Meine Reise nach Schottland mit dem Zug. Ich werde ein bisschen von der Fahrt berichten.
Hinreise war komplett unkompliziert. Wien-Frankfurt-Brüssel. Halbe Stunde Zeit zum Umstieg in Frankfurt. Da ich Frankfurt schon kannte, habe ich mir am Bahnhof einfach nur ein Bier gekauft und im Zug nach Brüssel begonnen meinen Urlaub zu zelebrieren. In Brüssel in einem Hostel um 29€ untergekommen, Pommes und Bier vernichtet und um 7 aufgestanden. War sehr gemütlich. Dann in den Eurostar nach London, das war etwas mühsamer, wegen Grenzkontrolle, aber wenn man mal in London ist, dann geht man über die Straße ist in Kings Cross auf Gleis 9 3/4… Gleis 0 nach Edinburgh.
In Schottland selbst sind Öffis wirklich unproblematisch, Züge fahren schön getaktet, Busse ebenfalls, die haben sogar immer einen netten Puffer, wenn viel Verkehr ist, dann hat erwischt man dennoch den Anschlussbus.
Ein bisschen mühsamer war dann die Rückfahrt. Ich hab mich entschlossen, von London nach Wien an einem Tag zu fahren. Dh um halb 6 aufstehen, runter nach Brüssel. Dort dann einen Aufenthalt von 2 Stunden gehabt, damit ich mir auch ein bisschen Brüssel ansehen konnte (für Fans von frankobelgischen Comics echt ein Wunderland, soviele Graffitis mit Tintin, dem Marsupilami, Spirou etc.) Nachteil des Ganzen, ich nehme von Frankfurt den letzten Zug nach Wien dh wenn ich ihn verpasse, dann stecke ich mal fest. Würde dann zwar bis Salzburg weiterfahren und dort übernachten, aber natürlich etwas, was man vermeiden möchte, va. nach 16h Reisezeit. Da aber 25 Minuten Puffer für den Umstieg vorgesehen sind, sollte es eigentlich funktionieren. Und alles schien gut zu gehen. Bis zwischen Aachen und Köln plötzlich diese Aussage kam: „Sehr geehrte Damen und Herren, dieser Zug ist aufgrund einer betrieblichen Störung nicht in der Lage die Fahrt nach Frankfurt zu beenden, der Zug wird in Köln abgestellt.“ kurzer Stress… shit… dann aber weiter „ein Zug, der sie von Köln HbF nach Köln Messe ist bereitgestellt, von dort können sie in den Zug nach München einsteigen, ihr Ticket gilt selbstverständlich auf der Strecke.“ Das Problem: Dieser Zug würde zu einem Zeitpunkt in Frankfurt ankommen, wenn der Zug nach Wien bereits auf der Strecke wäre. Jedoch wieder Glück im Unglück, der Münchner Zug hat Priorität und lässt zwei Stationen, die der Wiener Zug bedienen muss aus. Daher überholt er den Wiener Zug. Dh für mich in Aschaffenburg aussteigen fünf Minuten warten und dann in den Wiener Zug einsteigen. Das hat dann auch funktioniert so bin ich planmäßig um 22:39 in St. Pölten ausgestiegen, wo ich dann abgeholt wurde, damit ich nicht noch quer durch Wien vom HbF zum Franz Josefs Bahnhof fahren musste und um 1 zuhause gewesen wäre.
Was habe ich gelernt: Mit dem Zug fahren ist möglich, es ist angenehm, man sieht viel von Europa und kann viel erledigen. Nachteil ist aber das häufige Umsteigen (was ich gerade nach brüssel schon sehr heftig finde, ohne Umsteigen und mit einer ordentlichen Geschwindigkeit, also die 250km/h die Möglich sind und nicht die 170km/h die der Wiener ICE gefahren ist, wäre es in rund 8-9h möglich) und va der Preis. Es kann halt wirklich nicht sein, dass eine Zugfahrt nach London beinahe das Zehnfache vom Flugpreis kostet.