Zuletzt im Kino/TV gesehene Film + Filmkritik

hab ich mir am samstag auf die watchlist gesetzt :smiley:

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Hallo, ihr lieben Leute. Ich habe gerade auf Amazon Prime Video den Film Code 3 angesehen und bin immer noch geflasht. :open_mouth:

Handlung & Hintergrund
Die Geschichte folgt Randy (Rainn Wilson), einem ausgebrannten Veteranen des Rettungsdienstes, der nach 18 Jahren an der Front kurz vor seiner Kündigung steht. Er lässt sich jedoch zu einer letzten 24-Stunden-Schicht überreden, bei der er zusammen mit seinem Partner Mike (Lil Rel Howery) eine neue Auszubildende (Aimee Carrero) einweisen muss. Das Drehbuch basiert auf den realen Erfahrungen des ehemaligen Sanitäters Patrick Pianezza, was dem Film eine bemerkenswerte Authentizität verleiht.

Es gibt eine Szene im Film, die hat sich in mein Gehirn eingebrannt, und zwar ein fürchterlicher Unfall mit einigen Autos auf der Stadtautobahn und vielen Toten, aber einen kleinen Baby das überlebt hat und der Sanitäter wird fast durch ein anderes Auto überfahren als er es birgt und in seinem Arm trägt.

Der Film ist sicher nichts für schwache Nerven, ich finde in aber sehr realistisch in Szene gesetzt und hat sympathische Hauptdarsteller.

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She Wore A Yellow Ribbon/Der Teufelshauptmann (1949): Mal wieder ein Film, dessen deutscher Titel unsagbar bescheuert ist - teuflisch ist am von John Wayne gespielten Kavallerie-Captain Nathan Brittles herzlich wenig. Der Mann steht wenige Tage vor seiner Pensionierung und sieht dem Ende seines Dienstes mit gemischten Gefühlen entgegen, denen er am Grab seiner Frau Ausdruck verleiht. Seine letzte Mission ist das Zurückdrängen angriffslustiger Cheyenne- und Arapahostämme, die seit der Niederlage von General Custer immer energischer gegen die US-Armee vorgehen. Erschwert wird die Mission dadurch, dass nebenbei noch zwei Damen aus dem Fort zur nächsten Postkutsche evakuiert werden müssen.

Klingt nach einem typischen US-Western jener Jahre, in dem es gegen „die Wilden“ geht, ist aber eigentlich komplett anders. Wie schon im ersten Teil seiner „Kavallerie-Trilogie“, dem brillanten Fort Apache, ist John Ford nicht an billiger Schwarz-Weiß-Malerei interessiert. Waynes Figur findet das Blutvergießen ebenso sinnlos wie der alte Häuptling, mit dem er in einer Szene gemeinsam Pfeife raucht - allein, die junge Generation beider Seiten hört nicht auf die Warnungen der Alten.

Wirklich ein sehr sehenswerter Western, den ich dieses Mal deutlich besser fand als bei der ersten Sichtung.

4,5/5

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@JeFf_ThE_gOrDoN, ein ausgezeichneter Western, den habe ich schon oft gesehen! :slightly_smiling_face:

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Bei mir war’s das zweite Mal - die Erstsichtung hatte mich etwas ratlos zurückgelassen, dafür hat er gestern umso besser gefallen :smiley: John Ford hat wirklich tolle Filme gedreht!

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Guten Morgen, ihr lieben Leute, ich berichte euch von meiner letzten Filmsichtung auf Amazon Prime Video: Monster Summer

Mit Monster Summer versucht Regisseur David Henrie, das Lebensgefühl klassischer 80er-Jahre-Abenteuerfilme wiederzubeleben: Fahrräder klappern über staubige Straßen, eine Clique Jugendlicher schwört sich ewiger Freundschaft, und irgendwo im Wald lauert das Unheimliche. Die Zutaten stimmen – doch das Ergebnis bleibt hinter den Erwartungen zurück.

Die Geschichte ist schnell umrissen: Aus unbeschwerten Sommerferien wird Ernst, als eine mysteriöse Bedrohung die Kleinstadt heimsucht. Was folgt, ist eine Mischung aus Coming-of-Age-Drama und sanftem Grusel, die hauptsächlich auf Atmosphäre setzt. Tatsächlich gelingen dem Film in seinen ruhigen Momenten die stärksten Szenen. Das warme Licht, das Rascheln der Bäume, die unsicheren Blicke der Jugendlichen – hier entsteht ein Hauch von Abenteuerromantik.

Die jungen Darsteller tragen den Film mit spürbarer Chemie. Ihre Dialoge wirken natürlich, ihre Freundschaft glaubwürdig. Sobald jedoch das eigentliche „Monster“ ins Zentrum rückt, verliert die Erzählung an Kraft. Die Bedrohung bleibt schemenhaft – nicht im kunstvoll-mysteriösen Sinn, sondern dramaturgisch unterentwickelt.

Mel Gibson übernimmt die Rolle des erfahrenen Mentors und verleiht dem Film mit seiner Präsenz ein gewisses Gewicht. Doch auch seine Figur bleibt letztlich eine Skizze: mehr Funktion als Persönlichkeit.

So bleibt Monster Summer ein Film, der viel beschwört – Abenteuer, Mut, Zusammenhalt –, aber selten über solide Genrekost hinausgeht. Für ein junges Publikum mag das reichen. Wer jedoch auf die emotionale Wucht großer Vorbilder hofft, wird eher ein laues Lüftchen als einen Sommersturm erleben.

Fazit: Sympathisch, atmosphärisch – doch erzählerisch zu vorsichtig.

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Stagecoach (1939): Der John-Ford-Western, mit dem John Wayne zum Star wurde und - so sagt man - das gesamte Genre erheblich an Prestige gewann. Die Geschichte von einer Gruppe Reisender, die in einer Postkutsche durch ein Gebiet müssen, das von Apachen angegriffen wird. Die Passagiere könnten unterschiedlicher nicht sein, und so befasst sich der Film sehr intensiv mit den Spannungen zwischen ihnen. Gleichzeitig läuft er bereits einigen Konventionen des Genres zuwider, etwa bei der Inszenierung des „Duells“ am Schluss. Für Genrefans sowieso Pflichtprogramm, aber auch allen anderen würde ich dringend raten, einen Blick zu riskieren :smiley:

5/5

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Guten Morgen @JeFf_ThE_gOrDoN, da hast du einen feinen Western-Klassiker dir angesehen. :slightly_smiling_face:

Stagecoach gefällt mir auch ausgezeichnet.
Der Western bescherte John Wayne den endgültigen Durchbruch als Weltstar.

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In der Tat :smiley: ich hatte den vor Jahren schon einmal gesehen, aber gestern war die Zeit reif für eine erneute Sichtung - ein wirklich toller Western!

Ebenfalls guten Morgen :smile:

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Kann ein Film von 1939 schon Konvention brechen? Gab es die da schon?
Hab die ersten 5 Minuten reingeschaut und es ist schon erstaunlich wie modern der Film wirkt.

Der wurde schon in Hollywood gedreht, oder? Ja, kurz die Erinnerung aufgefrischt, der Umzug war schon in den 1910er Jahren. Also eh schon 25-30 Jahre vorher… Insofern hab ich damit meine Eingangsfrage beantwortet, wenn da seit 25-30 Jahren gedreht wird, wird es wohl auch Konventionen schon gegeben haben :wink:

Es gibt übrigens Geschichten aus der Geschichten Folgen die sich mit der sehr frühen US Filmindustrie beschäftigen.

@Topic
Ich hab mir Predator Badlands angesehen und der Film dürfte eigentlich nicht funktionieren aber er tut es für mich trotzdem. Sehr nette Action Unterhaltung und das ganz ohne Menschen, also in der Realität des Films. Auch spannend wie sauber das Alien und Predator Universum verschmolzen sind. Hatte gegen Ende Lust der Alien Serie noch eine Chance zu geben und erst jetzt wo ich das schreibe wird mir erst bewusst, dass das mal zwei getrennte Dinge waren.
Zu viel nachdenken darf man natürlich nicht darüber aber der Film ist unterhaltsam. 7/10 Jagdtrophäen wenn man in Stimmung für sowas ist.

Den König der Löwen haben wir uns jetzt endlich angesehen und ja der ist gut. Was mir aufgefallen ist, ist das er doch sehr fragmentiert ist und alles recht schnell geht. Die Singerei gefällt mir aber immer noch nicht so recht, komme damit aber weit besser klar als in meiner Jugend. Wertung kann ich dem Film keine geben. Einer der 90iger Disney Klassiker halt, die ich damals gern im Kino sah.

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Bei John Ford finde ich so interessant, wie er (der ja seit den 1910er-Jahren Filme gedreht hat) das Westerngenre zuerst so massiv geprägt hat, um dieses dann später selbst kritisch zu hinterfragen - vor allem in seinen Filmen nach dem Zweiten Weltkrieg.

Ich hab mal eine VHS-Box mit der Serie Hollywood: A Celebration of the American Silent Film gekauft, die müsste ich endlich mal durchschauen. Da wurden Zeitzeug:innen Ende nie befragt, oft wenige Jahre vor ihrem Tod (die Serie wurde 1980 ausgestrahlt). Eine der Episoden befasst sich vor allem mit Western.

Und wenn dir die ersten 5 Minuten von Stagecoach gefallen haben, dann wird der Rest es bestimmt genauso tun :smiley:

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Ich habe gestern zum ersten Mal City of God (2002) gesehen, und zwar im Kino auf der großen Leinwand. Der absolute Wahnsinn. Ein Erlebnis für alle Sinne; furios inszeniert, traurig und schockiert machend, doch nicht ohne Humor und schlussendliche Hoffnung (für den Protagonisten). 5/5

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Gestern habe ich Havoc mit Tom Hardy auf Netflix nachgeschaut.
https://www.imdb.com/de/title/tt14123284/reference/?ref_=nv_sr_srsg_0_tt_7_nm_1_in_0_q_havoc

Leider eine Entäuschung. Ein Action Film vom The Raid 2 Regisseur, großartiger Cast, was kann da schief gehen, so ziemlich alles wie es scheint. Die Action Szenen waren ziemlich brutal und hart, das hat mir gut gefallen, die Story und das ganze drum herum waren konfus und langweilig.

Die Shaky Kamera hat mich auch genervt, schlechtes CGI wie für Netflix üblich war natürlich auch dabei

Grundsätzlich sollte mir der Film gefallen, am Ende ist es bei dem Budget und dem Cast verschenktes Potenzial.

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Ich kann mich extrem gut an die Berichterstattung über den Film erinnern, ist aber damals in keinem Kino in meiner Umgebung gelaufen. Hab ihn dann während dem Bundesheer in einer Nacht in der wachstube am Laptop zusammen mit Lords of war gesehen, daher sind die beiden Filme stark miteinander verknüpft.

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