Retro Pie - Einstieg für Dummies

Hey!
Ich bräuchte mal eure Hilfe und vor allem Empfehlungen und Tipps.
Ich hätte Lust mir eine kleine Alles-Könner-Retro-Konsole ins Zimmer zu stellen. Meine Gedanken gingen schnell in Richtung Retro Pie, weil das OS vieles gut zu können scheint und sich das ganze auch bewehrt hat wohl.

Jetzt bin ich an dem Punkt, wo ich gerne von euch Ratschläge hätte und habe ein paar Fragen…

  • Welchen Raspberry Pie sollte man nehmen? Den neuen 4er? Oder noch den 3er, weil der offiziell empfohlen wird von Retro Pie?
  • Könnt ihr ein StarterKit für den Raspberry empfehlen? Habe keine Ahnung auf was man da achten sollte. Ein Case wäre halt gut. Kann es da Temperatur-Probleme geben oder so?
  • Muss man für i-was löten können, weil das kann ich 0 :grinning:
  • An welche Grenzen kommt das ganze? Also laufen N64- / PS1-Spiele problemlos oder wo ist hier die Grenze?
  • Werden die gängigen Controller inklusive Analog-Sticks gut unterstützt?

Ich danke euch jetzt schon mal vielmals! :blush:

Inzwischen kannst du auch schon den 4er nehmen da ist gerade in den letzten 3 Monaten sehr viel passiert. Beim 4er unbedingt einen aktiven Lüfter einplanen… mit etwa Übertaktung laufen dann auch die meisten deiner Dreamcast Games.

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welchen rpie du brauchst hängt von deinen ansprüchen ab.

ich fang mal unten an: ein rpi-zero wird dir alle 8-16bit retro-konsolen emulieren können, gb, gbc; gba ist spielabhängig iirc. eine kühlung ist nicht notwendig.

meine erste retropie-erfahrung habe ich mit dem rpi2 gemacht: da geht grundsätzlich das, was der pi-zero schon konnte + neuere plattformen wie gba, nds; aber auch anspruchsvollere emultatoren wie mame gut. n64 und ps1 emu war abhängig von den spielen und wie gut der emulator diese verarbeiten konnte.
eine kühlung kann bei anspruchsvollen titeln notwendig sein, wen die pi-platine in einem kleinen case steckt. umso weniger du sie beengst und „atmen“ kann, umso eher kannst du das bedürfnis eines kühlers hinausschieben.

so viel zu meinen first hand-erfahrungen.

den 3er hab ich zu hause, aber nicht für retropie verwendet, aber auch hier hab ich gehört, dass ein aktiver kühler dann notwendig ist, wenn du das system pusht und vlt auch übertaktest. in aller regel sollte auch ein guter passivkühler helfen. hier muss man aber auf die qualität achten. da gibts viel müll auf amazon&co.

der 4er dürft ja die heilsbringung schlechthin sein, weil endlich ein stärkerer prozessor drinnen ist und bis zu 4gb ram und die usb-ports sich nicht die bandbreite mit dem ethernet-port teilen müssen. aaber mit viel leistung kommt eben auch die notwendigkeit von kühlung.

aber: kein pi braucht für den normalen betrieb ein case oder kühler. nur um dir hier etwas angst zu nehmen. der chip taktet sich selbst runter, bevor er überhitzt. das war schon bei meinem 2er so.

zu deinen fragen:

  • retropie hat mit der letzten open-beta version support für den rpi4 bekommen.
  • starterkits gibt es, aber ich bin mir da immer zu knausrig, weil jedes mal, wen ich nachrechne hab ich das gefühl man zahlt deppensteuer dafür, dass man die artikel nicht selbst in den warenkorb gelegt hat. was du brauchst: den rpi, ein case, eine microsd-karte und ein usb-ladekabel mit netzstecker. bis rpi3 ein micro-usb-kabel, rpi4 hat hier einen usb-c anschluss. beim netzteil sollt ein 5v/2a teil beim 3er reichen, beim 4er sollts ein 5v/3a sein. schau mal: vlt packen das deine handy/tablet ladekabel. wichtig ist auch, dass der stromverbrauch nat je nach anzahl an angeschlossenen geräten (zb: externe festplatten) höher ist.

  • bezüglich case würde ich mir ein flirc-case kaufen: hier dient das gesamte case als passiv-kühler. hält den chip in einem ordentlichen temperaturbereich und du hast nicht den ärger mit den mini-kühlern, die man dir an allen ecken versucht zu verkaufen die a) laut sind b) nicht viel besser/manchmal schlechter kühlen und c) womöglich net lange halten, weil billigware. außerdem: eine komponente weniger, die strom verbraucht.

  • löten musst du nur, wen du was spezielles damit vorhast.

  • n64/ps1 hab ich zum teil schon mit dem rpi2 geschafft, aber va mupen64 und die n64-titel sind schwerer zu emulieren. hier gilt wohl: rpi2 < rpi3 < rpi4 (1,2,4 gb)

  • ja, die rpis haben seit rpi3 eine bluetooth-antenne verbaut, alternativ kann der controller auch mittels usb-kabel angeschlossen werden.

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Ich hab einen Intel NUC mit einem 1.6GHz Prozessor und 8GB RAM genutzt und darauf Lakka installiert. Funktioniert problemlos :slight_smile:

Gelingt damit die PS2 Emulation?
Also mit FPS Werten wo das Spielen auch Spaß macht.
Ich hab noch ca. 50 PS2 Games daheim und würde gerne mal die Digital Devil Saga durchspielen.

PS2 hab ich noch nicht getestet, aber N64 und PS1 sind flüssig. Kann es morgen abend probieren und dir dann bescheid geben (das Gerät steht in unserem Hackerspace)

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Mit einem normalen Intel NUC?
Bin auch schon länger am überlegen mir einen Pi für Retrospiele zu „basteln“, auch ein kleiner NUC wäre mir noch lieber.
Weißt du zufällig ob da auch DC und N64 Spiele einwandfrei funktionieren?

Ist eine alte Zotac ZBOX ID81 glaub ich, mit einem dual core celeron 1.6 GHz.

N64 läuft problemlos. Hab das ganze mit XBOX360 Controllern am laufen.

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Danke für eure Tips! :blush:
Werde das morgen mal in Ruhe durchgehen und ein wenig recherchieren. Bin jetzt noch mehr entschlossen das an den Start zu bringen. :blush: