Dispatch

Danke für den fantastischen langen Kommentar.

Ich denke, das ist relativ leicht zu beantworten: Recherche, was tatsächlich abgelaufen ist, kostet Zeit, Geld und interessiert letztendlich die wenigsten. Zensurgekreische und Empörungsgeschreibsel mit klarem übermächtigem Feind, der kleine arme Entwickler schickaniert, DAS bringt Klicks und letztendlich Werbegeld. Leider.

Ich schließe mich der Meinung an, dass die Dispatch-Entwickler wohl die günstigste Variante einer Globalzertifizierung gewählt haben, möglicherweise die Folgen falsch eingeschätzt, aber es auf jeden Fall kommunkativ verkackt haben.

Ich wollte den Titel für die Switch 2 kaufen, werde jetzt aber abwarten, bis zu irgendeinem Sale, oder bis er Teil von PlayStaton Plus, oder Game Pass ist.

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Same! Und super Posts von euch dreien vor mir!

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der transparenzhalber möchte ich eine alternative ansicht auf die dinge bekanntgeben. hatte unlängst eine recht hitzige diskussion diesbezüglich auf reddit und ich halte sie für recht unwahrscheinlich:

  • schuld ist nintendo
  • die haben willkürlich adhoc die freigabe für das spiel verwehrt (also nicht nur in jap, sondern auch überall anders).
  • und adhoc ist jetzt vollkommen perplex und hat halt weltweit das spiel zensiert.

warum ich das für eine unwahrscheinliche theorie halte:

  • es gibt genügend schmuddel- und ab-18-spiele im eshop, die a) freigegeben und b) ungeschnitten sind. diese hatten alle in westlichen eshops keine probleme.
  • warum sollte nintendo, eine profit-orientierte organisation einen titel den release vergrämen, wo dieses spiel doch ein hit mit ansage war (erinnert euch: 1mio verkäufe innerhalb von 10 tagen auf steam)?

ich bin hier ein anhänger von ockhams rasiermesser. die einfachste theorie ist, dass adhoc den publishing-prozess bei nintendo verkackt hat.

„Nintendo ist böse“ kommt halt besser an, als „kleiner Entwickler verkackt globalen Publishing-Prozess UND die Kommunikation dazu“.

Es wirkt ja so, als ob man bei adhoc über den negativen Backlash überrascht gewesen wäre. Gott bewahre, wer kann auch auf die Idee kommen, dass 2026 Leute die Versionen vergleichen und sich darüber im Internet unterhalten.

Die Brille merkt man da imo schon. Dem Dev einfach gar nicht glauben und Nintendo zu 100%, is schon deutlich. :wink:

Die Wahrheit wird halt irgendwo dazwischen liegen und es müssen sich in dem Fall beide Seiten einiges vorwerfen lassen.

Die Devs/der Publisher das es nicht rechtzeitig deutlich kommuniziert wurde und dadurch Kunden negativ überrascht wurden.

Aber genauso Nintendo das der Prozess unterschiedliche Versionen weltweit auszuliefern so kompliziert und kostspielig bei ihnen ist und auch das sie bei der Rückgabe von Spielen - selbst bei solchen Sonderfällen - so extrem stur sind und genau gar nichts zulassen. Wo jeder andere Plattformbetreiber mittlerweile angemessene Reaktionen und Regeln hat.

Weil der 1. Zeit braucht und 2. tot ist. Die meisten Outlets haben nichtmal mehr genügend Personal die Flut an Pressemitteilungen angemessen aufzubereiten. Investigativer Journalismus ist nochmal deutlich aufwändiger, komplexer und benötigt auch Zeit. Zeit die bei dem Thema damals noch nicht verstrichen war und auch keiner hatte. Und die Wahrheit bei sowas braucht oft Wochen/Monate/Jahre um ans Licht zu kommen.

Im Games Bereich gibts da ja so gut wie nur mehr Jason Schreier und der muss sowas als Buch veröffentlichen damit es sich überhaupt noch finanziert.

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Aber das ist ja wieder mehr Spekulation oder? Ich meine, am Ende entscheidet ja dein Code wie flexibel er ist um bis auf eine Stelle zwei verschiedene Bundles zur Distribution erstellen zu können und ggf. eine extra Gebühr (was wieder Spekulation) ist, damit Nintendo diese in den Store lässt. Und da wie schon gesagt: die kann gar nicht so groß sein, dass ein Spiel mit der Reichweite es sich nicht leisten kann. Vor allem läuft es ja in der Regel eher so ab, dass man je Kauf vor allem Geld an die Storebetreiber abdrückt und nicht im Vorhinein schon eine große Zahl. Sonst gäbe es ja auch keine Massen an Käse-Sachen im eShop.

Aber gerne korrigieren. :blush:

Also das sie aus Kulanz nichts rückerstatten nur wegen der fehlenden Einstellung, ist ja jetzt nicht wirklich überraschend. Glaube das macht kein Sony und auch kein MS. Warum auch, wäre ja ein wenig übertrieben. Ich meine, ich habe bei Sony schon mal ein Spiel zurückgeben wollen weil die PS5-Version sich nicht mit der PS4-Version kombinieren lies online obwohl im PSN kein Hinweis darauf bestand, eher im Gegenteil. Wollte ja sogar einfach die PS4-Version dafür kaufen. Hat keinen interessiert, weil ihr Widerrufsrecht besagt, startest du den Download, hast du Pech, egal was ist. Konami als Publisher war das übrigens auch egal. Gab da auch keine Kulanz in irgendeiner Form. Und ich hatte das Spiel eben wegen dem Online-Modus gekauft und das so erklärt.

Glaube da müsste man eher darauf pochen, dass die EU hier nachzieht und Sachen verlangt, wie zB die 2 (?) Stunden wie bei Steam.

Ja, leider auch viel wahr. Aber es gibt trotzdem nochmal einen Unterschied zwischen „Ich habe keine Ressourcen und verbreite das jetzt einfach auch“ und „Ich habe keine Ressourcen, lasst das aber mal eher vorsichtig angehen und wenigstens mal 20 Minuten checken, ob die Quellen wenigstens Quellen haben“. Weißt du was ich meine? Und mir geht es hier nicht um die Ein-Mann-News-Seiten. Und ich weiß, Klicks machen und so, aber am Ende schafft man sich damit nur selbst ab.

Nein, dazu gibts genug dev Berichte (oft durch die Blume oder durch Insider, weil sichs halt keiner mit Nintendo verscherzen will).
Es wurde besser, weil zu 3DS/Wii U Zeiten waren sie richtig schlimm, sind aber immer noch die schlimmsten von den 3 Konsolen Herstellern auf dem Gebiet.

Nope ist es nicht. Der zertifizierungsprozess kostet Geld, je mehr Versionen, desto mehr Versionen müssen durch die Zertifizierung. Je komplexer das Spiel desto mehr kann beanstandet werden. Weswegen diese Rotz Games die den Store fluten oft schneller durchkommen, weil die alles copy/paste Bullshit sind wo nur Assetts getauscht werden.

Am PC ja, nicht auf den Konsolen. Da zahlt man ja auch schon für ein Dev Kit.

Haben bei Cyberpunk beide gemacht und wenn man Spiele vor Release und ungespielt zurück geben will kommen sie einem auch meist entgegen.

Nintendo hier eben nicht.

Da geht es halt um deutlich mehr, das komplette Spiel ist verändert und massiv zensiert bis zur unerkenntlichkeit. Das ist einfach nicht das selbe Spiel wie auf Steam/PS5. Und da das so nicht beworben wurde, zählt das unter irreführende Werbung und sollte zurück gegeben werden können. Zumindest wenn man es nicht gespielt hat (was sich ja leicht verifizieren lässt) und es zeitgerecht meldet.

Dein Beispiel ist da ja doch nochmal anders, wenn natürlich auch ungut und gehört genauso eine Möglichkeit her zum zurück geben.

Oder man kann sich als Konsument beschweren, weil es ungute Geschäftspraktiken sind. Brauchts ja auch damit sowas wie die EU da überhaupt drauf kommt. :wink:

Selbst die großen Outlets sind mittlerweile quasi 1 Mann News Seiten. Die meisten davon lesen quasi nur mehr Pressemitteilungen vor.

Und zu dem Zeitpunkt wo die News rauskam war es halt auch wichtig potentiell Kunden vor einem kaputten Produkt zu warnen.

Das alle die Klicks brauchen um halbwegs überleben zu können kommt halt noch dazu. Wer wartet verliert die Klicks und verliert dadurch noch mehr. Ist halt die „tolle“ Zeit in der wir leben und trifft ja auch deutlich wichtigere Bereiche als nur Videospiele.

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