Mein ganz persönliches "allgemeines Rauchverbot"


#1

Es passt zwar in die aktuelle politische Diskussion, aber das war nicht der Anlass für mein Unterfangen.

Ich bin heute den vierten Tag hintereinander rauchfrei. Ich weiss, das ist noch gar nichts, aber ich ziehe das jetzt durch.

Zur Zeit leide ich voll unter den Entzugserscheinungen. In mir herrscht emotionales Chaos, ich bin gereizt und reagiere über. Außerdem bin ich gestern um Mitternacht schlafen gegangen und heute um vier Uhr morgens wieder aus den Federn gekrochen.

Ist alles Andere als angenehm.

Ich nutze diesen Thread als Plattform, meinen Entzug zu dokumentieren. Vielleicht unterstützt ihr mich ja bei meinem Vorhaben. Freue mich über jeden guten Zuspruch. Danke!


#2

Eine Verwandte hat bis vor kurzem über 1 Jahr ohne Zigarette geschafft und vor kurzem wieder angefangen. :confused:

Hätte mir nie gedacht das sie wieder anfängt.

Sie meinte es is unmöglich wenn in deinem Umfeld geraucht wird.


#3

Es ist auch nicht das erste Mal, dass ich mit dem Rauchen aufhöre.

Egal, wie lange du rauchfrei bist, du bist immer süchtig. Und du kannst immer, auch nach 10 oder 20 Jahren wieder rückfällig werden.

Ein Mal Raucher, immer Raucher.


#4

Du schaffst das! :wink:


#5

Du packst das!!

Mir hat damals Dampfen geholfen die Entzugserscheinungen zu minimieren!! Aber ned das Alko Zeugs aus den Trafiken!

Leider stimmt das. Als meine Bude abgebrannt ist, wurde auch mein Dampfzeugs mitvernichtet. Ein Polizist bot mir eine Tschik an…:roll_eyes:… seitdem rauche ich “nur” mehr 5-7 am Tag.


#6

Hey, alles Gute! Drück dir ganz fest die Daumen!


#7

Herzlichen Glückwunsch zu dieser Entscheidung.

Ich kann mir vorstellen, dass es hart ist aufzuhören, wenn man sich dazu zwingt. Mir ist das damals passiert. Nach einer Erkältung hab ich einfach nicht mehr angefangen zu rauchen. Bewusst aufgefallen ist es mir erst nach ein paar Wochen - und dann wollt ich auch nicht wieder damit anfangen. Schon seltsam, davor hatte ich 10 Jahre geraucht. Ziemlich viel sogar. Keine Entzugserscheinungen. Wahrscheinlich Glück gehabt.

Nichts desto trotz wirst du in ein paar Monaten merken, wie sehr sich deine Lebensqualität verbessert, wenn sich deine Zellen erst mal erneuern, die Lungenbläschen und Schleimhäute sich wieder an Frischluft gewöhnt haben.

Bleib hart. In ein paar Monaten wirst du froh sein, nicht aufgegeben zu haben.


#8

Gratuliere! Jetzt heisst es stark bleiben! Ein Arbeitskollege hat auch unlängst aufgehört. Die erste Woche war seiner Meinung nach schwer, danach war sein Verlangen weg. Also durchhalten Kieni!


#9

Ich war sehr starker Raucher und bin mit 2 Packungen (rote Smart) nicht ausgekommen…wenn ich so darüber nachdenke ist das schon ziemlich irre. Jetzt rauche ich seit dem 3. Dezember 3 Jahre nicht mehr und muss sagen es war anfangs der Horror. Die ersten 2-3 Monate waren sehr schlimm,ich war gereizt ohne Ende ,jedes Wort was jemand sagte war zu viel und ich ging in die Luft. Irgendwann legte sich das aber dann kamen die Nächte wo ich davon träumte das ich geraucht habe und am nächsten morgen dann unmittelbar nach dem aufwachen dachte ich „nein,das hab ich jetzt nicht getan oda“…da sieht ma wie irre das Gift ist…schlimm! Meine persönliche Meinung über das Rauchen ist auch die „einmal Raucher immer Raucher “ Theorie denn ab und zu überkommt es mich und dann zieh ich zwei drei mal von einer Zigarette,danach das Schwindelgefühl der miese Geschmack und ich habe wieder genug von dem Mist für ca 2 Monate.
Also Mann…du schaffst das,nieder mit dem Gift :muscle:t5:


#10

Ich muss mich erst mal für den Zuspruch bedanken, den ich hier erhalte.

Ich hab mir jeden Beitrag aufmerksam durchgelesen und bin erfreut darüber, so viel Unterstützung von euch zu erhalten. Ich denke auch, dass ich mit der ersten Woche das Schlimmste zu überstehen habe.

Man kann es als Mensch, der nie geraucht hat, gar nicht nachvollziehen, wie schlimm so ein Entzug ist. Man verliert jegliche Lebensfreude und denkt, nur eine volle Zigarettenpackung könnte einen retten.

Aber mit so viel Wind von euch in meinem Rücken, werd ich das schaffen. Ich zieh das durch.


#11

gratulation zum entschluss! viele raucher probieren ja erst gar nicht aufzuhören, weil sie von vornherein meinen “das geht eh nie” - aber du hast ja schon mal einen gewaltigen schritt getan!

nein!
es dauert zwar, aber es ist definitiv dauerhaft schaffbar!
beispiel gefällig? ich! oder auch genügend freunde von mir!
gerade die erste zeit ist natürlich schwierig, vor allem wenn im umfeld weiter geraucht wird…
bei mir (ca 3 packungen/woche) hats zwar letzendlich auch mehrer versuche benötigt, aber letztendlich habe ich nun schon seit rund 5 jahren nicht mehr geraucht.
der schlimmste fehler den man IMO machen kann ist, sich ausnahmen zu genehmigen - zb. “eh nur eine weil ichs grad wirklich brauch” oder “eh nur jetzt gerade beim weggehen und mit einem bier” - damit bin ich dann wieder rückfällig geworden, obwohl ichs eigentlich schon geschafft hatte - oder dies zumindest geglaubt habe. aber irgendwann hats dann umgeschalten (auch weil mir dann manchmal wirklich schlecht und schwindelig von der zigarette wurde), und jetzt brauch ich das auf keinen fall mehr.
auch ein freund von mir hat von einem tag auf den anderen aufgehört - der hat aber 2 packungen am tag geraucht.
also: viel kraft, du machst das auch!


#12

Habe früher auch immer über kürzere und längere Phasen geraucht. Konnte aber Gottseidank immer von einem Tag auf den anderen damit aufhören, obwohl es bei der letzten Phase (ca. halbes Jahr) vor jetzt knapp 9 Jahren (bis zu 3 Packerl unter der Woche, am Wochenende 1 bis 2) etwas schwieriger war. Da hat meine Frau auch noch geraucht als ich sie kennengelernt habe (seit ihrem 16. Lebensjahr bis zum 30. durchgehend). Als wir uns dann entschieden haben Kinder zu kriegen haben wir spontan aufgehört – hat aber sicher ein Monat gedauert bis wir komplett rauchfrei waren.

Selbst nach der eigentlich kurzen Rauchphase hab ich sofort gemerkt, dass es mir ohne rauchen viel viel besser geht. Vom Gestank mal abgesehen, war ich von einem Moment auf den anderen fitter. Jedenfalls hab ich mich fitter gefühlt. Ich würde aber lügen wenn ich sagen würde, dass es mich nicht immer noch reizen würde eine zu rauchen. Meistens in rauchender Gesellschaft im Freien, an einem lauen Sommerabend. :wink: Völliger Schwachsinn, aber so gehts mir halt. Konnte aber immer widerstehen, da ich mir ganz einfach keine gekauft habe und anschnorren will ich nicht. Ich habe aber auch das Glück, das mein gesamter Freundeskreis rauchfrei ist und auch schon immer war. War der einzige der immer wieder “rückfällig” wurde.

@Knieriem Finde gut, dass du das machst! Vielleicht hilft es ja es sich hier von der Seele zu schreiben. Schaden kanns nicht glaub ich. Mir half beim letzten Mal (neben dem, dass ich es meinen Kindern nicht zumuten wollte neben ihnen herumzustinken) es mir einzureden wie ekelhaft und unnötig so eine Zigarette ist. Gar nicht so, dass es krank macht. Einfach nur dass es ekelhaft ist was man sich da in die Lunge saugt…


#13

Ich gehöre ja eigentlich geschlagen dafür, dass ich überhaupt noch geraucht habe.

Ich leide unter erheblichen Problemen mit dem Herzen und hatte außerdem bereits Krebs. Rauchen ist das sowas wie ein Super-GAU. Ja, aber hör mal auf damit…

Naja, jetzt zieh ich es durch.

Und ich denk mir schon, dass man immer wieder rückfällig werden kann; auch wenn man jahrlang weg ist davon. Ich hab zwischen 2003 und 2014 gar nichts geraucht und war mir in dieser Zeit sicher, dass ich es nicht mehr brauche.

Im Juni 2014 ist dann meine mir sehr nahestehnde Mutter verstorben - und ich hab wieder zum Glimmstengel gegriffen. So schnell kanns gehen.


#14

Gute Gelingen, viel Kraft, halt’s durch!!

Ich rauche vielleicht 10 Zigaretten im Monat. Manchmal auch wochenlang gar nix.


#15

Oh doch kann ich nachvollziehen, bei mir sind es zuckerhaltige Getränke.

Genau so schlimm jeder Entzug bzw jede Reduktion gewesen. Ich trinke immer noch das Zeug, aber nicht mehr 2L/d, sondern etwa 0.5

Ich wünsche dir viel Erfolg und ich glaube an dein Durchhaltevermögen, im Endeffekt tust du dir/deinem Körper etwas Gutes.
Falls du irgendwann Schwierigkeiten mit Aufmerksamkeit und Konzentration bemerkst, dann trainiere es lieber mit Spielen wie Memory als wieder zu rauchen :slight_smile:
Ich finde es jedenfalls toll, wenn du dich dazu entscheidest und auch dein Bestes gibst, dieses Ziel zu erreichen!


#16

Ich wünsch dir auch viel Kraft und Durchhaltevermögen. Und es hilft bestimmt, wenn dus vielen Leuten sagst, damit sie dich unterstützen können bzw. Rücksicht drauf nehmen. Ich würd am Anfang vielleicht auch “heitere Rauchergesellschaft” meiden. :wink:


#17

Ich bin genauso auf Zucker wie Du. Ich rauche aber nur sehr selten, meist eine Zigarre Partagas D6 oder Cohiba Robusto alle 7-14 Tage mal.


#18

Und nochmals vielen lieben Dank an alle, die mir Mut zusprechen.

Ich habe nun den vierten rauchfreien Tag überstanden und es geht mir mittlerweile schon wesentlich besser als noch vor 24 Stunden.

Im Augenblick bin ich richtig arg am Husten; scheint so, als würde mein Körper jetzt den ganzen Dreck, der in mir steckt loswerden wollen.

Ich halte euch auf dem Laufenden.


#19

Ist das wirklich vergleichbar? Bei mir ist es neben Zucker auch noch Koffein, aber Rauchen ist dann doch nochmal eine ganz andere Hausnummer was Abhängigkeit angeht. Man denkt dann wirklich an nichts anderes mehr. Bei Alkohol ist der kalte Entzug noch übler und kann auch tödlich ausgehen.

Zum Glück gehörte ich in der Schule nie zu den coolen Kids und war daher einer der wenigen Jungs, die nicht geraucht haben. Mittlerweile stellen ja die Nichtraucher die überwältigende Mehrheit an den Schulen.


#20

Das muss leider nicht viel heissen. Ich war in der Schule auch nie bei den “Coolen” und hab erst mit 26 zu rauchen begonnen. Warum? Wegen einer Frau.