Die Geschichte eines aufstrebenden Hobby Musik-Produzenten

Falls ihr es noch nicht wisst, dann würde ich euch gerne jetzt mitteilen, was sich in meinem Leben alles tut.

Seit etwas mehr als einem Jahr beschäftige ich mich intensiv mit Beatmaking und Musik Produktion. Ich bin natürlich immer noch Anfänger, aber ich lerne viel und schnell.

Das Ganze ist ein wunderschönes Hobby und soll es auch bleiben. Ich strebe in keinster Weise an, jemals in irgendeiner Form mit Musik Geld zu verdienen.

Aber, wie ihr wisst, ist der Applaus das Brot des Künstlers und so bin ich über jeden einzelnen Hörer froh. Ich frage daher in die Runde: Wärt ihr daran interessiert, an dieser Stelle hin und wieder einen meiner Songs vorzufinden und mir im Optimalfall auch etwas Feedback zu geben?

Ich würde mich sehr darüber freuen. Denn wenn es auch noch so schön und aufbauend ist, sich mit Musik und Komposition auseinanderzusetzen, die Sache verliert doch etwas an Gewicht, wenn es so gut wie Niemanden gibt, der sich die Songs dann auch anhört.

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mich hat selber dieses jahr die idee gepackt ein bisserl in ableton live rumzuspielen. hab vor vielen jahren mal mit der software rumgespielt, als eine meiner lieblingskünstler zu der zeit seine lieder ‚zum remixen‘ an die community im format dieses programmes freigegeben hat.
komme nur leider neben family, arbeit, uni genau 0 dazu im moment. würd mich aber interessieren in welche richtung es dich musikalisch verschlägt bzw wie du dich mit deinem setup zurecht findest.

Ich gebe dir gerne Feedback. Habe mich selbst ca. 8 Jahre mit Musik beschäftigt (DJ-ing im Elektronikbereich), wobei mir sozusagen „der ganze große Durchbruch“ nicht gelungen ist. Ein paar mal im Cembran Keller, Fly bzw. Highlight am „Muthaland“ in Linz aufgelegt und das wars.

Aber meine ca. 1000 Vinyls habe ich noch immer zu Hause und meine Technics 1210, Mischpult etc.! Ab und an drehen sich die Platten noch…

Von mir kannst auf jeden Fall schonungslose (konstruktive) Kritik erwarten und wer weiß „du planst es nicht, damit Geld zu verdienen!“ - aber eh schon wissen - alles außerhalb des Plans = Leben!

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Alleine die erste Folge… Queen Fan und Daft Punk verliebt :grin::grin::grin::smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts::smiling_face_with_three_hearts:

Ich möchte mich zunächst für euer für mich durchaus sehr erfreuliches Feedback bedanken! Freut mich wirklich außerordentlich, dass mein Anliegen auf Resonanz stößt.

Ich erbitte ausdrücklich ehrliche Kritik, aber bitte, geht nicht allzu hart mit mir ins Gericht - ich weiß, dass ich noch blutiger Laie und weit entfernt von perfekt bin.

Zu Beginn möchte ich euch einen Instrumental-Beat vorstellen. Er ist für lange, besinnliche und trübe Winterabende gedacht und soll ein klein wenig zum Nachdenken einladen:

Es gehört sowieso viel mehr Musik gemacht. Und geschmust, aber das ist eine andere Geschichte.

Ich selbst hab zufälligerweise auch gerade erst wieder damit angefangen. Also mit dem Musikmachen. Elektronische Bumm-Tschack Musik (EBTM quasi).

Zum gegenständlichen Track: Der ist für ein Anfängerwerk schon ordentlich. Melodisch find ich ihn sogar schön. Keine Ahnung ob‘s Absicht ist, aber dass das Piano off-tune ist, find ich super.
Wo‘s für mich hakt, ist der Beat, der nicht im Takt ist. Vielleicht sind die Schläge nicht richtig gesetzt oder die Samples nicht anständig geschnitten.

Über Dynamik, Mix und Mastering müsste man ein eigenes Fass aufmachen.

Das führt mich zu allerhand Fragen: Wie produzierst du? Mit Hardware oder mit einer DAW? Sind die Melodien selbst eingespielt?

Also meine ehrlich Kritik - es schmerzt, wirklich.

Teilweise - ich weiß nicht, an was es liegt, hört es sich an, als würde das Ganze „eiern“. Und wie Clemgab richtig sagt, es ist viel total aus dem Takt, besonders der Beat. Ich höre es jetzt nur via Laptop und gerade da hört man schlechte Übergänge ganz besonders.

Für mich liegen die unterschiedlichen Melodien, Samples auch von der Lautstärke viel zu weit beieinander, es kommt mir so vor als würde mich das, obwohl es eher ruhig sein sollte, alles anschreien und sich mir ins Hirn bohren.

Die einzelnen Übergänge sind zu abgehakt, dazu hast du einen Sample drinnen, der sich durch das gesamte Lied zieht, der sich aber wirklich auch so anhört, als würde er nach 45 sec. aufhören und dann wieder reingeschnitten werden.

Ich frage mich auch mit was du das produzierst - schon mal was mit KORG versucht?

Hallo, ihr beiden!

Ich freue mich total über euer doch sehr ausführliches Feedback, das möchte ich gleich mal voran stellen :wink:

Dass der Beat aus dem Takt ist, ist mir natürlich passiert und war nicht so geplant. Das ist wohl auf meine Unerfahrenheit zurück zu führen und sollte sich mit der Zeit bessern.

Das „Eiern“ war im Grunde geplant, indem ich beim Mixing einen Wobble-Effekt über das Piano und die Strings gelegt habe. Meiner Meinung nach unterstreicht das die Atmosphäre des Songs. Aber selbstverständlich kann ich damit auch gründlich falsch liegen.

Ich spiele Teile meiner Kompositionen selbst ein und zum anderen Teil bediene ich mich an Samples und Loops von sounds.com

So habe ich etwa den Piano Loop und die Vocals von der Seite gekauft und den Rest mit einer Maschine Mikro MK3 selbst eingespielt. Das mache ich in der Maschine Software, von wo auch ich die Teilstücke als Audio-Dateien exportiere.

Arrangieren, sowie mixen und mastern mache ich dann in Cubase Elements 10.5

Ich finde diese beiden Arbeitsschritte auch höchst interessant und ich arbeite mich sukzessive in die Materie ein, weiss aber auch, dass man sowohl Mixing als auch Mastering nur über die Jahre hinweg und mit viel praktischer Übung verinnerlichen kann.

Es passt, wenns dir gefällt. Mir taugt das Eiern zB - ich hätte es vlt. subtiler eingesetzt, aber von der Idee her funktionierts.

Beats basteln ist wieder was anderes - die sollten ordentlich quantisiert sein - das kann die Maschine aber bestimmt.

Auch sonst bist du Hard- und Software-technisch eh gut aufgestellt. Jetzt gilt es das Material halt zu beherrschen.

Ich empfehle viel Energie in das Erlernen des Mixing und möglichst wenig ins Mastering zu verwenden. Ohne gescheite Abmische bekommt auch der sensationellste Toningenieur nix anständiges gemastert. Und das Mastern kann man mittlerweile auch recht gut und günstig outsourcen - außer du verschreibst dich dem audiophilsten und höchstaufgelösten Hörgenuss.

Last not least: im momentanen Stadium lernst wahrscheinlich am meisten, wenn du einfach machst.

Das stimmt, ich hab momentan noch meine Probleme mit Subitlität :wink:

Hab im Internet auch schon mitbekommen, dass es ein beliebter Anfängerfehler ist, alles zu übertreiben.

Quantisieren tu ich eigentlich alles in der Maschine Software. Trotzdem scheint sich das Fehlerteufelchen eingeschlichen zu haben…Naja, ich versuche, es beim nächsten Mal besser zu machen.

Mixing ist eine Materie, die mich unheimlich fasziniert und mit der ich mich wirklich gerne beschäftige. Ich käme nicht auf die Idee, da irgendwie was auszlagern, weil ich das Ganze selbst erlernen möchte. Wie gesagt, geht es mir nicht darum, meine Musik kommerziell zu vermarkten, sondern einfach Spaß an deren Erstellung zu haben.

Und ja, nur durch Übung lernt man, klarer Fall. Aber ich verbringe viel Zeit mit Musik und es macht mir unglaublich viel Spaß. Die kommenden Jahre werden auf jeden Fall sehr spannend und ich hoffe, mit der Zeit immer besser zu werden.

Wenn ich Menschen wie euch finde, die mir konstruktives Feedback geben und mit denen ich mich austauschen kann, freue ich mich und weiß, dass mir das auf meinen Weg auf jeden Fall weiterhelfen wird.

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das szenario erwischt du IMO ganz gut!
in summe find ichs aber auch ein klein bissi zu unharmonisch a vor allem das eiernde piano und den irgendwie etwas abgehackten beat.
klingt etwas unfertig - aber hey, für den „ersten versuch“: hut ab! hab irgendwann auch mal mit ner software herumgespielt - aber mir haben da einfach die ideen gefehlt. insofern find ich deinen track schon mal respektabel!

bin gespannt auf deinen nächsten „release“!

Auch noch mal großen Dank für dein Feedback, godzella!

Ich habs ganz offensichtlich wirklich übertrieben mit dem Wobble-Effekt :wink:

Aber ich gelobe Besserung! Gerne kann ich auch mal einen „fertigen Song“ von mir online stellen. Also komplett mit Text und Gesang. Da es aber mit meinen Sangeskünsten nicht besonders weit her ist, hab ich einen Freund um Mithilfe gebeten.

Stell ihn dann mal online hier im Forum.

Das ist der Song, von dem ich gesprochen habe:

Er hört auf den Titel „Gefroren und heiß“. Musik und Text stammen von mir, eingesungen hat ihn wie bereits erwähnt ein Freund von mir.

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Also der Sound klingt sehr gut - die hohen Töne würde ich nur etwas zurückschrauben, schöner „Durchstart“ bei ca. 3min. 20 bzw. das folgende Break. Die Stimme finde ich persönliche total unpassend, aber das ist sicherlich so gedacht und trifft halt nicht meinen persönlichen Geschmack.

Die E-Gitarre bei 4 min. 10 ist auch sehr hoch angesetzt. Generell aber guter Text, der wohl mit einer entspannenden Frauenstimme doch entspannender wäre - die letzten 10 sec. fand ich auch unpassend vom Sound her - praktisch der Ausklang.

Aber vom Grundkonzept recht fein!

Ganz ehrlich, gedacht war es eigentlich nicht so. Im Grunde habe ich lediglich auf jemanden zurück gegriffen, der in einer Hardrock-Band singt und mit dem ich befreundet bin. Unpassend finde ich es jetzt nicht direkt, aber klar - nicht die allerbeste Wahl. Womit ich jedoch nicht die durchaus vorhandenen Sangeskünste meines Freundes schmälern will.

Alternativ dazu habe ich schon ein paar Mal versucht, meine Texte selbst einzusingen. Da stoße ich aber wirklich schnell an meine Grenzen, so ehrlich muss ich mir selbst gegenüber sein. Ich kann gerne mal einen Song posten, in dem ich singe - das klingt einfach nicht besonders gut… :wink:

Und ja, du hast Recht: Mit dem Outro bin ich auch nicht zufrieden. Ich habs aber in Ermangelung einer besseren Idee so gelassen. Einfach ausfaden wollte ich nicht, das war mir irgendwie zu „billig“. Aber das ist derzeit auch ein großes Manko von mir: Dass ich mich mit Sachen zufrieden gebe, mit denen ich im Grunde gar nicht zufrieden bin. Da muss ich auf jeden Fall auch noch dran arbeiten.

Auf alle Fälle - herzlichen Dank für dein Feedback! Freut mich sehr und hilft mir definitv weiter!

Outro ist aber sicherlich auch sehr herausfordernd UND gute Sänger zu finden (vielleicht noch gratis), ist noch viel fordernder, aber hey - wenns leicht wäre, dann könnte es jeder! :slight_smile:

Der Jahreszeit entsprechend, habe ich mir erlaubt, einen kleinen Weihnachtssong zu schreiben.

Eingesungen habe ich selbst, was sich bisweilen wie eine mittlere Katastrophe anhört. Also bitte nicht die Sangeskünste kritisieren, ich weiss selbst, dass es um die nicht zum Besten bestellt ist.

Ich hoffe, dass euch das Lied trotzdem ein bisschen gefällt.