Gedächtnisprotokoll von Moonraker für das shock2 forum:
Meine subjektive Kritik: James Bond 007 – Moonraker (1979)
Für mich ist Moonraker einer der unterhaltsamsten, aber gleichzeitig auch absurdesten Bond-Filme der gesamten Reihe.
Man merkt dem Film an jeder Ecke an, dass er Ende der 70er Jahre mitten im Star Wars-Hype gedreht wurde.
Roger Moore liefert hier genau das ab, was ich an seiner Bond-Ära schätze: Jede Menge Charme, extrem trockenen Humor und eine gehörige Portion Selbstironie.
Was mir richtig gut gefällt:Die Schauplätze: Die Reise von Venedig über Rio de Janeiro bis in den Amazonas ist optisch absolut spektakulär und bietet großartige Schauwerte.
Der Beißer: Dass der Riese mit den Stahlzähnen wieder dabei ist und durch seine Liebesgeschichte mit Dolly sogar eine charakterliche Kehrtwende macht, ist für mich ein echtes Highlight.
Die Effekte: Für das Jahr 1979 sind die Weltraumszenen und die Schwerelosigkeit visuell absolut top und zu Recht oscarnominiert gewesen.Kritikpunkte:Die Story verlässt spätestens im letzten Drittel den klassischen Agenten-Boden.
Wenn James Bond plötzlich mit Laserwaffen im Weltall kämpft, schießt der Film für meinen Geschmack ein bisschen über das Ziel hinaus.
Der Plot um den Schurken Hugo Drax ist zudem extrem stark von Der Spion, der mich liebte abgekupfert – nur eben ins All verlegt.
Fazit:Wer einen realistischen Spionagethriller sucht, ist hier komplett falsch. Wenn ich aber Lust auf herrlich überdrehten Trash, spektakuläre Stunts und jede Menge Nostalgie habe, macht Moonraker einfach verdammt viel Spaß!
Randnotiz: Habe den Film vor einigen Monaten gesehen.