NAS (Network-attached Storage) und alles rundherum

Spiele gerade wieder mit dem Gedanken mir ein NAS in die Wohnung zu holen.

Gründe hierfür wären:

  • alle Daten aus meiner iCloud (Apple) lokal speichern und Subscription beenden. Kostet mich in wirklich kein nur ein paar €/Monat, aber ich möchte auf allen meinen Geräten Zugriff auf diese haben, nicht nur, wenn ich eine Apple-Device gerade bediene.
  • alle Daten aus meinem Google-Drive lokal speichern. Da ich ja seit ~1.5 Jahren auf ein Android-Handy umgestiegen bin, werden alle Fotos in die Google Cloud geschickt. Dort wird der Speicher nun auch knapp, aber ich will nicht eine weitere Subscription zahlen.
  • ein Datengrab: über die Jahre haben sich bei mir div externe Speichermedien angesammelt (HDDs, Sticks…). Ich will die alle in ein System spielen und bspw Film- u Fotodateien via Medienserver für bspw Fernseher zum Streaming bereitstellen.
  • Backup: ich hab jetzt nicht wirklich sensible Daten auf meinem Computer, aber div Rechnungen, Verträge und andere Dokumente; quasi das „Einser Ladl“ hätte ich gerne gebackupt.
  • Experimentieren: Cloud einrichten und Familienmitgliedern Zugriff geben, Groupware Programme als „Testprojekt“, die ich vlt in der Arbeit einsetzen kann.

Habt ihr Erfahrungen mit NAS?
Ich beschäftige mich ab und an mit dem Thema. Vor 1,2 Jahren war meine Präferenz noch „selber bauen“, sprich: PC in einem kleinen Gehäuse mit vielen Festplattenanschlüssen zusammenstellen. Bedungen war dieser Gedankengang damit, dass die Hardware von Synlogy & Co einfach wirklich unter aller Sau waren, va für die verlangten Preise. Schon vor einiger Zeit wurde ich auf Ugreen aufmerksam und die Specs der Modelle DXP2800, 4800 u 4800plus lesen sich zumindest mal nicht schlecht (auszugsweise: erweiterbarer DDR5-SODIMM RAM, optional zu den HDDs noch zwei m.2 Slots für SSDs) und sie sind leistbar in meinen Augen.

Was sind eure Erfahrungswerte bei der Hardware (bspw welchen Festplattenanbieter würdet ihr nicht empfehlen; reichen euch 5400rpm-Disks?) und wie sieht es aus mit der Software (hier würde mich interessieren, ob es irgendwelche Stolperfallen gibt, von denen man in normalen Testberichten nichts hört).

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Ich habe seit ein paar Jahren ein NAS von Synology im Einsatz und möchte es nicht mehr missen. Ist halt die optimale Möglichkeit Daten effektiv zu sichern und vielen Geräten Zugriff darauf zu gewähren. Sei es der PC, das Handy, die Konsole oder auch der SmartTV. (Fast) Alles geht und ist herrlich unkompliziert.

Ich hab 5400er Platten verbaut und das reicht vollkommen aus. Mir wären zumindest noch keine Nachteile aufgefallen.

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danke für deinen input.

ich tendieren inzwischen auch zu 5400er-platten, weil sie idr leiser und kühler laufen, was im haushalt wohl wichtiger ist als ein paar mbit/s mehr datendurchsatz.

va haben die ugreen-geräte, die ich mir angesehen habe, den vorteil, dass man 2 m.2. ssds zusätzlich verbauen und als volume oder cache einrichten kann. das sollte, wenn es überhaupt einen flaschenhals gibt, diesen beseitigen. andere nas hersteller haben sicherlich auch, aber mit denen hab ich mich zuletzt nicht beschäftigt.

Ich habe mittlerweileein NAS im Betrieb, vor allem fürs Home-Office und als Archiv. Auch hier Synology, vier Festplatten mit einer Redundanz. Sämtliche meiner Partituren, alle Theatersachen sind dort gespeichert und werden von dort sowohl lokal (auf eine externe HD) als auch in die Cloud (2x!) automatisch hochgespeichert. Und auch sonst: Fotos, Familienvideos, das Theaterarchiv … alles da drauf.

Vorteile: Ich wechsle ständig zwischen Arbeitsrechner und Laptop - ich kann von beiden Systemen darauf zugreifen. Durch die Cloud dann halt auch extern, aber da muss ich dann mit dem zurücksyncen aufpassen. Und natürlich: Medien einfach per Netzwerk irgendwo abspielen - auch sehr praktisch (z.B. liegen alle meine digitalisierten CDs drauf).

Ich würde es nicht missen wollen - ist gut so.

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Ich kann leider noch nichts von meinen Erfahrungen berichten, da ich mein gekauftes Ugreen DXP2800 NAS erst in den Weihnachtsferien einrichten werde. Für das Ugreen NAS habe ich mich entschieden, weil mir nach der Recherche das Gesamtpaket, das Ugreen bietet, am besten gefallen hat. Empfehlen kann ich nur die Webseite www.nascompares.com, auf der man sich super einlesen und recherchieren kann, welches NAS am besten zu einem passt. Ein Tipp für alle Forum Nutzer.

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Ich hatte mal ein Synology NAS, hab aber festgestellt dass ich es eigentlich gar nicht brauche :slight_smile:
Wollte anfänglich einiges mehr damit machen, aber am Ende war es nur ein Datengrab. Hab zwar mehrere Computer aber so wirklichen Nutzen hatte ich vom NAS keinen. Dann lief es nur weniger als 1 Std am Tag wo ich wirklich darauf zugegriffen habe, machmal auch Tagelang gar nicht. Schaltete sich zwar auch in den Energiesparmodus was aber auch nervig war, denn wenn man dann drauf zugreifen wollte musste ich erstmal eine oder zwei Minuten Warten bis es wieder startklar war. Stromverbrauch ist auch in diesem „WakeOnLan“ Modus mehr als nur Messbar.

Hab mir Letzen Endes einfach eine große HDD in den PC gesteckt den ich am häufigsten nutze und noch einen Wechselrahmen zusätzlich, wo ich die wichtigen Daten dann nochmal auf eine kleinere HDD drauf kopiere, die ich dafür ab und an ran stecke.

NAS ist für mich eine Spielerei gewesen die ich zu selten aktiv genutzt habe als dass es sich irgendwie gelohnt hätte. Am Ende hab ich das Ding dann sogar immer runtergefahren um Strom zu sparen, da ich es eh nicht genutzt hab und dann wenn ich mal wieder bsw was davon am TV Streamen wollte oder neue Daten draufscheiben wollte hab ich es halt wieder angeschalten.

Denke man sollte sich vorher klar sein, ob man wirklich ein Nutzungsszenario dafür hat oder nicht.

Ich weiß nicht welches NAS du da hattest - aber meines hat im StandBye so gut wie keinen Stromverbrauch und ist auch nach längeren Phasen ohne Zugriff immer sehr schnell erreichbar. Vielleicht hattest du damals eine sehr günstige oder mittlerweile veraltete Lösung.

Um das NAS optimal zu konfigurieren benötigt es aber auch ein wenig Einarbeitung. Out of the Box lässt man viel Potential liegen.

Meins war von Synolgy, günstiges mit 2 Platteneinschüben.
Heute würde ich mir eins von Ugreen holen, glaube ich. Seit Synology da versucht hat einen auf Monopolist zu machen - von wegen - Platten ja aber nur welche von Synology - ist die Firma für mich persönlich gestorben. Auch wenn Sie da mittlerweile zurückgerudert sind, weil die Kunden wohl weggelaufen sind. Was jetzt nichts über deren Geräte/Software Qualität aussagen soll, die sicherlich im NAS Bereich nach wie vor vorn mitspielt aber für mich ist sowas einfach ein nogo :slight_smile:

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Davon weiß ich nix - habe mir das System ohne Platten gekauft und dann später eigene darin verbaut (sind auch keine Synology-HDDs).

da gabs glaub ich 23 (oder wars 24?) einen aufschrei. hab ich auch nur am rand mitbekommen, weil ich mich damals mit dem thema nas kaufen/selbst zusammenstöpseln beschäftigt habe.

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Is noch nicht lange her, dass da zurückgerudert wurde.

Wie gesagt, kann einem jetzt natürlich auch wieder komplett egal sein, da es die Einschränkungen nicht mehr gibt, aber ich bin bei sowas sehr nachtragend. Aber ist ja eh egal, da ich kein NAS brauche :wink:

Habe mir letztes Jahr so eines geholt:

Habe es ohne RAM & Platten gekauft. Und das selbst aufgerüstet. Als software läuft bei mir trueNAS (https://www.truenas.com/truenas-community-edition/).
Ich bin ein großer Fan von OSS und seit der Einführung von nativem Docker hat man eigentlich keine Einschänkungen. Man kann sowohl apps aus einem Katalog wählen und recht easy installieren, als auch eigene Container aufsetzen. Via Portainer lässt sich das recht einfach managen.

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welche festplatten sind bei euch im einsatz?

  • seagate ironwolf
  • seagate ironwolf pro
  • wd red plus
  • wd red pro
  • toshiba
  • andere
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Das ist ja gar kein reines NAS sondern ein vollständiges, autarkes System - oder verstehe ich da was falsch?

Was meinst du mit „autrakes System’“ ?
Grundsätzlich ist jedes NAS nur ein PC mit mehreren Festplatten-Anschlüssen und spezieller Software drauf. Du könntest ja auch einfach irgendeinen (alten) PC hernehmen und die entsprechende Software installieren, dass es sich verhält wie ein NAS.

Du meinst vmtl. damit, dass ein stärkerer Chip drin ist oder ?
Das war in meinem Fall intention, weil ich ein bisschen mehr damit mache als nur Netzwerk-Storage zu haben.

Es ist mehr so ein Homeserver. Kommt halt immer darauf an was du mit dem Teil machen willst. Wenn du „nur“ ein NAS brauchst, bist du wsl. mit anderen Geräten (UGREEN, Synology, etc.) besser bedient.

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Ja, wenn man sich da auskennt, zeit und Lust hat kann man da viel mit basteln :slight_smile:

Hatte auch schon mit omv als Nas OS rumgespielt, am Ende war ich davon aber schlicht üverfordert wenn mal etwas nicht lief.
Man kann ja auch so fertige container nutzen die man über ein Webinterface verwaltet. Proxmox oder wie das hies was ich da als Containerverwaltung genutzt hatte. Hab davon aber 0 Ahnunung und auch keine Lust/Zeit mich damit zu beschäftigen. Hab zwar mit so Schritt für Schritt Anleitungen einiges installiert und zum laufen bekommen aber sobald ein Fehler auftrat ging halt nichts mehr und ich konnte es auch nicht mehr beheben.

Aber wer sich da rein fuchst bekommt schon sehr viele Möglichkeiten geboten - wo die „noob nas“ Systeme die nur ihr eigenes OS zulassen zügig an Grenzen stoßen, dafür sind die aber halt auch verständlicher und Anfängerfreundlich :slight_smile:

Hat nicht zwangsweise was mit „Noob“ zu tun, sondern eher mit dem Einsatzzweck. Warum soll ich mir ein teureres, lauteres und stromhungrigeres System holen, wenn ich das Teil nur zum Teilen von Daten bzw. als Medienserver verwende? Das hat @Fortyfree93 eh auch gut ausgeführt.

weil es anscheinend neben den klassischen einsatzzwecken, die du umschrieben hast, neu hinzugekommene gibt, die etwas mehr ram/cpu verlangen. ob man jetzt deswegen gleich ein notebook-ryzen7-soc braucht muss jeder für sich entscheiden.

da sehe ich das lineup von ugreen in einem guten sweetspot mit produkten mit intel n100, aber auch einem (etwas teureren) pentium gold chip. letzterer noch etwas stärker, aber noch immer sparsamer als der oben beschriebene von amd im aooostar.

Man kann dafür auch einen gebrauchten Mini Büro PC nehmen und ne usb 3 Platte dran hängen. Ist günstiger, genauso Stromsparend wenn man die Leistung nicht abruft und man ist flexibler da man mehr Leistung zu Verfügung hat wenn man sie denn braucht.

Nachteil - Software um die man sich selbst kümmern muss und man hat ein paar Kabel mehr und nicht alles in einer kompakten Box.

Ich benutze einen alten Mac mini mit 2 externen usb Festplatten im raid1 als nas, zusätzlich läuft Plex und sabnzbd. Da ich den Mac mini schon zuhause hatte hab ich mir geld gespart

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