Jetzt verstehe ich auch, warum Geschlechtsteilanpassungen funktionieren können. Und wie es möglich ist als „Zwitter“ auf die Welt zu kommen.
Zwitter is ein veralteter name.
Korrekt heisst es „intergeschlechtlich“ oder „Varianz der Geschlechtsentwicklung“
In Bezug auf Menschen mag es veraltet sein, aber wie immer kommt es auf die Verwendung des Wortes an: in der Biologie ist es immer noch üblich (Zwittrigkeit oder Hermaphroditismus)
Wie stehe Trans-Menschen zu leute mit Autismus ich habe mal gerüchtet gehört auf instragramm das sie leute mit autismus nicht so mögen
da ich selber eine trans person im Autismus Spektrum bin: die Schnittmenge zwischen personen die Tranident sind, und derer, die nicht neurotypisch sind, ist sehr groß…
Vor ein paar Jahren hat der OGH festgestellt, dass Transmänner aufgrund des Stichtagsprinzip den Pensionsantritt von biologischen Männern haben. Wodurch sie später in Pension gehen müssen
Momentan gibt es aufgrund dieser Entscheidung
in bestimmten Kreisen gerade den Trend, sich plötzlich als „Frau zu fühlen“, um früher in Pension zu gehen. Das natürlich unterstützt mit einem Gutachten, weshalb zwar jeder weiß, dass es sich um krassen Rechtsmissbrauch handelt, aber niemand so richtig was dagegen machen kann.
Gestern hatte ich das „Vergnügen“ gegenüber von so einer Dame zu sitzen. Fand ich gar nicht cool, weil da gerade eine Mauer eingerissen wird, die im schlimmsten Fall das ganze Haus zum Einstürzen bringt und das in den bestimmten Kreise auch ganz bewusst so gemacht wird. Praktisch: „Ich bringe den absurden Genderwahn zu Fall und geh damit nebenbei früher in Pension… win-win sozusagen.“
Halt auch wieder so ein kniffliger Fall, der keiner mehr wäre, wenn wir alle Geschlechter gleich behandeln würden (was im Fall der Pensionen ja eh langsam kommt). Und ich meine, es ist eine Sache, wenn man so leben möchte, wie man fühlt, und eine andere, wenn man es wegen eines Vorteils macht. Davon halte ich eigentlich gar nichts …
Aber in diesem Sinne: Hat das gleiche eigentlich schon irgendwer in Richtung Wehrpflicht probiert? Weil das könnte man ja auch dadurch ziemlich gut unterlaufen …
Das ist mir nicht bekannt, bis gestern wusste ich auch nichts von der oben genannten judikaturlinie, da die Wehrpflicht aber auf das männliche Geschlecht beschränkt ist, müsste es analog dazu gehen.
Puuh… hartes thema. Ich bin generell dafür, diese art von ungleichheit sukzessive aufzuheben und die altersgruppen für den Pensionsantritt anzugleichen.
Dafür halt auch dinge wie Carearbeit 1:1 den Arbeitszeiten gegenüberstellen, was die Pension betrifft.
Und: eine transition is ned günstig
Die meisten Logopäd:innen haben keinen Kassenvertrag oder sind nur schwer zu bekommen, Laserepilation oder Nadelepilation kostet eine Lawine, wenn ma für die geschlechtsangleichende OP die besten ärztinnen oder ärzte will, darf ma mal selber 20.000 hinlegen - ohne Krankenhaus und Reisekosten…
und der Kleiderschrank gehört ja auch neu aufgefüllt (this is a neverending story)
Personen mit der Diagnose F64.0 nach ICD10 (Transsexualismus… gott, wie ich dieses wort hasse) bzt. HA60 nach ICD11 (Geschlechtsinkongruenz) sind von der Wehrpflicht befreit.
Die wird ja nicht angestrebt. Eine Personenstandsänderung und das war’s.
für die Personenstandsänderung brauchst du aber auch eine psychotherapeutischee, Psychiatrische oder Klinisch-Psychologische Stellungnahme… wenn da wer das system ausdribbelt okay… gibt auch Menschen die ADHS vorgaukeln um an Ritalin zu kommen…
und tbh, wenn ich danach mein Leben lang in allen öffentlichen Räumen mich erklären muss, warum ich als Maskulin gelesener Mensch einen weiblich konnotierten Namen und Geschlechtseintrag habe, dann hat die Person genug zu tun… das dauert fix länger auf die lebenszeit gerechnet, als ein halbes Jahr Bundesheer oder den Bonus bei der Pension…
Naja, gerade beim Heer kannst du dann nach Ablauf der Fristen wohl wieder zurück (und die Richtung sollte dann ja noch leichter gehen - weil auf dem Weg zur „trans Frau“ (in dem Fall bewusst in Anführungszeichen) musst du erstmal einen passenden Sachverständigen finden, der das unterschreibt, aber zurück zum cis Mann sollte das ja jeder können, wenn man es wirklich nur gegen das System gemacht hat …), aber ja. Einigen wir uns darauf, dass das vermutlich wenn dann maximal von einer winzigen Gruppe an Leuten wirklich gemacht werden würde. Bei den Pensionen ist der Nutzen eh schon bald vorbei.
Meine Sorge ist da eher, dass genau diese wenigen Fälle dann wieder Leute gegen etwas aufhetzen, was eigentlich gut ist. Dass man Menschen, die sich einem anderen Geschlecht zugehörig fühlen, möglichst wenige Steine in den Weg legt (der Schritt ist ja schon so schwer genug), ist ja eigentlich eine positive Entwicklung. Aber es reichen vermutlich einzelne Menschen, die das nutzen, um das System zu hacken, um die Rufe nach „viel zu einfach“ noch mehr nach vorne zu bringen. Ich erinnere widerwillig an die ganze „da ändert ein Mann sein Geschlecht und geht dann zu den Frauen in die Umkleidekabine“-Geschichte. Keine Ahnung, OB es da Fälle gab, und wenn, dann vermutlich nicht viele, aber allein die Möglichkeit bringt Leute auf die Barrikaden, die davon nichtmal betroffen sind …
Und ja, der beste Schritt ist natürlich (okay, außer bei den Umkleidekabinen) eine totale Gleichstellung. Bei den Pensionen sind wir auf dem Weg, mögen wir irgendwann weit genug sein, die Wehrpflicht für alle Geschlechter abzuschaffen und auch sonst alle Ungerechtigkeiten auszuräumen …
Ja, diese sorge dass das system ausgenutzt wird, und das ganze dann gerade von rechts aussen instrumentalisiert wird, die teile ich vollkommen.
Und bezüglich Umkleidekabinen: ich weiß nicht, wie viele von euch mich persönlich kennen… aber in welche Umkleidekabine sollte ich eurer meinung nach gehen? ich bin eine Frau, mit einer anatomischen Abweichung… Behinderten-Umkleide obwohl ich keine Behinderung habe?
in die Männer-Umkleide und mich dort möglicher Belästigung aussetzen oder in die Frauen-Umkleidekabine, um dort vllt schief angeschaut zu werden?
Es gibt so viele Hürden im Leben, an die endo-cis-Menschen nicht denken, die aber für mich oft sehr stigmatisierend sind.
und: die meisten Umkleiden haben einzelkabinen - mir wärs egal, wenn die auch Genderneutral wären
Ganz ehrlich - ich bin eindeutig cis Mann und bevorzuge trotzdem Einzelkabinen. Und zumindest ein wenig versteh ich das Problem, seit ich letztens mit Frau und Tochter beim Schwimmkurs war. Sie hat sich für die Umkleide beim Sportbecken entschieden statt beim Fun-Bereich (der ist sowieso gemischt, zum Umziehen gibt’s Einzelkabinen, was aber nicht alle nutzen). Der Unterschied? Beim Sportbecken sind die einzelnen Gänge mit den Spinden noch zusätzlich durch Türen abgegrenzt, weil bei Schulbetrieb (und ausdrücklich nur dann!) die einzelnen Gänge geschlechtergetrennt genutzt werden. Meine Frau hat - weil’s eh wurscht war - einen weiblich markierten Gang genutzt. Ich hab trotzdem so viele blöde Blicke und auch einzelne Kommentare kassiert, was ich hier will, weil die Leute halt nur das Zeichen für weiblich sehen, nicht aber lesen, dass drunter steht, dass es eben nur für Schulen gilt. Auf den Hinweis kam dann meistens ein „ah so? Okay, kann sein. Trotzdem“.
Nicht zu vergleich mit deiner Situation, weil ich es noch umgehen und auch nach den Schul-Regeln vorgehen hätte können, dann hätte ich wenigstens einen Bereich „für mich und meinesgleichen“ gehabt. Aber ein wenig versteh ich das dadurch dann doch auch, wie man sich gleichzeitig richtig und falsch fühlen kann …
Ich war als cis Mann auch schon oft auf den Frauen-Toiletten, weil ich das Baby wickeln musste und es leider auf den Männer-Toiletten keine Wickelmöglichkeit gab - big fail btw!
Wohl hab ich mich dabei nie gefühlt, es kommt mir dann immer so vor, als würde ich da wo eindringen, wo ich nicht hingehöre. Ich hab aber niemals auch nur irgendeinen blöden Kommentar bekommen.
Andersrum, das hatte ich schon öfters: Wenn ich in den Männer-Toiletten am Pissoir stehe und dann eine Putzfrau reinkommt und quasi hinter mir ihre Arbeit macht, dann stört mich das auch nicht.
Genausowenig wie ich kein Problem damit habe, wenn Frauen die Männer-Toiletten verwenden, weil z.B. bei den Frauen schon zig angestellt sind und sich ein Stau bildet.
Solang man dann in so Situationen nicht mit Smartphones rumfuchtelt, damit nicht der Eindruck entsteht, ob diese Person vl. nicht doch filmt, sollte es kein Problem sein, wer auf welche Toilette aus welchen Gründen auch immer geht.
Ich geh in die frauenabteilung. Habe jedes Mal Angst jemand könnte sich aufregen….
(Fitnessstudio)
Männerabteilung würde gar nicht gehen, deshalb war ich auch früher (vor meiner Transition) nicht im Fitnessstudio - hab mich da nie wohl gefühlt
Ich gehe aufs Männerklo wenn’s Frauenklo überfüllt ist. Noch (vor meiner op) geht das ja noch… aber nur in die einzelkabinen