Subscriptions - You own Nothing

Der Trend setzt sich fort, und immer mehr Unternehmen setzen bei ihren Produkten auf ein monatliches Bezahlsystem.

Als aktuelles Paradebeispiel kann man hier den Gamepass nennen. Mit sehr billigen Preisen werden Kunden in den Abo Sumpf gelockt, nur um dann im nachhinein die Preise zu erhöhen bis er den Leuten bis zum Hals steht. Mit psychologischen Tricks und erwscherten Kündigungen kreieren die Unternehmen zusätzlich Umsatz.

Ich habe voriges Jahr angefangen Abos zu kündigen. Derzeit habe ich nur noch Amazon Prime (aber auch nur weil das meine Schwester nutzt), PS+, und Icloud.
Essentials die man zum überleben braucht, wie Miete, Mobilfunk, Internet, habe ich natürlich hier ausgelassen.

Das Thema wollte ich jetzt aufmachen, da ich gestern folgendes Video gesehen habe, und es einfach in alle Bereichen unseres Lebens schon überhand nimmt. Nichtmal Essen kann man mehr Bestellen, ohne ein Abo bei der Liefer App zu haben… WTF

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Bin erst gestern über diesen Instagram-Beitrag darüber gestoßen (ist auf Englisch).

https://www.instagram.com/p/DTlugzNksiu

Ich war jetzt kürzlich ein paar Wochen ohne aktive Kreditkarte. Hab das auch gleich als Anlass genutzt, um Abos zu kündigen.
Für mich ist das Angebot der Büchereien Wien immer noch unschlagbar. Pro Jahr unter 50 Euro zahlen und damit so viele Bücher (analog und digital), Filme, Comics ausborgen, wie ich will. Wirklich schwer, Luxus-Abos zu kündigen tu ich mir nur bei Musik und aktuellen Serien.
Bei der Musik überlege ich derzeit, auf Qobuz zu wechseln. Das ist zwar teurer als mein jetziger Anbieter, aber dort kann man nebenbei Alben auch kaufen und besitzt sie dann als Download.

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Eigentlich nicht, da es dort nie die einzige Option war, sondern eben immer nur eine zusätzliche Option, das ist schon ein Unterschied. Man konnte und kann ja jedes dort enthaltene Spiel nach wie vor kaufen. (Und das ist keine Verteidigung der letzten Entwicklungen, die Preiserhöhung und der ständige Strategiewechsel bei MS aktuell sind absolut furchtbar.)

Da ist Netflix das bessere Beispiel, weil deren Inhalte gibts sonst meist nirgendwo und kannst auch nicht kaufen und behalten, die gibts nur im Abo.

Der ärgste Verbrecher bei dem ganzen ist imo Adobe mit ihrem Abo, das nicht nur sau teuer ist, sondern auch noch furchtbare kündigungskonditionen hat.

Und die ganzen Apps die alle wichtigen Funktionen hinter Abos um oft 10€/Monat locken.

Find Abos als zusätzliche Option für heavy User immer noch eine gute Sache. Das sie aber in immer mehr Segmenten die Kaufvarianten ablösen ist die wirkliche Frechheit. Und die Preiserhöhungen der letzten Jahre sowieso lächerlich. Netflix war damals schon eins der ersten Dinge die bei mir rausgeflogen ist.

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Ich hab quobuz 1 Monat getestet, da wir von Spotify weg wollen (Ai + Ice Werbung=Trump Unterstützung).

Probier das aus, kostet nix. Uuuund du bekommst nach dem kündigen ein Angebot (welches du nicht ablehnen kannst, kann man eh)
ein paar kleinere Künstler fehlten mir dort leider, die App selber macht aber was sie machen soll, und ist Spotify von der Bedienung sehr ähnlich.
und die Künstler erhalten mehr pro stream.

Muss nur noch die Kids überzeugen, DENN da gibt’s keine oder nur sehr wenige podcasts.

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Ganz furchtbar. Ich kann nicht sagen, wieviele Dienste ich nach dem Tod meines Vaters kündigen musste. Der hatte für jeden Scheiß einen Abodienst und die haben auch fleissig nach seinem Tod eingezogen, bis halt die Verlassenschaft das Konto übernommen hat. Dann gabs die ersten Inkasso Schreiben. Der KSV war lässig, die haben einerseits sofort die Betreibung und andererseits wirklich ein nettes Mail geschrieben, manche Anwälte haben aber Anwaltsdinge gemacht…

Für meinen Teil bin ich mittlerweile auch mehr am kündigen als sonstwas. Mittel- und Langfristig kann das aber keine gute Strategie sein, weil ich mittlerweile wirklich eher das Gefühl habe, dass viele Bekannte von mir einfach nur noch gepisst von der Geschäftspraxis sind und das auch meiden.

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Sehe ich genau gegenteilig. Ich zwar wenig Abos, aber die ich habe, könnte ich jederzeit mit einem Klick kündigen. Oder was meinst du mit erschwert?

Ich will hier Abos nicht verteidigen, denn 90% sind ein Witz. Aber unterm Strich spare ich mit Netflix bspw einen Haufen Geld, weil ich Filme eben nicht auf Bluray kaufen muss usw. Und obendrein han ich eine ständige Auswahl.

Jaaa! Das ist echt ein Witz. Generell Programme, die sich inhaltlich null verändern, als Abo anzubieten, finde ich eine Frechheit.
Bei Streamingdiensten bekomme ich immerhin weiteren Content rein.
Aber bei InDesign, Word, oder was auch immer, ändert sich ja über Jahre hinweg im Grunde eh nix.

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Adobe… oja das ist echt zum Kotzen.

Mittlerweile gibt es ja sogar bei Autos Funktionen die nach 2-5 Jahren abgestellt werden und man muss monatlich zahlen (Sitzheizung usw.) ich würde das Auto anzünden…

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Das ist gut zu wissen. :slight_smile: Ein Grund, der gegen Qobuz spricht, ist nämlich, dass man sich den Account nur mit Menschen im selben Haushalt teilen kann. Daher sind die Kosten dann höher als beim Umstieg auf z.B. Tidal. Dafür angeblich beste Klangqualität und eben Musik direkt als Download für immer möglich. :woman_shrugging:

Was, wirklich?! :flushed: Wie absurd!

TIDAL ist wirklich gut, bin dann mit dem Kauf von einem iPhone auf Apple Music umgestiegen. Qubuz hat aber auch einen gewissen Reiz. Aber so insgesamt wundert mich Piraterie ja nicht mehr. Die Situation heute empfinde ich als deutlich frustrierender als in den 00ern.

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Hat auch wieder deutlich zugenommen.

Da habens der Piraterie Wind aus den Segeln genommen mit den guten Abos und durch die Gier der Firmen dreht sichs grad wieder um 180 Grad.
Vor allem weil man gewisse Sachen (wie Netflix Inhalte) dann sogar nur so sichern und auf Dauer behalten kann.

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Gerade den Gamepass halte ich für am wenigsten geeignet, um - mögliche - Nachteile von Abos aufzugeigen: Du kannst monatlich kündigen und alle Spiele auch kaufen. Bei Umstieg von Abo auf Kauf bleibt auch der Spielstand erhalten. Wo wirst du hier in einen Abo-Sumpf gelockt, bzw. siehst du eine erschwerte Kündigung?

Sorry, aber das trifft auch auf jedes Zeitungsabo, jeden Handyvertrag, etc. zu. Üblicherweise reicht Mail / Anruf mit Hinweis auf vorhandene Sterbeurkunde und die Sache ist vom Tisch. Bei Online-Accounts sollte man sollte man halt schon zu Lebzeiten Zugänge an Vertraute vergeben, um diese im Falle sofort kündigen zu können. Hatte das Thema selbst vor sechs Jahren.

Das weisst du aber schon zum Zeitpunkt des Kaufs und erklärst dich damit einverstanden. Dann darf man halt auch nicht überrascht sein, bzw. nichts von diesem Hersteller kaufen.

Das ist soweit ich weiss, aber auch bei Spotify, Netflix, etc. so und der Kunde weiss beim Abschluss des Abos bescheid darüber.

Dieser Argumentation kann ich nichts abgewinnen: Bleiben wir beim Beispiel Netflix: Du mietest Content für ein Monat - wie kommt man da auf die Idee, etwas sichern und auf Dauer behalten zu wollen? Das unterscheidet eben Abo von Kauf und wenn ein Anbieter ein Geschäftsmodell hat, das keine Kaufoption bietet, dann ist das halt so.

Allgemein sehe ich es mit Abos ja so: Der Großteil ist einfach Luxus, den niemand braucht, aber will. Verzicht ist halt auch für viele ein Fremdwort. Keiner leidet, wenn er Spotify, Netflix, etc. NICHT hat. Auch Adobe und Office benötigt niemand privat, da gibt es Alternativen. Und wenn man es beruflich benötigt, muss man es halt entsprechend einpreisen.

Abos sind auch nichts Neues: Ich habe seit Ewigkeiten ein Abo bei einem Gym, bei einer Bücherei und früher hatte ich sogar eins bei einer Videothek. Immer in dem Wissen, dass mir Gebotenes nicht gehört, sondern dass ich es für die Dauer meines Vertrages „nur“ nutzen darf. Ich sehe das bis heute kein Problem.

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Weil das für mich gerade nicht klar ist worauf ihr euch bei dem wort „kaufen“ bezieht. retail oder online. da wir hier vom gamepass reden, nehme ich an ihr meint kaufen im microsoft xbox gamepass store (keine ahnung wie der heißt).
hier muss man aber leider richtig stellen, dass ihr kein spiel kauft, sondern nur die lizenz. somit besitzt ihr das spiel nicht und euer argument ist hinfällig.

ich hatte mal sky, und die hatten in ihren agb dass man das abo 3 monate im voraus kündigen muss, ansonsten wird es wieder um 1 jahr verlängert. die frist habe ich um 1 woche verpasst gehabt, da ich mir gedacht habe ich kündige lieber früher als zu spät. entgegenkommen von der firma 0. seitdem ist sky für mich unten durch, rate jedem vom nutzen ab etc. 3 monate kündigungsfrist ist schon sehr viel, und großartig irgendwo zur info wird es ja auch nicht angezeigt.

es müssen nicht immer alle punkte auf alle subscription services zutreffen. wie wir aber wissen wurden viele in das gamepass abo mit extrem billigen preisen gelockt, und dann nach und nach erhöht.

Das kann man pauschal so nicht sagen und liegt je nach agb im Rahmen der Kulanz.

Zumal es bei handyvertrag oder Zeitung verhältnismäßig einfach ist, herauszufinden das es da ein dauerschuldverhältnis besteht, das bemerkt man nach wenigen Tagen. Das Self Storage Lager oder die gefühlt 100 Abos am Telefon sind da schon etwas, das gut und gerne unter dem Radar läuft.

Das mit dem aufschreiben ist super, wenns es nicht gemacht wurde, ist man halt auch ein bisschen im Regen, zumal beim Tod eh schon eine Menge organisiert.

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Wenn ich mich hier einklinken darf. Nur falls der Eindruck entsteht das Spiele die im Gamepass Abo drinnen sind, nicht auch gleichzeitig gekauft werden können. Doch das geht, jedes Spiel das im Abo ist, kann auch gekauft werden. Sowas wie bei Apple Arcade, oder die Nintendo Classics gibt’s bei Microsoft nicht.

Auch bei retail kann man darüber diskutieren. Ist zwar etwas besser, aber eigentlich auch nur eine „Lizenz“. Siehe The Crew, Anthem, etc. Heutzutage sind Spiele oft ohne Day One Patch nicht spielbar und somit ist die Disc auch nichts mehr wert, wenn einmal die Server abgedreht werden.
Vorteil ist halt, es ist nicht an deinen Account gebunden, sondern an den Datenträger und kann somit weitergegeben werden.

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Achso darum gehts hier. Okay sorry aber da bin ich raus, empfehle allerdings sich im Keller einzusperren. Am besten in Embryo Stellung und dabei das zu 100% Offline SNES fest umklammern.

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Welche Argumentation?

Es ging mir darum das der GamePass eben nicht mit den schlimmsten Abos zu vergleichen ist, bzw nicht das negativste Beispiel ist, da man eben auch alle Inhalte kaufen kann.

Dagegen ist eben Netflix das extrem und IMO das richtige negativ Beispiel, wo es gar nix von den Inhalten zu kaufen gibt und man dadurch absolut der Willkür des Anbieters ausgesetzt ist.

Das kannst du natürlich mit „ist halt so“ abhaken, ist aber ein Punkt der - neben den ganzen irren Preiserhöhungen - aktuell die Piraterie in die Höhe treibt, weil es eben genug Leute gibt die die Inhalte auch behalten wollen.

Es gibt einen Unterschied zwischen „entsprechend einpreisen“ und der Abzockgeschichte die Adobe seit Jahren veranstaltet. Knebelverträge und eben nur mehr Abo statt Kaufoption. Das ist für Firmen genauso nervig wie für Privatkunden.

Der Vergleich hinkt halt imo extrem, da du Bücher, die VHS/DVD‘s der Videotheken und auch die Geräte im Gym alle auch kaufen kannst. Da war das Abo immer eine Option, nicht die einzige Möglichkeit. Und es in der Regel auch mehrere Optionen gab und keine Inhalt Monopole. Das ist ein bedeutender Unterschied.

Es gibt aber keinen speziellen Gamepass Store, sondern nur den Microsoft Store und wenn du dort was kaufst, kaufst du auch eine Lizenz für PC UND Xbox. Die einzige Variante wo du das Abo „brauchst“ ist wenn du über xCloud spielen willst.

Lizenzen kaufst du in jedem digitalen Store (und auch auf Disc). Das hat mit den Abos nichts zu tun, passt deswegen nicht zu dem Thema hier.

Falls das Argument kommen sollte das durch das Abo die Discs weg gefallen sind, stimmt das auch nicht. Auf der Xbox war schon vor GamePass der Großteil der Käufe digital und der Weg zu weniger Discs war da schon lange davor absehbar. (Und es gibt ja auch für die meisten Spiele auch noch Discs zu kaufen.)

Und wenn man will bekommt man sogar immer noch vergleichsweise günstige Preise. Wie gesagt es gibt auch alles zu kaufen und GamePass war immer nur optional und vor allem für Vielspieler eine sehr günstige alternative zum Kauf.

Viele haben auch das Abo genommen und die Spiele dann später im Sale gekauft und dadurch „doppelt“ gespart.

Gibt andere Punkte die man kritisieren kann, aber es als das negativste Abo hinzustellen wenn es verbrechen wie das von Adobe gibt oder eben Inhalte bei zB Netflix nur im Abo verfügbar sind, ist imo unangebracht.

Keine Ahnung was dieser emotionale Ausbruch jetz soll und „worum es geht“. Für mich wirkte es als hättest du diesen Teil seines Post überlesen. Drum wollte ich drauf aufmerksam machen :man_shrugging:t3:

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