Weiterbildung und Studium

Ich spiele mit dem gedanken in meinem alter noch zu studieren. ich habe keine matura und kenne mich null aus welche möglichkeiten es gibt. wie ich das am besten starte, wo ich anfange, wo die besten möglichkeiten sind, etc…

mir wurde vorgeschlagen die matura nachzuholen. mit dem vorschlag kann ich mich aber nicht anfreunden, da ich nicht verstehe wozu ich ein papier benötige das mir und anderen sagt das ich englisch, deutsch, mathe behersche obwohl ich seit jahren in einem internationalen unternehmen im finanzbereich arbeite. in halb europa leute trainiert habe, etc…
ich sehe es somit als zeitverschwendung, in der ich schon etwas neues lernen könnte.
da es hier im forum einige leute gibt die studiert haben, wollte ich mal nach eurer meinung fragen. gibt es möglichkeiten ohne matura zu studieren? wo kann man sich da am besten informieren?

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Was würdest gerne studieren? Eventuell gibt es die Möglichkeit einer Studienberechtigungsprüfung.

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Meine Frau hat auch keine Matura, sondern nur einen Fachschulabschluss. Trotzdem hat sie Japanologie studiert (wenn auch nie fertig gemacht), weil: Genau. Matura.

Sie konnte studieren (zum Glück, sonst hätten wir uns nie getroffen) - aber nur als außerordentliche Studentin. Das reicht aber nicht dafür, irgendwas abzuschließen.
Sonst brauchst du eine Matura. Oder eine Studienberechtigungsprüfung. Ersteres erlaubt dir quasi jedes Studium, ist aber allgemeiner. Zweiteres ist spezifisch auf das Studium zugeschnitten, soweit ich es verstanden habe. Sie hat beides überlegt, es aber dann verworfen.

Es gibt aber auch Studien, wo es egal ist. Wir haben beide Gamestudies in Krems studiert (aber nur bis zum Zertifikat, Abschluss wäre aber möglich gewesen), und da war es aufgrund unserer beruflichen Qualifikation (wir waren damals beide bei consol.MEDIA) so, dass wir zum Studium zugelassen waren (bei mir wars wurscht, weil eh Matura, aber bei ihr nicht). Das ist aber glaub ich ein Sonderfall und halt auch, weil das eine Privatuni ist. Da müsste man sich genauer ansehen, was du machen willst.

Ansonsten hilft dir deine Berufserfahrung bei der Zulassung wenig. Wo sie dir helfen KANN, ist dann im Studium, wenn du nachweisen kannst, dass du gewisse Sachen schon gelernt hast und sie dir anrechnen lassen kannst.

Das ist zumindest mein Wissensstand …

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Falls du eine Lehre hast, kannst du auch die Berufsreifeprüfung machen, die aus vier Teilprüfungen besteht. Dazu gibt es zwar Kurse, aber zu meiner Zeit konnte man auch einfach so antreten. Deutsch und Englisch hab ich ohne Kurs gemacht, Mathe und BWL mit. Hat 1,5 Jahre gedauert und so war der Weg ins Studium geebnet.

Wichtig wäre natürlich mal zu wissen was man studieren will, dann kann man ja schauen was sich so bietet. Mit einem Sechser im Lotto würd ich auch nochmal auf die Uni, war eine sehr schöne Zeit.

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das ist etwas was ich selber noch nicht genau weiß. was auch an der ausgangssituation liegt. ich könnte eine studienberechtigungsprüfung machen, darf dann aber nur in die richtung studieren die meinem breich in der arbeit entspricht… somit irgendwas im finanzbereich. wenn ich die möglichkeit hätte alles zu studieren was ich möchte würde ich vl in eine ganz andere richtung gehen.
ich habe sogar schon mal überlegt einfach mal eine kochlehre zu machen, da ich gerne koche. aber mit dem gehalt könnt ich nicht überleben ^^

Mach halt Youtube Koch und werde berühmt … ist zwar nicht einfach, aber wer weiß :slight_smile: wichtig ist, dass es Spaß machen muss :slight_smile:
Finde es aber toll, dass du das machen magst, bin auch am Überlegen mich in vielleicht umzuorientieren was die Arbeit betrifft, mal sehen, A1 zahlt gut, aber es ist aktuell etwas anstrengend mit der Firma :slight_smile:

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Ist das darauf eingeschränkt? Meine Frau war von der Schule Weinbauerin und hätte mit der passenden Studienberechtigungsprüfung Japanologie studieren dürfen (aber vor gut 15-20 Jahren). Oder liegt es eher daran, dass man dich dafür freistellen/es finanzieren würde?

das ist mein wissensstand. das liegt ja daran dass bei dieser prüfung angenommen wird, dass man für die studienrichtung bereits erfahrung vom beruf hat. wenn ich aber jetzt medizin studieren wollen würde, bringt mir mein finanzhintergrund recht wenig :slight_smile: kann natürlich auch sein dass ich mich irre. deswegen habe ich ja auch das topic aufgemacht :slight_smile:

Ist die Prüfung nicht dafür da, um zu sehen, ob du das geeignete Grundwissen für den Studienzweig hast? Was du arbeitest, sollte da nicht ausschlaggebend sein, denke ich.

Um zur Studienberechtigungsprüfung zugelassen zu werden, ist meist ein Nachweis über die Vorkenntnisse notwendig. Das können aber oft auch Praktika, Lehrgänge oder gar nur eine positive Note in einem Schulfach sein. Kommt eben aufs Studium an.

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Wobei die Vorbildung tatsächlich auch durchs Studium als Außerordentlicher Student erfolgen kann:

In Oö, aber nur dann auf der FH

Ist aber wahnsinn… 4 bis 5 Fächer in 2 Semester und das fallweise über Maturaniveau.

Mach dir eine Liste von 10 Studienrichtungen, die dich potentiell interessieren würden und dann schau dir die Vorraussetzungen an. Wenn alles eine Matura bräuchte und du schneller wärst, die nachzuholen, dann ist sie nicht sinnlos (zumal du sicher auch neue Sachen lernen würdest).

Wenn du durch eine sbp oder gar durch deine Berufspraxis studieren könntest, dann Go for it.

Wichtig ist halt, das du weißt, was du machen möchtest, nicht das du dich umorientierst und dann dort unglücklich bist.

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Das wichtigste ist wahrscheinlich mal sich vorher zu überlegen, mit welchem Ziel du da rein gehst. Willst eine komplett neue Berufsausbildung, einen Titel, dich in einen kompletten Zweig reinfuchsen oder nur ein bissl was lernen? Denn in einem Studium machst halt oft auch Dinge, die dich dann weniger interessieren, aber das gehört eben auch dazu.

Ich interessiere mich zum Beispiel für extrem viele Dinge, Physik, Astronomie,… aber ein Studium käme nicht in frage, ich muss nicht alles dahinter verstehen. Ich hol mir da lieber ein paar Standardwerke und schau wie weit ich komme.

Ausbildung hätte ich auch gerne noch eine. Ich bin ja Lehrer in der Berufsschule für Maler und Tischler und ich würde unheimlich gern die Lehre zum Tischler irgendwie nebenbei nachmachen, aber so einfach ist das halt dann doch nicht.

Ziel Nummer 1 ist wohl mal ein Ziel zu haben.

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Amen! Gerade jetzt sitz ich in einer Statistik-Vorlesung… und studiere Gesundheits- und Krankenpflege. Urspannend. (/s) Und morgen, Samstag (!), wieder.

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Viel schlimmer waren die lvs die mich vom Thema eigentlich interessiert haben, aber der vortragende geschafft hat, so blutleer darzubieten das man nicht mehr hingehen wollte. Oder die wo man dann komplett sinnlose Prüfungen schreiben musste.

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Ahh Statistik Panik!!! :grimacing: Ich weiß noch immer nicht ob ich meine Statistik Prüfung geschafft habe. :melting_face:

Schlimm sind auch die Lehrveranstaltungen, die nur 30 Minuten gehen, aber eigentlich 90 Minuten dauern sollen und für die man im Grunde wegen einer E-Mail eine Stunde mit der U-Bahn fährt.

Ich hab Statistik damals ewig rausgeschoben - der mündliche Teil der Prüfung war tatsächlich meine letzte Prüfung fürn Abschluss überhaupt. Aber im Endeffekt fand ich Statistik noch besser als Analysis …

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Meine allerletzte Prüfung im Studium war die Vorlesung Diskrete Mathematik und Graphentheorie, die man eigentlich im 2. Semester hätte machen sollen. Mit der richtigen Hilfe (Physikstudent der noch dazu bei unserem Stadtrivalen spielte) war es eigentlich ur leicht, aber ich hatte vorher null Ahnung um was es da ging.

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