Ende sind mir aufgefallen. Und natürlich der stark sexuelle Fokus.

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Dieser Satz gefällt mir. :grin:
Bin schon gespannt.

Mag keiner was zum zweiten Film beitragen? Ich wäre ja schon beim dritten und hab viel Meinung dazu :grin:

ich habe mir mal vorsichtig heute abend vorgenomomen bond #2 anzuschauen.

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so - gerade angeschaut.

gefällt mir leider um ein ganzes stück weniger als noch der erste bond.

da ist zum einen das setting: dr no hatte jamaika; der inselstaat war damals noch teil des britischen imperiums. vor diesem geopolitischen hintergrund macht das theater rund um britische und amerikanische spione irgendwie auch sinn, ohne, dass man den zuseher gleich in das hornissennest wie istanbul schmeißt. der schauplatz in frwl hat nicht nur weniger flair, es wirkt einfach alles so auf 11 gedreht. wo man es bei dr no noch ruhig angehen ließ und man 007 beim spionieren zuschauen durfte, hat man das gefühl im zweiten film ist er nur mehr ein pinball in einem flippertisch, der von einem objekt zum nächsten geschleudert wird, von einem set-piece ins nächste.

hatte er in dr no noch die rafinesse ein haar mit speichel vor einen türspalt zu kleben, erkennt er in frwl die (ehem) chefin des sov geheimdienstes nicht mehr.

was mir auch nicht so wirklich gefallen hat, war die präsentation der bösewichte. hat man bei dr no erst gen ende gemerkt, was für ein verrücktes genie hier im hintergrund arbeitet, hat man bei frwl gleich gemerkt, wo austin powers seine inspiration her hat. diese schurken wirken eher wie clowns. „oh ich bin ein schachspieler und ich habe sämtliche szenarien vorhergesehen“ – mmhmm.

ich merke auch schon bei so szenen wie der helikopterjagd den übertriebenen action-einschlag, den die bond filme später mal bekommen sollen.

meine bewertung: 6/10

edit: ich hab mir den film auf deutsch angesehen und da ist übrigens die rede von zigeunern. also aus heutiger sicht politisch nicht korrekt. auch das präsentierte frauenbild ist anitquiert, aber diese erkenntnis hatten wir wohl alle schon vor vielen jahren und überrascht in einer 007-diskussionsrunde wohl niemanden mehr.

Ich habe den Film auch heute gesehen und schließe mich in großen Teilen @k3nny_gat an. Auch mir hat der Teil um einiges weniger gut gefallen als der erste Film.

Ja, also das Frauenbild in diesem Film ist so absurd, dass ich oft laut auflachen musste.
Das Intro mit der befransten Oberweite, die hinter „007“ rumwedelt. Oder dass alle Frauen in dem Film ständig nur Sex wollen, und die Männer sich erbarmen müssen. Besonders (und da immerhin gewollt lustig) die Audioaufnahme mit „James, will you make love to me all the time in England?“ - „Day and night. Now, go on …“ :rofl:
Die russische Agentin ist generell sehr lächerlich. Und diese Nachthemden! Soll das sexy sein? :sweat_smile:
No. 3 ist zwar ernstzunehmender, aber dafür älter, nicht hübsch gemacht, und … lesbisch? Zumindest hab ich die Szene in der sie das Bond-Girl einweist so verstanden, so viel wie sie die angetatscht hat, nachdem sie davor einem Mann den Körperkontakt verweigert hatte.
Der Kampf mit ihr sah dann leider etwas peinlich aus.

Ja, der Film will anscheinend mit derselben Formel punkten, wie der letzte. Es gibt wieder eine Verfolgung vom Flughafen aus, wieder überlebt der freundschaftliche Local nicht, es gibt mehr explodierende Fahrzeuge als letztes Mal, mehr Bösewichte, mehr Action-Szenen. Die am Wagenplatz fand ich übrigens sehr unpassend für James Bond. Das wirkte wie eine Western-Szene.
Aber mit all dem übertreibt der Film es irgendwie. Mich konnte er nicht wirklich bei der Stange halten.

Mir sind auch zwei Szenen aufgefallen, in denen unpassende Schnitte waren. Das eine während der Szene vorm „Bob Hope“-Plakat, als Bond die Waffe lädt. Und während dem Kampf im Zug, als die beiden in der Tür stehen.

Die Schachszene und das Szenenbild dazu fand ich noch sehr cool. Auch wie die Nachricht überbracht wurde.
Später gibts noch ein sehr hübsches Bild, als Tatjana am Weg zu No. 3 im dunklen Durchgang stehen bleibt, und man hinter ihr das helle Gebäude sieht.
Und sehen wir hier das Original des Klischees vom Bösewicht, der die weiße Langhaarkatze streichelt? :heart_eyes: Das fand ich schon toll. Weil das wird ja ur oft zitiert. Dass man über den Ring schon einen Hinweis bekommt, hat mir gefallen. Mir war früher nie so bewusst, dass sich eine zusammenhängende Geschichte durch die Bond-Filme zieht.
Auch den Hinweis am Ende „James Bond will return in Goldfinger“ fand ich interessant. Weil auch da hab ich mich gefragt, ob sowas damals schon üblich war, oder es quasi die Vorlage für das ist, was z.B. Marvel mit den Endcredits-Ankündigungen heute auch macht.

Und dann gabs noch eine Szene, bei der ich ur lachen musste: nämlich beim Anblick dieser beiden Statist*innen hier bei 0:03! :rofl:

Welche waren das?

Wie auch schon der Roman ist Liebesgrüße aus Moskau ganz anders als Dr. No, aber dennoch ein Klassiker – und wichtig für den folgenden Film, der den Kino-007, wie wir ihn noch heute kennen, praktisch erst präsentiert und die Bond-Formel fertigstellt.

@Ella Du solltest auf jeden Fall Der Spion, der mich liebte lesen oder als Hörbuch hören, bevor du den Film ansiehst. Im Buch kommt Bond erst auf den letzten Seiten vor. Anders als in den Filmen versucht Fleming immer wieder auszubrechen.

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Danke für den Tipp. Momentan habe ich leider eine Leseflaute, aber bis zu dem Film ist ja noch ein bissl hin. Also vielleicht schaffe ich es, den einzuschieben. :wink:
Die ersten beiden Bond-Romane hab ich sogar gelesen. Also ein bisschen eine Vorstellung vom Roman-Bond habe ich.

Wobei „Der Spion, der mich liebte“ ganz anders ist, er ist aus der Sicht einer Frau geschrieben…

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Zu Beginn des Films als sie über das Spectre Trainingsgelände gehen, am Schluss ist ein Schnitt und man sieht die Gruppe von Oben aber sie ist wieder weiter hinten als sie vor dem Schnitt waren.
Ein kleiner aber vollkommen unnötiger Fehler, der auch sehr leicht korrigierbar wäre.
Bei 1:19 ist der Cut mit dem Anschlussfehler:

Der Zweite ist der Blumenlaster am Ende, neben dem eine Granate explodiert und der dadurch auf einer Seite schwarz/ rußig wird, einen Cut später ist der Laster wieder sauber.

@PerryClifton
Du meinst der nächste Film (Goldfinger) stellt Bond wie wir ihn heute kennen „fertig“? Wenn ja gebe ich dir recht. Ich hab Goldfinger ja schon gesehen (also vor 25 Jahren auch aber jetzt „neu“ gesehen) und ich muss spoilern das ich überrascht bin wie wenig Satire Austin Powers ist :rofl: Aber mehr dazu in ein paar Tagen aber ich bin echt „überwältigt“.

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ich hab gerade auch mit gf angefangen – werd’s aber erst in den nächsten tagen fertig schauen. ohne zu spoilern teile ich nach den ersten minuten diese einschätzung.

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Für mich ist euer nächster Film: Goldfinger DAS Highlight aller Sean Connery Bonds. :hugs:

Viel Spaß beim ansehen.

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Man talk - klapps auf den Hintern :melting_face:

@Psycho Ja fantastisch aber wie ich finde noch heftiger als „Liebesgrüße aus Moskau“ mit seinen um einen Mann raufenden Roma Schönheiten. :sweat_smile:

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Ja was willst erwarten? Der Film ist aus dem Jahr 1964.

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Weil es euch offensichtlich schon sehr beschäftigt, bitteschön. :grin:

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Oh ja, da hast du recht. :sweat_smile:

Sorry, liebe Ella, ich wollte eure Filmbesprechungszeiten nicht untergraben.

Du hast natürlich recht, alles der Reihe nach, ohne Stress. :slightly_smiling_face: