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Gefahrenpotential: Bowser!

:rofl:

Gefahrenpotential: Luigi :sweat_smile:

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Ich habe folgendes Ergebnis:

Amok-Killer
Laut Studien von Univ. Prof. Horst Seehofer (hat schon mal Harvard gegoogelt) schlummert ein zukünftiger Killerspielkiller in Ihnen! Bitte löschen Sie Ihren Steam-Account und übertragen Sie aus Sicherheitsgründen Farcry, Fortnite sowie alle anderen noch installierten Spiele auf games@dietagespresse.com, damit unsere Redaktion die Spiele durchspielen und entschärfen kann.

Gefahrenpotential: Bowser!

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Ich muss nochmal kurz auf das Blackfacing zurückkommen - ich habe mich mal aus Theater-Gründen damit beschäftigt (konkret damit, weil die Autoren eines bestimmten Stücks explizit verboten hatten, es zu benutzen) und wie so oft zeigt sich, dass eine eigentlich richtige Idee so stark vereinfacht wird, bis sie völlig lächerlich klingt. Bzw. halt auch in die andere Richtung seltsame Auswüchse bekommt. Aber ich glaube, mit ein wenig Hintergrund versteht man, warum das für manche ein Problem ist. Bzw. auch, dass manche Überspitzungen der Konsequenzen völlig am Thema vorbei gehen, und kann sensibel, aber auch sinnvoll mit dem Problem umgehen.

Richtig ist natürlich: Beim Blackfacing malt sich ein Weißer Schwarz an. Warum ist das verpönt? Aus der Geschichte heraus. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde es üblich, in Bühnenshows und später auch Filmen weiße Schauspieler schwarz anzumalen (übrigens oft mit Schuhpaste). Das Ziel war üblicherweise, dem weißen Publikum einen überspitzten, stereotypen Farbigen zu präsentieren - schwarzes Gesicht, die übervollen roten Lippen, weiße Zähne, aber auch das ganze „Verhalten“ zwischen dem fröhlichen, naiven Farmsklaven bis hin zum braven Hausdiener, der gern singt. Dass das ein Schlag ins Gesicht für all jene war, die tatsächlich Sklaven waren, können wir uns glaub ich alle vorstellen. Ganz abgesehen davon, dass es Stereotypen einzementiert hat (solche FIguren wurden ja u.a. auch in der Werbung verwendet) und noch gar nicht so lange aus der Mode ist - Blackfacing wurde in England noch in den frühen 80ern(!) im Fernsehen verwendet.

Das ist der eine Punkt, warum Blackfacing als rassistisch gilt - Stereotypen sind wichtig für „klassisches“ Blackface. Deshalb fallen auch laut der Definition mancher Forscher zu dem Thema die heiligen drei Könige oder z.B. auch ein Othello, der ja auch oft in Blackface gespielt wird, nicht unter Blackfacing (außer man reduziert diese dann wieder auf Stereotypen - das machen aber längst nicht alle). Nur weiß das oft das Publikum nicht, die dann schnell nach einem Skandal rufen …

Der zweite sind praktische Gründe: Blackface wurde auch eingesetzt, weil man glaubte, dem Publikum keinen echten Farbigen zumuten zu können (z.B: Hollywood in den ersten Jahren, siehe den ganz frühen Tonfilm „The Jazz Singer“) oder um einen Weißen die Rolle eines Farbigen lassen zu können. Sei es, weil man unbedingt einem bestimmten Schauspieler die Rolle geben wollte oder einfach, weil man im bestehenden Schauspieler keinen passenden Schauspieler dafür hatte. Gerade in Ländern, wo es die nötigen Schauspieler eigentlich geben sollte, kommt so ein Schritt natürlich nicht gut an.

Auch das hat aber jetzt nichts mit den Heiligen drei Königen zu tun - es ist nur noch ein Grund, warum Blackfacing mittlerweile sehr, sehr kritisch gesehen wird, weil es einer Gruppe Schauspielern, die es mit guten Rollen sowieso schwerer haben, Chancen verwehrt. Übrigens genauso wie das genauso lange Jahre übliche Yellowfacing, von dem wir immer wieder hören - denken wir nur an den Aufschrei beim Casting von Scarlett Johansson bei Ghost in the Shell. Da ging es natürlich nicht darum, dass sie sich gelb angemalt hätte, aber darum, dass es dem Original entsprechend eine Rolle für eine Asiatin gewesen wäre - eine Chance für eine Gruppe, die sonst sowieso nur schwer an gute Rollen kommt. Gegenargument wäre natürlich, dass es ohne sie den Film vielleicht gar nicht gegeben hätte … aber gut, das führt zu weit.

TL/DR: Black/Yellowfacing ist vor allem wegen der Stereotypen, die damit transportiert wurden, verpönt - wir haben davon allerdings in unseren Gegend vermutlich wenig mitbekommen, weil wir hierzulande gar nicht so viele Farbige haben. Das heißt nicht zwangsläufig, dass man nur noch zwei Könige durch die Gegend schickt oder Kinder im Fasching nicht als Indianer gehen dürfen - da läuft das alles (meiner Meinung nach) im ständigen Bestreben, niemandem auf die Zehen zu treten, ein wenig aus dem Ruder. Aber man sollte sich natürlich bewusst sein, dass man mit transportieren Stereotypen jemandem leicht auf die Zehen treten kann. Und ja, das Thema ist natürlich noch komplexer und auch aus dem Ruder gelaufen, wenn sowas wie beim Thema-auslösenden Cosplay passiert, aber ich brems mich jetzt mal langsam ein :wink:

Und zum Abschluss noch eine nette Andekdote, die zu dem Stück gehört, wegen dem ich mich damit beschäftigt habe: Wir hatten dann ein Casting und tatsächlich einen interessierten Schauspieler der „passenden“ Hautfarbe da. Mein musikalischer Leiter und ich haben im verzweifelten Versuch, ja nicht rassistisch zu sein, einen echten Eiertanz aufgeführt, um in ja kein Fettnäpfchen zu treten. Das fand er so lustig, dass wir alle wunderbar gelacht haben - der Beginn einer netten Freundschaft. Manchmal sollte man halt doch einfach ein Problem einfach ansprechen …

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Dann sollte das aber bei nem Cosplayer auch egal sein - da wird ja ein fiktiver Charakter originalgetreu nachgestellt - also kein Stereotyp.

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Das sehe ich auch so (zumindest aus der Ferne, weil ich den Charakter einfach nicht kenne). Und das ist ja auch das Argument von all jenen, die sagen, dass das Cosplay eigentlich zugelassen werden sollte. Aber wie gesagt, da ist das Thema leider sehr aus dem Ruder gelaufen, dass mittlerweile einfach „anmalen“ an sich schon schlecht dasteht. Schwieriges Thema für jeden Veranstalter.

Mir ging’s jetzt nur mal darum, den Kontext herzustellen, warum Blackfacing kritisch gesehen werden sollte. Aber kritisch heißt für mich halt auch nicht „in jedem Fall verboten“

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Ja bin ich voll bei dir!

ad „als indianer verkleiden“ ist leider keineswegs unproblematisch; zumindest in the us-of-a, wo sich chris hemsworth dafür entschuldigte auf einer lone ranger-theme-party als indianer verkleidet gewesen zu sein.

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hast du die etwa nicht? :rofl:

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