Mastodon & Fediverse - Die dezentrale Social Media Zukunft?

Weil du ja Mastodon so hypest und meine Kritik an der Server Struktur nicht nachvollziehen konntest:

Die letzten Tage poppen immer mehr Leute auf die eben von der Server Auswahl überfordert sind (eben genau das was ich gemeint hab, ist eben nicht so Deppeneinfach wie zB Twitter) bzw muss man da auch extrem aufpassen weil die Inhaber der jeweiligen Server auf alle deine Daten zugreifen können.

Und seit gestern seh ich einige der Gaming Leute auf Twitter Hive Accounts posten. Scheint als ob die Community eher dorthin wechselt.

Aber mal schauen wie sich das weiter Entwickelt, am Anfang wird sichs wohl sowieso aufteilen… wenn nicht eh alle trotzdem auf Twitter bleiben :confused:

Wie ich in meinem oben verlinkten Blogpost geschrieben habe, sehe ich Mastodon eh nicht als Twitter-Ersatz für alle, sondern als eine Alternative, die man mögen kann oder auch nicht - Und dass langfristig die große Masse an Leuten entweder bei Twitter bleiben werden oder auf den nächsten Dienst warten, der mehr wie Twitter ist.

Ich persönlich sehe die leicht erhöhte Komplexität von Mastodon auch als eine Art „Qualitätsfilter“ - wenn sich jemand davon abschrecken lasst, dann ists vermutlich eh besser, wenn er fern bleibt :slight_smile:

Ich hab meinen Heidenspaß dort und weine Twitter keine einzelne Träne nach.

Welche Daten denn? Die Posts sind alle öffentlich und es werden keine Userdaten gesammelt, anaysiert oder ausgewertet. Der Serveradmin kann also auf Daten zugreifen, die sowieso öffentlich sind. Ok, IP Adresse oder ähnliches eventuell noch, aber das hast du doch überall anders auch.

Hab evtl unglücklich geantwortet, den Blogpost hab ich nicht gelesen. ^^

@„Qualitätsfilter“ das trifft evtl zu wenn man sich wirklich mit Leuten dort vernetzen will, mir zB gehts ja mehr um News (hab schon auf Twitter so gut wie nie Interaktionen mit anderen Usern und über 1500 Accounts auf meiner Blockliste :joy: ) und da ist das System dort halt suboptimal.

Aber das mit den Servern ist schon ein „Problem“, da es ja doch nicht immer 100%ig offensichtlich ist woher der Server kommt etc. Vor allem in der mobile App scheint das ja ein richtiges Problem zu sein.

Und eben wegen der News brauchts auch eine breite Masse an Usern, sonst werden sich kaum Firmen/Newsseiten etc die „Arbeit“ antun dort auch noch zu posten.

Wobei ich da auch sagen muss das der Twitter Algorithmus da ja auch immer schlimmer wurde und aktuell werden mir sogar permanent ultra rechte Accounts in die Timeline gespült obwohl ich mit denen nie Kontakt trat und niemandem Folge der mit denen interagiert… da kommst kaum mitm Blocken nach… also auch sehr nervig. :confused:

@Daten: naja neben IP zB auch deine E-Mail, unter anderem sind anscheinend auch die Privat Nachrichten komplett unverschlüsselt und können ausgelesen werden… kA wie es mit den Passwörtern aussieht usw.
Und da ja quasi jeder einen Server machen kann wenn man Lust drauf hat, kannst da halt auch sehr schnell an die falschen Geraten.

Mal schauen, evtl schau ich mir selber dieses Hive an, aber ob das mein „News Ticker“ Ersatz wird bezweifle ich irgendwie doch auch. :confused:

Also nicht das ich Twitter hier verteidigen/loben will, die Plattform war eigentlich auch schon immer recht furchtbar, aber eben für die Zwecke wie ich sie persönlich nutze noch am besten. Zumindest bisher.

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Ich finds witzig, wie du recht ausführlich über Mastodon über Bande berichtest, ohne es selbst benutzt zu haben :wink:

@ Server als Probleme: Ich kann mir nicht vorstellen, was du meinst. Sobald man Mastodon benutzt, kriegt man von den Servern nix mehr mit. Nur beim Adden und Mentionen ist das ein Thema. Der normale Gebraucht ist komplett Serverunabhängig, eben wie Twitter.

@ Apps: Ja, die offizielle Mastodon App ist nicht sehr gut bzw fehlen einige Features. Es gibt aber ein gutes dutzend weiter Apps, die meisten kostenlos, die alle Wünsche erfüllen. zB „Metatext“

@ Twitter als Newsquelle: Der Usecase für Twitter hat sich über die Jahre komplett verschoben, früher wars viel mehr zum „Mitmachen“. Mastodon spricht derzeit in erster Linie die an, die auch selber aktiven Austausch suchen, was ja für die „kleinen“ auf Twitter inzwischen überhaupt nicht mehr möglich war, bzw keinen Spaß oder Erfolg gebracht hat.

@ Daten: Also, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Passwörter unverschlüsselt vorliegen. Mastodon wird ja schon seit 5 Jahren benutzt und die Server-Veteranen sind allesamt Tech-affin und meistens sogar Profis, Stichwort Linux :slight_smile: Derartige Probleme hätten diese Typen niemals langfristig gedulded :slight_smile:

@ Hive: das scheint eher ein Instagram mit Möglichkeit für Textnachrichten zu sein. Völli was anderes als Twitter oder Mastodon, die ja nach wie vor den Charme von Micro-Blogging Dienste haben.

Hier ein Auszug aus meinem Blogartikel von neulich:

So schön das auch klingen mag, ich bezweifle, dass Mastodon eine dauerhafte Alternative zu Twitter sein kann. Es existieren derzeit 7 Millionen Nuterzaccounts, während Twitter etwa 300 Millionen User verzeichnet. Es ist technisch einfach nicht möglich, derartig viele neue User in vergleichsweise kurzer Zeit auf den Mastodon Servern aufzunehmen, die ja alle entweder privat oder gemeinnützig betrieben und finanziert werden müssen. Ich denke, wir erleben gerade eine gigantische Promo-Aktion für ein freies, dezentrales Internet. Millionen von Menschen werden sich derzeit zum ersten Mal seit fast zwei Jahrzehnten überhaupt wieder darüber bewusst, dass Internetdienste auch außerhalb der gierigen, gewinnorientierten Hände von Unternehmen und Konzernen möglich sein können.

Diese Promo-Aktion für ein offenes, dezentrales Internet hat jedoch ein Ablaufdatum. Twitter wird als Plattform wahrscheinlich nicht verschwinden. Es wird sich krachend und käuchzend zu einer anderen Form transfomieren, die nicht mehr viel damit zu tun haben wird, wie wir es kannten. Es werden andere, kommerzielle Plattformen die Bühne betreten und mit riesigen Geldsummen um neue Nutzer buhlen. Diese neuen Player werden dann auch die Infrastruktur bereitstellen, um hunderte Millionen Accounts beherbergen zu können. Viele, die im Moment mehr oder weniger unabsichtlich zu Mastodon geflüchtet sind, werden dann wieder abwandern. Mastodon wird zwar weiter wachsen, aber nicht in einer mit Twitter oder gar Facebook vergleichbaren Größenordnung.

Ron Gilbert scheint auch kein großer Mastodon-Fan zu sein.

Mastodon is a train wreck. Someone needs to build a twitter clone… nothing fancy, just like twitter and allow you to grab your twitter handle. I know python, I'll see what I can whip up this weekend. According to Musk it's not that hard and doesn't take a lot of people.

— Ron Gilbert (@grumpygamer) November 17, 2022

Die Kritik dürfte aber vor allem am UI liegen, denn Gilbert meint auch, er habe selbst Tech-Affine Leute an gewissen Tasks scheitern sehen.

My only issue with Mastodon is UI, it's very unintuitive. I've watched very tech literate people be unable to do obvious things (like follow people). It's easily fixed by getting someone that really understands UI design.

— Ron Gilbert (@grumpygamer) November 18, 2022
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Jo, ich folge Ron eh auf Mastodon und er ist da extrem picky. Er früher hat auch schon oft ähnlich über Facebook gerantet (Stichtwort „Clusterfuck“), bevor ers dann komplett verlassen hat. Ist eine (Grafik)Designer Krankheit, für die sind oft sogar Kleinigkeiten, die dem Normasterblichen gar ned auffallen, ein potentieller Weltuntergang (Ich weiß wovon ich rede, habe beruflich schon sehr lange mit diesem Menschenschlag zu tun :wink: )

Mir ist aufgefallen, dass er auf Mastodon extrem ungeduldig war. Hat etwas nicht auf Anhieb funktioniert, hat er sofort drüber geschrieben, bevor er sich auch nur ein paar Minuten damit auseinandergesetzt hat.

Aber JA, Mastodon hat von UI und UX Design ein paar gröbere Macken, aber lange nicht so wild, wie das oft dargestellt wird :slight_smile: Nach ein bisschen Eingewöhnung ist alles easy :slight_smile:

BTW, bezüglich Datensicherheit:

Server braucht man nur zum anmelden und das wars. Sehe hier auch kein Problem. Es gibt bei Mastadon halt keinen Algorithmus der dich mit Tweets äh Tröts zuspammt. Aber man kann Hashtags folgen und findet so womöglich Leute die an den selben Dingen interessiert sind.

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Die meisten :elephant: user sind auf jeden Fall sehr dankbar für das, was sie haben :slight_smile:

Siehe thread unter diesem Beitrag:

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Übrigens gibts auch bereits Desktop Clients für Mastodon, und mit der steigenden Verbreitung wird sich auch hier bald was tun. Hab bereits gehört, dass der Tweetbot Entwickler an was herumbastelt.

Das hier zB ist Whalebird (kostenlos) am Mac:

image

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Ich glaube man könnte schön langsam ein eigenes Mastodon-Topic aufmchen :upside_down_face:

Hab dich doch schon vor Taaaaagen vorgeschlagen :wink:

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Würd ich auch begrüßen.

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Juhu, endlich ein eigenes Topic, endlich kann ich ohne schlechtes Gewissen lobbyieren :innocent: :wink:

Ron Gilbert scheint inzwischen schon Gefallen an Mastodon gefunden zu haben:

Und auch Dominic Armato (die Englische Stimme von Guybrush Threepwood) weiß es zu schätzen :wink:

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Das ist auch eine schöne Erklärung zu Mastadon.

Ich geniesse aktuell die Stille im Vergleich zu Twitter und auch die Werbefreiheit. Geniesse die Tröts von unter anderem George Takei zu seinem kommenden Musical und die Bilder der Sonne des deutschen Zentrums für Luft und Raumfahrt.

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Kennen wir uns auf Mastodon eigentlich schon? Wie lautet dein Handle?
Edit: geadded :wink:

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Gleichfalls.

Habe gestern noch rausgefunden, dass ich auch von der Switch meine Screenshots direkt ans Smartphone schicken kann, damit ist die letzte kleine Möglichkeit, Twitter zu behalten wohl auch weg. Auf der Xbox geht es ja einfach über die Xbox App.

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Artikel mit Infos und Erfahrungen zu Mastodon, der Möglichkeit Elons Ort des Hasses fka Twitter zu entfliehen.

Die mögliche dezentrale Revolution der Kommunikation.

Dies ist der Moment, in dem sich alles ändern kann. Information und Kommunikation können die Welt verändern, so glaubten wir in den 90er-Jahren. Aber dann übernahmen die Tech-Bros die Macht, und dann die Kapitalmärkte, und wir haben danach nie mehr versucht, mit vereinten Kräften zurückzuschlagen, um etwas zu verändern.

Vielleicht sind wir ja gerade wirklich Zeuge von etwas Historischem: nämlich dem breiten Abwandern des demokratischen Teils der Gesellschaft von einer toxischen weltweiten #Plattform für #PublicAffairs hin in die freie, dezentrale Kommunikationswelt des #Fediverse. Dabei findet auch eine #Transformation in den Köpfen statt, die Hoffnung macht auf eine digitale #Zivilgesellschaft jenseits von #Algorithmen für #Pushing und #Viralisierung

Der gesamte Artikel gibt es hier:

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Ich habe inzwischen keinerlei Verlangen mehr, Twitter zu benutzen. In meinen ersten Wochen habe ich Twitter noch parallel mit Mastodon benutzt, aber inzwischen schau ich nur noch alle paar Tage mal rein um zu sehen, ob sich schon was verändert hat und ob ich vieleicht eine Nachricht bekommen habe.

Mastodon fühlt sich echt so frisch und gut an, wie das „alte“ Twitter damals, nur viel, viel besser.

Jetzt, wo die Musk-Skandal-Ratio anscheinend etwas abgenommen hat, kommt es mir vor, als würden weniger Leute von Twitter rüberschwappen. Zumindest habe ich auf Mastodon schon länger kein neues, bekanntes Gesicht mehr gesehen. Aber die Neuanmeldungsrate liegt nach wie vor bei im Schnitt 2000 Usern pro Tag, was pro Monat 1,4 Millionen ausmacht. Wenn das so weitergeht, und davon gehe ich im Moment aus, haben wir Ende 2023 dann 20 Millionen Mastodon User, und das ist dann schon eine ganz ordentliche Hausnummer!

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Das Fediverse ist die Chance Big Tech die Kommunikation wieder zu entreissen, dazu müssten natürlich noch viele mehr mitmachen.
Hive dagegen bietet die Chance nicht. Wie im Artikel oben erwähnt, ist Hive ein Startup, dass irgendwann an einen Milliardär verkauft wird und dann ist Hive da wo Twitter Heute ist.
Ist das @SHOCK2Magazin eigentlich schon im Fediverse?

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