Wie das Leben so spielt... oder alles außerhalb des Plans = Leben!


#41

Und Uni ist keine Alternative? Gibt ja mittlerweile auch sehr gute Fernstudien.

Falls ich mal fett im Lotto gewinne (was eher nix wird, ich spiel nur einmal pro Jahr), werd ich das Shock2-Stipendium ins Leben rufen, zu dem sich jeder bewerben kann. Einstweilen stehst ganz oben auf der Liste.


#42

Ha - sehr nett. Uni kann mir leider nicht folgendes Studium bieten “Composite & Leichtbauwerkstoffe” - das gibts nur an der FH in Wels und ist letztes Jahr erst ins Leben gerufen worden. Der Jahrgang 16/17 ist der erste seiner Art. Darum ist ja das Ganze so in sich schlüssig. Früher wollte ich nie studieren etc. und das gerade jetzt dieser Gang ins Leben gerufen wird und das mich genau DER am meisten interessiert und mit dem gelernten Wissen die Seefracht revolutionieren KÖNNTE (muss man natürlich erst lernen, testen etc.) wäre perfekt. Die Seefracht begleitet mich schon seit 19 Jahren. Das würde alles total Sinn ergeben!

Ich schreibe einfach mal Elon Musk an!


#43

Vielleicht gibt es nicht genau dieses Studium, aber Uni ist halt auch keine Berufsausbildung. Zuerst vieles und eher allgemein, dann speziell. Und ich trau mich wetten, es gibt Personal, Forschung, wenn nicht ganze Institute für deinen Bereich. Und wenn da jemand kommt der interessiert ist und Vorahnung hat, dann findet man einen Weg.

Na bitte, nach kurzer Recherche wurde ich in meiner TU-Wien schon fündig, Maschinenbau im Bachelor-, Materialwissenschaften im Masterstudium und du stündest um nix schlechter da als mit der FH. Und solche Kombis findest in allen Unis im Lande.

http://www.tuwien.ac.at/de/lehre/masterstudien/materialwissenschaften/masterstudium_materialwissenschaften/

https://tiss.tuwien.ac.at/curriculum/public/curriculum.xhtml?dswid=6747&dsrid=480&key=40842


#44

Gratuliere dir!

Bin Seit 10 Jahren in der Altenpflege ein stressiger, dunkler, kalter Beruf zumindest nach 10 Jahren - Resultat: Negativität und leichte Deppri-phasen machten sich breit bis ich schließlich aufgrund der Belastung, physisch als auch psychisch nicht mehr mithalten konnte, privat lief es bis vor zwei Jahren auch alles andere als überrund. Ich bekam Migräne mit optischer Aura, Sehstörungen, verlor Kilos, Hörstürze etc. Auch aktuell sitze ich hier mit Spannungskopfschmerzen und das Tagtäglich, Medis sprechen nicht an, der Körper ist unmotiviert, lasch, kraftlos. Ich habe es viel zu spät erkannt und muss die Konsequenzen aktuell mal mit mir rumziehen. Wir reden mittlweile von Schmerzen die rein nur Morphium stoppen könnte, laut Arzt, man kämpft halt aber wenn dich diese Migräne, der Druck im Kopf und Augen so hernimmt und deinen Alltag so beeinflusst, dann scheisst du mal drauf. Momentan arbeite ich daran, dass ich Fit werde und mir selbst positive Erlebnisse schenke. Ich heirate im August und starte ab September meine neue Ausbildung, meine Frau und meine zwei Bullys schenken Energie, unfassbar, aber diese Absacker die holen dich schnell vom positiven weg.


#45

Klingt heftig und ich kann nicht sagen, ob meine Situation vergleichbar war, auf jeden Fall hat mir eine Psychotherapeutin extrem viel geholfen und k.A. wo ich wäre, wenn ich nicht ihre Hilfe gehabt hätte. Bei mir war es (egal wo), dass ich immer über 100% ging. Sei es Arbeit, Privat, Hausbau, Sport - ich habe einfach keine Grenzen gekannt oder ERkannt und das Erkennen ist einfach extrem wichtig. Ich hatte nie gelernt, wie man NEIN sagt. Einfach zu sagen:“Tut mir leid, das will ich jetzt nicht mehr machen!”. Irgendwie ist es immer gegangen und irgendwann war es dann auch schon fast zu spät. Da war ich dann schon im Burnout drinnen, aber ich konnte mich wirklich sehr gut erholen.

Mich hat auch meine Freundin extrem unterstützt, mir den kompletten Druck weggenommen und auch das AMS hat mich da über Monate hinweg in Ruhe gelassen, weil ich auch eine ärztliche Bestätigung hatte, dass es eine “depressive Episode mittleren Grades” war und ich auch kündigen musste. In der Zeit habe ich viel gelernt, das mir jetzt enorm hilft. Grenzen erkennen, Pausen machen, einfach mal Dinge für sich behalten, keine Rechenschaften ablegen uvm.!

Ich kann auf jeden Fall sagen, dass - so schlimm die Situation damals war - ich gestärkt daraus rausgekommen bin und ich wohl ohne diese Situation niemals die Matura nachgemacht hätte und mich nicht so verändert hätte, wie ich jetzt unterwegs bin. So gesehen war es ein positives Erlebnis, es hat mich zu dem gemacht, der ich jetzt bin und nur so konnte ich den Schritt der Veränderung wagen, ohne das hätte ich nie die Kraft und den Willen gehabt, denn “es wär eh schon irgendwie gegangen!”.

Altenpflege bzw. Soziales ist auf jeden Fall einer der härtesten Berufe, das wissen viele nicht oder unterschätzen das. Was ich Dir empfehlen kann - auf jeden Fall eine Psychotherapie - KEINEN Psychologen - einen Psychotherapeuten, denn die gehen die Situation ganz anders an und ich empfehle Dir auch chinesische Medizin, denn diese Leute beschäftigen sich auch mit dem Geist und der Situation und mit den Auswirkungen. Körper und Geist gehören zusammen und wenn der Geist krank ist, dann schlägt sich das aufn Körper!

Wenn Du mal persönlich reden willst - schreib mir ne PN!


#46

Meine Frau ist beides, kann das aber voll bestätigen. Haben aber auch einen ganz anderen Ansatz.


#47

Ich bin sehr von die Ehrlichkeit hier beeindruckt…
Vor paar Jahren habe ich auch eine Scheißzeit durchgemacht… fast die ganze Familie beerdigt (Mama, Großeltern…) meinen Vater fast an Lungenkrebs verloren, ihn nach der Chemo wegen Herzstillstands reanimiert. Haus abgebrannt.
Ich hole mir Kraft aus meiner Familie… meine Tochter, Frau und ich stehen 100% zueinander.
ich stecke mir Ziele und jeden Abend vorm Einschlafen, stelle ich mir vor, wie es sein wird wenn ich es erreicht habe… das gibt mir persönlich viel Kraft. Natürlich auch gute Freunde. Und meine Musik.
Außerdem habe ich gelernt vor Leuten die mir Energie rauben, Abstand zu halten und konsequent NEIN zu sagen…

Ich wünsche allen hier, vorallem Aztec, viel Kraft!


#48

Puh - klingt auch verdammt heftig! Aber das mit dem Vorstellen habe ich (gerade zum Ende hin) bei der Matura auch gemacht. Vorstellen wie es aussieht, wenn ich das Zeugnis in der Hand habe, wie ich dann rausgehen aus der Schule damit und es dann mein Eigen ist! Man glaubt gar nicht, wie stark die Kraft der Gedanken sein kann, das ist noch viel zu wenig erforscht und wenn die ganze Welt immer mehr positiv als negativ sehen würde und auch vor allem die MEDIEN nicht halbstündlich Dauernegatives bringen würden, dann wäre die Welt viel besser und optimistischer.

Ich lesen z.b. jeden Tag Teletext beim Zähneputzen, aber überspringe zu 99% z.b. Seite 136 - 142/143, weil dort nur Mord und Totschlag steht, erst auf 144 kommt dann ab und an was Wissenschaftliches oder wo wieder mal ein Tier eine unbeabsichtigte Reise in einem Auto, Bus etc. gemacht hat. :wink:

Es gilt wirklich sich auf das Positive zu konzentrieren, die Zeit zu genießen, die Augenblicke, die einen stark machen und alles andere in die Tonne treten, denn das zieht nur runter und braucht kein Mensch.


#49

Heute Abend habe ich meinen ersten Besuch an der Abend HTL / Mechatronik… Na da bin ich schon gespannt! :slight_smile:


#50

Sorry ich hab jetzt nicht ganz alles gelesen, weil es einfach zu viel war, aber:

  1. ich gratuliere dir herzlich zur bestandenen Matura! :blush::sparkles::confetti_ball::trophy:
  2. ich weiß, die Sache mit der Finanzierung des Studiums ist manchmal echt ein Hund.
  3. ich hab zuvor auch ein Kolleg gemacht, ich sag dir ganz ehrlich - ich bin dadurch gereift und konnte mich gut aufs Studium einstellen und bei mir ist es auch sehr… schulisch mit dem Stundenplan (100% Anwesenheit, obwohl Uni, aber ich komme damit besser zurecht als mit 0% :rofl:)
  4. hoffentlich hast du heute einen guten Abend, wünsche dir viel Spaß und Erfolg weiterhin! :smile:

#51

Naja - reifen muss ich eh nimma viel… mit 39 Jahren :wink:

Studium 100% Anwesenheit? Wie soll das funktionieren?


#52

Medizin, die wollen sicher gehen, dass wir die Niere nicht mit dem Gehirn verwechseln, wenn wir das Studium abgeschlossen haben :wink:


#53

Hat sich beim Medizin Studium schon etwas im Ablauf geändert oder studiert man noch immer jahrelang ohne jemals auf einen Patienten losgelassen zu werden?
Und dann nach langem studieren vielleicht sogar draufkommt das man doch lieber überhaupt nichts mit kranken Menschen zu tun haben will. :joy:


#54

Nein, es hat sich schon eine Menge getan, in den Jahren 5 und 6 (es werden über 90% in der Mindestzeit von 6 Jahren fertig) arbeitest du in Spitälern und ab dem abgeschlossenen 2. Jahr musst du auch Praktika außerhalb der Vorlesungszeiten (also v.a. im Sommer) absolvieren. :slight_smile:
ich weiß vor 2006 war alles noch anders.

ABER: ich muss sagen, es gibt Länder bei denen die Lehre wirklich weit oben steht, wie in Finnland - dort besprechen sie Fälle und werden zu zweit gemeinsam mit einem Arzt dann alles von A bis Z gemeinsam durchmachen, also sie fangen bei Einsicht in die Akten an, gehen Untersuchung und Behandlung gemeinsam durch (sowohl theoretisch als auch praktisch) und dann schreiben sie den Entlassungsbrief bzw. Aktenvermerk. Außerdem ist es dort so, dass die allgemeinen Fächer wie Innere Medizin und Chirurgie schon im 5. Jahr absolviert sind und sie, da es dazu keine Lehrveranstaltungen mehr gibt, bereits ab da neben dem Studium als bezahlte Stationsärzte arbeiten dürften - wundert mich bei der guten Ausbildung nicht.
Da müssen die Med.Unis und Fachgesellschaften in Österreich noch einiges lernen… aber hier sind generell Mediziner leider sehr oft zu sehr im Konkurrenzdenken, manche zeigen nicht einmal neu erlernte Methoden aus dem Ausland weiter, weil sie sonst nicht der einzige auf der Station wären, der das kann. LÄCHERLICH - und was wenn der mal am Tisch liegt? Dann muss ihn hald ein Noob behandeln, selbst schuld. :see_no_evil:


#55

Beruflich habe ich mit Ärzten zu tun und bei vielen habe ich das Gefühl, dass es ihnen nur ums Geld geht.


#56

wenn ich ehrlich sein darf, ich finde mehr als die Hälfte meiner KollegInnen im Studium auch schon ungeeignet - und trotzdem haben sie nicht nur die Aufnahmeprüfung bestanden, sondern alles andere der letzten 4 Jahre auch [kopfschüttel]

…also Charakter u./od. Wissen.


#57

Das hab ich gemeint. Dann plötzlich sollen sie mit Menschen arbeiten und man sieht wie unbrauchbar manche für diese Job sind.

Zum Glück gibt es aber auch Ausnahmen. :wink:


#58

Wenn ich erst mit 40 wirklich zum Verdienen anfange, würde es mir auch nur ums Geld gehen. :smiley:


#59

In vielen Ländern ist gerade im Undergraduate Bereich so etwas Pflicht.


#60

Haha gut gesagt :joy: aber ich hab erst spät (23) mit Medizin begonnen und werde voraussichtlich mit 29 trotzdem fertig sein und spätestens mit 30 Geld verdienen, und dann im Vgl zu vielen anderen Berufsgruppen nichtmal schlecht (aber immer noch zu schlecht für den Job -> Gefahrensituationen / Infektionsgefahr auch mittels spitzer Gegenstände und Blutkontakt usw, mittlerweile 24h Nachtdienste - früher gingen die teils 36h… ich weiß das, mein Papa ist Arzt, ewig langes Studium - seien wir ehrlich auch 6 Jahre sind einfach ewig lang und durch 100% Anwesenheitspflicht kannst du dennoch nicht wahnsinnig viel nebenher verdienen, dann kommt noch die große Verwantwortung dazu - es geht wörtlich um die Gesundheit bzw auch um Leben und Tod manchmal, usw)

…ging es in diesem Thread nicht eigentlich mehr um die Erfahrungen von @Aztec_Mystic ? :wink: