US-Wahl ist geschlagen ... WTF !


#42

Trump sollte dem Aufruf der New York Times folgen. Ein Präsident sollte die Menschen einen und nicht spalten.


#43

Das ist richtig. Gilt dann aber aber auch für Bush und Obama. Die Amerikaner sind eine gespaltene Gesellschaft. Trump ist das Ergebnis dieser Spaltung, nicht die Ursache.

Heute Nachmittag lief auf Arte eine tolle Doku über den Wahl-Sieg von Trump. Man hat US-Amerikaner gezeigt, die Trump gewählt haben. Das waren zum Großteil keine Rassisten. Viele Leute haben gesagt: “Ich bin kein Rassist. Ich will kein Mitleid. Ich will nur das Amerika der 80er und 90er Jahre zurück”.

Und genauer dieser Grund treibt die Menschen in die Arme der Populisten wie Trump. Auch in Deutschland wollen die meisten AfD-Wähler das Deutschland der 70er, 80er und 90er Jahre zurück. Bei euch in Österreich wird es mit der FPÖ auch nicht viel anders sein.

Wir haben heute eine “internationale Wirtschaft”. Das ist grundsätzlich super. Jedoch kann kein Staat und keine Organisation diese internationale (Finanz-)Wirtschaft irgendwie noch kontrollieren. Die EU ist beispielsweise komplett zerstritten. Sie kann nicht einmal geschlossen in der Flüchtlingskrise agieren. Dass dann mittelfristig “Nationalisierungs-Bewegungen” auftauchen und Zuspruch gewinnen, dürfte doch kaum jemanden überraschen …


#44

Aber generell muss man sagen das der US Wahlkampf schon Abartig krank ist…

Kann euch nur die Komödie “Die Qual der Wahl” ans Herzlegen, mega lustig und doof, aber da steckt viel Wahrheit drinnen.


#45

Also bitte ich hoffe wirklich du meinst das nicht ernst. Trump ist sehr wohl dafür Mitverantwortlich mit seinen Hassreden gegen Minderheiten, hat er den Teppich ausgerollt für die Rassisten. Gab es das schon einmal, dass der KKK nach einem Sieg eines Präsidentschaftskandidaten für diesen einen Siegesmarsch abgehalten hat, wie in diesem Jahr in North Carolina?


#46

Meiner Meinung nach hat Trump “nur” Öl ins Feuer gegossen. Enorm viel Öl. Und natürlich ist auch Trump ein Rassist. Stimme dir da zu 100% zu.

Nur war das Feuer vorher schon da. Aktuell sitzen in den USA mehr Schwarze im Knast als jemals zuvor. Ohne das ein Trump ein Gesetz erlassen hat! Für mich ist die USA leider ein ziemlich rassistische Gesellschaft, so wie wir früher in Europa und heute noch in Indien diese Kasten- bzw. Hierarchie-Gesellschaften haben.

Und immer wenn gesellschaftliche Probleme auftreten, entwickeln sich dann die Gesellschaften wieder zurück. Wenn man bedenkt, dass die großen Errungenschaften von Martin Luther King noch garnicht so lange her sind.

Und bevor das alles wieder missverstanden wird: Wäre ich US-Wähler gewesen, hätte ich weder Trump noch Clinton gewählt. Ich mochte Frau Stein von den Grünen. Die hatte eigentlich die besten Argumente, bekam in den USA insgesamt 0,9% der Stimmen …


#47

Nur Öl ins Feuer gegossen, man kann es natürlich auch verharmlosen.

Ich denke Kareem Abdul-Jabbar hat den Wahlkampf von Trump schon im Dezember 2015 sehr gut aufgezeigt im Time Magazin.

Ein Ausschnitt davon

Trump’s irresponsible, inflammatory rhetoric and deliberate propagation of misinformation have created a frightened and hostile atmosphere that could embolden people to violence. He’s the swaggering guy in old Westerns buying drinks for everyone in the saloon while whipping them up for a lynching.

Den ganzen Text gibt es hier. Sehr lesenswert, den so handeln auch die Rechtspopulisten in Europa.


#48

@Athavariel:

Nach der Logik gab es wohl bis Ende 2015 KEINEN Rassismus in den USA … :innocent:


#49

#50

Es gehtz nich darum, dass es Rassimus nicht schon vorher gab sondern darum dass er durch Trump quasi legalisiert wurde. Zumindest in den Augen der rechten Bürger …


#51

ist ja bei uns auch nicht viel anders. was unsere bundespräsidentenwahl so hervorbringt ist auch ned von schlechten eltern.


#52

und das nicht nur in den USA: Swedish neo-Nazis stage biggest ever march in wake of Donald Trump victory | The Independent


#53

John Weaver der Berater des Ohio Governeurs John Kasich hat eine klare Meinung zur Ernennung von Steve Bannon zum engsten Berater von Trump.


#54

Obama hat sich für die Rechte von Minderheiten stark gemacht. Er stand für ein tolerantes und weltoffenes Land. Jetzt können diese sich nicht mehr des Rückhalts im Weißen Haus sicher sein und müssen wieder selber um gesellschaftliche Akzeptanz kämpfen. Donald Trump kann den Supreme Court auf Jahrzehnte hin prägen. Das ist kein Satz, den man gerne schreibt. :wink:

Hillary Clinton hat auch gelogen, aber man muss dazu sagen, dass die Rechten sie seit 25 Jahren mit Dreck beworfen haben und der Hass auf sie absurde Züge angenommen hat, für die es keine rationale Grundlage mehr gibt.

Die Situation in Syrien ist auch etwas komplexer, aber dafür ist dieses Forum wohl der falsche Ort.


#55

[quote=“Green_Yoshi, post:54, topic:1118, full:true”]Die Situation in Syrien ist auch etwas komplexer, aber dafür ist dieses Forum wohl der falsche Ort.
[/quote]

So blöd sind wir hier auch nicht :wink:

Dass Trump für die gesamte Innenpolitik grausam ist, dürfte auch kaum jemand abstreiten. Gleichzeitig saßen mit einem Obama als Präsident noch nie so viele Schwarze im Gefängnis wie heute. Ob der Präsident damit allgemein so der Garant für Minderheiten ist …

Insgesamt ist es eben krass, wie sehr die USA schon gespalten sind als Bevölkerung. Es protestieren viele Clinton-Anhänger. Das ist deren gutes recht. Möchte auch nicht in einem Land mit Trump als Präsident leben. Hätte Clinton gewonnen, würden wohl jetzt die Trump-Anhänger demonstrieren. Und im Wahlkampf haben eigentlich beiden Lagern nur noch die Waffen gefehlt und wir hätten einen Bürgerkrieg dort erlebt … Wahnsinn …


#56

Die Macht des Präsidenten ist leider begrenzt, vor allem wenn der Kongress nicht auf der eigenen Seite ist. Daher bräuchte es für eine umfassende Justizreform die Zusammenarbeit von Republikanern und Demokraten. Mit 2,2 Millionen Insassen übertreffen die USA jedes andere Land in puncto Anzahl Gefangene pro Tausend Einwohner. Und einige Unternehmen verdienen sich noch ein goldenes Näschen damit, indem sie die Insassen als billige Arbeitskräfte missbrauchen. Es ist schlicht absurd, dass man in Colorado ungestraft kiffen kann, aber wenn man mit dem Gras im Auto seine Verwandten in Utah besucht eine Gefängnisstrafe riskiert.


#57

Bei uns hat auch jedes Bundesland seine eigenen Varianten bei Gesetzen und Verordnungen (Jugendschutzgesetz z. B.). Also so absurd ist das jetzt dann auch wieder nicht. Nicht mal unser Miniland kann sich auf etwas einigen was im ganzen Staat Gültigkeit hat.


#58


Vogel aus China, der IHM ähnlich sieht … :wink:


#59

Weil es gerade so “in” ist wird auch diese Wahl angefochten:


#60

Mal gucken, was rauskommt. Ob Clinton aber die 10 Wahlmänner im Zweifel etwas nützen, wäre fraglich. In anderen Staaten soll die Einspruchsfrist schon abgelaufen sein.

Hätten doch die Demokraten “Sanders” aufgestellt …


#61

Fake-News sind gefährlich:

Wird es auch bei uns einmal so etwas geben?