Sehr viel sogar und das sage ich als jemand, der rund 3000€ im Jahr für Comics ausgibt. Comics sind Unterhaltungsliteratur, wie Liebesromane, YA, Krimis etc. Der Großteil ist in meinen Augen daher auch wirklich weit entfernt davon, Literatur zu sein. Sie haben aber das Potential, literarisch deutlich wertiger zu sein. Passiert halt nicht in Superheldencomics, weil da eine Industrie dahinter steht, die das tunlichst nicht will, weil sich dadurch Charaktere dauerhaft ändern müssten. Der Großteil der dort erscheinenden Werke sind ca. mit TV-Serien wie Law and Order zu vergleichen. Meistens recht durchschnittlich und leicht verdaulich und alle Jubeljahre sind sie wirklich gut. Es hat schon einen Grund, wieso die Komplexität von Superhelden durch ihre Kontinutät über die Jahre kommt und nicht aufgrund der komplexen inhärenten Geschichte.
Sandman, From Hell, Swallow me Whole, I kill Gigants, Monster sind Literatur. Dazu noch ganz viele andere Sachen, die mir jetzt nicht sofort einfallen. Daher fand ich die 5 Minuten auch etwas zu einseitig.
Und wo er vollkommen recht hat: Wer behauptet, dass Steinbeck, Dickens oder Melville als kindisch bezeichnet wurden, damit sie mit Stan Lee vergleichbar sind, der soll bitte mal wirklich was lesen wo keine Bilder drinnen sind. Gerade Melville hat es geschafft einem Wal mehr Persönlichkeit zu geben, als Lee einem Großteil seiner Charaktere.