Kinder und Videospiele

Hi

Weil das Thema in einem anderen Thema aufgekommen ist.

Seit wann spielen eure Kinder Videospiele und wenn ja wie lange und welche Art von spielen?

Mein Sohn ist 4 und hat pro Tag 20 min Bildschirmzeit. Da darf er dann selbst entscheiden was er macht. Er spielt bisher nur auf meinem Tablet Kinder Lernspiele oder dieses Lego Duplo Spiel.

Wenn er die 20 min vor dem TV verbingt schaut er eine Serie auf Netflix oder Amazon Prime Video oder Disney+. Wir setzen uns aber immer gemeinsam hin und suchen eine aus.

Von den echten Konsolen durfte er bisher nur mit mir gemeinsam die Nintendo Labo Sachen bauen und dann Ausprobieren aber da hat ihm nur das Angeln wirklich Spaß gemacht und das auch nur mit mir gemeinsam.

Sonntag ist bei uns Film Tag da schauen wir meist gemeinsam einen Film den er sich aussuchen darf wenn wir nicht draußen sind oder bei schlechtem Wetter.

Wie rennt das bei euch?

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Bei unserem ersten Kind hatten wir das auch alles so getimed. Es gab damals aber halt nur TV. Da Kind Nr. 2 nicht mal 2 Jahre nach ihm auf die Welt kam war’s dann schon etwas schwerer. Der kleine ist da gleich mit reingewachsen mit seinem großen Bruder sobald er Interesse an denselben Dingen gezeigt hat. Bei Nummer 3 wieder nicht ganz 2 jahre später half dann keine Regel mehr weiter. Wir hatten zwar erst mit dem 7. Geburtstag von ersten Sohn ein Tablet, aber das hat den kleinsten natürlich auch interessiert. Hat da aber auch nur geeignete Spiele drauf gehabt (Dr. Panda…).

Im Endeffekt wachsen sie mit dem Zeug auf und es wäre IMO sogar kontraproduktiv es ihnen generell zu verwehren. Bin froh, dass sie sich mit allem auskennen, alles benutzen können, denn sonst hätten wir jetzt mit Distance Learning und co ein großes Problem. reicht ja wenn sich die Lehrer nicht auskennen. Kann mich noch an die Direktorin unserer Kinder erinnern die kurz vor Corona noch durch die Klassen gelaufen ist und die Kinder gefragt hat wer denn alles daheim schon Videospiele spielen darf weil das ist nicht gesund und böse. 2 Monate später war dann der erste lockdown. Und jetzt im dritten sollten’s am besten auch gleich Onlinemeetings, YouTube, Programme installieren, Lernspiele verwenden, im Internet recherchieren, usw. Da stehen sogar manche Eltern an.

Unsere Kids haben mittlerweile natürlich schon mehr Zeit am Bildschirm (reglementiert), aber wir können da keinen Nachteil erkennen. Sie spielen auch mit anderen Dingen. Haben viele Freunde. Sind lieber draußen als drinnen. Und haben weiterhin nur ausgezeichnete Noten und einen Wortschatz der sich gewaschen hat. Besonders der kleinste (7).

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Unsere ältere Tochter durfte früher immer wieder mal Nintendogs am 2ds spielen (der von meiner Freundin). Das ist mittlerweile passé, ebenso die Zelda:OoT Phase, weil einfach zu komplex. Jetzt, fast fünf, drehen wir zu dritt am Abend eine Runde Mario Kart auf der Switch.

Wie es weiter geht - kA, hab das nicht von Anfang bis Ende durchgeplant, will aber, dass sie gute Spiele zu Schätzen weiß und kein Handygaming-Zombie wird.

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Die Kleine wird im April 3 Jahre und darf am Tag „fix“ 5-10 Minuten Paw Patrol während dem Zähneputzen schauen, da ist sie fixiert und es gibt keinen Mucks :sweat_smile:

Ab und zu schaut sie bei Animal Crossing zu und 1-2 Level muss ich ihr Paw Patrol auf der Switch vorspielen (meist am WE und dann max. 30 Minuten) - selbst hat sie wenig Interesse, setzt sich nur mit ihrem Fisher-Price Controller daneben :blush:

der kleine (3 1/4 jahre) darf tägl. 25 min netflix schauen. am WE meistens nochmals 12-25 min.

ab und an darf er auch 3 rennen (<5min) horizon chase mit mir spielen - er gibt gas, ich lenke. er freit sich dann über neue strecken und neue autos. auto und farbe aussuchen darf er auch selbst.

von tabletspielen halten wir ihn noch fern.

Bei uns ist das relativ uneingeschränkt, wir machen uns da keinen Kopf. Es gibt Tage, da glotzen sie viel (einige Stunden) und dann wieder Tage, wo kaum geglotzt wird. Solange sie Freunde, rausgehen, etc. den digitalen Medien vorziehen, ist alles im gesunden Bereich. Natürlich müssen die Noten auch passen. Würde da etwas nicht ok sein, gäbe es eher Einschränkungen. Will aber die digitalen Medien damit auch nicht auf ein Podest stellen, was auch wieder schwierig ist. Sie sind halt aufgewachsen damit und es ist völlig normal, dass sie sie benutzen. Aber nie ohne zu fragen, Erlaubnis muss eingeholt werden! Die Inhalte die sie konsumieren sind abgesprochen.
Da is halt auch sehr viel Angebot bei uns im Haushalt. Mehr Tablets als Personen, 2 PCs, 2 Notebooks, aber nur 1 TV im Wohnzimmer. Die Kinder kennen Werbeunterbrechungen vom Fernsehen gar nicht, außer von Youtube, wobei wir das nicht erlauben. Disney+, Netflix, Amazon Prime… da gibts mehr als genug für Kinder.
Unsere Große (2009 geboren) hat mit Beginn ins Gymnasium ihr erstes Handy bekommen (ein altes iPhone 6S), da darf sie hauptsächlich AppleArcade Spiele spielen und Pokemon Go. Da haben wir auch ein Zeitlimit eingestellt, weil sie es oft im Zimmer hat und wir vermeiden wollten, dass sie aus Fadheit Whatsapp Nachrichten verschickt. Aber sie spielt sowieso lieber auf PlayStation oder Switch, von daher war das dann gar nicht so die Gefahr.
Der Bruder ist 2013 geboren und wollte natürlich dabei sein, wenn wir anderen Mario Kart oder so gespielt haben. Also ist er da sehr früh reingewachsen. Ob ihm das geschadet hat? Nein, er ist der Jüngste in seiner Klasse und gehört zu den Top 3 Schülern. Auch sein Wortschatz ist sehr ausgeprägt.
Fixpunkt ist auch 2x die Woche Sport im Verein → Judo. Nur leider jetzt überhaupt nicht möglich wegen Corona, was mega schade ist.
Also wir sind da wirklich locker und haben kein schlechtes Gewissen, wenn sie auch mal mehrere Stunden am Stück schauen. Es ist uns wichtig welche Spiele sie spielen (also keinen Handy-f2p-Schrott, sondern eher 1st-Party-Nintendo-Titel, Minecraft, etc.). Sie treffen sich z.B. in Animal Crossing und rufen sich via Handy mit Klassenkameraden zusammen und spielen dann verstecken auf der Insel. Und das total bunt gemischt, Mädels und Jungs etc. … das war spannend zu beobachten. Also sie machen schon auch viel „Sinnvolles“ mit den Medien.
Among us spielen sie dann auch in Gruppen, was natürlich viel lustiger ist, als alleine. So kann man sich den Lockdown eben auch versüßen.

Ich selbst bin mit 4 Jahren zum NES gekommen (mein 5 Jahre älterer Bruder und meine 8 Jahre ältere Schwester haben es bekommen). Die waren aber nie so sehr fasziniert davon, wie ich. Meine Eltern beide selbstständig, hatten oft nicht so die Zeit und mir daher auch keine Einschränkungen gemacht. Jedenfalls würde ich behaupten, dass es mir auch nicht geschadet hat :smiley:

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Meine zwei wachsen auch mit Medien auf. Auch wir haben keine fixen Zeiten, schauen aber, dass es nicht „zu viel“ wird. Es gibt Tage da konsumiert meine Kleine (achteinhalb) gar keine Medien, dann wieder Tage, wo es mehr wird. Uns ist wichtig, dass sie viel raus gehen, Freunde treffen usw. Die Große (17) hat mit ca. 5 Jahren auf dem 2DS begonnen und zockte damals viel mehr als ihre Schwester heute - kommt wohl mehr nach mir. :wink: Sie besucht jetzt die dritte Klasse einer echt fordernden Chemie HTL, hat fast immer nur Sehr Gut im Zeugnis, ist medial top drauf, schreibt Texte und macht Präsentationen etc. - Wahnsinn. In dem Alter konnte ich das damals nicht. Ist aber auch schon bisl länger her, als ich so jung war. :wink: Seit sie mit 12 ein Smartphone bekam, ist sie halt damit verwachsen. War am Anfang schon sehr fordernd für uns. Mittlerweile lässt sie sich aber eh nichts mehr sagen, haha. Uns war auch immer wichtig, was sie konsumieren und mir, dass sie wissen was echte (gute) Videospiele sind. Ich glaube wir haben das schon ganz gut hinbekommen, Fehler machen wir alle. Beide sind gut drauf, auch sozial. Die Zukunft ist nunmal digital, da führt kein Weg vorbei. Die Balance muss halt passen.

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Bei uns gibt es täglich 1h Medienzeit (manchmal Ausnahmen bei Filmen), wenn wir nicht unterwegs sind ist das von 17-18 Uhr, Videospielen aber „nur“ 4 mal pro Woche.

Unter Tags nutzt der Grosse (9) seinen IPod für Musik/Hörspiele, das fällt da nicht rein.

Mein Sohn darf jetzt seit er 9 ist, 3 mal die Woche 1,5 Stunden videospielen. Davor war es 3 mal 1 Stunde/Woche .

Er darf nur spielen was ich erlaube, halte mich da aber weniger an die allgemeine Alters Freigabe sonder an meine eigene Einschätzung des jeweiligen Spiels.
So hat er z. B. Schon Botw und Totk durchgespielt.

Ich denke wir halten es da auch etwas lockerer. Ohne Medien geht einfach nicht - wir schauen ja selber ins Handy und Co.
Sie darf Fernsehen und Switch spielen.
Da es unter der Woche sowieso aufgrund Schule und Hobbies nicht täglich ist, darf sie auch gerne am Wochenende gleich nach dem Aufstehen etwas Fernsehen oder spielen.
Ich sehe das lockerer am Wochenende, wenn sonst eh alles so getacktet ist.
Und sie dreht auch immer brav ab wenn man es ihr sagt.

Handy ist ihr dafür völlig egal und ich bin auch froh, dass in ihrer Klasse noch keiner eines hat. ( 1. VS)

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Die Videospiele sind bei uns nicht das Problem. Sohn (12) spielt ausschließlich FIFA (oder wie das jetzt heißt) auf der Xbox, Tochter (auch 12) Pokemon auf der Switch oder Town of Salem am Laptop (was ich okay find, da wird zu 99% englisch geschrieben). Beide kennen da ihre Grenzen, beide haben ein einigermaßen gesundes soziales Umfeld, ausreichend andere Hobbys und sind sportlich aktiv. Ich kann da glücklicherweise keine negativen Auswirkungen festmachen.

Unser Problem ist YouTube. Mit dem Umstieg auf die Unterstufe und dem Trennen vom ursprünglichen Freundeskreis kam (und so wird’s wahrscheinlich eh bei den meisten rennen) das Handy. Und mit dem Handy kam YouTube. Und mit YouTube kamen die Shorts… und die Kinder da aus dem Doom-Scrolling rauszubringen ist hart. Da merk ich auch die latente Aggression, wenn man sie bittet, das Handy mal bitte zur Seite zu legen.

Videospiele kann man wunderbar unterbrechen. Ja, gewinn noch kurz das CL Finale mit Sturm, dann mach ma XY, hol dir noch flott das eine Pokemon da, dann aber auf zu ZX…
Aber bei den geschissenen Shorts ists Schluss mit lustig. Da gibts keine Belohnung für irgendwas - da wird nur Lebenszeit vernichtet und wenn man aufhört, scheints weh zu tun. Die Seuche. Abgesehen davon, dass mir vorkommt, dass die Aufmerksamkeitsspanne der Kids nach Short-Konsum auch massiv nach unten korrigiert wird.

Insofern seh ich das Videospielen auch eher entspannt. Anderer Medienkonsum mit Bildschirmzeit wird bei uns aber schon beobachtet und, wenn nötig, auch eingeschränkt.

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Bin ich beim Spielen bei dir. Wir haben Youtube neben unserer „Schauzeit“, unser Fenster für Medienkonsum, einfach verboten, außer es ist schulisch und so ist das halt. Und selbst in der Schauzeit gibt es keine Shorts, sonst wird auch das gestrichen. Social Media Gedöns ist auch verboten, da ist mir das Soziale scheiß egal und das wird auch so angenommen bzw. muss angenommen werden. Hab ich auch in der Schule der Jungs so kommuniziert, als sie einen Instagram Account in Digitale Grundbildung anlegen mussten, wohl eher Digitale Grundverblödung wenn man so anfängt.

Trotz Shock2 und Technik Affinität halte ich wenig von Ebooks und zuviel IT in der Schule, alles am Tablet und Laptop. In Grundzügen und wenn es Sinn macht sicher ok, aber überall ist es nicht notwendig. Man lernt einfach beim tippen und streichen weniger, schreiben ist da halt noch das um und auf. Ich hab es bei meinen Schülern in Rechnungswesen mit Excelprobiert, über Beamer vorgerechnet, alles getippt, viel zu schnell, lernten wenig bis nix, dann wieder mit der Hand an der Tafel vorgerechnet, alles verstanden, alles gut.

Wenn es genug andere Hobbys und vor allem Sport gibt ist eh fast alles ok, aber dieses Dumbsrcolling haut uns gerade große Teile einer Generation zusammen und ich erlebe das tagtäglich. In der Berufsschule landen nunmal viele, die es eben sonst nicht geschafft haben, wobei die Berufsschule der Schultyp mit den meisten Schülern in Österreich ist. Eh klar, da gibt es auch sehr gute Schüler*innen, aber gerade bei den Malern in Wien ist da oft nur noch wenig Luft nach unten.

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Unser Kind hat jetzt Kirby und das vergessene Land durchgespielt und spielt nach wie vor weiter. Sie mag das Spiel sehr gerne :blush:. Musste daraufhin mal meine Kirby Mitbringsel aus Japan hervorkramen.

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Meine Tochter ist jetzt gute vier Jahre alt und hatte bisher praktisch noch keinen Kontakt zu Videospielen. Bis auf kurze Handyvideos von ihr selbst als Baby, Kinderkino im Zug und ein paar Facetime-Calls mit den Großeltern hat sie auch noch keine wirkliche Bildschirmzeit.

Ich bin selber überrascht, wie gut das bisher ging bei ihr.

Ich wäre ja schon manchmal verleitet, sie an das Thema Videospiel heranzuführen, allerdings weiß ich auch, dass der Schritt zurück nicht mehr (einfach) geht und sie das wohl zumindest halbwegs regelmäßig einzufordern versucht. Aktuell ist das halt einfach kein Thema bei ihr.

Ich würde es jedenfalls eher mal so handhaben, dass sie mir bei irgendwas zuschaut. Mal schauen.

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Umso später, umso besser.

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