Das Vertrauen in die Medien

Wäre auch für den ORF gut, seine Wissenschaftssendungen Lizenzfrei allen anbieten zu können.

Ich habe das Video nun nachgeholt.
Wieder sehr gut aufgearbeitet über die Probleme seines Arbeitgeber.

Mehr gute (konstruktive) Nachrichten bitte. :slight_smile:

gibt es eigentlich noch zeitungen, die journalismus betreiben, oder copy-pasted man da nur mehr apa/dpa meldungen?

geht um die meldung, dass das spanische sexualstrafrecht nocheinmal überarbeitet werden muss. der artikel auf orf.at weckte zwar mein interesse, konnte inhaltlich überhaupt nicht überzeugen, weil die aufkommenden juristischen fragen nicht einmal im ansatz versucht wurden zu beantworten.

also im netz gesucht und zwei weitere quellen gefunden, die TT und die deutsche seite merkur.de (kann ich bis dato noch nicht), aber so sehr hier auch ein geographischer bogen gespannt wird von wien, nach tirol und münchen: der inhalt war immer die selbe apa bzw dpa mitteilung. 1:1 im wortlaut und daher (bundes-) landübergreifend „nahrhaft“ wie der sprichwörtliche mcdonalds-fraß.

http://merkur.de/politik/spanien-schreibt-sexualstrafrecht-erneu…

Mal schauen ob es zur ZIB 1 nähere Infos gibt, wenn die Korrespondenten in Madrid oder Barcelona befragt wurden.

Die Nachricht wurde heute um 15 Uhr veröffentlicht. Da kannst du nicht allen Ernstes bereits eine gut aufgearbeitete Reportage erwarten. Sowas braucht schon Zeit und dann findest du entsprechende Artikel auch.
Das im ersten Moment Alle von der APA „abschreiben“ liegt in der Natur der Sache. Die APA ist für sich genommen kein Medium sondern Dienstleister. Es beliefert andere Medien mit Inhalten aller Art. Zum größten Teil aktuelle Ereignisse. Die Medien übernehmen die gekauften Kurznachrichten entweder 1:1 oder überarbeiten diese geringfügig. Entsprechende weiterführende Artikel liegen dann aussethalb des Geschäftes der APA.

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Im Journalismusjob ist es halt leider wie in vielen anderen Jobs auch, dass immer mehr auf Quantität statt Qualität geachtet wird, und immer weniger Leute dieselbe oder mehr Arbeit leisten müssen. Außerdem gehts um die Klicks, und je schneller der Artikel online ist, desto mehr gibt es davon wohl.

Ich bin auch sehr genervt davon. Vor allem dann, wenn ganze Texte direkt von den Quellen übernommen werden, die halt ein Interesse an der Darstellungsweise haben (also PR- und Marketingtexte einfach als journalisitscher Text verwendet werden). Da kann ich auch gleich die APA-Texte lesen. :woman_shrugging:

Aber um aus diesem Teufelskreis rauszukommen, müssten Konsument*innen vielleicht wieder vermehrt für Nachrichten zahlen. Oder es bräuchte eine Kennzeichnungsverpflichtung, was Journalismus und was Copy and Paste ist, oder so. Ich glaub, das ist nicht so eine einfache Sache. :thinking:

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… und nicht erwarten das gut recherchierte Artikel innerhalb von Minuten zur Verfügung stehen.

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Gute Artikel. Deshalb gönne ich mir seit entstehen ein Abo des Republik Magazins.

Hier zum reinschmökern. Folge 1 der Reihe „Do not feed the google“.

Morgen erscheint Folge 9

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natürlich müssen die ansprüche höher sein.

wenn ich in eine apa/dpa meldung die anekdote des 17-fachen vergewaltigers reinpacken kann, dann kann ich auch in aller kürze abhandeln, welches konstrukt im gesetz für diese unglückliche auslegeung verantwortlich ist.

Die Erklärung scheint ziemlich banal, was erst recht die Frage aufkommen lässt, warum das nicht auch in einer Pressemitteilung erwähnt werden konnte?

Ein Blick hinter die Kulissen?

Wie geht das Sprichwort des getroffenen Hundes? :thinking:

Der Exxpress halt. :man_shrugging:

interessantes beispiel für polizei-hörigkeit der medien und wie ein sachverhalt nicht weiter von diesen hinterfragt wird:

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Das ist schlecht. Sehr schlecht.
Wenn die Medien von Axel Springer von ChatGPD bevorzugt werden, dann können sie auch weiterhin die Meinung steuern.

In Polen versucht man die öffentlichen Medien wieder frei von der PiS zu bekommen.

Während man in Polen versucht wieder einen freien Rundfunk einzuführen, wird in der Slowakei der Rundfunk eingestampft, in Italien ist er in Bedrängnis und in Großbritannien wird die BBC privatisiert.

Sieht leider weiterhin nicht gut aus für die Demokratie und die freien Medien in Europa aus. :frowning:

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