Politik: Reaktionen zur aktuellen Rassismus-Thematik

So weit ich mich erinnere war auf dem T-Shirt ein Affe (keine Person geschweige denn ein Mensch) mit einer Banane sowie der Aufrschrift „Jungle Surviver“.

Wie kommt da bitte darauf, dass damit ein Mensch gemeint sein könnte? Ich finde eben solche Gedanken befremdlich. Mir würde das nie in den Sinn kommen.
Und genau darum gehts mir (denke ähnliches meinte @anotheractionhero) - da wird etwas rassistisches hineininterpretiert wo nichts rassistisches ist.

Ich mein wer ist da jetzt der Rassist? Der der da was sieht (weil wie kommt man auf den Gedanken, wenn man in diesem Fall nicht in Rassen denkt?), oder der der nie auf einen solchen Gedanken kommen würde?
Muss man alles entfernen, verbieten und zensieren, das irgendjemanden irgendwann mal nicht passen könnte? Bei 7 Mrd Menschen wird da ercht viel zusammen kommen. Wird die Welt dadurch nicht unnötigerweise ein Einheitsbrei?

Sollte es nicht eingentlich so sein, dass ein schwarzer Junge eben sehr wohl so ein T-Shirt tragen kann OHNE dass sich Leute solche Gedanken machen? Ich meine eigentlich sollte dass das Ziel sein.

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Bei H&M stand „Coolest Monkey in the Jungle“.

Wer da nichts bedenkliches sieht, der sieht auch keine Farben und Geschlechter und blendet, wie wir mittlerweile wissen, jegliche bedenkliche Sachen aus. Aber nur weil man selbst etwas nicht sieht, heißt das nicht das es nicht da ist.

Solang Fußballfans Bananen auf den Platz werfen, solang wird es das sicher nicht geben. Da hilft auch kein „Ich seh das nicht so.“.

Worums mir geht - in einer aufgeklärten Welt, sollte es möglich sein, das jedes Kind, unabhängig von seiner Hautfarbe, alles tragen können sollte, ohne das jemand dabei rassistisch motvierte Hintergedanken hegt.

Das wir leider noch nicht so weit sind steht auf einem anderen Blatt.

Wärs ein weisser Junge gewesen hätt keiner was gesagt - imo ebenfalls rassistisch, nur eben von der anderen Seite. Der Mensch stammt vom Affen ab, unabängig seiner Hautfarbe. Ein Problem wird ja nur daraus (gemacht) weil es einige als rassistisch-abwertend verwenden. Solange das in unserem Köpfen verankert ist, wirds ein Problem sein, da stimmen wir ja denke ich eh überein.

so wie ich das sehe will @Ifrit auf genau dasselbe hinaus wie ich ein paar posts zuvor bei der diskussion mit @G-Virus über uncle bens.

daraufhin habe ich geschrieben:

seine antwort dazu war:

danach mein kommentar:

und genau so kann ich auf deinen kommentar

Nur weil man selbst etwas bedenkliches sieht, heißt das nicht das es bedenklich ist.

du stellst quasi @Ifrit und auch mich (ich fühle mich angesprochen) da, als ob wir das ignorieren würden und mit scheuklappen durch die welt gehen.

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Sehe ich prinzipiell auch so. Natürlich ist das ein Gradwanderung, weil es könnte jemand ja was nicht sehen wollen. Das klammere ich aber mal aus, da ich davon ausgehe, dass wir hier vernüftige Leute sind, die verstehen worauf wir hinaus wollen.
Irgendwo muss man finde ich eine Linie ziehen - es wird imo immer irgend wen geben der sich irgendwie bei irgendas angestossen fühlt.

Genau darum gehts mir - ich ignoriere das nicht, ich denke da einfach anders, eben weil für mich alle gleich sind. Dieses kritische Bild kommt ja nur dadurch zu stande, weil immer noch differenziert wird (schwarz/weiss). Und es ist auch klar, dass ein solches Umdenken in der Gesellschaft nicht von heute auf morgen passieren wird. Dafür wurden gewissen Gruppen zu lange unterdrück.

---- man ich hoffe das kommt Geschrieben alles so rüber wie ich es meine :sweat_smile:

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die sorge hab ich auch immer bei so brisanten themen :sweat_smile::joy:

Nope, verstehe euch schon. Ich hab beim ersten Mal wie ich den Hoodie gesehen habe auch kurz nachdenken müssen was daran rassistisch ist. Wäre die Werbung und der Skandal nicht gewesen, der Hoddie wäre in der Masse untergegangen.

Aber mit Sprüchen wie „in einer aufgeklärten Welt“ bewegt man sich doch auch in den gleichen Dimensionen wie „All Lives Matter“. Beides gut und richtig, aber es arbeitet gegen das eigentliche Problem, weil der systemische und der Alltagsrassmius dadurch beiseite geschoben wird. (mir fällt jetzt keine bessere Beschreibung ein)
Das habe ich auch erst durch die Proteste in den USA und Europa verstanden, weil es thematisiert wurde.

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Ja, da stimme ich dir voll zu! Das wäre das Ziel.
Aber leider sind wir noch lange nicht so weit.
Und wenn man eine Werbekampagne macht, in der mehrere Kinder verschiedene Hoodies tragen, und die weißen bekommen coole „Survival Expert“-Designs (also die sind sogar Experten) und dem schwarzen Kind ziehst du das „Monkey“-Design an, dann ist das tatsächlich bedenklich. Ist ja nicht so, als ob so große Firmen das schnell-schnell irgendwo abknipsen. Da steht ein ganzes Team dahinter, und Model und Outfit werden aufeinander abgestimmt.
Was anderes ist es, wenn alle Kinder mit allen Design abgebildet werden. Oder ein Kind sich das privat ausgesucht hat.

Und zu „Uncle Ben’s“ hab ich mich weiter oben schon geäußert.

In beiden Fällen gibt es Hintergrundgeschichten, die sehr eindeutig sind. Was man als Einzelperson ohne dieses Wissen sieht oder nicht sieht, ist egal. Weil es diese Hintergrundstories gibt, die nicht okay sind. Um die zu kennen, muss man sich aber aktiver damit beschäftigen, weil wenn ich nur das Überschriften-Wissen habe „Schwarzes Kind darf keinen Affen-Pulli tragen“ find ich das natürlich auch übertrieben, aber im Verhältnis dann halt nicht. Deshalb ist es wichtig, sich auf Meinungen/Empfinden von Personen einzulassen, die sich intensiver damit beschäftigen (müssen) und daher auch mehr Wissen haben.

Vermutlich haben die meisten hier helle Haut und sind dadurch halt eindeutig privilegiert, und deshalb nicht so sensibilisiert. Da zähl ich mich selbst auch voll dazu.
Folgendes Zitat hat mir das vor einiger Zeit erst stärker ins Bewusstsein gebracht.
privilege

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Sehr gute Folge zum Thema Rassismus.

#119 Erklär mir die Psychologie des Rassismus, Arnd Florack
Wie entstehen Vorurteile im Kopf? Die Psychologie hinter Rassismus, erklärt von Uni-Prof. Arnd Florack. Jede:r von uns hat sie. Als Gesellschaft können wir trotzdem etwas dagegen tun.
https://erklaermir.simplecast.com/episodes/119

Sprache verändert sich.
Das: „könnte wen verletzen!“, als Sprachänderungsargument hätte ich gerne für die erwähnte Zeit und früher gerne mit ein paar faktenbasierten Beispielen belegt. Also ich geb dir da gerne großzügig eine Spanne von 50 Jahre zurück und bis zu ersten Schriftaufzeichnungen.

Nicht falsch verstehen: natürlich ist es guter Umgang auf verletzendes Verhalten zu verzichten - aber seit der Erfindung der PC suchen manche geradezu nach möglichen Zensurgebieten.
Und die ständig zuwachsende Blockwartgesellschaft läuft mir schon sehr zuwider.

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Das erste Bild was mir zu deinem Komnentar einfällt.

image

Das du auch noch in diesem Zusammenhang die Zensur erwähnst, zeigt nur dass du nicht weisst was Zensur ist.

Ist nicht falsch verstehen, dass neue Fakt ist? Danach kommt immer alles mögliche nur keine Fakten.

Schönen Sonntag.

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Doch, ich tät mir erwarten, dass jemand der eine natürliche Sprachentwicklung in eine gesellschaftspolitische Begriffsbereinigung als Argument mengt, sich dazu was überlegt hat.

Wenn ich das nicht ganz falsch interpretiere ist das Ansinnen des Threads nicht eine Hinterfragung der Rassismusproblematik, sondern der damit mitlaufende Übereifer selbstverwirklichender Mini-Robespierres.

Ich hinterfrage prinzipiell gerne Argumente. Entweder entwaffne ich so, oder ich lern was dazu.
Bei dir gelernt: Schmollreaktion akzeptiert, mein Interesse erlahmt.

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So aufgeklärt ist die Welt anscheinend nicht. Der Mensch stammt nicht vom Affen ab. Biologisch haben Mensch und Affe gemeinsame Vorfahren, sind aber zwei unterschiedliche Gattungen.

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Wo wäre dann in deinen Augen der Sweet Spot, wo ein bewusster Umgang mit Sprache vorhanden ist und in deinen Augen keine „Zensur“ stattfindet.

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ich denke es bräucht so etwas wie einen österreich konvent oder einen konvent der deutschsprachigen länder um eben über unsere sprache zu diskutieren. das thema modernisierung sollte von höchster stelle offiziell besprochen werden, wo möglichst vertreter aus allen schichten zu wort kommen; und nicht über einen „kleinkrieg“ in blogs und schlagzeilen in den medien.

Dazu braucht es keinen Konvent, dass geht von ganz alleine.

„Wo kompstu her?“

„Vor 50 Jahren verwendete man für das Imperfekt von backen noch buk, aus stecken machte man stak. Heute sagt man backte und steckte“, erklärt Jäger. Im Englischen ist diese Entwicklung schon weiter vorangeschritten. Die Zeitenform Past tense wird regulär mit der Endung -ed gebildet. Unregelmäßige Verben sind die große Ausnahme, etwa „do, did, done“.

Jede Sprache verändert sich. Die einen schneller die anderen langsamer.

Die Entwicklung des Englischen gibt uns Hinweise auf das Deutsch von morgen, ist Gerhard Jäger, Professor für Linguistik an der Universität Tübingen, überzeugt: „Die beiden Sprachen germanischen Ursprungs sind sich sehr ähnlich, das Englische verändert sich lediglich schneller. Das liegt wohl daran, dass es von jeher stärker von außen beeinflusst war.“ Während die Engländer mitunter Probleme haben, 400 Jahre alte Shakespeare-Texte im Original zu lesen, versteht man das Lutherdeutsch auch heute noch recht gut.

Ohne es werten zu wollen aber das sich Sprache ändert hat der andere User gar nicht bezweifelt.

@Holzauge
Für mich, sind es die Entfernung von Filmen und Serien die entweder gar nicht rassistisch sind sondern Rassisten verarschen und Werken wie eben „Fackeln im Sturm“ die im Grunde nur einen Disclaimer mit Kontext brauchen. Außerdem sollte man historische Persönlichkeiten auch in ihrem Kontext bewerten und nicht nach heutigen (Haben rechte Politiker immer wieder bei einem Religionsgründer getan und da war das Geschrei groß unweigerlich denkt der Beobachter, Heuchelei?).
Was wiederum nicht heißt das man eine Statue eines Sklavenhalters weiter stehen lassen muss.

Bei Sprache an sich bin ich gerade beim gandern sehr dafür, ich glaub nämlich auch das man eher an wenig an Frauen denkt wenn man die Bürgermeister liest.

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Das ist soweit ich weiss auch beim Tauchen das Zeichen für OK, weil Daumen nach oben „Auftauchen“ heisst.

Wird das dann auch verboten?

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war auch mein hedanke.
außerdem gibt es laut text keinen wirklichen nachweis dass es im spiel rassistisch verwendet wird es wurde herausgenommen weil es einfach möglich wäre.

das ist auch so ein schritt den ich nicht verstehe.

warum verbieten wir dann nicht auch die buchstaben neigr? damit könnte man rassistische worte bilden :sleepy::see_no_evil:

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