US-Wahl ist geschlagen ... WTF !


#21

ich weiß nicht. Jetzt schon zu urteilen und Vergleiche mit anderen (schlimmen) Präsidenten halte ich für zu früh.

Ja Trump ist Willkür, man kann nicht sagen was passiert. Und die Art wie er gewonnen hat ist meiner Meinung nach zu verurteilen, da sein Wahlkampf populistisch, zum Teil rassistisch und frauenfeindlich war.

Aber Hillary Clinton ist und war ja auch keine Friedenstaube… das ist ja auch einer der Gründe, warum sie verloren hat.

Zumindest aus dem ersten Treffen mit Obama hat er keine Show gemacht:

http://www.tagesschau.de/ausland/uswahl/obama-trump-115.html

Ich habe eher meine Probleme an dieser Art von Wahlkampf, der dem der afd recht nah ist. Es geht nicht mehr im Inhalte und Lösungen, sondern wer verbal am meisten auf den Tisch haut. Und wer unter die Gürtellinie geht, dem wird das trotzdem verziehen. Dazu hat Schäuble ein paar Gedanken geäußert, mit denen ich größtenteils konform gehe:


#22

Ich glaube nicht so wirklich daran, dass die Populisten das Problem sind. Populisten gibt es immer. In Deutschland war beispielsweise die NPD oder auch die Republikaner immer unter 5% … Bis 2014 …

Problematisch ist doch, dass sämtliche Regierungs-Koalitionen aller Parteien keine Lösungen mehr erzielen können. Arbeitslosigkeit, niedrige Renten, Gesundheitssystem, Schulbildung, Infrastruktur, …

Wenn die etablierten Parteien gute Arbeit machen würden, dann würde doch niemand Populisten wählen. Populisten sind wie Wunderheiler. Wenn die Krankheit wirklich schlimm ist und kein normaler Arzt mehr helfen kann, dann sitzt du am Ende beim Wunderheiler und hoffst dort auf Hilfe …

Was anderes haben wir doch im politischen Bereich auch nicht. Die Probleme werden immer schlimmer. Ich hasse Rassismus. Auch gegenüber Flüchtlinge. Aber wer einer Gesellschaft selbst in guten Jahren Renten kürzt und Sozialleistungen streicht, der braucht sich dann nicht wundern, wenn keine Solidarität mehr vorhanden ist in Notzeiten.

Und weil wir hier von Schäuble reden: Seit 8 Jahren haben wir nun eine Dauerhafte Finanz- und Staatsschuldenkrise. Schäuble giftet gegen Populismus, hat aber mit seinen Sparmaßnahmen in Griechenland mit eine ganze Gesellschaft runtergewirtschaftet. Getroffen hat es in Griechenland die Mittel- und Unterschicht. Der Oberschicht geht es weiter gut. Die zahlen keine Steuern und gut ist. Der sollte mal lieber ganz ruhig sein …

Und es gibt noch nur zwei Alternativen: Endlich lösen Regierungen die aktuellen Sorgen der Menschen oder die Menschen wählen immer fragwürdige Gestalten, bis sich Demokratien wieder in Dikaturen verwandeln. Die Illusion war doch immer, dass das nie wieder passieren würde.


#23

Was sollen die aktuellen Regierungen den tun? Sollen sie auf Minderheiten rumhacken, gegen Homosexuelle, Menschen mit Beeinträchtigungen und Frauen wettern und sich dazu noch als Rassisten outen?
Die Faschisten die aktuell auf Minderheiten losgehen und gegen die Elite wettern gehören alle selber zur Elite, aber Lösungen präsentieren diese Parteien Keine. Jeder der beim ausfüllen des Wahlzettels kurz nachdenkt, sollte das merken.
Aber es ist halt einfacher auf Minderheiten zu zeigen und diesen die Schuld zugeben und über diese herzuziehen.

Das grösste Problem was den Verlust von Jobs betrifft, passiert aktuell durch die Digitalisierung und nicht durch die Einwanderung. Roboter nehmen sich viele Jobs und nicht Einwanderer. Was die Rentensystemen betrifft können Flüchtlinge auch nichts dafür, dass wir hier immer älter werden.


#24

Fan bin ich von Schäuble sicherlich auch nicht, trotzdem kann ich Punkten zustimmen.

Ist halt schwierig auf komplexe Probleme die Antwort zu finden. Populisten versprechen einfache Antworten (wenn überhaupt).
Ich glaube aber nicht, dass sich alle Politiker weigern oder zu dumm sind Lösungen zu finden, sondern dass die Probleme auch einfach schwer zu lösen sind.

Klar man kann da auch über Ober- und Unterschichten oder Lobbyismus diskutieren, aber evt. führt das zu weit. Bzw, gebe ich offen zu in diesem Thema nicht all zu umfassend bewandert zu sein um klare Aussagen zu treffen.


#25

Stabchef von Trump könnte sein Wahlkampfleiter Stephen Bannon von rechtspopulistischen breitbart.com werden und sie wollen nach Frankreich und Deutschland expandieren.

Und der Milliardär Icahn könnte bald ein Minister sein.


#26

Naja, also ich finde schon vieles an unserer Politikern und deren Prozesse und Abläufe fragwürdig.

Beispiel TTIP … Will keine Mehrheit in irgendeinem Land. Wird trotzdem versucht mit allen Mitteln durchzuboxen. CETA hat man so durchgeboxt … Warum? Macht sich damit die Politik bei den Wählern Freunde?

Für sinnvolleren Optionen wie dem “Bedingungslosen Grundeinkommen” setzt sich zumindest in Deutschland keine größere Partei ein. Es würden sich auch selten Bürger dafür einsetzen, Soldaten in irgendwelche Kriege ans andere Weltende zu schicken. Nur mal so zwei Beispiele …

Bei uns in Deutschland hat die SPD 1999 die Einkommensteuer von 54% auf 42% gesenkt und als dann der Staat Einnahmeprobleme hatte, wurden die Sozialausgaben gesenkt und Hartz4 verabschiedt. Und seit dieser Zeit wundert sich die SPD über immer schlechtere Wahlergebnisse …

So machen sie es den Populisten natürlich einfach. Halte nichts von Trump oder AfD, aber “gut regiert” fühle ich mich die letzten 15 Jahre eigentlich nicht. Ging irgendwie alles in die falsche Richtung. Leider :frowning:


#28

Trumps Amerika

Der KKK macht in North Carolina eine Siegesparade

:cry:


#29

Also ich will das nicht als Panikmache bezeichnen, aber das sind Einzelfälle die definitiv verurteilt werden sollten. Und der Sieg trumps spielt sicher bei der erhöhten Häufigkeit solcher Fälle eine Rolle, aber das nur auf Trump zu schieben find ich dann doch übertrieben. Gefördert hat er solches Verhalten aber auf jeden Fall.

Erstaunlicherweise sind bei Trump zwei wahlversprechen von seiner Website verschwunden. Die Pressemitteilung zum Einreiseverbot der Muslime und die Aufkündigung des Pariser Vertrages.

Wird interessant wie er das später seinen Wählern, besonders den komplett rechten, erklären will.
Aber klar, das sind jetzt nur Spekulationen.

Hier nochmal was zur stimmauszählung:


#30

46,9 Prozent sind nicht einmal wählen gegangen. Das hätte ich nicht erwartet, dass diese Zahl in den USA so hoch ist. Das zeigt eigentlich, dass die große Mehrheit für keinen der beiden Kandidaten war.


#31

Die Wahlbeteiligung ist für die USA ganz normal und war auch schon niedriger. Schuld daran ist mMn auch das Wahlsystem, wo deine Stimme für den in deinem Bundesstaat unterlegenden Kandidaten nichts bringt.


#32

Vor 4 Jahren war die Wahlbeteiligung rund 6% höher also immerhin noch über 60%. Es beweist wieder einmal, bei einer tiefen Wahlbeteiligung profitieren die Rechten am Meisten.


Das Imperium hat diese Schlacht gewonnen, aber da ist immer noch Hoffnung.

Und diese 2 Tweets zeigen was Trump für ein Wendehals ist. Zuerst sind die Proteste gegen ihn unfair und 9 Stunden später ist er stolz auf diese Leute, die ihr Land lieben. Es sollte nun jedem klar sein, dass Trump jedem plötzlich in den Rücken fallen kann. Ein falsches Spiel spielt.


#33

Welche Alternative hätte es gegeben ? Ich finde Donald Trump auch Beängstigend aber H.Clinton ist doch genau so falsch und hinterlistig wie er! Beide Kandidaten sind eine Zumutung aber jetzt so zu tun als wäre Trump Satan und Clinton Mutter Theresa ist auch Lächerlich.

Lasst ihn doch mal 1-2 Jahre seinen Job machen danach kann man immer noch sagen ich habe es doch gewusst. Das Volk hat ihn gewählt aus welchen gründen auch immer und jeder muss das Akzeptieren.

So lächerlich dieses Heiligsprechen von Clinton die hat mehr dreck am stecken als ihr notgeiler mann…

Was ist mit Obama? Friedensnobel preis? Wieviele Unschuldige kinder hat dieser gute Mann töten lassen?

Außerdem, schlimmer als G.W. Bush kann eh keiner mehr sein…

Die US wahl ist doch seit 20 Jahren nur noch von unwählbaren leuten besetzt!

Trump ist eine Gefahr aber Clinton ebenfalls… Aber hätte clinton gewonnen würden alle klatschen und in 2 Jahren wenn es in Syrien nichts mehr zu holen gibt wird das Nächste Land weg gebombt usw usw…


#34

Also bei diesem Beitrag musste ich sofort an folgendes Video denken:

Dieses lass ihn einmal machen egal was vorher war ist unglaublich gefährlich. Mit Worten kann man zum Teil mehr Schaden anrichten als mit Waffen. Viele Menschen mit, nennen wir es einmal bedenklichen, Ideologien fühlen sich jetzt Bestätigt und legitimiert. So gab es einen extremem Anstieg an Tätlichkeiten die dem Fremdenhass zuzuordnen sind. Worte können nicht direkt töten aber sie können unsere Gesellschaft angreifen und nachhaltig beschädigen. Das selbe gilt ja auch bei uns in Europa. Wo viele Menschen den rechten Populisten folgen obwohl sie gar keine Fremdenfeindlichen Ideale verfolgen. Doch ermutigen sie damit leider die radikale Minderheit zu weiteren und ausgeprägteren Aktionen. Das kann doch nicht im Sinne “normal” denkender Menschen sein.


#35

Was sollen die Amis machen außer Trump einmal mache lassen und aufpassen was er macht?

Sollen sie lieber so lange demonstrieren bis es Ausschreitungen und Tote gibt? Ich denke nicht. Stattdessen sollten die Demokraten schauen, dass in den nächsten vier Jahren nicht jeder Blödsinn durchgesetzt wird, mit Hilfer mancher Republikaner versteht sich, und sie in vier Jahren die Wahl wieder gewinnen und Trump ablösen.


#36

Also ich muss auch sagen, dass ich Clinton nicht besser finde. Die Frau hat als Außenministerin in Libyen das Völkerrecht gebrochen und ein fremdes Land angegriffen. Gaddafi ist ein übler Diktator gewesen, aber ohne Zustimmung des UN-Sicherheitsrates darf ich doch nicht in ein fremdes Land einmarschieren und die Führung gewaltsam absetzen. Es gab eine UN-Resolution für die damalige Flugverbotszone aber nicht für den Angriff der USA und von Frankreich … Und nur eine Ergänzung: Um Gaddafi und sein Regime ist es nicht schade, aber vor so einer Außenministerin hatte ich da im Bezug auf Russland schon auch große bedenken.

Und zum anderen ist gestern mein Beitrag falsch rübergekommn (und ich habe ihn auch doof formuliert):

Ich würde den Wählern nicht die Schuld an Trump geben. Die Wähler sind nicht die Hüter der Demokratie. Das sind die jeweiligen Regierung. Diese wurden demokratisch gewählt. Sie sollten sich für die Bürger engagieren und deren Probleme bestmöglich lösen. Wenn nicht, kommen immer mehr fragwürdige Politiker oder gar Diktatoren und Tyrannen an die Macht.

Diesen Prozess erleben wir immer wieder in der Geschichte. Weil der Hitler-Vergleich bei Trump so beliebt ist: Die Nazi-Herrschaft hätte es 1933 nie gegeben, wenn es nicht sechs Millionen Arbeitslose gegeben hätte und sich eine weitere Inflation angekündigt hätte.

Dem Wähler die Schuld in die Schuhe zu schieben, der sich von bösen Populisten verführen lässt, ist eben auch nicht die “volle Wahrheit” …


#37

Clinton war alles andere als eine gute Kandidatin. Eine Heiligsprechung hab ich eigentlich nicht wahrgenommen, aber das kommt wohl darauf an in welchen Kreisen man unterwegs ist…
Was sie zB nicht gemacht hat ist die gezielte Tötung von Frauen und Kindern der “Feinde der USA” zu fordern, oder Folter von vermeintlichen Terroristen (ohne Anklage, natürlich) zu forcieren. Allein deshalb finde ich die Sache eindeutig, ich kann nicht gleichzeitig die größten Verfehlungen der USA kritisieren und einen Kandidaten unterstützen der offen für solche Verbrechen eintritt.


#38

Du hast grundsätzlich recht. Für mich war Clinton besser für die US-Innenpolitik, Trump für uns Europäer besser in der Außenpolitik, denn ein Krieg zwischen USA und Russland würde eben sehr wahrscheinlich in Europa stattfinden. Gleichzeitig ist es natürlich ein Hohn wie Trump gegen Minderheiten in den USA hetzt. Keine Frage. Trump ist ein Trottel.

Nur jetzt kommt die Frage nach dem kleineren Übel: Ich bin nicht Amerikaner. Mir kann die US-Innenpolitik ziemlich egal sein. Eine geringere Kriegsgefahr mit Russland ist mir als Europäer dann wichtiger, als die Gesundheitspolitik in Amerika.

Und in den Medien bei uns gab schon deutliche schwarz-weiß-Zeichnungen zwischen Trump und Clinton. Trump war der Hitler 2.0, Clinton die Merkel 2.0 … Und das schönste in der Wahlnacht (obwohl bei diesen Kandidaten eigentlich nichts mehr schön war!) war, als den ganzen Journalisten und Reportern die Gesichtszüge und Texte entgleist sind bei ARD / ZDF / Phoenix / N24 / ntv, als der Trumpsieg immer wahrscheinlicher wurde …

Und wenn man sich den US-Vorwahl-Kampf ansieht, dann haben einfach die Demokraten einen Fehler gemacht. Clinton wurde mit Hilfe der Parteispitze gegen Bernie Sanders als Kandidatin durchgeboxt. Aber wie kann ich einen Kandidaten aufstellen, gegen den im Juli noch das FBI ermittelt hat? Die ganzen Skandale mit E-Mails und der Clinton-Stiftung hätte Sanders nicht gehabt.

Ich war im US-Vor-Wahl-Kampf klar für Bernie Sanders, der die Wallstreet in die Schranken weisen wollte und den Mindestlohn spürbar erhöhen wollte. Ich denke auch, dass Sanders einen Trump geschlagen hätte. Er wäre genauso ein “Nicht-Establishment” gewesen, jemand für einen “Neuanfang”, was viele Amerikaner eben wollten …

Jetzt haben wir Trump. Mit ihme die Republikaner. Aber wenn er wirklich mehr an einem “Roll-back der USA” interessiert ist im militärischen und wirtschaftlichen Bereich, gibt es vielleicht hier ein paar Verbesserungen für Europa … und an das “vielleicht” muss man noch zig Fragezeichen hängen :frowning:


#39

Ja genau. Lasst Trump mal machen, was kann ein Rassist schon anrichten? rolleyes

Appeasement-Politik war noch nie eine gute Idee um solchen Charakteren entgegen zutreten und ist es auch heute nicht.
Und Trump zu rechtfertigen, weil die Gegenkandidaten nicht gut war, kann auch keine Lösung sein. Zumindest hat die Gegenkandidaten keine Minderheiten beleidigt, die nun Angst haben vor der Zukunft, in ihrer Heimat.


Harry Reid mit einem starken Statement.

“If this is going to be a time of healing, we must first put the responsibility for healing where it belongs: at the feet of Donald Trump, a sexual predator who lost the popular vote and fueled his campaign with bigotry and hate,” Reid said.

https://www.yahoo.com/news/harry-reid-rips-donald-trump-for-unleashing-tide-of-hate-151817501.html


Und nur ein Beispiel was viele Amerikaner bald verlieren werden.


#40

Donald Trump mit Hitler zu vergleichen ist schon hart…

Wie gesagt, wieviele Unschuldige starben durch G. Bush? Obama?

Egal wer in den Letzten jahren an der Macht war, die USA zerbombte immer irgend ein Land. Alle Trump gegner können sich auf dem Kopf stellen, er hat die Wahl gewonnen…

Ich mag ihn auch nicht aber das Volk hat gewählt…Traurig ist das man nur Clinton als Alternative hatte, die ist genau so schlimm…

Man kann halt jetzt nur hoffen das Trump keinen blödsinn anstellt. Hätte Clinton gewonnen hätte man auch nicht mehr als hoffen können. Aber dieses trump ist hitler 2.0 geheule ist doch auch lächerlich. Abwarten, vielleicht macht er einen guten job, falls nicht wird er in 4 jahren durch eine andere Marionette ersetzt und die trump gegner können wieder Beruhigt schlafen wenn ein anderer tausende Unschuldige töten lässt, hauptsache er tut so als wäre er nicht böse :wink:


#41

Na zumindest hat Trump bei obamacare von seiner harten Linie abgewichen. Mal sehen wie er es “optimiert.”

Aber sein Auftreten als Präsident bisher ist ja definitiv das Gegenteil von dem als wahlkämpfer. Entschuldigt das alles? Nein. Aber er ist nun mal der gewählte Präsident (auch wenn man dafür nicht mal die Mehrheit der Stimmen braucht…) Und damit finde ich mich zumindest erstmal ab und hoffe einfach dass es nicht so schlimm ist.
Also Hoffnung statt Panik, ja damit lebe ich persönlich besser.

Und ich halte es nicht für richtig diese demokratische Wahl in Frage zu stellen, sondern eher in der Zukunft daran zu arbeiten dass ein solch Populistischer, hassgeschürter Wahlkampf nicht nochmal passiert, bzw. dass ein solcher Kandidat dann zumindest nicht gewinnt.