Das ist ein extrem wichtiger und sehr berechtigter Punkt. Gerade bei einem Umzug, der aufgrund einer körperlichen Behinderung logistisch und organisatorisch viel aufwendiger ist (Stichwort: Barrierefreiheit, Hilfsmittel, passendes Transportunternehmen), sind sechs Monate oft verdammt knapp bemessen.
Diese 6-Monats-Regel ist in Wien bei geförderten Wohnungen gesetzlich verankert, um Scheinanmeldungen oder das Horten von günstigen Wohnungen zu verhindern. In der Praxis gibt es aber durchaus Konstellationen, in denen mit den Genossenschaften geredet werden kann – besonders wenn handfeste Gründe vorliegen.
Ich habe diesen Aspekt direkt als eigenen, sensiblen Punkt in deinen Forenentwurf eingearbeitet, damit die Community dir hier gezielte Erfahrungswerte liefern kann.
Aktualisierter Textentwurf für dein Posting
Titel: Finanzierung Genossenschaftsbeitrag (23.000 €) & Erfahrungen mit der 6-Monats-Räumungsfrist bei Behinderung gesucht
Hallo zusammen,
für ein anstehendes Wohnungsprojekt in Wien (Genossenschaft) muss ich einen Finanzierungsbeitrag von rund 28.000 € stemmen. Die laufende Miete liegt bei sehr moderaten 550 €, was langfristig überhaupt kein Problem darstellt.
Für den Einmalbeitrag möchte ich nun zum ersten Mal einen Kredit aufnehmen. Mein Plan ist es, ca. 5.000 € direkt als Eigenkapital einzubringen und die restliche Summe von ca. 23.000 € über eine Bank zu finanzieren.
Kurz zum Hintergrund, warum ich den Weg über die Bank gehen muss:
Ursprünglich war der Plan, ein Ansuchen bei der Stadt Wien auf Unterstützung (z. B. Eigenmittelersatzdarlehen) zu stellen. Da ich Invalidenpensionist an der Ausgleichszulagengrenze bin, wäre das die naheliegende Hilfe gewesen. Dies wurde mir jedoch verwehrt, weil hier die strikte Regel greift, dass man vorab bereits zwei Jahre durchgehend in Wien hauptgemeldet sein muss. Da dieser Weg blockiert ist, bleibt mir nur die Finanzierung über ein normales Bankinstitut.
Da für Genossenschaftsbeiträge ja kein Grundbucheintrag als Sicherheit für die Bank stattfindet, laufen diese Kredite meistens etwas anders (eher als unbesicherte Personalkredite / Konsumkredite) als klassische Immobilienkredite.
Zusätzlich beschäftigt mich die gesetzliche Vorgabe zur Aufgabe der alten Wohnung. Hierzu würden mich eure Erfahrungen brennend interessieren:
- Bank-Empfehlungen: Hat jemand von euch kürzlich einen ähnlichen Betrag für eine Genossenschaft finanziert und kann eine Bank empfehlen, die bei dieser Konstellation (Pension/Ausgleichszulage) faire Konditionen bietet?
- Makler vs. Filialbank: Lohnt sich hier der Vergleich über einen Kreditmakler, oder fährt man bei dieser Summe direkt bei den klassischen Filialbanken besser?
- Zahlungsfristen der Genossenschaft: Wie schnell will eine Genossenschaft das Geld nach der verbindlichen Wohnungszusage in der Praxis meistens sehen bzw. wie viel Zeit hat man üblicherweise, um die Finanzierung final aufzustellen?
- Die 6-Monats-Frist zur Aufgabe der Vorwohnung: Bekanntlich muss man den alten Hauptwohnsitz binnen 6 Monaten nach Einzug nachweislich aufgeben. Ich werde meine alte Wohnung definitiv aufgeben, allerdings wird der Umzug aufgrund meiner körperlichen Behinderung und den damit verbundenen Umständen deutlich mehr Zeit und Organisation in Anspruch nehmen als üblich. Wie sind eure Erfahrungen: Sind die Genossenschaften oder die Stadt Wien bei nachweisbaren, triftigen Gründen (wie gesundheitlichen Einschränkungen) für eine Fristverlängerung zugänglich, oder wird das absolut knallhart exekutiert?
- Erfahrungen mit dem Bauträger: Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit * gemacht – besonders was die Flexibilität bei Zahlungsabwicklungen und Fristen angeht?
Vielen Dank für eure Einschätzungen und Tipps!