Politik


#2188

frage in den raum: wie hätten diese vereine unter beibehaltung der förderung diese gewaltverbrechen verhindert?

provokantes beispiel: der mord in wr neustadt; ein 19 jähriger syrer, der seine freundin erwürgt.

was hätte das frauenfilmfestival oder der arbeitskreis aep, oder die zeitschrift für feministische geschichtswissenschaft tun können um das zu verhindern?


#2189

Prävention kann leider nicht jedes Verbrechen im Vorhinein verhindern. Und ja, nicht jeder dieser Vereine ist wohl notwendig.


#2190

An diesen Verbrechen vielleicht nichts. Aber in unzähligen anderen Fällen häuslicher Gewalt, die in Folge auch in noch schlimmeren Verbrechen münden können, sind solche Einrichtungen erste Anlaufstellen, die dann viel für die Geschädigten tun können.

Vielleicht gab es hier schon im Vorfeld Warnsignale. Ein Verein, eine Initiative oder was auch immer, die an Schulen Aufklärungsarbeit leistet, hätte hier mitunter Präventionsarbeit leisten können.

In welche Richtung soll das gehen? Na klar sind nicht alle Posten bei denen hier gespart wurde essentiell.


#2191

sie sind halt alle oben verlinkt bei dem standard-artikel.


#2192

nicht jedes ist noch eine starke untertreibung.

vereine als opferverbände halte ich natürlich für sinnvoll.


#2193

Die Briten stimmen gegen den Brexit-deal mit 2/3 Gegenstimmen.

Was für Dodln. Also entweder wirds a exit vom Brexit od a No-deal-austritt. Was für Kasperln.


#2194

Wäre in den meisten anderen EU-Ländern ähnlich gelaufen.


#2195

ich hoffe, es ist dann langsam vorbei. dieses eeewige herumgetue seit der abstimmung war so mühselig. jetzt bin ich der ansicht, dass das votum zu akzeptieren ist [weil ansonsten: was für ein gewicht hat dann schon eine wahl, wenn man einfach so oft wählen lässt, bist es der am lautesten schreienden gruppe passt?]. die verhandlungen waren in ihren entwicklungsschritten überschaubar. da hat jeder von den briten versucht ein i-tupferl im protokoll als verhandlungserfolg zu verkaufen, obwohl man wusste, dass das nur ein haufen sch- war. die einstellung “wir sind das große vereinigte königreich, europa wird sich schon auch nach uns richten” hat genau gar nicht funktioniert. dass der brexit natürlich ein absoluter blödsinn ist, haben auch die ukip-populisten gemerkt, die nach und nach das weite aufsuchten, als es womöglich darum gegangen wäre verantwortung zu übernehmen.


#2196

Hallo Kenny! Ich lese deine Beiträge so gerne, deine Meinung ist fundiert und du schreibst in einem herrlichen stil, aber wenn du - so wie oben - in einer Wurst dahinleierst, dann tut man sich trotzdem schwer beim Lesen.

Könntest du vielleicht in Zukunft auf ein freundlicheres Schriftbild achten? Bitte, das wäre super. Würd mich sehr freuen, bei der Qualität deiner Beiträge.


#2197

Ich werde es heute noch einmal überarbeiten. Wenn aufwühlendes Thema auf späte Uhrzeit bei mir zusammenkommen kommt schon mal sowas raus.


#2198

Bin mir nich sicher, ob ein anderes Land ebenfalls in einem derartigen Chaos enden würde. Die Briten haben meiner Meinung nach immer noch im Kopf, sie wären ein Weltreich, das große britische Königreich. Anders kann ich mir das Getue nicht erklären.

In der EU hatten sie eine Sonderstellung mit vielen Privilegien. Aber sie haben es nicht verkraftet, dass Deutschland und Frankreich eine Führerrolle bekommen haben. Ich würd sie ja jetzt anrenen lassen (wäre daher sicher kein guter Politiker). Politik funktioniert aber anders (sofern man nicht Trump heißt). Ich denke daher, dass (wenn nicht öffentlich, dann unter der Hand) nachverhandelt wird, weil von einem harten Brexit hätt keiner was.


#2199

oder der brexit ist geschichte, sie bleiben ind der eu aber aufgrund der ganzen umstände verlieren sie alle privilegien :blush:


#2200

Das wär für alle das beste :smiley:
Damit wär gezeigt, dass ein EU-Austritt, auch wenn er nicht passiert, sinnlose Probleme hervorruft und dass man am Ende dann doch zusammenbleiben sollte um in der Zukunft politisch noch mitspielen zu können…


#2201

Ein erneutes Votum hat für mich durchaus einen legitimen Rahmen. Denn beim ersten Votum wurden dem Volk einfach falsche Informationen aufgetischt. Der Brexit, so wie er sich nun in der Realität gestaltet, hat nicht mehr viel mit dem zur Wahl gestellten Brexit zu tun.
Daher sehe ich es durchaus als vertretbar, das Volk mit einer neuen (nicht erneuten !) Befragung zu konfrontieren. Zur Wahl sollte stehen, ob das Volk zu Mays ausgehandelten Bedingungen (die der einzig relaistische Option beim tatsächlichen Vollzug entspricht und das von Anfang an) austreten möchte oder dann doch lieber gar nicht.

Ob dieses erneute Refernedum dann auch zum Exit vom Brexit führt ist durchaus ungewiss. Allerdings hätte dieses Votum dann zur Folge, dass Rechnung getragen wurde dem Volk alle relevanten Informationen zur Entscheidungsfindung zugänglich gemacht zu haben.

Das große Problem ist ja, dass aktuell drei realtiv gleichgroße Lager bestehen, die aber alle komplett unterschiedliche Ziele verfolgen. In einer Demokratie fürt so eine Konstellation aber zwangsläufig zum Stillstand, da keine Partei genug Einfluß erhält um etwas umzusetzen.


#2202

dass war im großen und ganze die aussage meines nicht wohlformulierten bzw gut formatierten posts gestern.

va der ältere teil der bevölkerung ist noch in alten weltbildern gefangen, in denen gb das große königreich ist, also noch im “britannia rule the waves!”-modus sind. ein anderer teil ist ungebildet und uninformiert in die wahl gegangen - e so wie in allen westlichen demokratien heutzutage.

According to Google, “What is the EU?” is the second most searched term about the EU since the announcement of the historic Brexit referendum this morning. Oh, and in the hours prior to the vote, Google says one of the top questions was “What is Brexit?”

q: | Fortune

ifrit: es haben diverseste mitgliedsstaaten, zusätzlich zu den beitrittsverträgen, noch protokolle ausgehandelt. zb dänemark: EUR-Lex - 12006E/PRO/15 - EN - EUR-Lex gibt aber noch viele weitere.

dass der brexit einfach so vergessen wird, wird nicht möglich sein, weil das austrittsprozedere gem art 50euv kein vergessen vorsieht. einzig ein wiederein- nach austritt ist vorgesehen.

@vino: mag sein, dass ein teil der bevölkerung nicht aufgeklärt war, aber das ist kein mangel der wahl, sondern ein mangel der wähler/innen. es ist eines jeden pflicht informiert in die wahlkabine zu gehen. wer dies nicht tut, hat womöglich mit den konsequenzen zu leben. einfach wiederzuwählen, bis es einer lautstarken gruppe in der bevölkerung passt, entspricht nicht den wertevorstellungen einer demokratie. weil dann kann man das gleich bei jeder wahl machen: wählen lassen, hören was twitter&co dazu sagen, und uU neu wählen lassen. – das wäre doch purer populismus, oder?


#2203

Eben nicht - wenn du die Kampangne damals verfolgt hättest, dann hättest du mitbekommen mit welchen Fantasie-Zahlen und Versprechungen geworben wurde. Das ist aber ganz schwer zu durchschauen für einen Großteil der Bevölkerung und kann daher nicht auf die von dir angeführte Schuldigkeits des Wählers alleine zurückgeführt werden. Hier lag eine gezielte Täuschung und der Mangel an verfügbaren, unabhängigen Datenquellen vor.


#2204

falsche zahlenspielchen hat man immer bei wahlen, va wenn populisten beteiligt sind.
cameron, der für einen verbleib war, hätte a) gar kein brexit-referendum starten können, oder b) er und seine strategen hätten natürlich besser vorbereitet in die kampagne gehen müssen, eben wenn man die gegenseite richtig eingeschätzt hätte.


#2205

sieht sich eigentlich jemand hier im forum die talk runden mit katia wagner an??

was haltet ihr davon?


#2206

Weil ich noch nie von Katia Wagner gehört habe, musste ich googeln. Und dann las ich folgendes auf Wikipedia:

Zudem scheint ihre größte Leistung in der Öffentlichkeitsarbeit eine sogenannte “Waxing-Affäre” zu sein.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass ihre Sendung einen ansatzweise wertvollen Beitrag zu einer objektiven Meinungsbildung leistet.


#2207

meinst du? es sitzen vertreter der parteien zusammen und diskutieren über themen… sicher besser als einen beitrag einer zeitung zu lesen, welche sowieso links oder rechtslastig ist.