Star Trek: Enterprise

Ich hab mir heute früh die erste Doppelfolge angesehen. Konnte mich an fast Nichts mehr erinnern. Was man so Alles vergisst in 20 Jahren :sweat_smile:

Im Vergleich zu den Start-Episoden anderer ST-Serien, war das schon voll ok.
Es gab aber einige Szenen, die aus heutiger Sicht befremdlich anmuten. Dazu gehört das übertrieben chauvinistische Auftreten Captain Archers in den ersten Szenen. Auch die „Dusch“-Szene mit den eingeseiften Körpern wirkte völlig deplatziert.

Die Kleidung von T’Pol erinnert mich an jene von Seven of Nine. Nur steht der figurbetonte Schnitt hier noch mehr im Kontrast zu den regulären Uniformen. Denn diese gleichen in Enterprise eher legeren Arbeitsoveralls denn schnittigen Jumpsuits.

Gelungener Auftakt - in den nächsten Tagen geht es weiter!

Funfact zu den Antagonisten der ersten Folge:

Der Name „Suliban“ wurde von Rick Berman erfunden. Als Vorbild dafür diente der Name „Taliban“. Berman hatte einige Jahre zuvor Zeit in Afghanistan verbracht und dort auch Dokumentationen über die Taliban gedreht. Zu der Zeit der Erfindung der „Suliban“ – vor den Anschlägen des 11. Septembers 2001 und vor dem Afghanistan-Krieg – fand er den Namen einfach nur exotisch, wie aus einer Sindbad-Geschichte.

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Bin bei der Wikipediaseite der Serie grad über die Komponistin des Titelsongs gestolpert, weil mir der Name bekannt vorkam und OH, WOW hat die viele Lieder geschrieben, auf die ich voll steh oder bei denen ich zumindest gerne mitschmettere! :heart_eyes:

Alle meine Lieblingslieder aus Coyote Ugly sind von ihr, außerdem noch Nothing’s Gonna Stop Us Now für Starship, I Don’t Wanna Miss A Thing für Aerosmith, If I Could Turn Back Time & You Haven’t Seen the Last of Me für Cher, There You’ll Be für den Pearl Harbor Soundtrack, Til It Happens To You für und mit Lady Gaga, etc. Wahnsinn.

Faith Of The Heart einmal gesungen von Rod Stewart für den Film Patch Adams; in der OST-CD ist es der erste Titel, und später wurde der Titel umgeändert für den Titelsong der Sci-Fi-Fernsehserie Star Trek: Enterprise,

Da gibts eine genaue Liste ihrer Songs:
https://www.realsongs.com/copy-of-latest-songs

Ich hab den Pilot gesehen! Und das ist vermutlich der schwierigste Star Trek Serienstart für mich bisher. :sweat_smile:
Gleich in der ersten Folge reden die Crewmänner drüber, wie Sex mit Aliens ist, sind im Puff, und die Vulkanierin wirkt wie Seven 2.0 (ein Computer mit großen Lippen, großen Brüsten und hautengem Kostüm), während die zweite Frau an Bord eine emotionale Damsel in Distress zu sein scheint. Die Männer (abgesehen vom Captain und Arzt) sind bisher eher charakterlose Minions für mich. Und das schlimmste war die offensichtliche Erotikszene, in der ein Typ der Crew und Miss Sexy sich in Unterwäsche gegenseitig langsam eincremen müssen, um irgendeine (für die Story vollkommen unrelevante) Kontamination loszuwerden. :grimacing: :see_no_evil:
Captain Archer und dass die große Story was mit Zeitreisen zu tun zu haben scheint, lassen mich bisher eher kalt.

Was hab ich Gutes zu sagen?
Noch mal die Zeit vor Kirk und Co. zu sehen, ist natürlich schon cool und interessant. Wie die Vulkanier und Klingonen und Menschen sich da so zusammenraufen, oder auch nicht.
Und der Doktor dieser Crew ist mir bisher sehr sympathisch.

Könnt ihr mir spoilerlos verraten: Verändert sich diese Serie mit der Zeit noch? Oder gibt der Pilot schon nen akkuraten Eindruck davon?

Das dachte ich mir auch.

Das macht es noch US-klischeehafter.

Gib der Serie eine Chance!
Ich liebe TNG, aber Archer war mir bei weitem sympathischer.
Meine Frau und ich fanden die Serie wriklich toll und auch die liebenswürdigen Charaktere sind uns an Herz gewachsen!

Bitte:

akzeptiere dass die Serie 2001 gemacht wurde. Da hat man nix verwerfliches daran gesehen! :upside_down_face:

Disclaimer: Ich hab Enterprise von allen Serien am wenigsten gesehen. Mich hat die Prämisse zu wenig abgeholt. Ich fand die Idee mit dem Temporal Cold War zwar eigentlich interessant (auch wenn das (glaub ich?) dann weniger relevant wurde), hatte aber relativ wenig Interesse am eigentlichen Setting der Serie. Lag aber vor allem daran, dass ich eher enttäuscht war, weil ich mich auf „mehr von der Zukunft“ (also Post-Voyaber) gefreut hatte.

Aber: Gerade Enterprise hat sich mehrfach (auch unter Network-Druck, weil wir es ja hier wirklich mit einer Network-Serie zu tun haben) neu erfunden. Es gibt schon in der Struktur massive Unterschiede zwischen den ersten beiden Staffeln, der dritten (da hat sich das Netzwerk erstmal massiv eingemischt) und der vierten, in der Manny Coto der Serie viel gutes getan hat. Nur war diese Trendwende dann schon zu spät. Also ja, die Serie ändert sich noch. Allerdings muss man halt auch sagen: Die Grundprämisse war, Star Trek viel näher an unsere Welt zu rücken, die Zeit relativ nahe an First Contact zu zeigen. Und damit halt auch, dass die Menschenheit noch nicht ganz so weit von ihren niederen Instinkten weg ist. Leider mit Stilmitteln, die heute … naja. Du hast es selbst gesehen :wink:

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Bin generell der Ansicht, dass man nix versäumt, wenn man diese Serie nicht gesehen hat. Fand den Cast auch nicht berauschend.

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War eine tolle Serie, die zu beginn etwas gemächlich war und dann immer mehr an Fahrt aufnahm. Auch die Charaktere machen alle eine großartige Entwicklung durch!

Im Allgemeinen finde ich das Versteifen auf die Frauenbilder bei so gut wieder Serie oder Film von anno dazumal langsam echt ermüdet. Das diese Rollen früher anders dargestellt wurden wissen wir alle. Das muss man nicht jedes Mal wieder aufs neue hervorkramen. Auch ein Grund warum ich nicht bei dem James Bond Schauen mitmache.

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War halt in älteren Serien davor sogar schon mal besser. Daher nicht selbstverständlich.

Das ist dein gutes Recht. Und meines ist es, drüber zu reden.
Andere Leute erwähnen dafür immer wieder, wie schlecht irgendwelche Effekte in Filmen waren, usw.

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Ich finde übrigens generell, dass die Star Trek Serien nach TNG wieder konservativer werden, statt dem ursprünglichen, visionären Gedanken treu zu bleiben. So sehr ich Voyager mochte, waren wenige Elemente dabei, die gesellschaftlich anders wären als die reale Gegenwart.

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Du sagst es eh im Post darunter selbst, das visionäre ist Star Trek im laufe der Jahre stark verloren gegangen, ent war ein Spiegelbild des Post 9/11 Weltbild, und hat irgendwie dann langsam den Lack verloren. Fand da sg-1 deutlich innovativer. Ich hab’s direkt bei der erstaustrahlung auch recht schnell ignoriert. Erst so 2008/09 hab ich’s dann nachgeholt. Da mochte ich es dann schon.

Beim Frauenbild finde ich hier sogar großen Diskussionsbedarf, da es bereits wirklich andere Serien gab. CSI LV hat zwei wirklich gut geschriebene starke Frauen, Buffy lief schon etliche Staffeln, auch scully war noch am Bildschirm zu sehen. Das war also definitiv nicht mehr das „Frauenbild“ von damals , sondern eine bewusste Entscheidung. Republikaner Star Trek. Wird aber besser, wie @Jokus schreibt, die Serie erfindet sich mehrfach neu und wird eigentlich schon ab Staffel 2 ganz gut.

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Zu der Aufzählung von @Holzauge von Gegenbeispielen kann ich auch noch Everwood hinzufügen, das ich ja grad erst gesehen habe und ab 2002 gelaufen ist (auch eine US Serie).

Grad nachgesehen, die erste Folge kam rund 2 Wochen nach 9/11 raus. Sehr spannend. In der zweiten Folge gabs auch schon so einen Dialog, bei dem ich mir dachte, ui, da spricht ganz viel US Mentalität us dem Captain.

Ich mag T’Pol bisher ganz gerne (Die Vulcans mag ich bisher eigentlich immer besonders :grin:). Sie tut mir oft leid, weil sie ur kompetent und erfahren ist, und sich mit den Noobs rumschlagen muss. In der dritten Folge landen sie erstmals auf einem Planeten und sind ur begeistert und als T’Pol drauf angesprochen wird, warum sie es nicht ist, sagt sie, dass sie schon auf fast 40 ähnlichen Planeten war. :laughing:
Die Namen der Vulkanierinnen machen mich übrigens fertig. Die klingen alle so gleich, dass ich jedesmal googeln muss, ob das jetzt eine ist, die ich schon kennen sollte oder nicht. :smiling_face_with_tear:

Und ich schaus auf Englisch und habe mich gewundert, warum über den Schwarzen Crewman immer wieder gescherzt wird, dass er ein Boomer ist. Musste dann auf Deutsch umstellen um zu sehen, dass es für „Weltraum-Nomade“ steht. Aber auf Englisch hört es sich an, als ob sie bereits damals „Okay, Boomer“ erfunden hätten. :rofl:

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T’Pol hätte ja auch im Konzept eine jüngere Version von T’Pau sein sollen. Also in dem Fall verstehe ich die Verwirrung :wink:

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Das ist mein großer Kritikpunkt an der Serie. Später gibts dann auch noch Folgen die, meiner Interpretation nach, dazu dienen US-Kriegsverbrechen zu entschuldigen. Die wurden in einer Zeit gedreht, als die US-Bevölkerung mehrheitlich den Irakkrieg befürwortete. Das spürt man leider deutlich. Ich befürchte, dass zukünftige Star Trek Serien ähnlich werden, jetzt wo die Rechte bei einem Trump Unterstützer liegen.

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Bisher ist für mich das spannenste an der Serie tatsächlich die „historische“ Komponente – wie die Federation entsteht, woher die spätere Technik kommt und wie sie funktioniert. Das gefällt mir sehr.
Mittlerweile weiß ich, dass die Holodecks von Xyrillians und der Tractor Beam von den Vulkaniern übernommen wurden. Dass sie anfangs statt Sonic Showers ganz normale Wasserduschen haben. Und es gab sogar eine Folge, in der sie Fragen einer Schulklasse beantwortet haben, mit genau solchen Dingen wie „können Krankheiten übertragen werden“, „wie funktioniert das Klo“, etc. Sehr witzig. Beamen und Warp Drive sind noch neu und machen die Leute nervös.
Cool ist auch, dass die Essensausgabe, das Kommunikationssystem und das Arztzimmer tatsächlich Ähnlichkeit mit denen aus TOS haben. Das freut mich.
Ein Fehlgriff sind meiner Meinung nach die Uniformen. Die wirken so gar nicht startrekig. Macht für mich viel aus.

Die zwei jüngeren weißen Dudes verwechsel ich auf den ersten Blick manchmal noch. Dann muss ich genauer schauen, obs der ist, der wie Martin Shorts Sohn aussieht, oder der andere (der Techniker, der dauernd so emotional überreagiert).

Jetzt wo du es schreibst seh ich es auch :rofl:

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Ich hab jetzt schon 20 Folgen der ersten Staffel gesehen.
In Folge 18 („Rogue Planet / Gesetze der Jagd“) gabs einen Gastauftritt von einer Schauspielerin aus Everwood! :astonished: Das war eine tolle Überraschung, sie gleich in meiner Folgeserie wiederzusehen.
Und aus DS9 haben sie sich auch schon zwei prominente Gesichter geholt.
Odo als Techniker, und Weyoun als Gegenspieler der Vulkanier. Letzterer wurde ja echt voll viel bei Star Trek eingesetzt! Der hat alles mögliche schon gespielt. War der so beliebt? :smiley: Jedenfalls hat der so eine markante Stimme und Mundpartie, dass man ihn immer erkennt, egal welche Masken sie ihm draufklatschen.

Eine Sache die mir auffällt: sie zeigen die Männer der Serie wirklich gerne in Unterwäsche. Ein billiger „Sex sells“ Versuch?
Leider ist Tucker, der anscheinend der Schwarm der Serie sein soll, für mich die nervigste Figur. Der wirkt so schlecht ausgebildet. Bei jeder Kleinigkeit verliert er die Nerven. Sonderlich schlau scheint er auch nicht zu sein. Ich würd gern mehr von den anderen beiden Crew-Dudes sehen, aber die haben viel weniger Screentime. Meist sinds Archer, T’Pol und Tucker.
Meine Lieblinge sind also weiterhin T’Pol und der Arzt.

Den Introsong feier ich mittlerweile sehr. :laughing: Eigentlich fände ich auch den Clip dazu cool, wenn sie nicht die ganze Geschichte der Luft- und Raumfahrt auf die USA beschränken würden (die ja tatsächlich oft eher hinterher waren!). :roll_eyes:
Aber ich lass das Intro bisher immer laufen, weil der Song so schön cheesy ist. :smiling_face:

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Muss jetzt auch mal weiterschauen - komm aber gerade kaum dazu. Dein Tempo kann ich auf alle Fälle nicht mitgehen

Hast du nach der Pilotfolge noch weitergeschaut?

Jop - 5 oder 6 Folgen. Obwohl ich Staffel 1 vor Jahren schon einmal gesehen habe. Viel hängengeblieben ist mir da aber nicht mehr.

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