Elektro Autos - Nicht so umweltfreundlich wie gedacht?


#121

Indien will 2030 schon nur noch Elektroautos auf der Strasse.

http://www.it-times.de/news/indien-will-in-2030-nur-noch-elektroautos-auf-den-strassen-chance-fur-byd-tesla-co-116736/

Und China macht auch vorwärts

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/neue-mobilitaet/autohersteller-fuerchten-elektroauto-quote-in-china-14505669.html



#122

Bitte: Gesunder Menschenverstand sagt einem doch, dass sich die Mittelschicht in Indien und China kein e-Auto leisten kann/leisten wird können. Selbst Europäer geben im Schnitt 15.700 pro Auto aus, nimmt man nur Eigentum her sind es sogar unter 12k.


#123

China hat auch umweltpolitisch Interesse vom Verbrennungsmotor wegzukommen.

Wer von den klassischen Autobauern Heute nicht auf diesen Wandel Verbrennungsmotor zu Elektromotor einstellt, geht den Weg von Nokia in der Handybrache. Eben noch Marktführer jetzt unbedeutender Nischenplayer.


#124

Also, China hat in Peking schon so viel versucht und konnte den Smog nicht eindämmen. In Peking fahren jeden Tag bis zu 2,9 Mio PKWs. Was glaubst Du, wenn China einfach so umstellt? Da käme die Industrie zu erliegen. Der Chinese liebt BMW und Mercedes. Auch wurden 2015 nur 50000 e-Autos verkauft, was bei dem riesen Markt nicht mal ein Promill ausmacht. Selbst bei einer Vervielfachung des Marktanteils, bleibt es eine Randerscheinung. Tesla ist zudem so aufgeblasen, dass es jederzeit insolvent werden könnte. Das Standing ist schlecht und im Falle einer Insolvenz, würde die e-Autoindustrie einen herben Rückschlag erleiden. Wenn nicht bald schwarze Zahlen kommen, implodiert Tesla.


#125

@ Implodierendes Tesla: Komplett surreale Vorstellung. Elon Musk ist bereits wieder eine der reichsten Menschen der Welt dank Space X etc. und sobald die Gigafactory fertig ist, wird sich daran sowieso nie wieder was ändern. Elon Musk mag die Welt verändern, der steckt sein Geld bis zur Apokalypse da rein wenn es sein muss.

@ China: Die rennen alle mit Atemmasken rum und versuchen schon mit unendlich teuren Luftfilter-Konzepten iwas gegen die endgültige Unbewohnbarkeit ihrer Städte zu tun. Staatliche Förderungen für E-Autos sind da millionenfach billiger und werden deshalb auch schon umgesetzt. Bitte bedenke bei deinen aktuellen Statistiken, dass der Modell 3 defacto noch garnicht draußen ist. Bisher wurden nur Vorbestellungen beliefert. Klar sind die bisherigen 90.000 € Karren zu teuer, aber ein 40.000€-Auto ist in der oberen Mittelschicht durchaus im Bereich des regelmäßig gekauften (als ob BMW und Mercedes soviel billiger wären). Zusätzlich wird der Preis in der Massenfertigung dann noch sinken und sobald einmal die Mittelschicht ausgestattet ist, wird auch im Gebrauchtwagen Markt mehr als ausreichend für die unteren Gehaltsklassen Chinas ausgestattet sein.

Das E-Auto ist nicht der Weißheit letzter Schluss, aber das erste massentaugliche Fahrzeug das überhaupt das Potenzial bietet sich Umweltneutral zu bewegen. Ein gigantischer Schritt der passieren wird, egal wie schwarz man es malen möchte. Selbst Atom-Energie ist besser als Verbrennungsmotoren und wird in den nächsten 20 Jahren massiv an Bedeutung verlieren, versprochen. Atomkraftwerke sind nämlich auch extrem teuer zu erzeugen und haben massiv viel höhere laufende Kosten als das oben von mir vorgestellte Konzept. Es ist in Entwicklung und sobald es möglich ist werden sich die richtigen Personen wegen dem unglaublichen wirtschaftlichen Potenzial und dem guten Ruf der zusätzlichen als i-Tüpfelchen dazukommt darauf stützen. Es gibt tausend Gründe vor der Zukunft Angst zu haben (werde deswegen bald einen anderen Thread aufmachen), aber E-Autos sind keiner davon :wink:


#126

Also wenn Du das Standing von Tesla als gut bezeichnest mit 0 real equity, dann weiß ich auch nicht :smiley: Atomkraftwerke sind momentan im Bau befindlich und bieten dreckigen, günstigen Strom-> Endlagerung, Uranabhängigkeit. Atomkraft wird mit rund 60 im Bau befindlichen Anlagen in China und Indien alleine leider nicht an Attraktivität verlieren.

Tesla ist eine Blase, wenn nicht schwarze Zahlen geschrieben werden. Mir gefällt das Konzept, ich kauf mir einen sobald von der Steuer abschreibbar. Aber ich bezweifle, dass da die Preise sinken, da jetzt mal das Geld verdient muss, das jetzt in Forschung gesteckt wird. Tesla ist ein Forschungsprojekt, das extrem kapitalisiert wird, aber das kann auch nach hinten los gehen.


#127

Wir leben nunmal in einem kapitalistischen System und ohne Geld erreicht man in so einem nichts. Aber wenn du dir Elon Musks bisheriges Leben ansiehst, wird dir auffallen, dass sein Standing tatsächlich nicht Profit-orientiert ist. Wenns nur darum ginge hätte der sich schon nachdem er Paypal verkauft hat zurücklehnen können. Aber auch jetzt der Ansatz den Mars besiedeln zu wollen ist über lange lange Zeit und wahrscheinlich bis über seinen Lebensaltag hinaus nicht lukrativ. Aber er ist ein Idealist und zum Glück gibt es solche, genauso wie Manoj Bhargava von Billions in Change. Auch wenn Menschen wie wir soetwas nicht gleich nachvollziehen können, aber auch die Welt weitreichend zum Guten zu verändern und so in die Geschichte einzugehen, kann ein egoistisches Ziel mit starker Handlungsmotivation sein. Genau genommen sogar ein viel viel bedeutsameres und erstrebenswerteres als reine Gier nach Geld und Luxus :wink:


#128

Das klingt sehr schön und idealistisch und bei den meisten, die ich kenne, kommt das Aufbauen und Schaffen vor dem Profit, nur entscheiden vor allem schwarze Zahlen über den erfolg eines Projektes, ansonsten wird’s eingestampft.

Rolls Royce, Mercedes, BMW, Volkswagen Group feilen alle an e-Autos im Hintergrund, verschleiern aber konkrete Projekte, d.h., wenn Tesla erfolgreich ist, dann werden innerhalb von zwei Jahren wahnsinnig viele Autos in Genf vorgestellt, ansonsten geht das halt unter den Tisch gekehrt. Man muss halt sehen, das Tesla Pioniere sind und da kann wirklich viel schief gehen.


#129

In Schweden entsteht das europäische Gegenstück der Batteriefabrik von Tesla in den USA.


#130

#131

Der Kollege meines Vaters hat ein Elektroauto von Nissan und dessen Erfahrungen klingen wenig vielversprechend. Die Heizung ist kaputt und weil diese bei einem Elektroauto nicht Teil des Motors ist, sondern ein geschlossenes System, weigert sich Nissan diese zu reparieren und fordert viertausend Euro. Das größte Problem hier in Deutschland ist aber die mangelhafte Infrastruktur. Sprich er kann das Auto nur zu Hause mit seinem Solardach aufladen, weil bei den Ladesäulen jeder Hersteller sein eigenes Süppchen kocht. Für längere Strecken nimmt er immer das Auto seiner Frau.

Ich glaube am Besten wäre es die Verbreitung von Hybriden zu fördern und den Einsatz von Verbrennungsmotoren für Privatpersonen in Städten zu verbieten bzw. zu beschränken. Dann käme der Verbrennungsmotor nur noch auf Landstraßen und Autobahnen zum Einsatz. Das wäre eine klare Entlastung der Städte. Diese müssten auch viel fahrradfreundlicher werden. Hier in Köln mit dem Fahrrad zu fahren ist lebensgefährlich. Da nutze ich lieber die Bahn. In den Niederlanden gibt es sogar Radschnellwege bzw. in der Schweiz Velobahnen. Die stecken in Deutschland leider auch noch in de Kinderschuhen, obwohl es hier im Rheinland kaum Berge gibt und sich solche Bahnen echt anbieten würden.


#132

Ein Nachbar meiner Anlage haut auch seit längeren ein E Golf und is total begeistert von dem. Angeblich hat man 7 oder 8 Jahre Garantie auf die Batterien falls da was sein sollte werden die ausgetauscht (Ob es dann wirklich so ist naja.)

Service gibts praktisch keinen außer beim DSG muss das Öl gewechselt werden.

Dazu muss man aber sagen in der Wohnanlage selbst kann er nicht laden, der kann in seiner Arbeit laden und das is dann einfach schon praktisch.

Hinzu kennen ich noch einen mit einem BMW I3, wobei man bei dem sagen muss Geld spielt keine Rolle.
Der hat auch ein Haus mit Solaranlagen.


#133

Der Artikel ist interessant, denn er geht zuerst auf die Studie ein und bringt dann noch die Gegenstimmen. Ist der Titel noch eindeutig pro Elektroauto, endet der Bericht doch mehr mit “Naja”.


#134

@Green_Yoshi: Das sind Einzelfälle und Probleme von Nissan, nicht von Elektroautos. Ich bin aber absolut für deinen Vorschlag in Städten, allerdings nur mit gleichzeitiger stark erhöhter Förderung von Elektroautos und Ausbauung der E-Tankstellen Infrastruktur. Das mit “jeder sein eigenes Süppchen” gehört sowieso unterbunden. Telsa hat das ausgefeilteste System derzeit und wollte alle an Board holen und diese gierigen Pisser ham sich alle geweigert. Das gehört gesetzlich standardisiert und fertig. Mit nem Tesla ist die Verbreitung nämlich gleich deutlich besser. Da kannst nämlich beides Tanken.

@Menotar: “In der Schweiz, wo die Wasserkraft das Rückgrat der Stromversorgung bildet, liegt die Treibhausgasbilanz konventioneller Verbrennungsmotoren demnach um rund 70 Prozent über jener von Elektroautos.” Bestritten ist nicht der Faktor “Akku-Bau” sondern der Faktor Storm-Mix Bilanz im EU-Duchschnitt (Also ein dynamischer von E-Auto relativ unabhängiger). Es ist in jedem Fall besser und wie stark erhöht sich potenziell mit dem Anteil den ein Land an grüner Energie produziert. Und wenn diese Wahnsinnigen nicht immer den Bau von Wasserkraftwerken sabotieren würden, hätten wir das beispielsweise in Österreich schon genauso wie in der Schweiz.


#135

Ich stelle mir eigentlich die Frage, ob nicht zu sehr auf das CO2 geschaut wurde. Gibt es denn keine anderen Schadstoffe? Und warum muss man einem das Elektroauto so schmackhaft machen?
Mein Traum wäre ja, das ein Elektroauto in 5 Minuten aufgeladen ist, locker eine Strecke von 500 Kilometer schaft und beim Preis nicht das doppelte kosten würden wie vergleichbare Benziner.


#136

Dafür ist die Autolobby in Deutschland zu stark. :confused:

In den Niederlanden gibt es ein einheitliches System. Könnte daran liegen, dass es keine Autohersteller aus den Niederlanden gibt.


#137

Ich Stell mir das so vor wie bei dem Film „Demolition man“ jeder fährt so ein hässliches Elektro auto während ich mit nem ami schlitten rumfahre der 20 liter frisst.


#138

Gemein diese Referenz, vor allem weil ich so fette Armi-Schlitten eh viel zu cool finde. War erst kürzlich auf einem 7000 km Roadtrip durch die USA deswegen :sweat_smile:
Aber in der Realität kann man sich sowas bereits heutzutage nimmer leisten, geschweige denn in einer Zukunft wo alle Elektroautos fahren. Außerdem find ich das beispielsweise der BMW i3 als Stadtauto ziemlich scheiß cool aussieht. Extrem futuristisch. Und Tesla bin ich sowieso optisch auch ein Fan.

Btw. so geht man meiner Ansicht nach anständig mit Fehlern in dieser Industrie um. Die waren alle in Führungs und Planungspositionen hier gehts also nicht um “den kleinen Mann”. Aber nur so als Gegenbeispiel beim VW Abgasskandal wurde genau einer mit ner fetten Abfindung gefeuert und das Audi von 2008 bis 2011 fehlerhafte Ölabstreifringe in tausende sündhaft teure Vehikel eingebaut haben, hat auch niemanden den Kragen gekostet. Die gehen sogar derzeit so weit, dass sie nicht einmal Verantwortung dafür übernehmen wollen wenn der Dreck dann verstopft und das Drum irgendwann eingeht weil der Motor literweise Öl verbrennt.

Bei einer Firma wie Tesla ist sowas undreckbar, weil Musk einfach weiß das der Erfolg beider seiner Unternehmen darauf aufbaut, dass die Leute darauf vertrauen, dass er keinen Mist baut oder andernfalls die Konsequenzen trägt.


#139

Das Stimmt, so benzin Schleudern gehen hart ins Geld. Den BMW i3 finde ich aber schon wieder Hässlich. Mir gehts da um die Form, erinnert mich ganz stark an den Audi A2 der mich wiederum sehr an ein Moped auto erinnert :joy:

Ok beim bmw i8 wäre ich dabei und auch 1-2 tesla modelle sehen super aus aber das wars auch schon vom optischen her. Aber wie gesagt ist einfach geschmackssache.

Und danke das du deinen Ami trip erwähnt hast, freut mich das du MEINEN traum erlebt hast :joy::wink:

Würde da echt gerne bilder sehen, vielleicht hast du mal lust ein paar bilder hochzuladen.


#140

Des einen Leid, des anderen guten Gewissens?

Es ist leider absehbar, dass große Umbrüche auch irgendwen schaden, selbst wenn der Umbruch sonst ein guter wäre. Die große Konzerne haben auf vieles Einfluss, aber nicht auf allen und jeden, und manchmal auch weil sie es nicht wollen.