Politik


#2388

Das eigene Volk verhungern zu lassen (Stalin, Mao) oder umzubringen, weil es Lesen, Rechnen, Schreiben, Musizieren konnte (Rote Khmer), sprengt auch alle Grenzen (und wurde damals und teils auch noch heute von vielen Linken verharmlost).
Nur so nebenbei bemerkt.


#2389

Ja, auch oasch. Macht das den Nationalsozialismus jetzt besser?


#2390

Mich hat gestört, dass Du nur die Nazizeit als jede Grenze sprengend hinsichtlich Grausamkeiten erwähnt hast (wie es auch immer wieder mal in den Medien vorkommt). Die Opfer gab es in jedem dieser Drecksregime.
Und die waren alle gleich grauslich und menschenverachtend. Massenmord ist Massenmord, egal mit welchen Mitteln.
Und diese Liste lässt sich beliebig fortsetzen, seien es die Mongolen im Mittelalter, der 30jährige Krieg, die Belgier im Kongo, die Türken an den Armeniern, die Japaner in China, die Italiener in Äthiopien, die Massenmorde damals in Indonesien (da hat der Westen die Goschen ghalten), der Genozid in Ruanda (Schweigen des Westens), der Krieg im Sudan (Schweigen des Westens). Und auch das gewissenlose Abschlachtenlassen der eigenen Soldaten durch ihre Anführer im 1. Weltkrieg war schon quasi industrielles Massenmorden.


#2391

Nein. Wurde aber auch mehrfach hier bereits festgestellt.

Mir fällt nur in linken (gebildeten) Kreisen der Hang zum Kommunismus auf, während man bei jedem Räuspern eines FPlers im Quadrat hüpft. Spricht man sie auf die Verbrechen der Soviet Union an, wird ebenso relativiert, wie es auch auf der anderen Seite des politischen Spektrums passiert.


#2392

[quote=“Mantarus, post:2384, topic:2035, full:true”]Grausam waren andere ebenfalls, aber das sprengte und sprengt jede Grenze und ist absolut unentschuldbar.
[/quote]

Ich setze da meine Grausamkeitsgrenze viel niedriger an. Es müssen für mich nicht erst Menschen in siebenstelligen Zahlen industriell hingerichtet werden, um von irgendwelchen überschritten Grenzen oder absoluter Unentschuldbarkeit zu reden. Es reichen schon ‘einfache’ Dinge, wie bombardieren eines Krankenhauses, oder Einsatz chemischer Waffen wie erst dieser Jahre in Syrien. Im Ausmaß und Zahl der Opfer mit einem Weltkrieg nicht vergleichbar, aber das muss es wie gesagt nicht.


#2393

Ja, das ist ebenfalls verachtenswert und für die Opfer ist es egal durch welches Regime sie umkommen.

Aber ein richtiger Wirtschaftszweig der sich nur um die Vernichtung von Leben drehte ist noch eine Stufe heftiger. Der zweite Weltkrieg hat viel verändert, Grenzen (wie weit der Mensch geht) abgeschafft und eine Ideologie etabliert, die bis heute nachwirkt.
(“Na so schlimm war der Hitler nicht, immerhin hat er Autobahnen gebaut” “Unterm Hitler hätte es das nicht gegeben” bis hin zu Aussprüche wie ausmerzen, bis zur Vergasung,…).


#2394

Es ist doch sinnlos, zu diskutieren, was heftiger war.
Das Ergebnis bleibt gleich. Den Opfern ist es egal, wie sie ermordet werden.
Die Khmer haben viele Opfer einfach erwürgt oder erschlagen, um Munition zu sparen!
Und die Ideologien sind auch austauschbar und kommen und gehen, irgendein gestörtes Arschloch wird immer einen Grund finden, um Menschen zu ermorden egal ob Nazis, Kommunisten, Faschisten, Herrenmenschen, Taliban IS.
Und, wie gesagt, Stalin und Mao werden auch bis heute verklärt von manchen.


#2395

:slight_smile:
Ja, meine persönliche Grenze ist auch viel weiter unten.
Aber der zweite Weltkrieg, hat die Menschheit verändert und Grenzen verschoben, die man vorher noch nicht überschritten hat.


#2396

Die Grenzen wurden doch schon mit WW1 überschritten, als begonnen wurde, Menschen in Massen ohne Skrupel mit moderner maschineller Technik umzubringen.


#2397

Das liegt vielleicht auch daran, dass der Geschichtsunterricht in der Schule quasi nach dem zweiten Weltkrieg vorbei ist und die Schüler da fast gar nix mitbekommen. Bis zum Ende des zweiten Weltkriegs bekommt man ja alles gut präsentiert.


#2398

Das stimmt, leider. Das gehörte viel umfassender unterrichtet.
Und leider braucht es nicht mal Ideologien, es reicht die Gier nach Land, siehe nordamerikanische Indianer und wie man die entrechtet hat. Und es zieht sich durch die Menschheitsgeschichte.


#2399

Naja, der 1.wk, bzw die friedensverträge und später die Genfer gift Gas Konvention haben das eigtl schon getan.


#2400

Ich möchte ja gar nicht wissen, wieviel chemische und biologische Kampfstoffe noch in den Lagern der USA und Russland liegen, im Kalten Krieg wurde ja weiter entwickelt und die Verträge waren das Papier, auf dem sie vereinbart wurden, nicht wert. Und beide Staaten haben Versuchspersonen ohne deren Wissen diesen Stoffen ausgesetzt wie auch nuklearer Strahlung. Bezeichnend.


#2401

Weil die Nazis bei uns im Parlament sitzen vielleicht?


#2402

Stimmt.

Ebenso Atombomben. Auch wenn (willkürliche Zahl incoming) die USA 10.000 Bomben abrüsten, haben sie wahrscheinlich immer noch genug um die Erde 1000 Mal zu zerstören. Und eine heute entwickelte Atomwaffe kann man ja auch nicht mit den Bomben von früher vergleichen.

Ebenso das Kampfgas.


#2403

Yep. Es ist eh deprimierend, darüber zu diskutieren.


#2404

Es sind auch gestandene Linke im Parlament.


#2405
  1. Schön wär´s,
  2. Und welche Verbrechen hätten die in Österreich aufzuarbeiten?

#2406

Bitte korrigiert mich, aber der Kommunismus per se sieht ja auch keine Verhetzung anders denkender vor. Im Wesentlichen gestützt auf die Theorien von Karl Marx, Friedrich Engels und Wladimir Iljitsch Lenin, steht der Kommunismus für ökonomische und politische Lehren, mit dem Ziel, eine herrschaftsfreie und klassenlose Gesellschaft zu errichten.

Der Nationalsozialismus dagegen ist eine radikal bzw. extrem antisemitische, rassistische, nationalistische (chauvinistische), völkische, sozialdarwinistische, antikommunistische, antiliberale und antidemokratische Ideologie.

Also bitte hier nicht Ideologien mit Kriegsverbrechen die unter deren Namen gemacht wurden vermischen.
Kriegsverbrechen wurden schon unter so einigen Ideologien gemacht. Aber wärhend die eine für Verhetzung steht, steht die andere für Gleichheit aller. Das macht imo schon einen unterschied (ohne jetzt den Kommunismus bewerten zu wollen)


#2407

Und die klassenlose Gesellschaft wollte Lenin friedlich erreichen? Entnimmst du seinen Zielen keine radikalen Gedanken?