Keine Sorge, ich werde das jetzt nicht jedesmal hier posten, wenn es passiert. Dieses Topic soll ja eher eine positive Abschiedsmöglichkeit für bekannte Persönlichkeiten sein. Aber es macht mich grad wieder mal sehr wütend und traurig, dass wir grad mal die ersten beiden Wochen des Jahres hinter uns haben, und in Österreich bereits zwei Frauen von ihren sogenannten „Liebhabern“/„Partnern“ ermordet wurden. Es ist so, so schlimm, dass der gefährlichste Platz für eine Frau eine intime Beziehung zu einem Mann ist.
Hier auch noch ein paar wichtige Telefonnummern und Anlaufstellen, wo man sich melden kann, wenn man von Gewalt betroffen ist oder Probleme damit hat, sich selbst zu regulieren. Bitte thematisierts das manchmal mit euren männlichen Freunden und Verwandten. Danke. https://www.gewaltinfo.at/
Finde ich super und finde es eigentlich erschreckend, dass das entweder hingenommen oder morbid fasziniert behandelt wird. Das passiert so häufig, das da irgendwas strukturell nicht in Ordnung sein muss. Ich kann aber nicht benennen was und was passieren muss, dass man gesellschaftlich gefühlt nicht mehr in der reaktiven Position ist.
Sorry, @Ifrit, aber da musst du durch.
Sämtliche Femizide aus dem letzten Jahr wurden von (Ex-)Partnern oder Familienmitgliedern begangen. Du kannst das hier genau nachlesen (und auch die Jahre davor). Es besteht so gut wie immer eine intime Beziehung.
Also ja, Frauen sind in der Nacht alleine am Heimweg statistisch gesehen sicherer, als wenn sie in heterosexuellen Beziehungen sind oder waren.
Solange sich das nicht ändert, müssen Männer nun mal damit leben, dass Frauen potenziell Angst vor ihnen haben könnten. Das ist eh eine eher geringe Bürde, wenn man bedenkt, dass Frauen damit Leben müssen, dass Männer sie potenziell stalken, ihnen diverse Gewalt antun, oder sie töten.
Aber das ist ja nicht verallgemeinert sondern statisch gesehen, ist dass die gefährlichste (Lebens-) Situation für Frauen.
Ist ja das selbe wenn man sagen würden die meisten Unfälle passieren im Haushalt und dann sagt jemand „aber ich möchte nicht das mein Haushalt in den selben Topf geworfen wird.“
Niemand stellt hier alle Männer unter Generalverdacht.
Wirklich erschütternt und furchtbar was Femizide in Österreich betrifft…
Lieber Ifrit! Du weißt dass ich deine Meinung sehr sehr wertschätze, aber warst du nicht einer der in der Waffenbesitzdiskussion nicht auch jeden Waffenfan als potentiellen Mörder gesehen hast?
Aber bitte , kann man diese Diskussion nicht in ein einem anderen Thread fortsetzen?
Stimmt alles. Aber es kommt wie so oft aufs wording an. Und nichts gegen Ella, aber so wie sie es geschrieben hat klang es, als wäre eine Beziehung schlimmer als ein Leben unter den Taliban - zwischen „ist“ und „kann sein“ sind halt ein paar Welten. Nicht jede Beziehung endet auf diese Art. Kede die so endet ist eine zu viel, das steht ausser Frage.
Damit will ich nicht die Statistik widerlegen, um die geht es mir da nicht. Das wär ja auch widersinnig dagegen argumentieren zu wollen.
Ich seh hier nicht das Problem beim Wording, denn statistisch gesehen ist das eben der gefährlichste „Ort“ für eine Frau in Österreich. Er „kann“ es nicht sein, er ist es leider.
Ich versteh wirklich nicht warum ihr euch direkt so angegriffen fühlt. Niemand sagt, dass alle Männer oder ihr Mörder oder Gewalttäter seid.
Vielleicht einfach den eigenen Unmut lieber darauf richten, dass Femizide in Österreich so häufig vorkommen anstatt sich direkt persönlich angegriffen zu fühlen nur weil die Täter auch Männer sind und das thematisiert werden muss.
Sorry aber diese Art der „Reaktion“ auf solche Meldungen ist leider auch Teil des Problems.
Und wenn Frauen nun mal sehr oft bereits Erfahrungen mit Gewalt in Beziehungen (egal jetzt in welcher Form) erfahren haben, dann ist das find ich auch durchaus ein guter Grund dass es eben zu solcher Angst kommen kann. Das muss dir und mir jetzt nicht schmecken aber beurteilen kannst es weder du noch ich.
Und ja, ich kann der liebevollste Mensch der Welt sein, aber wenn eine Frau Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht hat, dann kann sie dennoch potenziell Angst vor mir haben. Denn ich würde davon ausgehen, dass die seltensten Beziehungen mit Gewalt starten, sondern sich über Zeit in eine negative Richtung entwickeln.
Es tut mir leid, dass dieses Topic jetzt mit einer Diskussion gefüllt wird. Vielleicht mag ein Admin alles nach meinem ersten Kommentar ins Gender oder MeToo Topic verschieben?
Aber wie viele Frauen kennst du, die solche Erfahrungen haben, und wieviele kennst die das nicht haben?
Ich gehe jetzt von meinem Verwandten und Bekannten und Freundeskreis aus. Ich kenne keine Person, egal ob m oder w, die Gewalterfahrung hat. Streiterein natürlich. Betrug, selbstverständlich, aber Gewalt nein.
Anzunehmen dass eine mögliche Statistik über glückliche Beziehungen aussagen würde, dass die Beziehung der sicherste Ort ist.
Dass kann ich dir so nicht beantworten weil ich es bei vielen Bekannten von mir schlichtweg nicht weiß. Ist halt auch ein Thema was nicht so schnell aufkommt, wenn man nicht sehr gut befreundet ist.
Fakt ist, das Gewalt oder Übergriffe von Männern gegenüber Frauen keine Seltenheit sind, sondern ganz im Gegenteil die meisten Frauen bereits diesbezüglich Erfahrungen gemacht haben. Und das anscheinend viele Männer (natürlich nicht alle!) Beziehungen mit Besitz gleichsetzen bzw. verwechseln und hier ein katastrophales Verständnis von was „normal“ ist und was nicht, haben.
Naja klar kommt es immer auf die Fragestellung an. Aber in diesem Fall gehts ja konkret darum, wo Frauen am öfteren Gewalt erfahren bzw. durch wen diese Umsleben kommen.