Instagram, Snapchat: Untergang unserer Wissensgesellschaft?

http://derstandard.at/2000066464422-2634/Zum-Untergang-unserer-Wissensgesellschaft

Ein guter Artikel zu einem Thema über das ich mir noch keine Gedanken in diese Richtung gemacht habe. Zwar ist fast jedem bewusst, dass die Social Media Sachen einen mit unnützen Dingen zumüllt, aber das dadurch wissenswerte Dinge verdrängt werden, das nimmt man nur auf dem zweiten Blick war.

Ich sollte nun wohl mehr auf Wikipedia lesen. :slight_smile:

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Ich kann mit dem ganzen zeugs nichts mehr anfangen. Ich war vor 7 jahren zusammen mit meiner frau auf fb angemeldet, nach nem jahr löschten wir beide unseren Account… instagram hatte ich auch mal konnte ich noch weniger mit anfangen… bin nur noch auf twitter angemeldet und hier in diesem Forum.

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Pfhu, also da tu ich mir jetzt ein bissl schwer, dem zuzustimmen.
Ich finde, wie und als was man diese Kanäle nutzt, ist immer noch jeder Person selbst überlassen. Klar, es gibt auf Facebook die Meinungs-Bubble, aber die gestaltet man ja auch selbst etwas mit. Ich hab dort z.B. Nachrichten- und Wissenschafts-Seiten geliked und bekomme über diese in meinem Newsfeed durchaus einiges mit.
Meiner Meinung nach, müssen bereits Kinder für die sinnvolle Nutzung von Medien sensibilisiert und geschult werden (in der Ausbildung, aber auch von Eltern und Co.).
Denn, um den Vergleich mit dem Fernsehn aufzugreifen: Dokumentationen und Nachrichten ausstrahlen nützt nichts, wenn sich die Leute lieber Soap-Operas anschauen. Und auch Sachbücher haben keinen Sinn, wenn die Menschen lieber zum leichten Liebesroman greifen.
Also es liegt, meiner Meinung nach, weniger am Medium, als am Bewusstsein der Menschen. Wenn sich diese mehr für Selbstdarstellung als für weltbewegende Dinge interessieren, dann ist das nicht die Schuld von Social Media, sondern eine Folge allgemeiner gesellschaftlicher Entwicklungen.
Aber ja – das Belohnungsystem durch Likes und Klicks, wenn man “beliebten” Content bietet, verstärkt dieses Verhalten natürlich, genauso wie der Eindruck durch die “Bubble”, dass es normal ist, sich so zu verhalten.

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@Menotar du wirfst hier immer ganz schön kontroverse Themen ins Forum. Machst du das mit Absicht? :smiley:

Aber Gerade Facebook wird doch komplett zugemüllt mit fakenews usw. Da werden kranke kinderfotos geteilt um likes abzugreifen… mich hat das alles nur noch angewidert. Diese Spielabfragen, freundschaftsanfragen von menschen die mich nichtmal gegrüsst haben im real life nur aus neugier, die ganzen selbstdarsteller, leute die jeden scheiss festhalten, die 1000 kinderfotos posten die selbst ihre kinder anmelden… generell die kommentare sind an dummheit nicht zu überbieten… soviele shitstorm kommentare boah was hat mich fb immer aufgeregt…

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Eh. Da stimme ich dir zu.
Aber wenn man sich ein wenig damit beschäftigt, dann erkennt man diese Fake-Meldungen wie die mit den kranken Kindern recht schnell. Und die muss man dann auch melden. Ich hab z.B. auch die Seite von Mimikama geliked, die solche Fake-Postings untersuchen und dann klarstellen, was dahintersteckt.
Spielanfragen kann man mir keine mehr schicken, das hab ich so eingestellt. Und meine Freundesliste verwalte ich eben sehr streng, da kommen keine Personen rein, die ich nicht kenn, und ich lösche auch regelemäßig jene raus, mit denen ich keinen Kontakt mehr hab.
Und ich like sehr selten Fotos, die außer Selbstdarstellung nix zu bieten haben (Fotos von neuen Frisuren, Essen und Yogaposen im Urlaub find ich persönlich z.B. ganz furchtbar).
Also da kann man schon auch recht viel selbst regulieren. Nur wenn diese Regulierung niemanden interessiert, dann funktioniert sie natürlich auch nicht. Womit wir wieder beim Bewusstsein wären. :slight_smile:

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Ich finde, bei derlei Überlegungen ist immer ein fundamentaler Denkfehler enthalten: Es wird immer suggeriert, dass die zuvor vorhandenen Informationskanäle durch einen neuen ersetzt werden, neue Medien also den alten etwas wegnehmen.
Dabei würde ich vielmehr argumentieren, dass die neuen Kanäle additiv sind, also den bestehenden mehr Verbreitung zukommen lassen.

Was „wissenswerte Beiträge“ in sozialen Netzwerken angeht, werden diese nicht durch Müll ersetzt, sie finden einfach nicht die Verbreitung, die der/die Autor/in sich gerne wünschen würde.
Das hat zwar zum Ergebnis, dass „guter Content“ nur diejenigen Leute erreicht, die sich ohnehin schon dafür interessieren; der Originalprämisse des Artikels kann ich aber so nicht zustimmen.

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Ja, mache ich. Ich bin wie Cesar der auf der Tribüne sitzt, die Waffen in die Arena wirft und darauf wartet was passiert. Und wenn gar nichts passiert, dann kommen die Löwen. :smiley:

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Ich glaube auch, dass es individuell ist, welche Kanäle, Seiten etc. man verwendet. Es gibt sowohl auf fb als auch auf Instagram nützliche Seiten, genug Möglichkeiten alles einzustellen, was man will. Im Endeffekt kommt es also auf die Person an.

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Da Wikipedia für unser heutiges Wissen essenziell ist, passt das wahrscheinlich am ehesten in ideses Topic.
Ich hab das die letzten Wochen mitverfolgt. Da haben sich gleich mehrere Frauen gemeldet.

Und offensichtlich kennt man das Problem schon länger:

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Aber das passiert doch. Wer aus der jüngeren erwachsenen Generation schaut heutzutage noch fern? Laut meinen Schülern, fast keiner.

Viele haben als allgemeine Informationsquelle nur noch ein Handy. Und als einzige aktive und passive Quelle schränkt das doch etwas ein. Finde ich jedenfalls.

Sicher, jeder bildet seine eigene Bubble aus, das war noch nie anders, aber mir kommt es so vor, dass es schlimmer wird.

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Das Internet vergisst nicht. Musste jetzt ernsthaft lachen als ich meinen alten Post gesehen habe. :rofl:

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Rückblickend haben wir durch die Pandemie nun gesehen was Social Media ausmacht (und natürlich Trump). :woozy_face:

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2017 war das Social Media Ding schon genauso ausgeprägt, wie es jetzt ist. Ist halt noch nicht jeden aufgefallen. Aber Brexit, Trump, dass sind alles Resulate. Im Gegenteil jetzt ist es sogar wieder eine Spur besser, da viel stärker am Tableau. Kann dir das Buch Mindfuck da echt ans Herz legen.

Und das mit den kontroversen Themen hat sich auch beruhigt.

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Jetzt gabs auch noch mal einen Artikel mit genauen Infos zum aktuellen Fall der Wikipedia-Löschaktion:

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Ernsthaft, ich finde für fast jeden Spieler vom FC Liefering einen Wikipedia-Artikel, aber eine Wissenschaftlerin ist nicht relevant genug? WTF!

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Sich darüber zu beschweren, dass auf Social Media Kanälen nur Schwachsinn, Gehaltloses, Fake-News und Sexismus präsentiert wird, ist meines Erachtens das Gleiche, wie in der Zeitung immer nur den Sportteil zu lesen und sich dann darüber aufzuregen, dass es in Zeitungen immer nur um Sport geht…

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Der Unterschied zwischen Zeitung und Social Media ist halt nur, dass ich bei der Zeitung leichter sehe wo die anderen Dinge stehen.
Ist man bei Twitter, Facebook und Co. einmal in eine Trash-Bubble hineingekommen, werden andere Dinge nicht mehr vorgeschlagen. Ergo, muss man dann schon bewusst danach suchen, während man eine Zeitung auch einfach durchblättern kann.

Es war eine Analogie, keine wissenschaftliche Abhandlung darüber, wie einfach es ist, sich in Tageszeitungen im Vergleich zu Social Media-Plattformen zurechtzufinden… :roll_eyes:

Aber ich halte es auch nicht für besonders schwer, nach Hashtags, Keywords oder Nutzern zu suchen, von denen ich weiß oder ahne, dass sie meine Bedürfnisse abdecken. Soviel Unterschied zum „Umblättern in der Zeitung“ sehe ich da eigentlich gar nicht.

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Ich behaupte, für jemanden der sich alleine via FB und co informiert ist alles schwer.

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Ich muss mal ganz blöd fragen: Was ist FC?