Kautzner-Computer-Museum - News, Infos und Termine


Hallo liebe Shock2 Community.

Seit August 2020 ist unser kleines Museum geöffnet und entführt Jung und Alt in die Zeit der Heimcomputer von 1977 bis 1995.

Unser Webseite findet Ihr unter https://kcm.or.at oder auf Facebook.

Wir sind ein lebendes Museum und alle Exponate dürfen und sollen benutzt und bespielt werden.
Also kommt vorbei und spielt die Spiele eurer Jugend, nehmt Eure Freunde und Kinder mit und genießt einen Tag bei uns im Museum. Es stehen auch viele Bücher und Zeitschriften zum Lesen und schmökern bei uns bereit. Oder wenn ihr noch alte Spiele habt aber nicht mehr die passende Hardware, bringt sie mit und wir versuchen sie zu laufen zu bringen oder auf moderne Datenträger zu kopieren.

Der Eintritt ist frei aber es darf natürlich eine freie Spende gegeben werden.
Da wir keine reguläre Öffnungszeiten haben, einfach kurz per Mail oder Telefon melden und einen Termin ausmachen.

Kautzner-Computer-Museum
Reinberg-Dobersberg 29
3851 Kautzen
Österreich
kontakt@kcm.or.at
+43 2864 2846

In diesem Topic werde ich immer wieder neues aus dem Museum und Termine für Veranstaltungen posten, Schaut daher öfter mal rein, vielleicht gibt es ja Neuigkeiten.

Natürlich darf jeder hier Fragen oder Anregungen posten wenn er will!

lg Andreas

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20 Jahre Gothic!

Wow, bei manchen Spielen merkt man erst wie schnell die Zeit vergeht. Ist es wirklich schon 20 Jahre das ich Gothic gespielt habe? Ja, sieht wohl so aus. Und das wollen wir zum Anlass nehmen um ein wenig über dieses grandiose Stück Software zu schreiben und in Erinnerungen zu schwelgen. Denn selten hat ein Spiel mir so viel Spaß gemacht wie Gothic und gezeigt wie das Erzählen einer guten Geschichte in Spielen funktioniert.

Das Spiel beginnt mit einer Videosequenz, in der die Vorgeschichte der Spiels erzählt wird. Das Königreich Myrtana befindet sich im Krieg mit den Orks, und das Zünglein auf der Waage sind magische Waffen die aus einem ganz bestimmten Erz hergestellt werden welches aber nur auf der Insel Khorinis abgebaut wird. Als billige Arbeitskräfte werden Strafgefangene eingesetzt die in einem nahegelegenen Lager inhaftiert sind. Um die Insel und somit das Erz zu schützen werden, Magier beauftragt eine magische Barriere über dem Erzvorkommen zu errichten. Dabei ereignet sich aber ein ungeklärter Fehler, infolgedessen die Barriere sich ausdehnte und die Magier und das gesamte Tal mit einschloss. In der nun folgenden Revolte überwältigten die Gefangenen die Wachen und traten anschließend in Verhandlungen mit dem König. Denn die magische Barriere erlaubt es zwar die Kuppel zu betreten, aber sie zu verlassen ist unmöglich. Und so einigte man sich darauf weiterhin Erz abzubauen und dafür vom König Versorgung zu bekommen, denn leblose Dinge können sehr wohl die Barriere passieren in beide Richtungen.

So, nachdem nun die Bühne bereitet ist ist es Zeit für den Auftritt des Helden. Doch dieser scheint am Anfang mal gar nicht so heldenhaft zu sein, ist er doch ein verurteilter Verbrecher der eben zur Strafe in die Kolonie geworfen wird. Und von nun an steht dem Spieler die gesamte Welt innerhalb der Kuppel offen und darf bereist werden. Und was für eine wunderbare Welt ist dies in der die Leute einem Tagesablauf nachgehen und die mich lockt sie zu erforschen denn vielleicht gibt es eine neue Waffe oder Rüstung in der Wildnis zu finden die dort jemand versteckt hat. Ich kann hier gar nicht genug betonen das dies damals wirklich etwas außergewöhnliches wahr.

Und was für eine tolle Geschichten hier erzählt werden. Die Götterwelt hinter den Wasser und Feuermagier, die Zwiste und unterschiedlichen Ziele der einzelnen Fraktionen und mittendrin der Spieler und als Gastauftritt die Mittelalterband "In Extremo". Ich kann nur sagen wer Gothic bisher nicht gespielt hat sollte das schleunigst nachholen.

Wer es sich einfach machen will kann sich das Spiel auch als Film in der Spielegrafik ansehen. Einige Dialoge wurden erweitert aber es wurden die originalen Sprecher verwendet und jeder Gothic Fan sollte sich den rund 90 Minuten langen Film mal ansehen. Zu finden ist dieser Fan Film auf der Webseite WorldOfGothic.de.

Und passend zum Geburtstag wurde, vom derzeitigen Rechteinhaber THQ Nordic, vor ein paar Tagen das Entwicklerstudio bekanntgegeben das an dem angekündigten Remake von Gothic arbeitet. Ich persönlich freue mich schon sehr auf dieses Spiel und hoffe bald wieder nach Khorinis reisen zu können und ich hoffe Ihr freut Euch auch.

Originalpost unter: https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/15/20-jahre-gothic/

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Vielen Dank für die beiden sehr schönen Beiträge. Freu mich schon auf den Besuch deines Museums!

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The Hitchhiker’s Quest to Britannia

Was haben Douglas Adams und Lord British gemeinsam? Sie sind beide in diesem Post und nun auch in der Software Sammlung. Denn soeben aus den USA eingetroffen sind diese beiden tollen Spiele endlich in meinen Händen und ich durfte endlich die wunderbaren Feelies befühlen die diesen beiden Boxen innewohnen. Also dann wollen wir mal sehen was diese beiden Wundertüten enthalten.

Fangen wir mit dem vierten Teil der Ultima Serie an, deren Untertitel Quest of the Avatar lautet. Es bringt die Spielwelt von Ultima vom "Age of Darkness" ins "Age of Enlightenment". Nicht nur das Zeitalter wechselt, auch der Name des Landes in dem die Abenteuer stattfinden ändert sich von Sosaria zu Britanna. Nur der von allen geliebte Lord British ist noch der Gleiche. Wie bei allen Ultima Teilen ist auch hier die auf Stoff gedruckte Karte von Britannia mit von der Partie. Um den Wechsel gerecht zu werden gibt es auch jede Mänge Infomaterial in der Box. Die beiden Bücher beinhalten viele Informationen für einen Erfolgreichen Besuch in Briannia. Wer mehr über das Age of Enlightenment erfahren mag sollte sich unbedingt das Special in der RETURN #43 durchlesen wo es viel interessantes zu dem Spiel zu lesen gibt.

Das Spiel war in vielen Bereichen wegweisend für die kommenden Rollenspielgenerationen, wurde doch hier zum ersten Mal der Name Avatar verwendet. Für viele wird sicher auch der Einstieg ins Abenteuer unvergesslich bleiben, den im Gegensatz zu den vorherigen Teilen wählte man nicht zwischen Rassen und Klassen aus, sondern man beantwortete Fragen und je nach gegebener Antwort wurde der entsprechende Held erstellt. Ebenfalls damals ein absolutes Novum.

Don't Panic!

Zum Zweiten Spiel dieses Beitrags brauche ich wohl nicht viel zu sagen, denn die Goldene Flache Box Version ist bereits in der Sammlung (siehe dazu den Beitrag Infocom Klassiker neu in der Sammlung), doch nun ist auch die Greybox Version da und die Feelies sind einfach super. Allen voran die Anti-Gefahren-Brille und die Taschenfussel aus dem Bademantel. Ein besonderer Gag ist das kleine Säckchen mit der mikroskopisch kleinen Raumflotte. Und damit alles mit rechten Dingen zugeht sind die Abrissbescheide für Arthurs Haus und die Erde ebenfalls in der Packung enthalten. Aber wie steht in großen freundlichen Lettern auf dem beigelegten Anstecker zu lesen: "DON'T PANIC". Ich muss schon sagen, Infocom hat es wirklich verstanden schon das Auspacken der Spiele interessant und spannend zu machen, ganz zu schweigen davon das man so recht simpel den Kopierschutz platzieren konnte, denn meistens war es ohne diese Beilagen nicht möglich ein Spiel zu lösen. So, und nun entschuldigen sie bitte ich muss ein Raumschiff erwischen um rechtzeitig zu meiner Tischreservierung im Restaurant am Ende des Universums zu sein, auf ein oder zwei pangalaktische Donnergurgler. Man sieht sich.

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/12/the-hitchhikers-quest-to-britannia/

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Geplante Termine 2021

Da ich zu den unverbesserlichen Optimisten gehöre habe ich für das Jahr ein paar Veranstaltungen im Museum geplant. Mal sehen ob die Corona Situation schlussendlich die Durchführung erlaubt, aber hier mal ein kleiner Überblick über kommende Veranstaltungen bei uns im Museum.

Hier sei vor allem unser diesjähriges Hauptevent angekündigt. Dieses soll von 19. - 20. Juni 2021 stattfinden und steht unter dem Motto: Eine Welt voller Möglichkeiten. Heimcomputer Damals und Heute.

In den letzten Jahren sind die Preise für die originalen Hardwarekomponenten teilweise drastisch gestiegen. Inzwischen kosten manche Heimcomputer aus den 80er Jahren fast so viel wie damals oder sind nur sehr schwer bis gar nicht mehr zu bekommen. Oder man hatte früher ein System mit dem man geliebäugelt hat, es sich aber nie leisten konnte.

Ziel dieser Veranstaltung ist es den Besuchern die verschiedenen Möglichkeiten näher zu bringen, wie sich alte Systeme auch heute noch erfahren lassen, auch abseits von originaler Hardware. Als Beispiel sei hier die Möglichkeit der Nutzung von Emulatoren genannt. In den letzten Jahren ist vor Allem die Entwicklung im Bereich der FPGA Chips weit vorangegangen und diese bieten in der Zwischenzeit die Möglichkeit die alte Hard- und Software bis ins letzte Bit korrekt auf modernen Systemen zu erleben.

Ein wichtiger Punkt ist auch der 35. Jahrestag des Amiga in Österreich. Denn 1986 wurde dieser Computer in Österreich offiziell auf den Markt gebracht. Diesem Meilenstein der Computergschichte sei natürlich auch ein Teil des Events gewidmet.

Unter dem Titel "Textadventures - Bücher zum Mitmachen" wird es im Museum einen Monat lang einen Schwerpunkt auf eines der wohl ältesten Spielegenres der Computergschichte geben. Dabei können auf den verschiedenen Systemen viele der Meiensteine der Textadventuregschichte wie z.B. Zork, The Hitchhikers Guide to the Galxy, The Pawn, Mystery House und viele mehr auf den originalen Systemen gespielt werden. Aber es wird auch ein Blick auf aktuelle Projekte geben und wie man selber eine Textadventure programmieren kann.

Soweit mal ein kleiner Überblick über unsere geplanten Events dieses Jahr. Ich hoffe das die Corona Situation uns die Durchführung erlaubt und das viele Leute die Chance nutzen dabei zu sein.

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/02/20/geplante-termine-2021/

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Hardware Neuzugang: Atari 800XL

Mein kleines Museum will ja die Geschichte der Heimcomputer von 1977 bis 1995 zeigen und deshalb hat bisher ein wichtiger Teil gefehlt. Zwar war Atari mit dem VCS, dem Jaguar und dem ST 1040STF verstreten, doch der 8Bit Bereich der Heimcomputer war bisher nicht vertreten in der Sammlung. Die Scharte konnte nun ausgewetzt werden. Denn ab Sofort befindet sich auch ein Atari 800XL in der Sammlung und bald auch in der Ausstellung.

Das alte Atari Logo

Das Model 800XL war nicht der Nachfolger des Atari 800, wie der Name nahelegen würde, sondern des gefloppten 1200XL und wurde in den USA im Jahre 1983 zum Preis von 299 USD eingeführt. Der Vorgänger Atari 1200XL wurde nur in den USA veröffentlicht und hatte, neben dem hohen Preis, Probleme mit der Kompatibilität zu den Modellen 400/800, weshalb viele Käufer zu den älteren Modellen griffen oder zur Konkurrenz. Deshalb mussten neue Modelle her um Atari aus der Bredouille zu helfen und so wurden die Modelle 600XL und 800XL entwickelt. Diese Modelle wurden mit 16KB (600XL) bzw. 64KB (800XL) ausgerüstet und benutzten eine Version des 6502 Prozessors, wie er z.B. auch im C64 oder Apple II verwendet wurde.

Atari 800
Atari 800XL

Vor allem wurde das Design im Vergleich zum 400/800 eher an das des 1200XL angelehnt und wie bei der Konkurrenz Commodore das Basic gleich direkt eingebaut. Bei den alten Modellen musste das Basic ja noch per Modul extra gekauft werden. War jedoch im Vergleich zu den alten 400/800 Modellen eingespart wurde, waren die vier (4!) Joystick Ports. Denn jetzt stehen nur mehr zwei zur Verfügung.

Als Datenspeicher standen günstige Kompaktkassetten oder die wesentlich teureren 5,25 Zoll Disketten zur Verfügung. Viele Spiele sind für die Geräte der Atari 8 Bit Reihe erschienen und ich freue mich sehr darauf diese nun auf dem Originalsystem spielen zu können. Durch die aktive Szene rund um Atari Heimcomputer gibt es auch aktuell noch immer neu Hard- und Software für dieses System und hier darf ich als Beispiel das Spiel The Rescue Expedition nennen. Ich hoffe das ich bald einen weiteren Beitrag zu der bereits im Zulauf befindlichen SD Karten Lösung als Diskettenlaufwerk Ersatz schreiben kann, Also, stay tuned!

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/15/hardware-neuzugang-atari-800xl/

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Der letzte Ninja in New York

The Last Ninja aus dem Jahr 1987 zählt für viele immer noch zu den schönsten Spielen auf dem Commodore 64. Spielerisch dagegen sieht es mit der Einigkeit nicht ganz so gut aus. Für manche ist die Isometrische Ansicht der Welt und die Steuerung ein unüberwindbares Hindernis, für andere eher nicht. Ich persönlich mag die Abenteuer des letzten Ninja Armakuni sehr gerne und spiele sie auch gerne. Nur die Sprungpassagen des ersten Teils über den Sumpf, die kann ich absolut nicht leiden.

Glücklicherweise sind eben jene Sprungpassagen in dem 1988 erschienenen zweiten Teil der Serie gestrichen worden. Vielen Dank! Geblieben ist dagegen die weiterhin wunderschöne Grafik, die beim Betreten des Bildschirms sichtbar aufgebaut wird, sowie der tolle Soundtrack des Spiels vor allem am Commodore 64. Bei dieser Version handelt es sich um die Sinclair ZX Spectrum Version des Spiels. Im Vergleich mit dem C64 muss man zwar Abstriche bei der Grafik machen, doch für die Verhältnisse des Spectrum sieht sie immer noch sehr gut aus.

Die ZX Spectrum Version

Doch worum geht es in dem Spiel denn nun? Durch einen Zauber hat es unseren Ninja diesmal aus dem mittelalterlichen Japan ins moderne (naja, 1988) New York verschlagen, denn dorthin hat sich sein Erzfeind, der Shogun Kunitoki mittels Zeitsprung geflüchtet um sich eine neue Schreckensherrschaft aufbaute. Auf dem Weg zum garstigen Zeitreisenden steuert man Armakuni durch Parkanlagen, Straßen, Drogenlabors und weitere grafisch gut anzusehende Szenarien. Interessant ist das die einzelnen Szenarien humorvoll mit einigen Seitenhieben auf die Popkultur der 80er angereichert sind. So wird man später, von aus dem Fenster sehenden Passanten, mit Blumentöpfen beworfen oder sieht sich in der Kanalisation plötzlich einer urbanen Großstadtlegende in Form eines Krokodiles konfrontiert. Und wer aufmerksam beobachtet findet sieht den DC-Helden Supermann vorbeifliegen.

Das Spiel bekam in der Presse durchwegs gute Kritiken und verkaufte sich auch recht gut und so verwundert es nicht das 1991 der dritte Teil von The Last Ninja auf den Markt kam um die Serie fortzuführen. In der Box befindet sich in der ZX Spectrum Version eine Kompaktkassette als Datenträger sowie ein Handbuch und ein ca. A3 großes Poster mit Artworks zum Spiel die als eine Art Karte dient und den Weg zum Endgegner zeigt.

Wer aktuell die Abenteuer des letzten Ninjas erleben will findet diese leider aktuell nicht auf bei GOG oder Steam sondern muss wohl einen Emulator oder die Original Hardware bemühen müssen. Oder ihr kommt zu uns ins Museum und spielt dieses und viele anderen Spiele auf unseren Geräten.

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/16/neuzugang-der-letzte-ninja-in-new-york/

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Fantastisches Spiel, toller Soundtrack aber damals am C64 bin ich überhaupt nicht weiter gekommen.

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Hab den zweiten Teil deutlich öfters gespielt als den ersten oder den Dritten. Fand das Scenario immer super und damals war ja die große Zeit der Ninja Filme. Ich denke da an American Fighter oder die Karate Tiger Filme oder Bloodsport und natürlich die Teenage Mutant Ninja Turtles.

Falls auch Ihr Erinnerungen an die Spiele habt oder etwas zu den Posts sagen wollt, schreibt es ruhig gleich dazu! Wie das Museum ist auch dieses Thread ein lebender der es mag wenn ihr ihn benutzt :innocent:

Zork, Zork und nochmals Zork!

Das ich eine große Zuneigung zu Adventures und vor allem Textadventures hege dürfte denen die diesen Blog öfter lesen wohl inzwischen aufgefallen sein ebenso wie meinen Respekt für Infocom, die für mich neben Magnetic Scrolls und Legend wohl zu den Göttern der Textadventures gelten. Und ein Grund für diesen Status befindet sich nun in der Sammlung.

Doch wie kam es zu dem Spiel. Dazu müssen wir fast 60 Jahre in Jahr 1968 zurückgehen. Denn in diesem Jahr programmierte William Crowther sein Mammoth Cave, welches später in The Cave umbenannt wurde. Er stellte es in das ARPAnet, einem Internet-Vorgänger das damals vor allem Universitäten verband. 1976 entdeckte es dann auch Don Woods und erweiterte es zu The Colossal Cave, in welchem man ein Höhlenlabyrinth erforschen musste und mit so vielen Schätzen wie möglich zum Ausgangspunkt zurückkehren sollte. Das Spiel war ein Renner auf den Universitäten und so spielen vor allem Studenten das Spiel, denn sonst hatten nur wenige Menschen Zugang zu den nötigen Großrechnern. Unter diesen Studenten befanden sich auch Dave Lebling, Marc Blank, Tim Anderson und Bruce Daniels die ebenfalls sehr angetan von Adventure waren und sich dachten, das können wir auch. So begannen die Vier in den Jahren 1977 bis 1979 ihr eigenes Adventure zu programmieren und sie nannten es ZORK.

Der Name war ein Begriff aus dem Hacker Slang des MIT (Massachusetts Institute of Technology) und stand eigentlich für ein unfertiges Programm und sollte auch ein wenig auf die recht chaotischen Art der Entwicklung hindeuten. Zork, damals auch teilweise unter dem Namen Dungeon bekannt, wurde für den damals gebräuchlichen Großrechner PDP-10 von Digital Equipment entwickelt. Im Spiel kamen die sogenannten "Grues" vor, eine in dunklen Behausungen lebende Kreatur, die man sich von Jack Vance, dem Author der Sterbenden Erde Buchreieh, entliehen hatte. Die Bezeichnung Grues wird inzwischen als Synonym für alle möglichen Monster in Computerspielen verwendet. Wieder fand es Verbreitung über das ARPAnet und die Entwickler nutzten die vielen Vorschläge der Spieler für Verbesserungen an ihrem Programm.

Die Karte the Underground Empire

Im Jahre 1979 gründeten sie dann die Firma Infocom um Zork auch auf die inzwischen immer populärer werdenden Heimcomputer übertragen zu können. Zork sollte für viele verschiedene Plattformen erscheinen und um den Aufwand für die einzelnen Portierungen so gering wie möglich zu halten entwickelte Infocom die Z-Machine. Diese Zwischenschicht erlaubt es das Programm unabhängig von der Plattform zu schreiben und konnte so einfach portiert werden. Für die jeweilige Hardware musste nur ein kleines Programm geschrieben werden das die Befehle aus dem Hauptprogramm übersetzt. Jeder Heimcomputer ließ nun sein eigenes Z-Machine Interpreter Program oder kurz ZIP laufen das den Z-Maschinencode interpretierte und so die Spiele ausführte.

Dabei kamen ihnen aber die recht eingeschränkten Ressourcen der verschiedenen Modelle in die Quere. So hatten die meisten der damals erhältlichen Modelle nur 4 oder 16 Kilobyte Speicher und Zork war einfach zu groß dafür. Also entschied man sich dafür das Spiel in drei Teile zu teilen und die Handlung so aufzuteilen.

Zork I
Das Spiel beginnt in der unmittelbaren Umgebung eines weiß gestrichenen Holzhauses inmitten eines Waldes. Der Spieler beginnt das Spiel ohne eine klare Aufgabe, nach dem Betreten des Holzhauses und dem dortigen Auffinden eines Zugangs zum „Great Underground Empire“ wird aber schnell klar, dass es das Ziel des Spiels ist, 20 wertvolle Artefakte zu stehlen und in einer Vitrine im Holzhaus zu deponieren.

Zork II
Im zweiten Teil des Spiels erkundet der Spieler das Reich des „Wizard of Frobozz“, eines alten Zauberers, den der Spieler bekämpfen und besiegen muss. Zusätzlich muss er erneut Artefakte finden, zehn an der Zahl, die einem Dämon geopfert werden müssen.

Zork III
Im dritten Teil des Spiels gilt es, den „Dungeon Master“ (eine Reminiszenz an Dungeons-&-Dragons-Spiele) aufzuspüren, ihn zu besiegen und seine Nachfolge anzutreten.

Die Zork Reihe wurde dann noch weitergeführt aber das ist eine andere Geschichte...

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/17/zork-zork-und-nochmals-zork/

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Internet anno 1985

Die ganze Welt benutzt das Internet. Die ganze Welt? Nein, denn ein kleiner Teil der Computerbenutzer leistet den Internet Riesen Google, Facebook und Amazon erbitterten Widerstand. Diese kleine, aber stetig wachsende Gruppe verwendet sogenannten Mailboxen, auf englisch Bulletin Boards oder kurz BBS genannt.

Auch schon vor dem großen Internet Boom Anfang der 2000er Jahre gab es schon Städte und Länderübergreifende Computernetzwerke wie z.B. das ARPANET (Advanced Research Projects Agency Network) aber es gab auch bereits für Private zugängliche Netzwerke die per Telefonleitung gebildet wurden. Eines der bekanntesten Netzwerke ist das FidoNet das zu seinen Hochzeiten bis zu 40000 Knoten hatte aber Großteils (aber eben nicht ganz) durch das Internet verdrängt wurde.

Die Mystic BBS Software

Wenn man heutzutage eine BBS besuchen will ist dies immer noch über ein Modem und eine Telefonleitung möglich, aber deutlich einfacher (und wahrscheinlich auch günstiger) ist die Verbindung per Telnet oder Secure Shell (SSH) und die Benutzung einer Software wie z.B. Syncterm. Diese Software ermöglicht es recht einfach auf die verschiedenen Mailboxen zugreifen zu können und vor allem die ANSI Grafiken in ihrer vollen Pracht zu sehen.

ANSI Grafik

Denn diese Grafiken sind es die den ersten Besuch einer Mailbox zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Denn diese Bilder sind wahre Kunstwerke die aus sehr begrenzten Mitteln erstellt werden. Es gibt zahlreiche Künstler die sich auf diese Art der Darstellung spezialisiert haben und was diese Menschen teilweise auf den Bildschirm zaubern ist wirklich atemberaubend.

Aber was bringt es einem solche Mailboxen zu besuchen? Grundsätzlich bieten Mailboxen die gleichen Dinge wie das Internet. Es gibt Foren, Mails, Files zum Download, Spiele und vieles mehr. Ja, aber warum denn nun eine BBS dafür besuchen und es nicht gleich im Internet tun? Dafür gibt es viele Gründe. Zum einem ist der Kreis der Benutzer von Mailboxen deutlich kleiner und deshalb gibt es deutlich weniger Trolle als z.B. in Foren. Und wenn mal jemand aus der Reihe tanzt ist er auch ganz schnell wieder weg aus der Mailbox. Viele Mailboxen sind auch auf bestimmte Themenbereiche spezialisiert und so findet man dann in diesen sehr schnell gleichgesinnte und Hilfe bei Fragen.

Ein weiterer interessanter Grund ist auch das man hier weder Google, noch Facebook usw. irgendwelche Daten liefert. Denn die Mailboxen sind quasi nur untereinander verknüpft und deshalb außerhalb der Sammelwut der großen Konzerne.

Und ein Punkt ist besonders interessant für alle die genre alte Computerhardware benutzen. Das Internet ist, wenn man keinen aktuellen Browser und ordentlich Rechenpower hat, inzwischen fast unmöglich zu benutzen. Nicht so Mailboxen, denn diese sind schon aufgrund ihrer Natur besonders gut für C64 und co. geeignet. Und dank dem Erfindungsreichtum einiger Menschen kann man heutzutage sehr einfach mit einem alten System per WLAN und Internet auf Mailboxen zugreifen.

Ich hoffe mit diesem Blogeintrag Euch den Besuch einer Mailbox ein wenig Schmackhaft gemacht zu haben. Aktuell bin ich gerade dabei für das Museum eine eigene kleine Mailbox auf die Beine zu stellen die dann auch aus dem Internet per SSH und auch per Telnet erreichbar sein wird. Und um zu Zeigen wie das früher über die Telefonleitung ging im Museum einen Einwahlzugang zu haben der den Besuchern zeigt wie man früher Computer vernetzt hat, inklusive dem berühmten Gezirpe und Gekreische beim Verbinden der Modems, an das sich die Benutzer des frühen Internets sicher noch erinnern werden.

Sobald die Mailbox läuft gibt es genauere Informationen wie sie erreichbar ist und auch wie ihr sie mit Eurer alten Hardware erreichen könnt. Also bleibt gespannt was die Zukunft bringt und seht Euch mal in einer BBS um, es lohnt sich.

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/20/internet-anno-1985/
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Neues Spiel für den Apple II: Nox Archaist

Im Dezember 2020 wurde ein neues Spiel für den Apple // auf Steam veröffentlich. Jetzt wird sich der eine oder andere Leser fragen: "Moment mal? Apple // und Steam? Der Apple // aus dem Jahre 1977?" Und die Antwort lautet ganz eindeutig, genau! Denn das kleine Entwicklerstudio 6502 Workshop hat es per Kickstarter geschafft das Spiel Nox Archaist zu finanzieren und nach einigen Verzögerungen es nun schlussendlich auch zu veröffentlichen.

Die Ähnlichkeit zu Ultima ist gewollt.

Wer sich das Spiel ansieht wird sich wohl sofort an die alten Ultima Teile erinnert fühlen und dies ist durchaus beabsichtigt. Dies geschieht sogar mit dem Einverständnis von Lord British alias Richard Garriott persönlich und der ewige Herrscher von Britannia hat sogar einen Gastauftritt im Spiel. Und weil ein Promi nicht reicht darf auch der Erfinder und Konstrukteur des Apple // nicht fehlen und wer genau sucht, findet auch Steve, The Woz, Wozniak im Spiel vertreten.

Aber kommen wir nun zum eigentlichen Spiel und seine Handlung. Nox Archaist spielt im Königreich Wynmar wo nach einigen Missernten nun Monsterhorden marodierend durch die Ländereien ziehen. Unser Held (dazu später mehr) macht sich per Schiff auf die Reise zu einer der Inseln des Landes um dort mehr über einen geheimnisvollen Kult und dessen Gottheit "Dark Void" zu erfahren. Doch die anfangs ereignislose Überfahrt endet schließlich in einer Katastrophe. Denn einige Mitglieder des Kultes sind an Bord und können den Helden gefangen nehmen und fesseln. Doch die Kultisten werden entdeckt und in dem darauffolgenden Kampf gibt es eine Kollision des Schiffs mit ein paar Felsen an der Küste der Insel. Hier setzt nun das Spiel ein und der Spieler muss nun vom sinkenden Schiff entkommen. Dies nutzt das Spiel gleich um das Tutorial direkt ins Spiel zu integrieren und selbst Anfänger finden sich so schnell zurecht.

Später gibt es auch Drachen.

Vor dieser Einführung steht allerdings noch die Erstellung des Alter Ego. Das Spiel erlaubt die Auswahl zwischen fünf verschiedenen Rassen, mit jeweils eigenen Vor- und Nachteilen, sowie ob Ihr lieber einen Männlichen oder einen Weiblichen Charakter spielen wollt. Dann gilt es Punkte auf die Attribute Stärke, Geschick und Intelligenz zu verteilen und noch die Fertigkeiten Nahkampf, Fernkampf, Kritischer Treffer, Ausweichen/Parieren und Schlösserknacken zu verbessern. Die Wahl einer Klasse gibt es wie in den späteren Ultima Teilen nicht, die Fertigkeiten steigern sich durch die Benutzung und so kann jeder das spielen was er mag. Gefundene Zauberformeln landen im Zauberbuch wo man sie per Zifferntasten abrufen kann.

Aber kommen wir auch zu den weniger schönen Dingen des Heldenlebens. Denn aufgrund der gewählten Hardware und der Ähnlichkeit zu Ultima darf man vor allem auf eines nicht Hoffen: Komfort. Es gilt von Anfang an mit zu kartografieren und alles zu notieren. Die beigelegte Karte hilft hier ungemein und ist zwingend notwendig. Das Spiel wird ausschließlich per Tastatur gesteuert und ist entsprechend sperrig zu bedienen wenn man noch nie ein Ultima vorher gespielt hat. Drückt man z.B. "w" wird gewartet und bei "a" wird angegriffen. Wer Nox Archaist spielen will sollte eine gehörige Portion Geduld mitbringen und den Willen sich an die Steuerung zu gewöhnen. Gespräche erfolgen durch Eingabe von farblich hervorgehobenen Schlüsselwörtern wie z.B. "name" oder "job".

Nox Archaist ist auf Apple // Geräten mit mindestens 128KB Ram spielbar oder in einem Emulator. Wer sich das Spiel auf Steam holt bekommt hier einen bereits vorkonfigurierten Emulator mitgeliefert und so kann das Spiel einfach auf Mac OS oder Windows per Doppelklick gestartet werden ohne etwas konfigurieren zu müssen.

Seit Februar 2021 gibt es nun auch eine Boxed Version des Spiels die auf der Homepage von 6502 Workshop käuflich zu erwerben ist. Diese Box gibt es in verschiedenen Ausführungen unter anderem mit 5,25 Zoll Disketten und einer schönen Landkarte aus Stoff, eben wie bei den legendären Ultima Spielen auch. Dazu gibt es ein sehr schönes Handbuch und wer sich die Collectors Edition holt auch noch einen versiegelten Brief der Königin sowie einen Edelstein und eine Münze.

Wer gerne mal ein Spiel wie Ultima spielen mag aber keine originale Hardware hat oder sich nicht um passende Emulatoren kümmern mag kann sich das Spiel auf Steam holen. Sammler greifen eher zur Box Version und spielen es auf der originalen Hardware. Wenn man sich auf die Steuerung einlässt dann hat man viele Stunden Spaß mit Nox Archaist.

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/23/neues-spiel-fuer-den-apple-ii-nox-archaist/
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Neuzugang: Adventures die Welten verbinden

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Die Abenteuer des Raumschiff Enterprise und dessen Crew zählt wohl zu den bekanntesten und besten Sci-Fi Geschichten. Wohl genau so alt sind Krimis um zweitklassige Detektive mit einem Hang zu Hochprozentigem. Diesmal sind zwei Adventures zur Sammlung gekommen die beide Themen in ein Point & Click Adventure verpacken und die zählen zu meinen Absoluten Favoriten. Also dann, Hut und Trenchcoat bereit und fertig machen zum Hochbeamen.

Star Trek: The Next Generation – A Final Unity war nach den beiden Interplay Spielen 25th Anniversary und Judgement Rides endlich mal wieder ein Point & Click Adventure im Star Trek Universum. Dieses mal darf man die Crew der USS Enterprise (NCC-1701-D) rund um Captain Picard steuern und das Geheimnis um die namensgebende Unity Sphere lüften. Um dem Ganzen ein wenig ehr Pepp zu geben muss dies natürlich unter Zeitdruck geschehen, denn auch andere Mächte sind hinter diesem Artefakt her.

Das Spiel wechselt dabei zwischen verschiedenen Szenarien. So gibt es z.B. auf der Brücke Gespräche mit den Crew Mitgliedern und man kann z.B. die Instrumente verwenden, den Kurs setzen oder Waffen, Schilde und den Alarm auslösen. Ganz im Gegensatz zum friedlichen Ansatz der Föderation kommt es im Spiel zu kämpferischen Auseinandersetzungen mit gegnerischen Raumschiffen. Diese werden auf einer taktischen Ansicht ausgetragen wo verschiedene Manöver zur Auswahl stehen.

Aber das ganze hat bisher recht wenig mit einem Point & Click Adventure zu tun, deshalb kommt es wie auch bei den TV Episoden zu Außeneinsätzen die dann wie gewohnt mit der Maus gespielt werden und Rätsel gelöst sowie Informationen gesammelt werden.

Bis es zum großen Finale kommt müssen zahlreiche Welten besucht werden, intergalaktische Friedensverträge gebrochen und Ausflüge in feindliche Sektoren unternommen werden. Dabei gilt wie so oft, man sollte rechtzeitig speichern, denn es gibt mehr als genügend Möglichkeiten zu scheitern und die Enterprise zu zerstören. Besonders freut mich das es gelungen ist die originalen Schauspieler als Sprecher für das Spiel zu bekommen. Leider gibt es außer sich das Original zu holen aktuell keine Möglichkeit das Spiel zu spiele, hoffen wir das sich GOG der Sache annimmt. Also, setzen sie Kurs und Energie!

Im Vergleich dazu orientiert sich das zweite Spiel eher an den Film Noir. Die klassische Detektiv Geschichte mit dem heruntergekommenen Detektiv im Trenchcoat, Hut, immer einem Spruch auf den Lippen und natürlich eine Leiche. Der gute Jack Orlando hat 48 Stunden Zeit um seine Unschuld zu beweisen und den wahren Mörder hinter Gitter zu bringen. Das Spiel ist zeigt sich hierbei in schön gezeichneter Pixelgrafik auch ist auch noch heute gut anzusehen.

Natürlich darf auch eine schöne Frau nicht fehlen und so nimmt das Unheil seinen Lauf. Das Spiel ist trotz des 2001 veröffentlichten Directors Cut relativ unbekannt aber dies liegt vor allem an ein paar Schwächen des Programmes. So wird die Qualität der Sprachausgabe von vielen Spielern kritisiert, das die Lautstärke schwankt, unpassende Echos eingebaut sind oder sie einfach untergeht in den Geräuschen.

Auch das Rätseldesign ist nicht optimal geraten, da manche Rätsel unlogisch sind und leider auch zu Sackgassen führen können. Und die dumme Angewohnheit das manche Gegenstände oder Dialogoptionen erst auftauchen wenn man spezielle Dinge getan hat macht die Sache nicht einfacher. Das Spiel bietet klassische Adventurekost und jeder der Krimis mag sollte sich das Spiel mal ansehen.

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/28/neuzugang-adventures-die-welten-verbinden/
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Neuzugang: Lands of Lore

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Was hat Captain Picard mit einem mittelalterlichen Rollenspiel zu tun? Ganz einfach, denn der Schauspieler Patrick Steward lieh dem König Richard LeGre seine Stimme. Die berühmte Ansprache des Königs ist wirklich toll und macht Lust auf die Abenteuer im Königreich und den darunter liegenden Dungeons. Also Helden, seid Ihr bereit den Kampf aufzunehmen?

Lands of Lore: Götterdämmerung ist ein Spiel in der Tradition von Dungeon Crawlern wie z.B. Dungeon Master. Zu beginn kann der Spieler aus vier tapferen Helden wählen die sich in ihren Eigenschaften teils deutlich unterschieden und später können sich weitere Helden der Party anschließen. Das Ziel ist die Rettung der Welt vor der bösen Hexe Scotia und ihrer Armee des Dunklen. Dabei ist die Hexe so gefährlich wie nie, hat sie doch ein Artefakt in Ihre Hände bekommen die sie die beliebige Gestalten und deren Fähigkeiten annehmen kann.

Mit Hilfe dieses Gegenstandes gelang es ihr König LeGre zu vergiften und nun liegt es an den Helden ein Gegengift zu finden und den König zu retten. Doch dies ist nur der Auftakt zu einer Odyssey durch das Land und dessen Dungeons. Denn schlussendlich muss auch noch Scotia persönlich besiegt werden um ihren bösen Treiben Einhalt zu gebieten.

Der Spieler steuert die immer die gesamte Heldentruppe durch die Egoperspektive durch die Welt, wobei diese in Echtzeit abläuft. Die Bewegung erfolgt dabei aber in Schritten und nicht frei wie z.B. in Ultima Underworld. Auch Drehungen passieren ebenso in 90 Grad Schritten aber mit schön animierten Übergängen. Kämpfe werden in ebenfalls in Echtzeit durchgeführt. Wenn dies nun jemanden an das Spiel Eye of the Beholder erinnert, dann kommt das nicht von Ungefähr, denn die Programmierer von Westwood waren es die das Spiel für SSI programmierten.

Lands of Lore bietet im Vergleich zu Titel wie Dungeon Master oder eben Eye of the Beholder aber einige Komfortfeatures wie z.B. eine magische Landkarte die automatisch alle erkundeten Wege aufzeichnet, oder das es ein gemeinsames Inventar gibt, das vom Spielbildschirm erreichbar ist. Diese Eigenschaften erlauben es auch Anfängern sich gut in der Welt zurecht zu finden und die Geschichte genießen zu können. Das Spiel zeigt aber nicht nur hier seine Muskeln sondern auch bei den wirklich schön gezeichneten Zwischenbildern bei denen mal mit der Maus interagieren kann und die ähnlich einem Adventure kleine Rätsel lösen kann.

Jeder der Dungeon Crawler mag und Lands of Lore noch nicht gespielt hat sollte sich das Spiel unbedingt ansehen und es sich entweder Original holen oder sich auf GOG für ein paar Euro im Bundle mit dem zweiten Teil holen. Das sind viele Stunden Spannung und Rätsel für sehr wenig Geld.

Originalpost unter https://kautzner-computer-museum.at/2021/03/30/neuzugang-lands-of-lore/
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Sag mal @Superkuli , bist du der „Silent Unboxer“ im Retrokompottkanal? Du hast ja auch immer Unboxing Audios im dortigen Podcast gemacht. Apropos: Habe dich dort schon lange nicht mehr gehört.

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Servus. Also, nein, bin ich nicht. Ich kann einfach nicht lange genug die Klappe halten g.
Ja, zu den Hauptpodcasts kann ich nicht mehr mitmachen normalerweise da es mir einfach am Sonntag zu spät ist. Muss normalerweise um 05:00 Uhr auf.

Und leider hat mir mein Bandscheibenvorfall in den letzten zwei Monaten bei fast allem einen Strch durch die Rechnung gemacht, ebenso beim Podcasten. :frowning:

Hoffe bald mal wieder aktiv dabei sein zu können und auch bald mit einem neuen Thema wieder gehört zu werden :slight_smile: .

lg Andreas

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Lands of Lore fand ich Spitze! Da ich aber schon Eye of the Beholder mag hatte es das Spiel nicht schwer mich zu begeistern. :smiley:

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Ja mochte auch beide sehr. Schade das es diese Art Spiele kaum noch gibt. Stonekeep ging auch in die Richtung das mochte ich auch sehr.

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Vor allem da eben beide Spiele vom selben Entwickler sind.

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