19. Asterix-Leserunde: "Die Lorbeeren des Cäsar"


#1

Ich bin wieder mal mit einem Asterix-Band fertig. “Die Lorbeeren des Cäsar” war es diesmal.

Hier geht es zum dazugehörigen Shock2-Special von Thomas Mülbradt:

Dieser Band hat mir wirklich extrem gut gefallen! Schöner roter Faden, super Gags. Ich war echt voll dabei. :slight_smile:
Alleine die Anfangsszene mit dem filmischen Effekt des Anhaltens und Zurückspulens – in einem Comic! Super gemacht! Die “Latürnich”-Wiederholung und wie verschiedene Figuren nicht nur kurz auftreten, sondern auch später noch mal wichtig für die Geschichte sind, das alles hat mir echt gut gefallen. :slight_smile:
Und man sieht Obelix mit offenen Haaren!

Dass sowohl Paris und Rom beide “die erstaunlichste Stadt des Universums” sind, hat mich auch erheitert. Genauso wie die ganzen Gespräche rund um die Sklaven, oder die Wandschmierereien im Kerker.
Auch der letzte Satz von Troubadix. :laughing: Herrlich.

Wer hat ihn noch gelesen? Wo befindet er sich in eurem Asterix-Ranking?


#2

Wow, hab diesen Band zuletzt sicher vor mehr als 20 Jahren gelesen:

“Die Lorbeeren des Cäsar” sind ein Asterix-Band aus besseren Tagen, ich hab mir jetzt eine neue Ausgabe geholt und diese hat durch die neue Farbgebung hinzugewonnen. Viele Unterschiede sind auch mir erst richtig vor Augen getreten, als ich meine Originalausgabe neben die neue Fassung gelegt habe, um die Panels direkt miteinander zu vergleichen. Dennoch fällt “Die Lorbeeren des Cäsar” ein bisschen aus dem Rahmen der typischen Asterix-Abenteuer. Für mich war es immer vergleichbar mit dem Tim-und-Struppi-Band “Die Juwelen der Sängerin” In beiden Fällen gibt es keine große Abenteuerreise, keinen zentralen Gegenspieler und auch keinen wirklich dramatischen Konflikt. Stattdessen nehmen sich die Autoren viel Zeit für ihre Figuren, für Situationskomik und – im Asterix-Album – für Satire.

Köstlich und zugleich auch rührend ist die Familie, an die sich Asterix und Obelix als Sklaven verkaufen. Einerseits taucht da der typische Generationenkonflikt der 1960er und 1970er Jahre auf, andererseits karikiert Goscinny aufs Wunderbarste die verkrampfte Aufgeschlossenheit der besseren Gesellschaft. Die gallische Rustikalität wird kurzerhand und ohne Rücksicht auf Verluste zum letzten Schrei erklärt.

Danke an @Ella für diese Aktion, hat mir einige sehr schöne Erinnerungen zurückgeholt!