Das Plastik-Problem in der Gamingwelt

das thema plastikmüll wird ja immer wieder - zurecht (!) - in die schlagzeilen gespült. in allen bereichen des lebens wird plastik inzwischen nicht mehr angeboten. zb in supermärkten gibt es keine plastiksackerl mehr.

auch beim gaming fallen mir immer wieder fälle auf, wo plastikmüll angehäuft wird. ich finde, hier könnten wir für ein umdenken sorgen, wenn wir die message offen kommunizieren und vlt von den richten menschen (aka entscheidungsträgern) aufgegriffen wird.

mE gibt es da eine schieflage, die ich anhand zweier beispiele aufzeigen möchte.

bsp 1: battlefield 5 auf amazon
hier gibt es für den pc 2 versionen:

  • 1x den code in einer dvd-hülle [kostenpunkt: 36€]
  • 1x den code via email [kostenpunkt: 70€]

playstik1

sprich: wir haben eine version, wo du ein blatt papier (mit dem code) in einer plastik-hülle, eingewickelt in plastik-folie bekommst, und eine version ohne plastikmüll, die ~doppelt so viel kostet. eine umgekehrte preispolitik wäre wünschenswert.

bsp 2: special editions wie die rdr2 collector’s box, die zwar richtig cool gestaltet ist, aber jedes objekt in einer eigenen plastikfolie verpackt wird.

wenn man die einzelnen sachen schon extra verpacken muss, dann doch in umweltfreundlichen plastik-ersätzen, die verrotten.

es ist vielleicht nicht viel, aber ich denke jeder mensch findet in einem bereich seines lebens dinge, die ohne plastik auskämen. mir sind bezügl gaming eben diese beiden dinge ins auge gesprungen.

3 „Gefällt mir“

Als Sammler beginnt für mich auch schon ein umdenken. Neben dem Umweltgedanken kommt auch noch der Faktor Besitz dazu, welcher mich immer mehr streamen lässt.

2 „Gefällt mir“

mir würd das gefühl etwas “besonderen” vergehen, wenn ganz prominent das pickerl “made in china” mir entgegenschaut.

um mich (mal wieder) selbst zu zitieren …
In der Beschreibung zu schmöckern war damals der erweiterte Spaß. Spiel bekommen, anspielen und dann Beschreibung lesen, zu N64 Zeiten mit den farbigen Beschreibungen von Nintendo ein absolutes Highlight.

2 „Gefällt mir“

einen vorteil der discs darf man nicht außer acht lassen: man kann sie weiterverkaufen. ich denke, dass es hier endlich ein umdenken bei den publishern und estore-anbietern geben muss. user/innen müssen das recht haben, ihre software [wenn auch nicht im eigentum, aber zumindest das recht auf das spielen] weiter zu verkaufen.

2 „Gefällt mir“

Wie bereits erwähnt, ist das momentan (noch) keine Option.
Da viele meiner Spiele wieder verkaufe und das digital nicht vorhanden ist und abgesehen davon, oftmals retail günstiger ist wie digital.

1 „Gefällt mir“

das ist ja einer meiner punkte im startposting: die preispolitik muss sich ändern.

1 „Gefällt mir“

den einzigen Vorteil, aber stimmt natürlich.

Wobei ich und meine Freundin beispielsweise unsere Account Daten wissen und ich auch meiner XBox auch Ihr Spyro (zum Beispiel) spielen kann.
Im Prinzip leben wir also was Microsoft mit always on und game sharing zeigen wollte, damals E3 2013 ein riesen Shitstorm, heute sind wir (hoffentlich) bald wieder soweit.

Mich würds nicht stören wenn die Spiele wieder in Kartons erscheinen würden (obwohl die Verpackung durch fehlenden Inhalt wie Booklets usw. sowieso nicht mehr dasselbe wie früher ist). Irgendwann gibts sowieso nur noch Downloads, daher werden die auch nicht die Preise dafür senken nur weil sie Verpackungskosten etc. einsparen. Machen sich doch selbst nicht die Preise kaputt. Das passiert erst bei Sales.

Also am Gaming geht die Umwelt nicht zu Grunde. Schaut mal bitte in jeden Supermarkt, was da alles in Plastik eingepackt ist. Oder einfach, welche Dinge wir täglich oder wöchentlich so wegwerfen. Oder die ganzen Kosmetik-Produkte. Jede Zahnpasta-Tube ist aus Kunststoff beispielsweise.

Wenn man sich im Jahr 5 bis 10 Games (auf Disc) kauft und die sich dann zuhause ins Regal stellt, sehe ich nun wirklich nichts negatives.

Was ich übrigens (auch aus Umweltgründen) gemacht habe: Mir reicht inzwischen EINE Konsole pro Konsolen-Generation aus. Spare ich mir Geld und neben Kunststoff werden auch weniger Rohstoffe und seltene Erden verbraucht. Bringt aus meiner Sicher mehr, als wenn man auf Disc-Spiele verzichtet …

3 „Gefällt mir“

Dann bin ich das Böse in Person. Oder auch nicht, weil ich es ja nix davon wegwerfe (außer der Folie über der Verpackung).

EINE Konsole generell oder eine Konsole von jedem Hersteller?

Das Problem ist aber, dass letztlich alles einmal im Müll landet. Auch deine Spiele, die aktuell im Regal stehen. Vielleicht wirfst du sie nicht weg, aber dann mal derjenige, der sie erbt/erhält oder auch noch eine Stufe später. Irgendwann wird’s passieren.
Und 5 - 10 Spiele im Jahr auf alle Spieler hochgerechnet ist auch nicht gerade wenig Plastik.

Bitte nicht falsch verstehen, ich denke auch, dass man an anderen Stellen besser Rücksicht nehmen kann und ich besitze ja auch Spiele. Es ist halt trotzdem weit von “nichts Negatives” entfernt.

Ich selbst versuche seit ein paar Jahren vermehrt auf solche Dinge zu achten und auch meinen Besitz deutlich zu reduzieren. Vor allem werfe ich auch so gut wie nichts mehr weg. Im Zweifelsfall verschenke ich es auf willhaben oder so. Das ist halt teilweise ziemlich mühsam und mit Arbeit verbunden.

Ich seh’s auch in meinem Bekanntenkreis. Die meisten sind definitiv der Meinung, dass man mehr auf die Umwelt aufpassen müsste, aber die wenigsten sind wirklich bereit auch dafür eigene Zeit zu opfern. Das ist auch der Grund, warum es meiner Meinung nach ohnehin nur funktionieren kann, wenn das von der Politik gesteuert wird. Die meisten Menschen sind entweder zu bequem oder zu dumm um die Auswirkungen zu erkennen.

Ich denke leider auch, dass wir es auch nicht mehr schaffen werden, sondern nur mehr zeitlich etwas aufschieben. Wenn später einmal die wirklichen Probleme auftauchen, die auch jeder konkret spürt, wird es zu spät sein.

Sorry, falls ich jetzt ein wenig weiter ausgeholt habe. :slight_smile:

2 „Gefällt mir“

Ist doch eh immer so - ja gespart soll werden - nur bei einem selbst nicht. Da ist es egal ob es ums Geld oder Plastik geht.

Bonz hat das eh auch schon gut ausgeführt. Auch wenn man sich die Dinger jetzt ins Regal stellt - früher oder später landen sie auch im Müll. Die Natur braucht garantiert mehr Zeit dazu diese Kunststoffe wieder zu zersetzten als du sie je in deinem Regal stehen haben wirst - und das mit einem Faktor hoch 1000.

2 „Gefällt mir“

Genau Hauptsache man verbietet das Plastiksackerl das ich kaufe um es dann mit meinen Müll zu entsorgen.

Auch frag ich mich was ist mit dem Plastiksackerl die es eigens für den Müll gibt.

Umweltgedanken schön und gut nur mit dem Papiersackerl den Müll entsorgen wo alles durchrinnt Nein Danke.

1 „Gefällt mir“

Manche Dinge müssen aber auch gut verpackt sein, wüßte zB keine Alternative zu Styropor bei teuren Figuren. Und auch eine Maus oder ein Pad MUSS gut und fest verpackt sein. Ob das alles auch mit Recylingmaterial geht, entzieht sich meiner Kenntnis. Nur das Problem in der Gamingszene ist jedenfalls winzig im Vgl. zu anderen Dingen, alleine die verblödeten 1,5 l PETs oder die ganzen Aludosen. Ich verwende nur 0,5 L Wasserflaschen monatelang und geb sie dann auch zum recyceln. Sieht man oft genug im Müll, was da an PETs rumliegt.
Und meinen Besitz reduziere ich, wenn ich etwas nicht mehr brauche, aber nicht um des Reduzierens willen.
Und natürlich gefällt mir eine haptische Sammlung besser.
Und im Todesfall werden meine Besitztümer testamentarisch entsprechend vergeben oder verschenkt. Da sind zahlreiche Sammlerstücke darunter, bei denen es ein Verbrechen wäre, sie einfach zu entsorgen. Wenn ich einmal nicht mehr sein werde, werden sie anderen Menschen Freude bereiten.

Ad Papiersackerl: auch das MUSS mit Chemie behandelt werden, um reißfest zu sein, und es braucht auch Kleber.

im supermarktregal sehe ich auch produkte, die nicht mehr im typischen cellophan eingewickelt sind, sondern in einem biologischen ersatzmaterial; ist mir glaub ich mal bei nudeln aufgefallen.

worauf ich aber eigtl hinauswollte bei diesem thema, va beim bsp battlefield: hier werden 2mal das selbe verkauft, nämlich ein code fürs spiel; nur kostet der digital verschickte das doppelte – hier könnte man mE einen anreiz schaffen den kundenstrom zu einer umweltfreundlicheren alternative zu lenken, ohne dem kunden selbst eine umstellung abzuverlangen.

3 „Gefällt mir“

Ein Grund warum mir die Amiibos und alles in diese Richtung (Stichwort Starlink) zuwider sind. Plastikmüll der nur verstaubt. Wird aber auch gekauft wie geschnitten Brot wenn ich mir das so ansehe.

2 „Gefällt mir“

Sorry aber das stimmt so nicht. Hab meine Diss im Christian Doppler Labor für Papierfestigkeit gemacht. Da wurde unter anderem untersucht wie und warum Papierfasern aneinander haften - dazu braucht es nämlich KEINEN Kleber. Da spielen neben mecha. Verhacken, Coulombkräfte eine Rolle. Auf jeden Fall passiert das ohne kleber (hatten die alten Ägypter ja auch nicht)
Und die Chemie die benutzt wird um aus Holz Papier zu gewinnen ist in nem geschlossenen Kreislauf und wird rückgewonnen (wär sonst auch viel zu kostenintensiv)

Übrigens benötigen Papierfabriken keine externe Energie - da wird beim sogenannten “Kochvorgang” sogar Energie gewonnen, welche ins Stromnetz gespeist wird.

Einzig wo eine kleine Menge Kleber zum Einsatz kommt ist bei den Haltegriffen welche am Sackerl anglebt werden. Ist übrigens auch die Schwachstelle eines Papiersackerls (die Klebestellen).

Von der Reissfestigkeit ist ein Papiersackerl dem Plastiksackerl meilenweit voraus. Nur nass darf es eben nicht werden ^^

4 „Gefällt mir“

wusste gar nicht, dass du ein rapper bist. wen hast du noch gedisst? #scnr

Vor ca 4.5 Jahren abgedisst mein Guter :grin: