Positive Erinnerungen/Erfahrungen durch Videospiele

Wir alle hier sind Videospiele Fans und obwohl Videospiele soviel positive Emotionen auslösen können die uns Jahrelang in Erinnerung bleiben, sind Diskussionen rund um Spiele meistens eher auf die negativen Aspekte fokussiert. Oder es werden Vergleiche gemacht wer/was/wo evtl schonmal besser gemacht hat oder wo die Grafik schon besser war etc.

Unser Forum ist hier zum Glück eh recht neutral, was man da an anderen Orten mitbekommt ist da ja oft richtig schlimm. Und trotzdem schleichen sich auch bei uns in letzter Zeit sehr viele (natürlich auch berechtigte) Negative Topics und Diskussionen ein (ich nehm mich da auch definitiv nicht raus ^^).

Deswegen würd ich hier gern ein Topic starten wo wir nur unsere positivsten Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse teilen die im Bezug zu unserem Hobby stehen. Ich bin mir sicher jeder von uns hat zig Geschichten auf Lager die ihr oder ihm ein breites Grinsen ins Gesicht drücken, nur wenn man durch irgendwas daran erinnert wird.

Ich hoffe das wir durch das Teilen eben dieser Storys hier einen Thread schaffen können, wo jeder zuflucht finden kann wenn er/sie mal wieder in einer Phase ist wo man keine Lust hat ein Spiel anzugreifen. Oder man sich ein paar aufmunternde Storys durchlesen kann, nachdem man den einen Boss nach dem 30 versuch immer noch nicht geschafft hat und neue Motivation braucht.

„Regeln“/ Vorschläge / Beispiele (falls wer Einwände hat oder Vorschläge gerne Teilen, dabei aber bitte positiv bleiben ^^):

  • Die Text Länge ist egal, solange ihr eure positive Erinnerung damit erklären könnt. Ob 4 Sätze oder 4 Seiten her mit allem!
  • Ihr müsst euch nicht auf ein bestimmtes Spiel beziehen, es kann auch nur etwas sein das ihr mit dem Spielen verbindet. Wie zB eine Regelmäßige Multiplayer Runde oder wie man durch ein Spiel evtl jemanden kennen gelernt hat. Evtl war man auf einem Event/Konzert, die Möglichkeiten hier sind durch Handhelds ja fast schon unbegrenzt.
  • Hat euch ein bestimmtes Spiel durch eine schwere Zeit in eurem Leben geholfen und habt ihr dadurch eine spezielle Verbindung zu diesem Spiel?
  • Aber wenn ihr eine bestimmte Spielszene im Kopf habt die euch ewig in Erinnerung geblieben ist oder wie ihr als Kind/Jugendlicher den 1. Teil eurer Lieblings Langzeitreihe gespielt habt und euch in dieses Konzept verliebt habt. Evtl gabs ein Genre das ihr immer gemieden habt, das dann mal aus Langeweile ausprobiert wurde und man plötzlich 100e Stunden drin versenkt hat?
  • Kommentare und Gespräche zu den Storys sind sicher gern gewünscht (evtl fällt mir ja durch eine Story selbst etwas ein das ich vergessen habe), bitte aber auch alle nur im positiven Sinne. :slight_smile:

Falls wer eine bessere Idee für den Threadtitel hat btw auch gern her damit. ^^

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Ich möchte dann direkt mit einem Beispiel und einer Story beginnen an die mich ein Youtube Video heute erinnert hat und an die ich mich gern erinnere, da sie für mich nicht nur eine Konsolen Generation eingeläutet, sondern mich dann Jahre später auch zu einem anderen Medium gebracht hat, das ich davor nicht mochte.

Ich war noch nicht ganz Teenager aber wollte es zumindest schon sein. Die PS1 wurde vor kurzem Released und der Hype darum war heftig. Die ersten Ansätze der Pubertät lösten eine „wah Nintendo ist für Kinder!“ Trotzreaktion in mir aus und nachdem ich zig super Stunden mit meinem NES und S-NES hatte, wollte ich als absolut nicht durch die Werbung beeinflusstes Kind eine PS1 haben. Hab meine Eltern schon vor meinem Geburtstag (der nur knapp einen Monat vor Weihnachten ist, solche teuren Anschaffungen gabs also ab und zu als 1 Geschenk für beide Feiertage) Monatelang genervt damit ich endlich eine bekomme.
Meine Eltern sind übrigens 2 Generationen älter wie ich und verstanden zu dem Zeitpunkt Videospiele überhaupt nicht. Die verstanden es nicht wieso ich „schon wieder“ (nach dem Release vom S-Nes zig Jahre davor) was neues brauchte. Spiele musste ich mir damals auch selbst vom Taschengeld zusammensparen, aber eine Konsole war mit sparen auch unerreichbar in dem Alter.
Nach wochenlangem Eltern nerven sind sie dann irgendwann endlich eingeknickt und haben zugestimmt mir eine PS1 + Memory Card + 1 Spiel für beide Feiertage zusammen zu kaufen. Jetzt hieß es nur noch warten.
Hab ich schon erwähnt das meine Eltern mit Videospielen nicht viel am Hut hatten? Vorausschauend wie sie waren, haben sie die Konsole nicht schon früher gekauft, sondern wollten mit mir einfach mit mir im Laden kaufen fahren. In der Theorie eine tolle Idee, in der Praxis ENDE NOVEMBER, allerdings nicht die beste… die Konsole war nämlich überall ausverkauft.

Nach dem wir gefühlt jeden erdenklichen Laden der Konsolen auch nur Ansatzweise verkaufen könnte abgeklappert haben, hatten wir noch eine letzte Chance bevor wir aufgeben wollten. Meine Hoffnungen waren am Boden, scheint wohl so als ob ich mein Geschenk erst irgendwann später bekommen würde.
Und klar, dort angekommen, die PS1 war wie überall ausverkauft und sie wissen nicht wann oder ob es noch eine Lieferung vor Weihnachten geben wird.

Aber natürlich endet diese Erinnerung in diesem Thread nicht so, denn genau in diesem letzten Laden in dem Moment als uns der Verkäufer die Info mitteilte und kurz bevor ich vermutlich in schwerste 1st World Kinderdepressionen verfallen wäre, kam eine Person auf meine Eltern zu und sprach kurz mit ihnen. Meine Eltern meinten darauf hin nur, das es doch ganz gut mit der PlayStation aussieht und wir jetzt doch noch wohin fahren.
Was passierte war: Ein Elternteil (weiß leider nicht mehr ob Mutter oder Vater) überhörte unser Gespräch mit dem Verkäufer und ihr Sohn wollte seine PS1 direkt wieder los werden, weil er so enttäuscht war.
Wir fuhren dann direkt zu ihnen und konnten das Gerät kurz testen und mitnehmen! Damals gabs ja auch kein Internet, verkaufen war da also noch wesentlich lästiger, die waren froh das Gerät los zu werden und gaben es uns knapp unter dem normalen Verkaufspreis. Original Verpackung, Anleitungen etc alles dabei. Haben uns dann auch noch die dazu gekaufte Memory Card und ein Spiel dazu geschenkt! Natürlich war meine Stimmung dann sofort eine andere:

Daheim angekommen war die Konsole auch direkt angestöpselt und die Demo 1 Disc eingelegt, als der T-Rex über den Bildschirm kam, war das Grinsen dann natürlich auch dieses Threads würdig.

Die Destruction Derby Demo wurde danach Stundenlang gespielt. Wipeout wurde auch probiert, aber da flog ich mehr an der Bande entlang als auf der Piste.
Also kam endlich das 1. richtige PS1 Spiel in die Konsole:

Was natürlich das perfekte Spiel für so ein junges Kind war, das keine Vorahnung von der Scheibenwelt hatte. Ich fand das System und die Welt zwar cool, aber wurde einfach nicht warm, da ich die schräge Welt einfach nicht verstanden hab. Aber dafür kamen ja unzählige tolle Spiele für die Konsole nach. :slight_smile:

Aber da setzt der 2. Teil der Story ein: Noch vor dem Release der PS2 hat es mich irre gestört das ich Discworld nie durchgespielt habe. Also hab ich mir einen Guide von einem Schulkollegen ausgeliehen, den er aus einem Magazin hatte (immer noch ohne Internet ^^)… natürlich „nur für den Notfall“ und probierte ein paar Jahre später und älter das Spiel nochmal.

Ich kam dann tatsächlich ohne Guide wesentlich weiter wie davor und habe das Spiel dann auch durchgespielt (2-3 Stellen waren aber immer noch so wirr, das ich die nur mit dem Guide geschafft hab ^^) und mich dabei in die Scheibenwelt verliebt. Hab mir dann auch so schnell es ging den 2. Teil gekauft und durch die wesentlich hübschere Aufmachung ging ich sogar noch mehr in der Welt auf und wollte mehr davon. Ich wusste durch die Spiele das sie auf Büchern basieren. Allerdings war ich da noch in dem Alter wo alle Bücher die ich gelesen hab, entweder von der Schule gekommen sind, von ihr in Auftrag gegeben wurden oder viele bunte Bilder enthalten hatten.

Durch die Spiele hab ich die Buchreihe lesen angefangen und hab dadurch auch überhaupt erst zu Büchern gefunden. Und wer weiß ob ich die Bücher jemals entdeckt hätte, wäre nicht dieser Zufall mit der gebrauchten PlayStation 1 gewesen. Deswegen bin ich dem bis heute Dankbar. :slight_smile:

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Schon vorab - schöner Thread!

Ich muss mal übelegen!

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Mir fallen spontan zwei Sachen ein. Weiß aber nicht ob die so positiv sind wie hier vielleicht gewünscht.

Das erste was mir einfällt ist WoW. Ich habe das zu einer Zeit gespielt, als ich in der Fachschule immer mehr ausgegrenzt wurde. Das Spiel hat mich dann durch diese Zeit gebracht wo ich auch im nachhinein weiß, dass ich wohl Depressionen hatte und das Spiel eines der Gründe war, warum ich dem Drang nicht mehr Leben zu wollen doch nie nachgegangen bin. Ich war dort in einer kleinen Gilde und konnte dort mit den teils älteren Leuten auch über Probleme leben. Zwar habe ich mich dann später mit einem Teil der Gilder zerstritten, aber trotzdem hat mir das Spiel gezeigt, dass mein Leben nicht Hoffnungslos ist, auch wenn ich danach nochmal ein Tief hatte bis es dann „nur“ mehr Bergauf ging.

Meine zweite Erinnerung die mir spontan einfällt ist im Volkschulalter. Als mich die Nachbarkinder wieder einmal gemobbt hatten und ein Nachbarjunge auch noch sein geliehenes PC-Spiel zurückforderte, kam meine Mutter mit dem Quelle-Katalog um mich zu trösten. Ich durfte mir nämlich darin zwei Spiele für den NES aussuchen und diese wurden dann bestellt. Leider weiß ich nicht mehr welche Spiele ich ausgewählt hatte, aber da meine Mutter eigentlich nicht wollten das ich viel Spiele, konnte sie mich damit sofort trösten.

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Wie gesagt alle Geschichten die für einen selbst Positiv sind, können gern gepostet werden. :slight_smile:

Gerade WoW scheint wirklich einen großen positiven Einfluss bei dir gehabt zu haben und dir durch eine heftige Zeit geholfen. Find ich super. :slight_smile:

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Positive Momente hatte ich natürlich auch, wenngleich im Vergleich zu anderen Postings nur kleine Anekdoten.

Weil ich gerade im 20. Jahre consol.at-Thread wieder die Erinnerungskiste aufgemacht habe, hier eine kurze Geschichte aus der gamers.at-Redaktion (das war noch bevor das c.at-Team zugezogen ist, wir hatten damals das Büro nebenan). Ich war damals noch mehr Fußballfanatiker als heute und ein Kollege war zumindest Austria-Anhänger. Das reichte für gelegentlichen Büro-Banter & Trashtalk. Neue Fifas wurden gerne genutzt um die Dinge am virtuellen Rasen zu klären, wer die #1 ist. Jetzt wissen wir alle: Fifa war (schon gar nicht damals, das war so ich schätze zwischen 2005 - 2007 (?)) nicht die Simulation und wenn sich zwei 2.5 oder 3 sterne mannschaften aus wien battlelten wurde hier weder in puncto spiel oder präsentation ein feuerwerk abgeliefert, aber es war doch ein virtuelles wiener derby. punkt. da gabs keine ausreden.

naja auf jeden fall hatten wir da diesen golden master (release candidate?) von einem fifa in eine der konsolen und mein kollege führte 1-0 bis tief in die 2. halbzeit rein. irgendwie wollte und wollte mir einfach kein tor gelingen (was für sich selbst ja schon seltsam ist: fifa spielen mangelt es ja normalerweise nicht an torszenen und … ja: toren). aber dann kam der moment. mein kollege foulte einen meiner spieler und ich erhielt einen freistoß aus ca 20m zugesprochen.

jetzt weiß ich wie gesagt nicht mehr, welche jahreszahl das fifa begleitete, aber es war mWn das erste, in dem man bei freistößen unten anhand eines eingeblendeten balles einstellen konnte wo man beim ausführen diesen treffen wollte um ihm einen schnitt mitzugeben. und es war dann so ca rund um die rapid-viertelstunde niemand anderer als steffen „the fußballgott“ hofmann, der eine der schönsten freistöße, die ich jemals in einem virtuellen fußballspiel trat, ins kurze kreuzeck zwirbelte.

so unrealistisch fifa in all den jahren auch war, und wie belanglos die präsentation der österr clubs (keine orig stadien, keine orig gesichter); aber wie oft hört man den spruch in der analyse: „spielerisch fanden sie kein mittel, also mussten standards helfen um gefährlich zu werden“; hier in diesem moment fühlte sich fifa also irgendwie sehr realistisch an.

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