SHOCK2 Podcast - Talk Radio III


#1

Der SHOCK2 Podcast im klassischen Call-In Talk-Radio-Format! Diesmal spricht Michael wieder mit Mitgliedern der SHOCK2 Community über ein Thema ihrer Wahl. Der abwechslungsreiche Mix reicht über eine Reise nach Japan, über Star Wars bis zu einer Betrachtung über das Leben, Besitz und persönliche Weiterentwicklung.

Diese neue Podcast-Episode ist exklusiv für unsere SHOCK2 VIPs auf ihren persönlichen RSS-Feed verfügbar und kann auch direkt bei Patreon heruntergeladen und gestreamt werden.


#2

Den Blog von @s0cKe findet ihr unter: http://www.windstimme.at/ :slight_smile:


#3

Sehr cooler Podcast, interessantes Format und spannende Themen. Gerne mehr davon :slight_smile:

Sehr informativ war der Abschnitt über Japan, danke für die Empfehlung de Restaurants an der Operngasse. Hab mir da schon das OK von meiner Frau eingeholt, dass wir beim nächsten Wienbesuch (im April zur Vienna Comix) mal dort vorbeischauen.

Auch wenn Star Wars ja eigentlich eh nur das schlechtere Star Trek ist, war auch dieser Block sehr spannend. Besonders der Abschnitt wie man sich die Filme anschauen sollte, war neu für mich.

@s0cKe
Ich hab mir die letzten Tage und Wochen auch immer wieder Gedanken gemacht wie die Wertigkeit in meinem Leben aussieht.
Ich habe jetzt für mich entschieden, dass ich anstatt Geld für Spiele auszugeben (die ich nur kurz anzocke und dann eh nicht durchspiele, weil schon das nächste ansteht, auch mit einem Blick auf meinen Backlog (alleine bei Steam über 2000 Games)) meine Games dich ich habe durchzuzocken.
Da ich den Gamepass habe, das Humblebundle, GWG und PS+ kaufe ich mir abseits davon keine Spiele mehr (außer absolute Ausnahmen wie ein neues Elder Scrolls oder ein WoW Addon).
Die Idee DVDs und BR und andere Sachen zu entsorgen / verkaufen , die man nicht mehr benutzt ist toll und das werde ich jetzt auch umsetzen. Dann habe ich mehr Platz für Comics :smiley:

Das hört sich zwar an wie wenn ich ein Übel durch ein anderes ersetzen möchte, aber ich versuche auch seit ein paar Wochen den digitalen Konsum runterzufahren und zu entschleunigen. Und ein Comic auf der Leseecke zu konsumieren ist ungleich beruhigender als ein Spiel zu zocken.

Zum Thema Veganismus muss eh jeder selbst wissen, was er konsumieren möchte aber wo ich nicht mit dir einhergehe ist die Überlegung:" Wie möchte ich von meiner Umgebung wahrgenommen werden? Möchte ich als der Typ bekannt sein, der 5000 DVDs hat oder eher als der der lustig ist oder z.B gut mit Kindern umgehen kann?".

Als ein netter, lustiger Kerl bekannt zu sein und Videospiele zu zocken, muss sich ja nicht ausschließen. Abgesehen davon, dass ich ein Leben führen möchte mit dem ICH zufrieden bin. Ob es Person X oder Bekannte Y passt oder nicht, geht mir da am allerwertesten vorbei. Sich nach anderen Personen zu richten und immer darüber nachzudenken ist für ein erfülltes Leben eher hinderlich.

Und ein Wort hat sich mir auch immer aufgedrängt …" Midlife Crisis?". Auch dadurch, wie du und mit welchen Fragen du dein Leben reflektierst. Ist ja nicht schlecht, aber man sollte auch nicht zu streng mit sich selbst sein. :wink:

Hast du eigentlich all deine Sachen verschenkt oder auch Dinge per Shpock oder Willhaben verkauft?
Wenn ich ca. 600 DVDs und BRs verkaufen möchte … Wo soll ich da mein Glück versuchen?


#4

Auf jeden Fall shpock!
Grad im Filmbereich gibts sehr viele Sammler. Die meisten sind auf der Suche nach Steel-u. Mediabooks. Aber 90% davon hab ich nach Deutschland verkauft; vergiss nicht die Versandkosten.


#5

Webside hab ich jetzt gar keine gefunden darum das hier:

Lokale empfehlen mach ich eigentlich nicht so gern, weil Geschmäcker und so aber das ist jedenfalls von allem drum und dran am authentischsten, von dem was ich halt kenn.

@Mantarus
Reservieren, das Lokal ist auch in Originalgrößte, somit haben also nur gefühlt 10 Leute Platz.


#6

Danke für das Feedback. :slight_smile:

Mit der von dir angesprochenen Aussage im Podcast bin ich rückblickend auch nicht ganz zufrieden. :smiley: Was ich nämlich eigentlich damit ausdrücken wollte, war das man auch durchwegs mal einen Blickwinkel von Aussen einnehmen kann/sollte. Was andere Leute von den eigenen Entscheidungen halten ist selbstverständlich absolut irrelevant. Darüber brauchen wir nicht weiter reden. :smiley: Ich war da einfach etwas nervös und habe mich einfach etwas, ich sage mal unpassend ausgedrückt. :smiley:

Und weil du sagst ein Leben mit dem DU zufrieden bist. Genau da setzten meine Überlegungen an. Bin ich wirklich glücklich mit meinen bisherigen Entscheidungen, Käufen, Gütern, etc. oder hab ich mir nur einreden lassen, dass diese Dinge glücklich machen? Spannende Sache wenn man sich da die Zeit nimmt, sicht mehr mit sich selbst und den tatsächlichen Bedürfnissen zu beschäftigen. :slight_smile:

“Midlife Crisis” ist für mich ein sehr unpassender Begriff. Denn mit diesem wird schnell negatives assoziiert, dabei sind es oft gerade diese Zeiten wo Menschen bemerken “Hoppla, bis jetzt hab ich eigentlich viel Zeit und Ressourcen in eine falsche Richtung investiert.” Und das halte ich nicht für etwas Negatives, sondern eher etwas sehr, sehr Positives. :slight_smile:

Zu Streng mit sich selbst ist auch Auslegungssache, für mich persönlich gehe ich eigentlich noch viel zu lasch mit für mich wichtigen Themen um. Da gibt es eigentlich noch viel zu viele Ausnahmen in meinem Leben, mit denen ich eigentlich nicht sehr zufrieden bin, aber eben noch nicht so weit bin dieses Endgültig aufzugeben.

Ich finde jeder Mensch kann ALLES schaffen und wir sollten aufhören uns mit “nicht zu streng mit sich selbst sein” und ähnlichen Aussagen selbst in unserer persönlichen Entwicklung auszubremsen. Denn das ist eigentlich nur eine Ausrede für sich selbst. :wink:

Ich hab viele DVDs verkauft, einige in der Nachbarschaft (via Facebook Gruppe) und dann als große Pakete per Willhaben. Da gingen dann schonmal 100 Filme für 50-60€ raus. :smiley: Einzeln verkaufen war mir dann einfach den Aufwand nicht wert, also hab ich lieber einige Pakete gemacht und diese zu wirklich sehr guten Preisen verkauft.


#7

Dazu wollt ich auch schon was schreiben, dachte mir aber, dass du da sicher keine Schützenhilfe brauchst.

Mir geht es nämlich seit Kind Nr. 1 ganz ähnlich wie dir, also seit bald 7 Jahren, und da kann man wirklich nicht von einer Midlife Crisis reden. Viel mehr ein Umdenken, neu strukturieren und das Leben anders, vielleicht sogar bewusster genießen.

Ich fand deinen Beitrag sehr gut, mutig und erfrischend.

Der Bericht der Japan Reise macht Lust auf mehr, Kanada für nächstes Jahr ist bei uns aber bereits auch geplant, jedoch nicht Westküste sondern Toronto und die Gegend, große Seen,…


#8

Ur schönes Talk Radio. Ich find es gibt hier so sympathische Menschen! :blush:

Das Matcha Komachi wird auf jeden Fall demnächst mal besucht, über Wiesi im Podcast freu ich mich sowieso immer, und das letzte Thema rennt bei mir weit offene Türen ein.
Ich mach mir darüber auch Gedanken und bekomm auch von meinem Umfeld immer wieder das Feedback, dass ich in Bezug auf einen “verantwortungsbewussten” Lebensstil sehr streng sei, obwohl ich selbst finde, dass ich noch extrem lasch bin und meinen Schweinehund viel zu wenig überwinde. Kürzlich bin ich auch noch umgezogen, was zu vielen “Warum hab ich eigentlich so viel Zeug?!!”-Momenten geführt hat bzw. es noch immer tut. Das hat mich erneut motiviert, zu reduzieren. Und was s0cKe auch angeschnitten hat: Das Konsumieren hält einen vom Kreieren ab. Das nervt mich auch regelmäßig.
Zum Thema (gekauftes) Glück hab ich erst gestern einen Artikel gelesen, den ich hier auch gleich hinzufügen werde:


#9

Interessanter Artikel. Sehr beeindruckend, die Herangehensweise.


#10

Ich persönlich hab mit Shpock sehr schlechte Erfahrungen gemacht. Finds nicht besonders praktisch und hab auch nichts darüber verkaufen können. Auf Willhaben geht das in meinem Fall viel besser. Und hier könntest dus auch noch probieren: https://www.momox.at – das hat eine Freundin von mir genutzt, ich selbst habs mir nicht so genau angeschaut, aber ich glaub, man bekommt nicht viel für seine Sachen.
Falls jemand mal wissen möchte, wo man verschiedene Dinge guten Gewissens spenden kann, hätte ich für Wien zahlreiche Tipps! Einfach fragen. :slight_smile:


#11

@s0cKe @Wiesi

Schützenhilfe wird er da nicht brauchen, weil ich ihn nicht beleidigen wollte. :wink:

Midlife Crisis ist halt für mich auch ein Ausdruck mit Ende 30, Anfang / Mitte 40 mal auf sein Leben zurückzuschauen und Revue passieren zu lassen was bisher erfolgt ist. Und das ist ja nichts schlimmes. :slight_smile:
Traurig wirds dann halt nur wenn man plötzlich glaubt, dass alles sowieso ein Topfen war und man sich einbildet auf der Route 66 entlang düsen zu müssen um sich selbst was zu beweisen. Aber das ist ja bei S0cKe nicht nicht der Fall.

Und du hast recht … Einmal mit sich selbst zu beschäftigen ist heilsam, interessant und man kann sich dadurch gut erden und/oder rausfinden was einen antreibt.

Zu deiner Aussage: "Hoppla, bis jetzt hab ich eigentlich viel Zeit und Ressourcen in eine falsche Richtung investiert.” Dem kann ich mich halt nicht 100%ig anschließen. Es ist halt auch wichtig seine Vergangenheit nicht zu verleugnen oder zu geringschätzen. Wenn du 30 Jahre lang Spaß und Freude am Zocken, am Sport, am Lesen von Büchern,… hattest ist es toll und hat auch dazu beigetragen, dass du bist was du bist :slight_smile:

Ein Wechsel der Interessen ist aber normal (privat und beruflich) und auch gesund. Trotzdem war es ein Teil deiner Entwicklung und ist ein Bauteil der Person s0cKe :smiley:

Und ganz am Schluss… Dass du nervös warst, hat man überhaupt nicht gemerkt. Viel mehr konnte man deinen Enthusiasmus bezüglich deines Themas sehr gut erkennen und bemerken, dass es dir wichtig ist. Ich mag es, wenn man für was brennt. :slight_smile:

Letzter Satz: Achtsamkeit für sich und seine Person, seine Grenzen kennen, die Entwicklung annehmen und offen für Veränderung sein ist für das Seelenheil sehr wichtig.


#12

Ich empfand es keineswegs als Beleidigung. :slight_smile: Versteh natürlich auf was du dich mit dem Schlagwort “Midlife Crisis” bezogen hast. Kennt ja jeder die Geschichten vom Mid-40er der sich auf einmal einbildet ein Porsche brächte die herbeigesehnte Kehrtwende im eignen Leben. :smiley:

Natürlich ist die Vergangenheit sehr wichtig. Ich würde auch nichts in meiner persönlichen Vergangenheit ändern, denn es hat schließlich dazu geführt, dass ich der Mensch geworden bin der ich heute bin. :slight_smile:

Ich kann mir aber durchaus eingestehen, dass viele vergangene bzw. vorhandene Interessen ursprünglich nicht von mir ausgingen, sondern vielmehr durch mein Umfeld, Werbung und Trends beeinflusst wurden, als es im ersten Moment scheinen mag. Oder anders gesagt, viele vergangene Interessen oder Anschaffungen dienten eigentlich nur der Ablenkung weil ich mich insgeheim nicht mit anderen, evt. schwierigeren Dingen/Themen beschäftigen wollte. (Nicht das es diese Ablenkungen heute nicht auch noch geben würde, aber der Blick darauf hat sich geändert^^)
Wie gesagt, keinerlei Verteufelung, nur eine nüchterne Feststellung, darüber dass ich schon öfter das “Steuer” über mein Leben aus der Hand gegeben habe, als es mir vielleicht bewusst war. :slight_smile:

Und ich wollte damit vergangene Erfahrungen keineswegs gering schätzen. Es geht mir viel mehr darum, dass viele Dinge einem natürlich Freude bereitet haben, insgesamt betrachtet, aber eigentlich andere Dinge viel mehr den eigenen Wünschen und Bedürfnissen entsprechen würden. Nur haben wir leider in gewisser Weise verlernt unsere eigenen Bedürfnisse tatsächlich zu ergründen. Das beginnt dann schon in der Volksschule, wo einem klipp und klapp gesagt wird was “richtig” und was “falsch” ist. Der erste Sargnagel für unsere eigene Kreativität wird meines Erachtens also schon sehr früh in unserem Leben gesetzt.

Und Danke nochmals für das Feedback! Das Thema Verzicht/Reduktion bzw. ganz allgemein gesagt das Thema Selbstverwirklichung/Selbstergründung sind für mich wirklich wichtige und spannende Themen. Umso mehr freut es mich, dass man das auch raus gehört hat. :smiley:


#13

Glaubst du nicht, dass die Aussage etwas naiv ist und etwas überheblich klingen könnte?

Grundsätzlich finde ich es natürlich geboten sich etwas zu überlegen, weil man eben in einem System lebt das auf einer endlichen Erde auf unendliches Wachstum setzt… kann nicht ewig gut gehen.

Dein Zugang hat für mich zu sehr den Geruch von Religionsersatz, im Sinne davon das dein Ansatz ja gar nicht weit von z.b. den Franziskanern ist.
Und generell das Leben quasi ein Kampf gegen den inneren Schweinehund in Sachen Askese als Äquivalent zum Kampf gegen den inneren Schweinehund in Sachen optimierter Arbeitnehmer und Konsument.

Aber so kommt das halt bei mir an, ich bin ich, was weiß ich schon wie du das wahrnimmst.

Das verlinkte Interview das Ella gepostet hat, find ich gut. Hab mich eine Zeit lang mit der Frage nach dem Glück beschäftigt. Unterm Strich kann man sagen, Glück ist immer, ja schon per Definition etwas vergängliches, wichtig ist das man zufrieden ist.
Ist man das nicht muss man etwas ändern, sofern das möglich ist. Es soll ja Menschen geben die noch viel mehr Zwängen ausgesetzt sind als wir privilegierten oder aber mit der Veränderung für sich zwar gutes tun aber andern massiv schaden, wo wir dabei wären, dass es vielleicht nicht ganz egal ist was andere denken. :wink:


#14

Das ist ja der große Gedankenfehler vieler Kritiker unseres Wirtschaftssystems. Denn Wirtschaftswachstum heisst nicht, dass immer quantiativ mehr vorhanden sein muss sondern man kann auch in Sachen Qualität wachsen - und zwar in allen Bereichen. Da gehören auch dinge wie Umwelschutz, soziale Einrichtungen wie Kinder- und Altenbetreuung, usw. dazu. Daher muss eine wirtschaftlich erfolgreiche Gesellschaft nicht zwangsläufig immer mehr konsumieren und sich quantitaiv bereichern. Es würde völlig ausreichen wenn wir unseren Lebensstandard qualitaiv ausbauen. Damit hätte wohl kaum jemand ein Problem.
Allerdings ist dieser Umstand nicht in den Köpfen der meisten Konsumenten und schon gar nicht in jenen der Politiker und Inhaber großer Konzerne. Ich bin aber sicher, dass sich diese Denkweise automatisch in diese Richtung anpassen wird. Denn der quatitvate Wachstum wird in unserer Welt immer schwerwer zu bewerkstelligen sein - dennoch rennt man halt alten Gepflogenheiten solange nach bis man wirklich gezungen wird neue Wege einzuschlagen. Das ist nunmal die Natur der Menschen (Stichwort “Gewohnheitstier”) und wird sich auch nicht so einfach ändern lassen.


#15

Finde ich nicht, denn jeder wird in irgend einer Art und Weise von seinem Umfeld geprägt. Genauso wie man selbst andere Leute prägt, inspiriert, etc. Sei das jetzt durch Empfehlungen, Vorbildwirkung oder einfach weil man das auch gerne haben möchte, was jemand anders hat. Oder einfach weil gewisse Dinge in einem bestimmten Umfeld “normal” sind und andere eben nicht. Das ist auch völlig normal und verständlich und von mir in keiner Weise bewertend gemeint, sondern einfach nur eine Feststellung.

Natürlich sind Themen wie Verzicht, Reduktion, Fasten & Co Teil einer jeden großen Glaubensrichtung und daher schnell damit in Verbindung gebracht. Für mich selbst spielt Spiritualität auch eine wichtige Rolle, hat aber für mich persönlich nichts mit Gott, Religionen & Co zu tun. Sondern viel mehr damit sich mit sich selbst zu beschäftigen, für sich selbst die Sinnfrage zu beantworten und den eigenen Weg zu finden.

Wir haben uns in Europa eben dazu entschieden unseren Fokus nach Außen zu legen, die Welt zu entdecken bzw. zu erobern. Während andere Länder wie z.B. Tibet sich dazu entschlossen haben sich abzuschotten und den Fokus nach Innen zu legen. :slight_smile: (Abschotten ist natürlich keine Lösung, hängt euch daran also jetzt bitte nicht auf :smiley: )

Änderungen sind immer möglich, und wenn es nur die eigene Geisteshaltung gegenüber einem Problem ist die sich ändert. Alles andere sind Ausreden. :wink:

“Was andere denken” hat für mich persönlich rein gar nichts mit “ob das negative Auswirkungen auf andere hat” zu tun. Ich kann zum Beispiel sagen, ich fahre ab sofort nicht mehr mit dem Auto, sondern gehe alles zu Fuß. Dann hat das sogar positive Auswirkungen auf mein Umfeld, die Natur, etc. aber es gebe sicherlich Menschen die mir dann mit “So ein Schwachsinn”, “Aber was machst du dann wenn du… blablabla” und sonstigen negativen Meldungen daher kommen würden. Und das sind unnötige Meinungen von anderen die man ignorieren sollte bzw. muss. Das hat rein gar nichts damit zu tun, ob ich mich mit den Auswirkungen meines Handelns befasse. Ganz im Gegenteil, ich finde wir sollten uns in viel mehr Bereichen mit den Auswirkungen unseres Handelns befassen.

Meine Reduktion zum Beispiel, ist nämlich auch dadurch geprägt, dass ich die negativen Auswirkungen meines bisherigen Lebens so nicht mehr weiter zu führen. Dazu gehört auch eine andere Art des Konsumierens. :slight_smile:


#16

Ich hatte eher bei dem Satz eher die Fabrikarbeiterin in Bangladesch im Sinn und tatsächlich, die hat wahrlich nicht viel mehr Möglichkeiten als ihre Geisteshaltung zu ändern.
Auf mich bezogen brauche ich keine Ausreden, weil ich weder ein Problem habe noch etwas ändern will.

Das gilt aber im besten Fall für dich in deinem individuellen Fall, denn wenn du nicht im Wald mit Blättern zugedeckt leben willst wird die Aussage wohl kaum allgemeingültig umzulegen sein.
Das aus Bequemlichkeit zu viel gefahren wird steht dabei auf einem anderen Blatt.

Aber auch hier hatte ich eher Eltern im Sinn, die mit ihrem egoistischen Drang in Sachen Selbstfindung und Verwirklichung ihren Kindern schaden.
Siehe: “Meine keine Familie” oder ähnliches.


#17

Dann habe ich das falsch interpretiert. :slight_smile:

Ok anscheinend reden wir da an einander vorbei. Denn ich meinte das eigentlich anders.
Das sind für mich zwei Unterschiedliche Dinge:

Das eine bezieht sich auf die Meinungen bzw. Kommentare von anderen Menschen und ob man diese in die eigenen Entscheidungen mit einfließen lässt.

Das andere sind die Konsequenzen aus dem eignen Handeln.

Wenn ich also schreibe, man soll nichts auf die Meinung anderer Menschen geben (um den eigenen Weg zu finden), dann heißt das nicht, dass man die Konsequenzen des eigenen Handelns ausblenden soll. Das darf man dabei nicht verwechseln bzw. in Verbindung setzen. :wink:

Was genau bedeutet “Meine kleine Familie”? Das sagt mir nämlich nichts. Aber grundsätzlich kann “den Kindern schaden” auch sehr unterschiedlich aufgefasst werden. Egal ob das nun das Thema Ernährung, Bildung oder andere Sektoren betrifft. :slight_smile:
Wie genau meinst du denn das man durch Selbstfindung den eigenen Kindern schaden kann? Kommt dir das denn in den Sinn bei meine Ausführungen?


#18

Habe den Podcast noch nicht gehört, aber von der Diskussion im Forum würde ich mich mal @s0cKe zum Großteil anschließen.

Ich finde das immer mit dem “ökologischen Wachstum” ziemlich lustig. Als ob es der Umwelt nicht egal wäre, ob wir Rohstoffe für ein Elektroauto oder für einen Benziner ausgraben. Zum Glück kommt der Storm für das Elektroauto ja aus der Luft und muss nicht irgendwie produziert werden :wink:

Ich persönlich habe mich für auch schon seit Jahren beschlossenen, “nachhaltiger” zu konsumieren. Natürlich auch nicht in allen Bereichen. Im Alltag habe ich bei 80% meinen Konsum versucht es zu verbessern, bei den restlichen 20% gönne ich mir noch den alten Lebensstil, um nicht auf alles verzichten zu müssen.

Beispielsweise gönne ich mir immer noch Videospiele als Hobby. Die gehören zu diesen 20%. Dagegen habe ich beispielsweise kein Smartphone mehr. Nicht weil das Smartphone böse ist, sondern weil ich leichter darauf verzichten kann als auf die Playstation 4.

Was man dagegen nie machen sollte ist es, irgendwie seine Mitmenschen missionieren zu wollen. Das will ich auch @s0cKe nicht unterstellen. Muss doch jeder selbst wissen, wie er sein Leben gestalten will.

Meiner Meinung ist für mich persönlich eine gewisse Balance sinnvoll. Ich möchte weder als Mönch in Tibet ohne persönlichen Besitz leben, noch möchte ich als Multi-Millionär leben müssen, der täglich sich Sorgen um seinen Reichtum machen muss.

Wie gesagt: Dass muss aber jeder für sich entscheiden :slight_smile:


#19

Mir war schon ungefähr klar wie du das meinst, ich muss bei sehr eindeutigen, polarisierenden Positionen immer (in einem gewissen Rahmen) die Gegenposition einnehmen bzw. Aspekte der Gegenposition zu bedenken geben…

Meine, keine Familie:

Dabei muss ich sagen das ich eigentlich unglücklich damit bin das diese/solche Utopie(n) nicht aufgegangen sind.
Weil ich gerade im Trailer die Frauen mit Oberkörper bei Maurerarbeiten gesehen habe, die Duschszene bei Starship Troopers hat mich sofort fasziniert, nicht aus sexuellen Trieben heraus, sondern weil ich gern in so einer Welt (also natürlich nicht in genau der Starship Troopers Welt :wink: ) gern leben würde in der Frauen auch kulturell völlig gleichgestellt sind.

Edit:

Update zur besten Japan-Reisezeit.
Die ist im späten Frühling und im Herbst. Von Juni bis Mitte Juli regnet es viel und danach ist es bis September heiß/feucht.
Ende März / Anfang April ist es teuer, wegen der Kirschblüte und auch zu viel los.


#20

Interessanter Trailer, sehr merkwürdige Kommune. :smiley:

Ich kenne einige Kommunen bzw. ähnlichen Gemeinschaften ( http://www.hofkollektiv-zwetschke.net/ , www.livingutopia.org & https://www.schloss-tempelhof.de/) und es gibt sicherlich noch genügend andere Projekte in dieser Richtung. :wink:
Aber da läuft es glücklicherweise etwas anders ab als es bei dieser Kommune wohl der Fall war. :smiley: Der Fokus liegt bei denen, die ich kenne primäre auf dem gemeinschaftlichen Zusammenleben und Entscheidungen treffen insbesondere im Zusammenhang mit Bauprojekten, Gemüseanbau und autarken Leben.

Besonders Schloss Tempelhof in Deutschland finde ich extrem spannend, besonders wegen der Art des Miteinander Lebens und der vorhandenen Schule und welche Ansätze dort verfolgt werden. :slight_smile:

Kann ich nur unterschreiben. :slight_smile: